Wahrnehmung
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Medien (32)
24 Hour Psycho
Douglas Gordon
Der Künstler Douglas Gordon manipuliert Zeit in Film- und Videoinstallationen, um Zuschauer zu desorientieren und neue Perspektiven zu schaffen. Sein berühmtestes Werk „24 Hour Psycho" (1993) verlangsamt Hitchcocks Klassiker so extrem, dass der Film eine ganze Tagesschau dauert – jedes Bild wird zur Standfotografie. Durch diese Manipulation werden normalerweise übersehene Bilddetails sichtbar, während die Spannung des Originals in eine Art nervöse Langeweile übergeht. Gordon nutzt die technologische Möglichkeit, Filme zu kontrollieren und zu manipulieren, als künstlerisches Material, wobei Speicher und Wahrnehmung des Betrachters zentral werden.
Artikel über Annalena Baerbock und ihre Generation
Uli Schulte
Uli Schulte analysiert Annalena Baerbock als Repräsentantin einer Generation, deren Eltern schon die bloße Existenz ihrer Kinder als Sensation feierten. Diese übermäßige elterliche Bestätigung führt laut Schulte dazu, dass Betroffene ihre eigene Mittelmäßigkeit irgendwann für Genialität halten. Der Artikel entstand im Kontext des Plagiats- und Biografiestreits um Baerbock während des Bundestagswahlkampfs 2021. Schulte nutzt Baerbock als Fallbeispiel für eine gesellschaftliche Prägung durch übertriebenes Lob und fehlende kritische Rückmeldung.
Artikel über Empathie und Einsamkeit im New Yorker
Paul Bloom · 2025
Paul Bloom, Psychologieprofessor und Autor von 'Against Empathy', argumentiert in diesem New-Yorker-Artikel, dass Menschen systematisch unterschätzen, wie viel Empathie andere für sie empfinden. Diese kognitive Verzerrung führt dazu, dass wir uns sozial zurückziehen und weniger Verbindung suchen – was Einsamkeit verstärkt, obwohl die Bereitschaft zur Empathie bei anderen durchaus vorhanden wäre. Bloom verbindet aktuelle Forschungsbefunde aus der Sozialpsychologie mit der gesellschaftlichen Einsamkeitsepidemie und zeigt, dass das Problem weniger im Mangel an Empathie liegt als in unserer Unfähigkeit, sie bei anderen wahrzunehmen.
Artikel über Nachbardorf ('Der nächste Ausländer lebt 30 Kilometer entfernt')
Der Artikel beleuchtet die Realität in einem ländlichen ostdeutschen Dorf, das trotz hoher AfD-Wahlergebnisse kaum Kontakt zu Migranten hat. Die pointierte Überschrift verdeutlicht die Diskrepanz zwischen gefühlter Bedrohung und tatsächlicher Anwesenheit von Ausländern: Der nächste Migrant lebt 30 Kilometer entfernt. Der Artikel ist relevant als Beispiel dafür, wie Fremdheitsgefühle und politische Radikalisierung entstehen können, ohne dass direkte Begegnungen mit dem 'Anderen' stattfinden.
Die Erde ist blau wie eine Orange
Paul Éluard · 2013
Paul Éluards surrealistischer Vers »Die Erde ist blau wie eine Orange« beschreibt die paradoxe Wahrnehmung von Wirklichkeit. Der Kosmonaut Sergei Krikaljow zitierte diesen Satz während seiner Isolation zur Bodenkontrolle, was zeigt, wie Literatur in existenziellen Situationen Halt bietet. Die Geschichte illustriert die Spannung zwischen künstlerischer Imagination und wissenschaftlicher Rationalität.
Die Hälfte der Amerikaner schaut erstaunlich positiv auf diese Trump-Jahre zurück
René Pfister
Der Spiegel-Artikel von René Pfister analysiert, wie amerikanische Bürger die Trump-Jahre bewerten. Gegen die in Europa vorherrschende kritische Sicht zeigt er auf, dass etwa die Hälfte der Amerikaner Trumps Amtszeit positiv sieht – und erklärt nachvollziehbar, warum.
