Kunst aus Alles gesagt?
256 Kunst aus 125 Episoden · Seite 3 von 6
Gemälde von Emil Nolde (Bundeskanzleramt)
Emil Nolde
Das Gemälde von Emil Nolde im Bundeskanzleramt wurde von Angela Merkel entfernt, nachdem publik wurde, dass der Künstler NSDAP-Mitglied und Antisemit war. Die Entfernung löste eine breite Debatte aus, ob und wie man die Kunst historisch belasteter Künstler bewerten und ausstellen soll. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, inwieweit die politische und moralische Position eines Künstlers die Wahrnehmung und Beurteilung seiner Werke prägen sollte.
Gemälde von Kurt Schmidt-Rottluff (Bundeskanzleramt)
Karl Schmidt-Rottluff
Das Bundeskanzleramt wollte ein Gemälde von Kurt Schmidt-Rottluff aufhängen, nachdem ein anderes Kunstwerk entfernt wurde. Allerdings wurden antisemitische Schriften des Künstlers bekannt. Daraufhin wurde auch dieses Werk nicht aufgehängt, wodurch die Wand des Kanzleramts weiß blieb. Der Fall zeigt die schwierige Auseinandersetzung mit der künstlerischen und persönlichen Haltung historischer Künstler.
Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren (Kunstsammlung Veste Coburg)
Lucas Cranach der Ältere
Die Veste Coburg beherbergt eine bemerkenswerte Kunstsammlung mit Originalwerken von Lucas Cranach dem Älteren, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Renaissance. Die Festung ist ein empfehlenswertes Ausflugsziel für alle, die sich für die alte Meistermalerei und die kunsthistorischen Schätze dieser Epoche interessieren. Die Sammlung bietet direkten Zugang zu authentischen Werken Cranachs und ermöglicht ein tieferes Verständnis für sein künstlerisches Schaffen und die Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit.
Gladiole (Gemälde)
Hannes Malte Mahler
Das Gemälde einer Gladiole von dem 2016 verstorbenen Künstler Hannes Malte Mahler hängt über Igor Levits Flügel und ist bei seinen Hauskonzert-Streams immer sichtbar. Das Werk wird zum stillen Denkmal des besten Freundes Levits, das Tausende Zuschauer regelmäßig sehen, ohne die persönliche Geschichte dahinter zu kennen. Ein bewegendes Zeugnis einer tiefen künstlerischen Freundschaft und Trauer um einen früh verstorbenen Künstler.
Gurlitt-Ausstellung
Die Gurlitt-Ausstellung in Potsdam präsentiert Werke aus der bedeutenden Kunstsammlung Gurlitt und zählt zu den anspruchsvolleren Kulturzielen im deutschsprachigen Raum. Sie war besonders am Jahreswechsel ein populäres Ausflugsziel für Familien, die sich zwischen kunsthistorisch wertvollen und unterhaltsamen Alternativen wie der Harry-Potter-Ausstellung entscheiden mussten. Die langen Wartezeiten von teilweise über drei Stunden unterstreichen die hohe Attraktivität dieser Sammlung in der Öffentlichkeit.
Gökçen Kunak – Performance (Neue Nationalgalerie)
Gökçen Kunak
Gökçen Kunak führte eine großformatige Performance vor tausenden Zuschauern auf dem Plateau der Neuen Nationalgalerie in Berlin auf. Die Kunstveranstaltung demonstriert die Nutzung des öffentlichen Raums als Bühne für zeitgenössische Performance-Kunst. Das Plateau wird damit zu einem zentral gelegenen Ort der künstlerischen Auseinandersetzung mit unmittelbarem Zugang für ein breites Publikum.
Günter Uecker Ausstellung in Rostock
Günter Uecker
Günter Uecker Ausstellung in Rostock" behandelt den renommierten Künstler Günter Uecker, der für seine charakteristischen Nagel-Kunstwerke bekannt ist. Der Text beschreibt eine Begegnung bei der Ausstellungseröffnung in Rostock, wo Uecker mit 90 Jahren noch werkte. Es wird erörtert, was Besucher wie Gauck an Ueckers Schaffenswerk fasziniert: die schöpferische Kraft im hohen Alter und die Fähigkeit, aus einfachen Materialien wie rostigen Nägeln emotional ergreifende Kunstwerke zu schaffen.
