Mondnacht
Joseph von Eichendorff
Ein romantisches Gedicht über eine sanfte Nacht voller Sehnsucht und träumerischer Schönheit, in der der Himmel die Erde küsst. Das Werk erfasst die zarte Melancholie romantischer Liebe und die Vergänglichkeit von Erinnerung und Gedächtnis.
Erwähnungen (2)
„Es war, als hätte der Himmel die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nur träumen müssen. Nicht mal das kann ich mehr auswendig. Und das war so erschreckend für mich, dass ich gerade dieses Gedicht, das musst du doch noch, das konntest du doch. Dann habe ich mich hingesetzt, mit 80 Jahren, jetzt liest du die Zeilen nochmal durch und dann sag ich es auf. Es ging nicht.“
Gauck spricht über seine lebenslange Liebe zur Lyrik und den schmerzhaften Verlust seiner Fähigkeit, Gedichte auswendig zu lernen. Er zitiert Eichendorffs 'Mondnacht' als das für ihn schönste Gedicht und beschreibt, wie er mit 80 Jahren verzweifelt versuchte, es erneut zu memorieren – vergeblich. Ein sehr persönlicher Moment über das Altern und die Vergänglichkeit geistiger Fähigkeiten.
„Eichendorff, komm. Können wir einmal die deutsche Sprache verteilen? Es war, als hätte der Himmel die Erde still geküsst. Dass sie im Blütenschimmer von ihm nur träumen müsste, komm. Meine Seele spannte weit ihre Flügel aus.“
Jochen Wegner und Cornelia Funke tragen gemeinsam Eichendorffs Gedicht 'Mondnacht' vor, um die Schönheit der deutschen Sprache zu verteidigen. Funke hatte zuvor erklärt, dass sie englische Literatur bevorzuge – Wegner hält dagegen mit diesem Beispiel deutscher Lyrik.
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