Emotionale Granularität (Artikel)
Der Artikel behandelt emotionale Granularität – die Fähigkeit, Gefühle differenziert wahrzunehmen und zu unterscheiden. Menschen mit höherer Granularität erkennen feine Nuancen zwischen Emotionen, während andere kaum zwischen Angst und Wut unterscheiden können. Die Zeit untersucht, ob diese Fähigkeit eine psychische Superkraft ist.
Experienced Happiness vs. Remembered Happiness
Paul Bloom
Paul Bloom, Psychologie-Professor und Autor, unterscheidet zwischen erfahrenem und erinnertem Glück: der unmittelbaren Emotion im gegenwärtigen Moment versus der Gesamtbewertung des eigenen Lebens. Diese Unterscheidung erklärt, warum Menschen in Befragungen gleichzeitig zufrieden und besorgt sein können. Das Konzept ist zentral für das Verständnis von Lebenszufriedenheit und menschlicher Wahrnehmung.
Faster
James Gleick
"In Faster, James Gleick explores nothing less than the human condition at the turn of the millennium. He shines a light of enterprising and analytical reporting - as well as sly wit - on the newest paradoxes of time. His journey takes us through the bunkers and trenches of a war we barely knew we were fighting: to the atomic clocks of the Directorate of Time, to the waiting rooms that focus our impatience, to the film production studios that test the high-speed limits of our perception, to the...
Galleria Prospettica (Palazzo Spada)
Francesco Borromini
Borrominis Galerieprospekt im Palazzo Spada ist eine berühmte Trompe-l'œil-Kolonnade, die durch optische Perspektivtäuschung Raum suggiert, wo keiner existiert. Für Künstler und Theoretiker wie Ólafur Elíasson bildet dieses Werk einen zentralen Anknüpfungspunkt zur Frage, wie Raumwahrnehmung historisch konstruiert wurde und wie Künstler diese Wahrnehmung manipulieren können. Das Interesse an Borrominis Werk verbindet sich hier mit kunsthistorischen Diskursen (Panofsky) über die Perspektive als kulturelle Erfindung, nicht als natürliche Sehweise.
Hoffnungslos optimistisch
Dirk Steffens · 2025
„Hoffnungslos optimistisch" ist ein Buch von Dirk Steffens, das sich kritisch mit negativen Wahrnehmungsmustern auseinandersetzt. Steffens argumentiert, dass wir durch konstruierte Narrative und unrealistische Erwartungen den Blick auf tatsächliche Leistungen und Fortschritte verlieren. Mit Beispielen wie der Deutschen Bahn zeigt er auf, wie Kritik und Realität oft auseinanderklaffen. Das Buch plädiert dafür, eine ausgewogenere Perspektive auf globale und alltägliche Entwicklungen zu gewinnen.
Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas)
Peter Eisenman
Die subtile Schräge des Bodens in Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal wird hier als Gestaltungsmittel analysiert. Der Künstler Olafur Elíasson diskutiert, wie die bewusste Neigung den Besucher körperlich desorientiert und damit das Gedenken unmittelbar erlebbar macht. Die Architektur nutzt physische Wahrnehmung als emotionale Schicht.
ICU
Ólafur Elíasson
Der isländische Künstler Olafur Eliasson verwirklicht im März 2026 in Salt Lake City die Installation "A symphony of disappearing sounds for the Great Salt Lake". Das Werk kombiniert eine Musikkomposition aus Feldaufnahmen bedrohter Tierarten der Region mit einer dynamischen Lichtprojektion auf einer großen erhobenen Kugel. Damit schafft Eliasson eine sinnliche Verbindung zwischen der Stadt und dem ökologisch gefährdeten See, um die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung seiner Rettung zu lenken. Parallel laufen Ausstellungen seiner Werke in Jakarta und Brisbane, die sich mit Wahrnehmung und Farbexperience auseinandersetzen.
