Kunst
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Mäcki-Figuren
Wilhelm Petersen
Comic-Figuren des SS-Malers Wilhelm Petersen, ab 1945 in der Zeitschrift Hör zu veröffentlicht. Ein eigenständiges künstlerisches Werk, mit dem sich Petersen nach dem Krieg als Illustrator neu erfand und das die Ästhetik seiner Zeit prägte.
Madonnenmalerei Raffaels
Raffael
Raffaels Madonna-Gemälde stellen einen revolutionären Bruch mit der stilisierten Renaissance-Ästhetik dar: Der Künstler porträtierte italienische Bauernmädchen als Madonnen, mit dunkleren Haaren und üppigerer Erscheinung statt idealisierter Gesichter. Diese volkstümlichere, lebendigere Darstellung war eine bewusste Provokation gegen die künstliche Schönheitsideale seiner Zeit.
Man Pissing on Chair
Wolfgang Tillmans
Fotografie von Wolfgang Tillmans, die eine alltägliche Geste – einen Mann beim Urinieren auf einen Stuhl – dokumentiert. Das Werk exemplifiziert Tillmans' Ansatz, alltägliche Momente durch ihre visuelle Präsenz zum Kunstwerk zu erheben und demonstriert die Kraft der reinen Abbildung ohne narrative Vermittlung.
Manchmal stehen wir auf
Marie Luise Kaschnitz
Deutsches Auferstehungsgedicht, das Hoffnung und Auferstehung in ihrer Vielgestaltigkeit erforscht. Es thematisiert Auferstehung nicht als dogmatisches Konzept, sondern als existenzielle Erfahrung mitten im alltäglichen Leben.
Mapping the Studio
Bruce Nauman
"Mapping the Studio" ist eine konzeptuelle Arbeit von Bruce Nauman, die den künstlerischen Prozess der Raumerfassung durch körperliche Erfahrung erforscht. Das Werk dokumentiert den Akt, sich in Ecken zu setzen und Räume physisch zu erfassen — eine Methode, die Naumans Verständnis von Kunst als gelebte Erfahrung und körperliche Präsenz demonstriert.
Maria Magdalena (Skulptur)
Donatello
Donatellos Holzskulptur der Maria Magdalena zeigt die Heilige als büßende Eremiterin in charakteristischer Renaissance-Plastik. Das Werk ist für seine expressive Darstellung bekannt, bei der das lange, wilde Haar der Figur ihren gesamten Körper bedeckt – eine legendäre Referenz auf die Jahre der Askese in der Wüste. Die Skulptur verkörpert Donatellos intensive psychologische Auseinandersetzung mit religiöser Buße und menschlicher Transformation.
Marina Abramović – Retrospektive (MoMA, 2010)
Marina Abramović
Retrospektive der Performance-Künstlerin Marina Abramović am MoMA 2010. Die legendäre Ausstellung 'The Artist Is Present' etablierte Performance-Kunst endgültig im Museumsbetrieb und wurde zur meistbesuchten Performance-Ausstellung des Museums. Abramović saß live vor Besuchern und schuf damit eine transformative künstlerische Erfahrung.
Matthew Barney – Guggenheim-Ausstellung
Matthew Barney
Der Artikel untersucht die künstlerische Verbindung zwischen Matthew Barney und Joseph Beuys anhand einer Guggenheim-Ausstellung. Eine Anekdote zeigt, wie Susan Sontag den Kurator Klaus Biesenbach bat, die Ausstellung zu führen – dies illustriert die konzeptuelle Tiefe von Barneys experimentellem Werk. Der Titel betont die philosophische Idee permanenter Transformation in der Gegenwart.
Mattress Performance (Carry That Weight)
Emma Sulkowicz
Performative Kunstinstallation von Emma Sulkowicz, die täglich eine Matratze trägt, um erlittene sexuelle Gewalt zu verarbeiten und öffentlich zu machen. Die 2014-2015 realisierte Performance wurde zur Columbia-Abschlussarbeit und globales Symbol des Protests gegen Übergriffe an US-Universitäten. Sulkowicz nutzt ihren Körper als Medium für strukturelle Anklage – inspiriert von Künstlerinnen wie Marina Abramović.
Menil Collection
Renzo Piano
Ikonisches Glasarchitektur-Museum von Renzo Piano in Houston für die Kunstsammlung der Familie de Menil. Das Gebäude verbindet innovative, transparente Architektur mit Kunstpräsentation und demonstriert Pianos Meisterschaft in der Beziehung zwischen Licht, Raum und Werkpräsentation.
