Performance-Kunst
31 Medien · 0 Episoden
Medien (31)
Björk-Ausstellung im MoMA
Björk · 2015
Klaus Biesenbach ist ein renommierter Kunstkurator, dessen Karriere in den USA durch bedeutende Ausstellungsprojekte geprägt wurde. Der Artikel behandelt seine Kuratorentätigkeit, insbesondere die Björk-Ausstellung im MoMA, die sein internationales Profil entscheidend gestärkt hat. Biesenbach hat sich mit wegweisenden Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Marina Abramović auseinandergesetzt und damit die Kunstlandschaft nachhaltig beeinflusst.
Carry That Weight (Mattress Performance)
Emma Sulkowicz
Emma Sulkowicz führte 2014 eine performative Kunstaktion auf dem Campus der Columbia University durch, indem sie täglich eine Matratze trug. Mit dieser Protestaktion reagierte sie auf den unzureichenden Umgang der Universität mit ihrem Vergewaltigungsvorwurf. Die Mattress Performance wurde zur Ikone der studentischen Bewegung gegen sexuelle Übergriffe auf dem Campus.
Casting Off My Womb
Casey Jenkins
Casey Jenkins ist eine australische Künstlerin, die mit ihrer Performance-Art die weibliche Menstruation thematisiert. Sie führte ein Wollknäuel vaginal ein und strickte damit kontinuierlich, um den Farbverlauf ihres Zyklus sichtbar zu machen. Diese provokative Arbeit löste heftige Reaktionen und Morddrohungen aus, woraufhin Jenkins in einem Guardian-Artikel ihre künstlerische Intention und den Umgang mit der Kontroverse reflektierte.
Christoph Schlingensief – Retrospektive
Christoph Schlingensief
Der Artikel dokumentiert eine Retrospektive des Künstlers und Aktionisten Christoph Schlingensief in den Kunstwerken Berlin. Im Zentrum steht eine Rede der Witwe Aino Laberenz, die eine bedeutende Schenkung an die Neue Nationalgalerie tätigte. Der Text beleuchtet Schlingensiefs provokative künstlerische Performances und Interventionen, einschließlich seiner emblematischen Aktionen wie dem Kniefall vor der Freiheitsstatue. Die Ausstellung würdigt sein innovatives Erbe in der Gegenwartskunst.
Das Große Glas
Marcel Duchamp
Marcel Duchamps ikonisches Kunstwerk „Das Große Glas" aus dem Jahr 1915-1923 ist eines der einflussreichsten Werke der modernen Kunst. Die Performance-Künstlerin Hannah Wilkes nutzte dieses Meisterwerk als Bühne für ihre provokative Körperperformance im Philadelphia Museum of Art. Diese Verbindung illustriert die künstlerische Auseinandersetzung feministischer Künstler der 1960er und 1970er Jahre mit Duchamps Werk und dessen Darstellung des weiblichen Körpers.
Durch Mauern gehen
Marina Abramović · 2016
Die Autobiografie – zum 70. Geburtstag am 30. November 2016 Sie hat die Grenzen der Kunst gesprengt: sich gepeitscht, mit einer Glasscherbe ein Pentagramm in den Bauch geritzt, ein Messer in die Finger gerammt. Sie ist 2500 Kilometer auf der Chinesischen Mauer gegangen, zwölf Jahre in einem umgebauten Citroën-Bus durch die Welt gefahren und hat ein Jahr bei den Aborigines in Australien gelebt.
Ein Jahr ohne Sommer
Florentina Holzinger
"Ein Jahr ohne Sommer" ist eine Theaterproduktion der österreichischen Künstlerin Florentina Holzinger an der Volksbühne. Das Stück verbindet performative Elemente mit konzeptuellen künstlerischen Ideen und wird in die Tradition von Christoph Schlingensief eingeordnet, der ebenfalls am selben Theater inszenierte. Holzingers Arbeiten zeichnen sich durch innovative und oft provokative künstlerische Positionen aus, die zeitgenössische gesellschaftliche Themen verhandeln.