Haar-Ausstellung von Schwarzkopf
Tina Müller / Schwarzkopf
Eine von der damaligen Schwarzkopf-Chefin Tina Müller organisierte Ausstellung in Düsseldorf, die sich umfassend mit dem Thema Haare auseinandersetzt. Die Schau zeigt vielfältige Perspektiven: von Menschen ohne Haare bis zu unterschiedlichem Haarwuchs, Haarstrukturen und Farben. Ein kulturell und biologisch faszinierendes Thema, das in der Ausstellung in all seinen Dimensionen beleuchtet wird.
Hannah Wilke Striptease vor dem Duchamp-Glas
Hannah Wilke
Hannah Wilke war eine Künstlerin, deren Video- und Performance-Werke die gängigen Darstellungsweisen von Frauen in Kunst und Mode-Fotografie kritisch hinterfragten. Der Artikel von Kunsthistorikerin Stefanie Graf stellt fünf bedeutende Performance-Arbeiten vor, die Wilkes künstlerisches Schaffen prägten. Durch ihre Performances setzte sich Wilke mit gesellschaftlichen Schönheitsstandards und der Objektifizierung weiblicher Körper auseinander. Ihre Werke markieren einen wichtigen Beitrag zur feministischen Kunstbewegung und zum Verständnis von Performance-Art als Medium der Gesellschaftskritik.
Harry Potter (Ausstellung Potsdam)
Die Harry Potter Ausstellung in Potsdam war eine familienfreundliche Kulturveranstaltung, die Kindern einen spielerischen Zugang zur Film- und Literaturwelt bot. Sie stellte für Eltern eine beliebte Alternative zu anspruchsvolleren, weniger kinderorientierten Ausstellungen dar und verdeutlichte das Dilemma zwischen kindergerechter Unterhaltung und anspruchsvoller Kunstvermittlung. Die Ausstellung war im Jahreswechsel 2025/2026 eine der großen Attraktionen für kulturinteressierte Familien.
He Xiangyu – Detention-Fotoserie
He Xiangyu
He Xiangyu ist ein zeitgenössischer Künstler, der von der Andrew Kreps Gallery vertreten wird. Sein Werk „The Lines 1-5" (2022) verbindet verschiedene Materialien wie Bleistift, Farbstifte, Öl-Buntstifte und japanische Tusche auf großformatigem Papier (170 x 170 cm) zu einer hybriden künstlerischen Praxis. Der Künstler war Finalist der Mario Merz Prize 4th Edition, die 2022 in der Fondazione Merz in Turin präsentiert wurde. Seine Arbeiten werden international durch die Galerie ausgestellt und dokumentiert.
Hexenmahnmal
Peter Zumthor
Das Hexenmahnmal (Steilneset Memorial) in Vardø ist ein Gedenkstätte des Schweizer Architekten Peter Zumthor für die Opfer der Hexenverfolgungen. Das minimalistisch gestaltete Monument vereint Architektur und Geschichte und gilt als eines der bedeutendsten Werke Zumthors neben der Bruder-Klaus-Feldkapelle. Der Ort dokumentiert ein düsteres Kapitel der Skandinavischen Geschichte und zeigt die tiefe humanistische Verantwortung zeitgenössischer Architektur.
Hieronymus Bosch Ausstellung (Herzogenbusch)
Hieronymus Bosch
Das Jheronimus Bosch Art Center in Herzogenbusch ist das kulturelle Zentrum rund um den niederländischen Meister Hieronymus Bosch. Es würdigt die surrealen und faszinierenden Werke des Künstlers, dessen imaginative Bildwelten wie visuelles Kopfkino wirken. Die Ausstellung zeigt, wie Boschs Werke zeitlose künstlerische Innovation darstellen und bis heute Betrachter in ihren Bann ziehen.
Himmelsscheibe von Nebra
Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine etwa 4.000 Jahre alte Bronzescheibe und die älteste bekannte realistische Darstellung des Nachthimmels. Sie zeigt, dass Menschen seit Jahrtausenden die gleichen Fragen zum Universum stellen wie heutige Astronauten. Astronaut Maurer ließ sich von der Scheibe für sein Mission-Logo inspirieren und sieht in ihr ein Symbol der zeitlosen menschlichen Neugier am Weltraum.
Holding Cock
Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans' Fotografie "Alex & Lutz holding each other" aus dem Jahr 1992 dokumentiert eine bewusst inszenierte Bildidee, in der der Fotograf traditionelle Geschlechterdarstellungen hinterfragt und neu verhandelt. Das Porträt zeigt zwei Männer in intimer körperlicher Nähe und stellt damit etablierte Konventionen visueller Repräsentation in Frage. Die Arbeit ist exemplarisch für Tillmans' fotografisches Werk, das persönliche Beziehungen und gesellschaftliche Identitäten erforscht.
Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas)
Peter Eisenman
Die subtile Schräge des Bodens in Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal wird hier als Gestaltungsmittel analysiert. Der Künstler Olafur Elíasson diskutiert, wie die bewusste Neigung den Besucher körperlich desorientiert und damit das Gedenken unmittelbar erlebbar macht. Die Architektur nutzt physische Wahrnehmung als emotionale Schicht.
Hornbach-Kollektion (Sicherheitsjacken-Kunstprojekt)
Ai Weiwei
Ai Weiweis Kunstkollektion für Hornbach transformiert Standard-Sicherheitsjacken in demokratische Kunstobjekte. Das innovative Projekt ermöglichte es, Kunstwerke günstig zu erwerben und selbst zusammenzubauen, anstatt sie nur passiv zu konsumieren. Mit dieser unkonventionellen Kooperation hinterfragte der Künstler Fragen nach Kunstzugang und gesellschaftlicher Partizipation, ohne dabei finanzielle Kompensation zu erhalten.
Hornbach-Kunstprojekt (Sicherheitsjacken)
Ai Weiwei
Ai Weiwei kooperiert mit der deutschen Baumarktkette Hornbach und schafft Kunstwerke aus Sicherheitsjacken. Der chinesische Künstler transformiert industrielle Schutzausrüstung in erschwingliche Kunstobjekte für ein breites Publikum. Das Projekt zeigt Weiweis Ansatz, zeitgenössische Kunst zu demokratisieren und sie durch die Umwandlung alltäglicher Massenprodukte für jedermann zugänglich zu machen.
I like America and America likes Me
Joseph Beuys
1974 führte Künstler Joseph Beuys in René Blochs New Yorker Galerie eine legendäre Performance auf: Nach seiner Ankunft am JFK-Flughafen betrat er bewusst nie amerikanischen Boden, sondern blieb in einer Trage und wurde direkt in die Galerie gebracht, wo er drei Tage lang mit einem wilden Kojoten zusammentraf. Diese radikale Geste – das bewusste Vermeiden von Territorium – wurde zur ikonischen Kunstperformance und inspirierte Künstler wie Klaus Biesenbach zu eigenen künstlerischen Reaktionen.
I'm still alive (Telegramme)
On Kawara
On Kawara war ein japanischer Konzeptkünstler, der von 1969 bis 2000 täglich Telegramme mit der Nachricht "I'm still alive" an verschiedene Personen verschickte. Diese Kunstpraxis war sein Weg, die menschliche Existenz als tägliche, minimale Geste zu dokumentieren und zu reflektieren. Die Telegramme bilden das konzeptuelle Fundament für das Verständnis seiner berühmten Day Paintings und zeigen, wie Kawara Identität und Präsenz durch alltägliche Kommunikation als Kunstwerk definierte.
ICU
Ólafur Elíasson
Der isländische Künstler Olafur Eliasson verwirklicht im März 2026 in Salt Lake City die Installation "A symphony of disappearing sounds for the Great Salt Lake". Das Werk kombiniert eine Musikkomposition aus Feldaufnahmen bedrohter Tierarten der Region mit einer dynamischen Lichtprojektion auf einer großen erhobenen Kugel. Damit schafft Eliasson eine sinnliche Verbindung zwischen der Stadt und dem ökologisch gefährdeten See, um die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung seiner Rettung zu lenken. Parallel laufen Ausstellungen seiner Werke in Jakarta und Brisbane, die sich mit Wahrnehmung und Farbexperience auseinandersetzen.
Ice Watch
Olafur Eliasson
Ice Watch ist eine Kunstinstallation von Olafur Eliasson, bei der Eisblöcke aus Grönland vor der Tate Modern in London platziert und beim Schmelzen gefilmt wurden. Das Werk macht die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar sichtbar und fungiert als künstlerisches Statement zur Klimakrise. Die Installation zeigt, wie Kunst zur Vermittlung von Umweltthemen beitragen kann, wirft aber auch Fragen über künstlerische Vielfalt und Originalität in der Klimakommunikation auf.