Menstruationskunst
Judy Chicago
Judy Chicago schuf in den 1970er Jahren Kunstwerke zum Thema Menstruation und gilt als Pionierin der Menstruation Art. Diese Werke thematisierten weibliche Körperlichkeit auf subversive Weise und waren wegweisend für die Feminist Art Bewegung, lange vor dem Internet-Zeitalter.
Merlin und Lancelot
James Archer
Präraffalitisches Gemälde von James Archer, das Merlin und Lancelot in einer bedeutsamen Haltung zeigt. Das Werk dient als zentrale visuelle Chiffre eines Romans und nimmt dessen Schlussbild vorweg, in dem die Schicksale der Protagonisten sich erfüllen.
Metallplatten-Bodenskulpturen
Carl Andre
Minimalistische Bodenarbeiten aus gestapelten Metallplatten von Carl Andre, die seit den 1960er Jahren die Kunstwahrnehmung revolutionierten. Andre legte flache Kunstwerke direkt auf den Boden statt an der Wand, was Besucher verwirrt und zum Herumtrampeln veranlasste. Ein Kernwerk des amerikanischen Minimalismus, das die Grenze zwischen Kunstobjekt und alltäglichem Raum infragestellte.
Millern-Tor-Gallery
Viva con Agua
Jährliche Kunstausstellung im Hamburger Millerntor-Stadion, kuratiert von Viva con Agua. Die Galerie verbindet zeitgenössische Kunstwerke mit sozialem Engagement für sauberes Wasser und globale Sanitär-Initiativen. Besuchende können sich kreativ beteiligen und Kunst als Werkzeug für nachhaltiges Aktivismus erleben.
Millerntor Gallery
Die Millerntor Gallery ist eine jährliche Kunstausstellung im Millerntor-Stadion auf St. Pauli, die als Plattform für künstlerische Arbeiten dient und durch die Unterstützung des Kunstprojekts Einnahmen für die Hilfsorganisation Viva con Agua generiert. Sie verbindet Stadionkultur mit zeitgenössischer Kunst und sozialer Wirkung.
Moby-Porträt nach dem Rave
Wolfgang Tillmans
Fotografisches Porträt von Wolfgang Tillmans aus den 1990er Jahren, das den Musiker und DJ Moby in Jeans auf einer Matratze liegend zeigt, unmittelbar nach einem Rave. Das dokumentarische Werk erfasst die physische und emotionale Erschöpfung dieser Moment und gilt als ikonisches Zeugnis der Rave-Kultur. Tillmans' Fotografie verbindet intime Menschenportrats mit kultureller Zeitgeschichte und prägte das visuelle Verständnis der elektronischen Musikszene der 1990er Jahre.
Mona Lisa
Leonardo da Vinci
Ölmalerei von Leonardo da Vinci aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das berühmte Porträt zeigt eine Frau und folgt den stilisierten Schönheitsidealen der Renaissance mit charakteristischen Merkmalen wie dünnen Augenbrauen und feinen Gesichtszügen. Das Werk exemplifiziert die porträtistische Konvention seiner Epoche, in der viele Frauenporträts einem standardisierten Schönheitskanon folgten. Es zählt zu den weltweit bekanntesten Kunstwerken der Malerei.
Mondnacht
Joseph von Eichendorff
Ein romantisches Gedicht über eine sanfte Nacht voller Sehnsucht und träumerischer Schönheit, in der der Himmel die Erde küsst. Das Werk erfasst die zarte Melancholie romantischer Liebe und die Vergänglichkeit von Erinnerung und Gedächtnis.
Mont Sainte-Victoire (Gemäldeserie)
Paul Cézanne
Cézannes ikonische Gemäldeserie des Mont Sainte-Victoire, gemalt zwischen 1882 und 1906. Der französische Maler setzte das provenzalische Bergmotiv mehr als 60 Mal um, jedes Gemälde erforscht Licht, Form und Perspektive neu. Die Serie zeigt sein revolutionäres Verfahren: durch wiederholtes, intensives Betrachten desselben Motivs neue visuelle Wahrheiten zu entdecken. Ein Schlüsselwerk der Moderne und Vorläufer des Kubismus.
Mont Sainte-Victoire (Werkgruppe)
Paul Cézanne
Gemäldezyklus von Paul Cézanne, der den Berg Mont Sainte-Victoire über 60 Mal malte. Die Werkgruppe zeigt Cézannes künstlerisches Prinzip der Wiederholung und Variation: Immer wieder nähert sich der Künstler dem gleichen Motiv, variiert dabei Perspektive, Komposition und Farbigkeit. Diese obsessive Auseinandersetzung mit einem Sujet wurde zum Vorläufer moderner Malerei und zeigt die Suche nach essentiellen geometrischen Formen unter der sichtbaren Wirklichkeit.