Faust (Deutscher Pavillon, Biennale di Venezia 2017)
Anne Imhof
Anne Imhofs Performance "Faust" ist eine wegweisende Arbeit der zeitgenössischen Kunst, die 2017 den Goldenen Löwen der Biennale di Venezia gewann. Die Performance prägte die Ausstellung des deutschen Pavillons durch ihre intensive und innovative Ästhetik. Das Werk steht für Imhofs charakteristische Verbindung von Körper, Bewegung und konzeptuellem Denken und zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Positionen des 21. Jahrhunderts.
Faust (Venedig-Biennale-Beitrag)
Anne Imhof
Anne Imhof vertrat Deutschland mit ihrer Arbeit "Faust" im Deutschen Pavillon der Kunstbiennale Venedig. Das experimentelle Werk des für ihre performances und installations bekannten künstlerischen Schaffens faszinierte besonders das Publikum, das sich auf abstrakte und konzeptuelle Künstlerschaft einließ. Der Artikel dokumentiert, wie solche zeitgenössischen Kunstpositionen unterschiedliche Reaktionen hervorrufen – während Imhofs Arbeit manche unmittelbar in ihren Bann zieht, bleibt sie für andere schwer zugänglich.
Foto des ertrunkenen Alan Kurdi
Nilüfer Demir
Ai Weiwei hat das berühmte Foto des ertrunkenen syrischen Jungen Alan Kurdi künstlerisch nachgestellt, um auf die Flüchtlingskrise aufmerksam zu machen. Diese Aktion löste Kontroversen aus: Während Weiwei die Nachstellung als Ausdruck von Empathie und künstlerischer Freiheit verteidigt, wird die emotionale Sensibilität des Originalbildes kritisiert. Der Künstler enthüllt, dass die Bilder ursprünglich für ein Magazin-Cover entstanden, später aber ohne sein Wissen verbreitet wurden.
Girl with Balloon
Banksy
„Girl with Balloon" ist Banksys ikonisches Kunstwerk, das ein Kind mit einem roten Ballon zeigt. Das Gemälde wurde bei Sotheby's für etwa 1,5 Millionen Euro versteigert und zerstörte sich dann selbst – ein bewusster Akt des Künstlers, der seine Kritik am Kunstmarkt demonstrierte. Der Erlös wurde in ein Flüchtlingsrettungsschiff investiert, wodurch Banksy seine Botschaft von Widerstand und Humanität unterstreicht.
Hannah Wilke Striptease vor dem Duchamp-Glas
Hannah Wilke
Hannah Wilke war eine Künstlerin, deren Video- und Performance-Werke die gängigen Darstellungsweisen von Frauen in Kunst und Mode-Fotografie kritisch hinterfragten. Der Artikel von Kunsthistorikerin Stefanie Graf stellt fünf bedeutende Performance-Arbeiten vor, die Wilkes künstlerisches Schaffen prägten. Durch ihre Performances setzte sich Wilke mit gesellschaftlichen Schönheitsstandards und der Objektifizierung weiblicher Körper auseinander. Ihre Werke markieren einen wichtigen Beitrag zur feministischen Kunstbewegung und zum Verständnis von Performance-Art als Medium der Gesellschaftskritik.
I like America and America likes Me
Joseph Beuys
1974 führte Künstler Joseph Beuys in René Blochs New Yorker Galerie eine legendäre Performance auf: Nach seiner Ankunft am JFK-Flughafen betrat er bewusst nie amerikanischen Boden, sondern blieb in einer Trage und wurde direkt in die Galerie gebracht, wo er drei Tage lang mit einem wilden Kojoten zusammentraf. Diese radikale Geste – das bewusste Vermeiden von Territorium – wurde zur ikonischen Kunstperformance und inspirierte Künstler wie Klaus Biesenbach zu eigenen künstlerischen Reaktionen.
I'm Still Here
Casey Affleck · 2010
Im Oktober 2008 überrascht Joaquin Phoenix die Öffentlichkeit mit der Ankündigung, seine Karriere als Schauspieler zu beenden. Er wollte von nun an Rapper sein. Seine öffentlichen Auftritte wurden von da an immer merkwürdiger. Phoenix war nur noch ungepflegt und mit Zauselbart zu sehen, interessierte sich wenig für sein Gegenüber und wirkte beständig geistesabwesend und/oder auf Drogen.