Interview mit einem Neurowissenschaftler über Gedächtnis
Das Interview erklärt, wie Gedächtnis funktioniert: Erinnerungen sind nicht statische Aufzeichnungen, sondern werden wie ein Word-Dokument jedes Mal neu überarbeitet und gespeichert, wenn wir uns an sie erinnern. Dies bedeutet, dass wir uns letztlich nur noch an unsere überarbeiteten Erinnerungen erinnern, nicht an das ursprüngliche Erlebnis selbst. Der Artikel illustriert damit, warum sich unsere Wahrnehmung von Vergangenem ständig verändert.
Jüdisches Museum Berlin
Daniel Libeskind
Architektonisches Kunstwerk von Daniel Libeskind: Der Garten des Exils im Jüdischen Museum Berlin mit schrägen Säulen und geneigtem Boden erzeugt körperliche Destabilisierung und zwingt Besucher, ihre Selbstwahrnehmung im Raum neu zu bewerten – ein Konzept künstlerischer Intervention, das mit Claude Parents Theorie der Obliquität verbunden ist.
Kunstwerk von Adolf Luther
Adolf Luther
Lichtkasten-Kunstwerk des deutschen Lichtkünstlers Adolf Luther, entstanden in Zusammenarbeit mit Günter Uecker. Die kinetische Lichtinstallation nutzt Reflexion und Transparenz zur Erzeugung optischer Effekte. Exemplarisch für Luthers experimentelle Lichtskulpturen, die Wahrnehmung und Raum thematisieren.
Lutz und Alex in den Bäumen
Wolfgang Tillmanns
Wolfgang Tillmanns' Fotografie zeigt zwei nackte Männer in einem Baum – ein ikonisches Bild aus seinen frühen Werken, das durch irritierende Normalität ästhetische Grenzen hinterfragt. Das in der Sammlung Boros bewahrte Werk erfasst intime Alltäglichkeit mit subtiler Kraft und zwingt den Betrachter, seine Wahrnehmung zu befragen.
Olafur Eliasson Retrospektive (Tate Modern)
Olafur Eliasson
Retrospektive des isländischen Künstlers Olafur Eliasson in der Tate Modern mit seinen wegweisenden Lichtkinstallationen und Raumarbeiten. Eliassons immersive Installationen erforschen Wahrnehmung, Raum und Naturerfahrung. Die Sammlung Boros beherbergt eine der weltweit bedeutendsten privaten Eliasson-Sammlungen.
Prevalence-induced concept change in human judgment
Daniel Levari et al.
Psychologische Studie über 'Prevalence-induced Concept Change': Probanden bewerten Gesichter als aggressiv oder freundlich. Als die Häufigkeit aggressiver Gesichter sinkt, werden neutrale Gesichter zunehmend als unfreundlich wahrgenommen. Die Studie zeigt, wie sich unsere Normalitätsmaßstäbe dynamisch an verändernde Häufigkeiten anpassen.
Streifzüge durch die Umwelten von Tieren und Menschen
Jakob von Uexküll · 1934
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Studie zum Bildschirmkonsum bei Kleinkindern und Säuglingen
US-Studie zum Einfluss von Bildschirmkonsum auf die sensorische Entwicklung von Kleinkindern und Säuglingen. Forschungsergebnis: exzessiver Fernsehkonsum führt zu schlechterer Sinneswahrnehmung und reduzierter Aufnahmefähigkeit. Die Ergebnisse unterstützen die Empfehlung, kleine Kinder von digitalen Geräten fernzuhalten.
Studie zum Selbstbild von Reinigungskräften durch positive Rahmung
Psychologische Studie zur Auswirkung von positiver Rahmung auf das Selbstbild von Haushaltsreinigungskräften. Probanden wurde vermittelt, dass ihre Arbeit sportlich und gesundheitsfördernd sei. Ergebnis: Die positive Rhetorik führte zu einer veränderten Selbstwahrnehmung — die Teilnehmenden beurteilten sich anschließend selbst als fitter und leistungsfähiger.