Montparnasse
Andreas Gursky
Großformatige Fotografie des Künstlers Andreas Gursky, die das Pariser Viertel Montparnasse dokumentiert. Gurkys charakteristischer Stil vereint präzise Detailfülle mit abstrahierter urbaner Perspektive, die architektonische Strukturen und Stadtlandschaften in subtiler Monumentalität erfasst. Das Werk gehört zu seinen einflussreichen Arbeiten, die moderne Metropolen als Träger komplexer visueller Information darstellen.
Much Was Decided Before You Were Born
Jenny Holzer
Sprachinstallation der Künstlerin Jenny Holzer. Der Satz wird als Stempel an Wänden angebracht und vermittelt eine philosophische Reflexion über menschliche Verantwortung und historische Kontinuität. Das Werk entlastet durch die Erinnerung, dass vieles bereits vor der eigenen Geburt existierte.
Mural am MoCA Geffen
Barbara Kruger
Monumentales Mural der Künstlerin Barbara Kruger am MoCA Los Angeles. Die fast 100 Meter breite und 35 Meter hohe Installation transformiert die Museumsfassade zu einer öffentlichen Plattform und dient als visueller Hintergrund für politische Demonstrationen. Krügers charakteristische politische Ästhetik verbindet Hochkultur mit Straßenaktivismus und gesellschaftlichem Engagement.
Mythos Berlin
Eberhard Knödler-Bunte
Ausstellung zur Geschichte Berlins von Eberhard Knödler-Bunte, präsentiert Ende der 1980er Jahre. Sie beeinflusste Wim Wenders während der Vorbereitung zu 'Der Himmel über Berlin' und prägte seine künstlerische Vision der Stadt nachhaltig.
Nam June Paik-Arbeit (1982, Monitorinstallation)
Nam June Paik
Monitorinstallation des Videokunst-Pioniers Nam June Paik von 1982 mit kleinen japanischen Röhrenmonitoren. Die Installation verbindet konservatorische Innovation mit künstlerischer Intention: Die originalen Monitore bleiben als Gehäuse erhalten, während das Bild digitalisiert wurde – eine Lösung für die Langzeitarchivierung von Medienkunst.
Namjune-Paik-Arbeit (1982)
Nam June Paik
Nam June Paiks Videokunst-Installation von 1982 kombiniert kleine japanische Monitore zu einer Medienkunst-Komposition. Die Arbeit verdeutlicht Paiks bahnbrechende Rolle in der Videokunst und illustriert die konservatorischen Herausforderungen bei der Erhaltung elektronischer Kunstwerke.
Nan Goldin – Ausstellung / Slideshow
Nan Goldin
Fotografische Ausstellung und Slideshow der amerikanischen Künstlerin Nan Goldin, bekannt für ihre intimen Schwarz-Weiß-Fotografien persönlicher Momente und Beziehungen. Die Präsentation via Projektionen ermöglicht ein immersives Erlebnis ihrer künstlerischen Vision. Goldin gilt als Pionierin der subjektiven Dokumentarfotografie, deren Werk gesellschaftliche Kontroversen prägt.
Nan Goldin – Pavillon-Installation (Neue Nationalgalerie)
Nan Goldin / Halawa D.
Installative Kunstausstellung von Nan Goldin mit von Halawa D. gestalteten Pavillons in der Neuen Nationalgalerie. Die begehbaren Strukturen erzeugen unterschiedliche atmosphärische Räume wie ein Dorf oder Town Square und beherbergen Projektionen, die Goldins fotografische Arbeiten in immersive Raumatmosphären integrieren.
Nan Goldin-Ausstellung (MoMA)
Nan Goldin
Fotografische Ausstellung von Nan Goldin im MoMA, einer einflussreichen zeitgenössischen Fotografin. Ihre intimen, emotional intensiven Fotografien dokumentieren Alltag, Underground-Szenen und persönliche Kämpfe mit unmittelbarer, direkter künstlerischer Herangehensweise.
Nanas
Niki de Saint Phalle
Die Nanas von Niki de Saint Phalle sind farbenfrohe Monumentalskulpturen weiblicher Figuren, die Freude und Weiblichkeit zelebrieren. Über dieses bekannte Werk hinaus interessiert die Sprecherin besonders Saint Phalles weniger bekannte Schießbilder – aggressiv-konzeptuelle Werke, bei denen die Künstlerin auf ihre Skulpturen schießt und damit gegen konventionelle Kunsttraditionen rebelliert.