Ingeborg-Bachmann-Preis-Lesung
Rainald Goetz
Rainald Goetz' legendäre Lesung beim Ingeborg-Bachmann-Preis 1983: Während der Performance schnitt sich der Autor mit einer Rasierklinge die Stirn auf und setzte damit ein radikales Manifest für körperliche Präsenz und unmittelbare Literatur. Ein definierender Moment der deutschsprachigen Literaturgeschichte.
Marina Abramovic: The Artist Is Present
Matthew Akers · 2012
Seit über 40 Jahren widmet die Performance-Künstlerin Marina Abramovic ihr Leben der Kunst. 40 Jahre, in denen sie ihre physischen und mentalen Kräfte auslotete, ihren Körper malträtierte und an seine Grenzen brachte. 2010 widmete ihr das MoMA eine umfangreiche Einzelausstellung, die mehr als eine halbe Million Besucher anzog. In der Ausstellung war Abramovic selbst präsent: Drei Monate lang, während der gesamten Ausstellungsdauer, saß sie sechs Tage die Woche jeweils sieben Stunden in der Mitte
Marina Abramović – Retrospektive (MoMA, 2010)
Marina Abramović
Retrospektive der Performance-Künstlerin Marina Abramović am MoMA 2010. Die legendäre Ausstellung 'The Artist Is Present' etablierte Performance-Kunst endgültig im Museumsbetrieb und wurde zur meistbesuchten Performance-Ausstellung des Museums. Abramović saß live vor Besuchern und schuf damit eine transformative künstlerische Erfahrung.
Nanas
Niki de Saint Phalle
Die Nanas von Niki de Saint Phalle sind farbenfrohe Monumentalskulpturen weiblicher Figuren, die Freude und Weiblichkeit zelebrieren. Über dieses bekannte Werk hinaus interessiert die Sprecherin besonders Saint Phalles weniger bekannte Schießbilder – aggressiv-konzeptuelle Werke, bei denen die Künstlerin auf ihre Skulpturen schießt und damit gegen konventionelle Kunsttraditionen rebelliert.
New York Magazine (Cover mit Emma Sulkowicz)
Das Intelligencer-Archiv dokumentiert Emma Sulkowicz und ihre weltberühmte Matratzen-Performance. Die Künstlerin trug eine Matratze als visuelles Protestsymbol und wurde damit zum Cover des New York Magazine. Das ikonische Bild ihrer Performance erreichte globale Aufmerksamkeit und wurde zum Symbol für mediale Präsenz und aktivistischen Protest.
Night Sea Crossing
Marina Abramović / Ulay
Performance-Kunstwerk von Marina Abramović und Ulay, bei dem das Künstlerpaar sich tagelang schweigend an einem Tisch gegenübersaß und Blickkontakt hielt – als leibhaftige Manifestation ihrer künstlerischen und romantischen Partnerschaft. Ein Klassiker der Performance Art, der Abramovics spätere Werke inspirierte.
Operndorf Afrika
Christoph Schlingensief
Kunstinstallation und Vermächtnis des deutschen Performance-Künstlers Christoph Schlingensief in Burkina Faso. Das Operndorf Afrika vereint bildende Kunst, Performance und sozialen Raum zu einem hybriden Kunstprojekt, das sein künstlerisches Erbe prägt. Seine Witwe Aino Laberenz bewahrt das Werk bis heute mit galerie Hauser & Wirth.
Reenactment
Francis Alÿs
Videoarbeit des mexikanischen Künstlers Francis Alÿs, in der eine Person mit einer Pistole durch eine Stadt läuft. Die Performance stellt Gewalt und politische Aggression dar. Das Werk war Teil der Ausstellung 'Loop' (2001) und wurde wegen der zeitlichen Nähe zu den Terroranschlägen des 11. September intensiv und kontrovers rezipiert.