Studie über Selbstwahrnehmung von Reinigungskräften als sportliche Arbeit
Psychologische Studie über positive Selbstwahrnehmung: Eine Umfrage unter Haushaltsreinigungskräften zeigte, dass die Wahrnehmung ihrer Arbeit als sportliche Tätigkeit ihre Selbsteinschätzung bezüglich Fitness signifikant verbesserte. Demonstriert die Macht positiver Zuschreibungen auf Selbstwahrnehmung und Identität.
The Weather Project
Ólafur Elíasson
Monumentale Lichtinstallation von Ólafur Elíasson in der Londoner Tate Modern (2003–2004), die eine künstliche Sonne aus Spiegeln und Neonleuchten schafft. Das bahnbrechende immersive Werk machte Elíasson zum internationalen Star der zeitgenössischen Kunstwelt.
Time Mirrored
Wolfgang Tillmans
Kunstprojekt von Wolfgang Tillmans, das die Wahrnehmung von Zeitabständen und Zeitspiegelungen erforscht. Das Projekt »Time / Mirrored« beschäftigt sich mit der visuellen Darstellung und Erfahrbarkeit von Zeit als künstlerisches Medium.
Ventilator
Olafur Eliasson
Kinetische Installation von Olafur Eliasson: Ein großflächig schwebender Ventilator, der sich anarchisch durch die Luft bewegt. Das Werk war auf der ersten Berlin Biennale im Postfuhramt präsent und wurde ein Schlüsserobjekt in der Boros Collection – ein Meisterwerk der minimalistischen Bewegungskunst.
Ventilator (Berlin Biennale)
Olafur Eliasson
Kinetische Installation von Olafur Eliasson auf der Berlin Biennale: Ein großer Ventilator bewegt sich anarchisch durch den Raum und erzeugt unvorhersehbare Luftbewegungen. Das Werk transformiert alltägliche Objekte in poetische Bewegung und spielt mit den Grenzen zwischen Kunst, Natur und menschlicher Wahrnehmung.
Ventilator-Installation (MoMA Atrium)
Olafur Eliasson
Olafur Eliassons Ventilator ist eine minimalistische Rauminstallation im MoMA-Atrium. Das kleine Gerät dominiert den großen Raum durch seine intensive physische Wirkung auf den Körper des Betrachters und fungiert als kuratorialer Gegenpol zu monumentalen Werken. Das Kunstwerk demonstriert Eliassons Interesse an Wahrnehmung und der Wechselwirkung zwischen Objekt und Betrachter.
Vision
David Marr · 2010
Available again, an influential book that offers a framework for understanding visual perception and considers fundamental questions about the brain and its functions. David Marr's posthumously published Vision (1982) influenced a generation of brain and cognitive scientists, inspiring many to enter the field. In Vision, Marr describes a general framework for understanding visual perception and touches on broader questions about how the brain and its functions can be studied and understood.
Von der Pflicht
Richard David Precht · 2021
Philosophisches Werk über Ethik und Pflichtenlehre. Analysiert die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Gefahren und menschlicher Risikowahrnehmung: Während reale Risiken wie Corona unterschätzt werden, überwiegen irrationale Ängste vor unrealistischen Szenarien wie Insektenstichen oder Haiangriffen.
What Is It Like to Be a Bat?
Thomas Nagel · 2024
This book is a fiftieth anniversary republication of Thomas Nagel's "What Is It Like to Be a Bat?", a classic article in the philosophy of mind. Through its argument for the irreducible subjectivity of consciousness, it played an essential role in making the study of consciousness a central part of philosophy, psychology, and neuroscience. It also spurred the now flourishing scientific attention to the consciousness of non-human creatures: mammals, birds, fish, mollusks, and insects.
You see the world not as it is, but as you are
Derek Sivers · 2014
Become a millionaire by learning from millionaires An Eventual Millionaire is someone who knows they will be a millionaire, eventually. But they want to do it on their own terms—with an enjoyable life and an enjoyable business. Eventual Millionaires are everywhere, from the airplane pilot looking to start his own business for more freedom and money to a student looking to start her life on the right foot to a successful business owner needing inspiration and wondering how to take her business to...