Napalm-Foto (The Terror of War)
Nick Út
Ikonisches Kriegsfoto vom Juni 1972, das den Vietnamkrieg in seiner Grausamkeit zeigt: Kim Phúc flieht nackt vor Napalm-Angriffen. Nick Úts Aufnahme wurde zur visuellen Metapher für Zivilisten-Leid und zur Anti-Kriegs-Ikone. Das Bild prägte nicht nur die Medienberichterstattung, sondern bestimmte auch Kim Phúcs gesamtes weiteres Leben.
Napoleon im verschneiten Russland (Russland-Feldzug)
Monumentalgemälde, das Napoleons verheerendes Scheitern im Russland-Feldzug darstellt. Das Werk visualisiert die historische Niederlage und das Leid der Grande Armée im schneebedeckten Russland. Die Beobachtung eines chinesischen Besuchers im Louvre zeigt, dass europäische Kunstwerke weiterhin echtes intellektuelles Engagement bei Menschen aus aufstiegenden Weltregionen wecken und die Bedeutung historischer Erinnerungskultur unterstreichen.
Narziss
Caravaggio
Caravaggios berühmtes Gemälde zeigt den sterblichen Narziss, wie er sich über einen Teich beugt und sein glanzvolles Spiegelbild betrachtet. Der jugendlich schöne Jüngling verkörpert visuell die antike Myth des Narzissmus und der Eigenverliebtheit – eine Verdichtung von Schönheit, Vergänglichkeit und Verhängnis.
National Museum of Qatar
Jean Nouvel
Das Nationalmuseum von Katar in Doha ist ein architektonisches Meisterwerk von Jean Nouvel, das durch seine bewusst schrägen Böden definiert wird. Diese unebenen Flächen sind keine konstruktive Notwendigkeit, sondern ein gestalterisches Konzept der körperlichen Destabilisierung – sie zwingen Besucher, ihre Balance aktiv zu halten und prägen so das Erlebnis des Museums.
Nationalmuseum von Katar
Jean Nouvel
Das Nationalmuseum von Katar in Doha ist ein Meisterwerk der modernen Architektur von Jean Nouvel. Das Museum zeichnet sich durch seine radikale Raumgestaltung aus: Kein einziger Boden ist flach, alle Flächen sind bewusst schräg angeordnet. Diese unkonventionelle Neigung erzeugt einen subtilen Diskomfort beim Besucher und stellt unsere Beziehung zu Raum und Körper fundamental in Frage – eine konzeptuelle Intervention, die Architektur als soziale und sensorische Erfahrung neu definiert.
Negative Megalith (North, East, South, West)
Michael Heizer
Großformatige Earthwork-Skulptur von Michael Heizer: Ein negativer, in die Erde eingelassener Kubus, der durch Abwesenheit und Negativraum wirkt. Werk der minimalistischen Land Art, das räumliche Präsenz durch Subtraktion schafft und Künstler wie Marina Abramović zu neuen Arbeiten inspirierte.
New Yorker Cartoon (Clubszene mit Podcast-Wunsch)
Humorvolle Illustration aus dem New Yorker, die eine Disco-Szene zeigt, in der ein Gast den DJ bittet, einen True-Crime-Podcast zu spielen statt Musik. Die Karikatur illustriert satirisch die Allgegenwärtigkeit von Podcasts in der modernen Kultur und ihre tiefe Integration in den Alltag, selbst an ungewöhnlichen Orten wie Clubs.
Nicht mutig
Marie Luise Kaschnitz · 1979
Das Ostergedicht aus 1972 reflektiert über die Auferstehungsfrage und menschliche Mutlosigkeit. Mit dem persönlichen Bekenntnis 'Ich bin nicht mutig' endet das Werk als stilles Glaubensbekenntnis zum Leben nach dem Tod.
Nicht mutig (Ostergedicht)
Marie Luise Kaschnitz · 1972
Ostergedicht, das die Spannung zwischen Glauben und Zweifel an der Auferstehung thematisiert. In wenigen Zeilen wird die philosophische Frage nach Unsterblichkeit und dem menschlichen Mangel an Mut verdichtet, sich dem Übernatürlichen hinzugeben.
Night Sea Crossing
Marina Abramović / Ulay
Performance-Kunstwerk von Marina Abramović und Ulay, bei dem das Künstlerpaar sich tagelang schweigend an einem Tisch gegenübersaß und Blickkontakt hielt – als leibhaftige Manifestation ihrer künstlerischen und romantischen Partnerschaft. Ein Klassiker der Performance Art, der Abramovics spätere Werke inspirierte.