The Artist Is Present
Marina Abramović · 2010
Bahnbrechende Performance-Kunstinstallation (2010) im MoMA, in der Abramović täglich stundenlang saß und Besucher sich ihr direkt gegenübersetzten. Die Arbeit erforscht den Moment intensiver stiller Präsenz und gegenseitigen Augenkontakts – eine transformative Erfahrung der Begegnung zwischen Künstlerin und Publikum.
The Cremaster Cycle (Ausstellung im Guggenheim Museum)
Matthew Barney
Die Cremaster Cycle ist eine bahnbrechende Performance-Kunstinstallation von Matthew Barney, ausgestellt im Guggenheim Museum. Das Werk kombiniert Video, Skulptur und Performance und erforscht die Schnittstellen von Körper, Architektur und künstlerischem Prozess. Sie zählt zu den bedeutendsten Arbeiten der zeitgenössischen Kunst.
The Great Wall Walk
Marina Abramović / Ulay
Marina Abramović und Ulay liefen in dieser legendären Performance-Art aus den 1970ern über dreieinhalb Monate auf der Chinesischen Mauer aufeinander zu – eine existenzielle Erkundung von Nähe, Distanz und emotionaler Verbindung. Die Trennung am Ende des Walks wurde für Abramović traumatisch und zählt zu den ikonischsten Arbeiten der Performance-Art-Geschichte.
The Kiss
Tino Sehgal
Performance-Kunstwerk von Tino Sehgal, in dem Performer den Besuchern Küsse geben. Das vom MoMA erworbene Werk verkörpert ein künstlerisches Paradoxon: Der Kunstmarkt kauft ein immaterielles Werk ohne physisches Objekt. Die Akquisition durch ein renommiertes Museum würdigt Performance-Kunst als legitimes Kunstmedium und hinterfragt traditionelle Konzepte von Kunstbesitz.
Through the Large Glass
Hannah Wilke
Hannah Wilkes ikonische Performance vor Marcel Duchamps 'Das Große Glas' im Philadelphia Museum of Art ist eine radikale feministische Geste: Sie performt einen Striptease vor Duchamps berühmtestem Werk und setzt ihren Körper gegen die männliche institutionelle Autorität ein. Das Werk nutzt die Videokamera als emanzipatorisches Medium und schafft einen provokanten Dialog zwischen Duchamps konzeptuellem Meisterwerk und der rohen Körpererforschung.
Tirs (Schießbilder)
Niki de Saint Phalle
Action Paintings entstanden durch explosive Schießkunst: Niki de Saint Phalle gipste Farbbeutel unter Gips und schoss mit dem Gewehr darauf, wodurch unkontrollierte bunte Muster entstanden. Diese provokative Performance-Art verbindet Zerstörung und Schöpfung, Körpereinsatz und Zufall – eine radikale künstlerische Geste der 1960er Jahre.
Valley Curtain
Christo und Jeanne-Claude
Valley Curtain ist eine monumentale Environmental Art Installation von Christo und Jeanne-Claude (1972) in Colorado – ein großer oranger Vorhang über einem Tal, der die Landschaft neu rahmt. Das temporäre Kunstwerk verkörpert ihre Philosophie, dass Kunst die Umwelt transformieren und infragestellen sollte. Für Christo markiert dieses gemeinsame Projekt eine zentrale Lebensepoche.
Walk Through Walls
Marina Abramović · 2016
“I had experienced absolute freedom—I had felt that my body was without boundaries, limitless; that pain didn’t matter, that nothing mattered at all—and it intoxicated me.” In 2010, more than 750,000 people stood in line at Marina Abramović’s MoMA retrospective for the chance to sit across from her and communicate with her nonverbally in an unprecedented durational performance that lasted more than 700 hours.
Wrestling-Auftritte von Andy Kaufman
Andy Kaufman
Andy Kaufmans legendäre Wrestling-Matches aus den 1970ern, mit denen der US-Comedian seine absurdistische Comedy in den Kampfsport trug. Diese ikonischen Performance-Auftritte gegen Profis und Frauen waren kulturelle Provokation und Performance-Art – ein subversives Kunstwerk, das Comedy und Sport verschmolz.