Nighthawks
Edward Hopper · 1942
Edward Hoppers ikonisches Gemälde von 1942 zeigt nächtliche Einsamkeit in einem amerikanischen Diner unter Neon-Licht: Ein einsamer Mann sitzt am Tresen in stummer Isolation. Das Werk symbolisiert urbane Entfremdung und gilt als Meisterwerk des amerikanischen Realismus.
Nike von Samothrake
Hellenistische Marmorskulptur der Siegesgöttin Nike aus dem Heiligtum von Samothrake (um 200 v.Chr.). Die flügellose, dynamisch bewegte Figur verkörpert Sieg und Triumph und ist eines der bekanntesten antiken Kunstwerke der Welt. Seit der Antike bewundert, heute ein Glanzstück der Sammlung des Pariser Louvre.
Niki de Saint Phalle (Werk)
Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle schuf mit ihren Schießbildern (Tir-Objekte) eine neuartige Kunstform: Sie beschoss mit Farbe gefüllte Gipsplatten und erzeugte so abstrakte, gestische Werke. Diese performativen Arbeiten verbanden Kunst, Technik und Rebellion gegen künstlerische Konventionen der 1960er Jahre. Später wurde sie mit ihren monumentalen Nanas-Skulpturen international bekannt – bunten, lebensfreudigen Frauenfiguren, die weibliche Kraft und Unabhängigkeit feierten.
No man is an island, no country by itself (Anti-Brexit-Kampagne)
Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans' Anti-Brexit-Kampagne von 2016 verwendet das Zitat „No man is an island, no country by itself" als künstlerischen Slogan gegen die Abkehr Großbritanniens von der internationalen Gemeinschaft. Das Werk bezieht sich auf John Donnes Meditation über menschliche Verbundenheit und kritisiert nationale Isolation. Der weit verbreitete Text wurde zur ikonischen Aussage des künstlerischen Widerstands gegen den Brexit.
Nofretete mit Gasmaske (Graffiti)
Graffiti-Kunstwerk aus Kairo während des Arabischen Frühlings: Nofretete mit Gasmaske, geschaffen von linken Künstlern als Symbol für die Rolle von Frauen in der Revolution und den gewaltsamen Widerstand gegen das Regime. Das Werk wurde von Human Rights Watch als internationales Symbol für Menschenrechte in Ägypten übernommen.
Nur zwei Dinge
Gottfried Benn
Kurzes Gedicht über das Paradox von Arbeit und Glück. These: »Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.« Das Werk hinterfragt romantische Vorstellungen intellektuellen Glücks und setzt stattdessen auf die Tugend der Einfachheit gepaart mit Tätigkeit.
Olafur Eliasson Retrospektive (Tate Modern)
Olafur Eliasson
Retrospektive des isländischen Künstlers Olafur Eliasson in der Tate Modern mit seinen wegweisenden Lichtkinstallationen und Raumarbeiten. Eliassons immersive Installationen erforschen Wahrnehmung, Raum und Naturerfahrung. Die Sammlung Boros beherbergt eine der weltweit bedeutendsten privaten Eliasson-Sammlungen.
Olympiastadion München (Zeltdach)
Frei Otto
Frei Ottos ikonisches Olympiastadion München kombiniert innovative Zeltdach-Konstruktion mit revolutionärem Leichtbau-Konzept. Das 1972 fertiggestellte Bauwerk ist ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst und definiert organische Moderne durch seine eleganten, drapierten Stahlkabel-Membranstrukturen.
Olympische Spiele München 1972 – Visuelles Erscheinungsbild
Otl Aicher
Otl Aichers visuelles Identitätssystem für die Olympischen Spiele München 1972 – ein Meilenstein der Grafik-Design-Geschichte. Das System vereinte geometrisches Design mit lebendigen Streifen-Mustern, symbolisiert durch das ikonische Maskottchen Waldi, einen gestreiften Dackel. Aichers Arbeit definierte eine vollständige visuelle Sprache für die Spiele und gilt als Klassiker der modernen Designgeschichte.
Operndorf Afrika
Christoph Schlingensief
Kunstinstallation und Vermächtnis des deutschen Performance-Künstlers Christoph Schlingensief in Burkina Faso. Das Operndorf Afrika vereint bildende Kunst, Performance und sozialen Raum zu einem hybriden Kunstprojekt, das sein künstlerisches Erbe prägt. Seine Witwe Aino Laberenz bewahrt das Werk bis heute mit galerie Hauser & Wirth.