Immersive Digitalinstallation bei König Galerie
Refik Anadol
Refik Anadol präsentierte bei der König Galerie in Berlin eine immersive Digitalinstallation mit lebenden Bildern, die außergewöhnlich großes öffentliches Interesse weckte. Die Ausstellung war so populär, dass Besucher Schlange standen – ein seltenes Phänomen für Galerien. Das Projekt verdeutlicht die wachsende Nachfrage nach innovativer digitaler Kunst und die neue Rolle von Galerien als Orte für Massenpublikum.
Installation mit Videomonitoren
Nam June Paik
Nam June Paik war ein koreanisch-amerikanischer Künstler und Pionier der Videokunst. Diese Installation mit etwa 100 Videomonitoren zählt zu seinen bedeutendsten Werken und demonstriert seinen experimentellen Ansatz, elektronische Medien und bildende Kunst zu verbinden. Die Ausstellung veranschaulicht Paiks revolutionäres Verständnis von Technologie als künstlerisches Medium und sein Vermächtnis in der modernen Medienkunst.
Isa Genzken – Brunnen (Betonskulptur)
Isa Genzken · 1992
Porträt der deutschen Künstlerin Isa Genzken und ihrer Kunstwerke. Der Artikel dokumentiert ihre Arbeiten, darunter eine Skulptur, die 1992 erstmals im Bode-Museum aufgestellt wurde. Dies war ein Meilenstein in ihrer künstlerischen Karriere während ihrer Ehe mit dem Maler Gerhard Richter. Die Sammlung zeigt Genzkens Einfluss auf die zeitgenössische Kunstszene und ihre technische Vielseitigkeit zwischen Malerei und Skulptur.
Isa Genzken: 75 Skulpturen (Ausstellung Neue Nationalgalerie)
Isa Genzken
Die Retrospektive zeigt 75 Skulpturen von Isa Genzken in der Neuen Nationalgalerie im direkten Dialog mit dem Mies-van-der-Rohe-Bau. Kurator Biesenbach wählte eine bewusst einfache chronologische Reihung als provokatives kuratorisches Statement, das auf den ersten Blick naiv wirkt, sich aber als künstlerisch erhellend erweist. Die unkonventionelle Anordnung demonstriert Genkzens künstlerische Entwicklung und Reife über mehrere Jahrzehnte und zeigt, wie konzeptuelle Kühnheit durch schlichte Mittel entstehen kann.
John Singer Sargent (Gesamtschau)
John Singer Sargent
Die große Retrospektive von John Singer Sargent in der Londoner National Portrait Gallery (2014/2015) präsentiert die Porträtmalerei des amerikanischen Künstlers und ihre Verbindung zu Inneneinrichtung und Design. Die Ausstellung zeigt, wie Sargents elegante Figurenporträts häufig vor aufwändigen William-Morris-Tapeten arrangiert sind, was die Wechselbeziehung zwischen Malerei und Kunsthandwerk verdeutlicht. Für Designbegeisterte ist diese Perspektive auf Sargents Werk besonders wertvoll, da sie über bloße Kunstgeschichte hinausgeht.
Jonathan Meese (Gesamtwerk)
Jonathan Meese
Jonathan Meese ist ein zeitgenössischer deutscher Künstler, dessen intensive und eigenwillige Kunstpraxis als Beispiel für eine Form schöpferischer Kreativität gilt, die KI nicht ersetzen kann. Sein Werk zeichnet sich durch eine unverwechselbare künstlerische Stimme aus, die die Grenzen von Automatisierung und algorithmischer Kunst deutlich macht.
Jüdische Lebenswelten
Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten" in Berlin präsentierte erstmals in Deutschland jüdische Kultur und Geschichte außerhalb des Holocaust-Kontextes. Sie zeigte künstlerische und literarische Werke von Juden aus verschiedenen Epochen und Regionen, etwa Gemälde und Romane von Juden aus Shanghai. Dieser Perspektivwechsel war kulturpolitisch bedeutsam und prägte das Verständnis für jüdisches Leben als aktive Kulturpraxis jenseits von Verfolgungsgeschichte.
Jüdische Rache (Ausstellung)
Max Czollek
Ausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt, kuratiert von Max Czollek. Sie thematisiert jüdische Rache-Impulse nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt, dass es nach 1945 Juden gab, die sich rächen wollten. Das Werk regt kritische Reflexion über Mythenbildung, Erinnerungskultur und jüdische Identität an.
Jüdisches Museum Berlin
Daniel Libeskind
Architektonisches Kunstwerk von Daniel Libeskind: Der Garten des Exils im Jüdischen Museum Berlin mit schrägen Säulen und geneigtem Boden erzeugt körperliche Destabilisierung und zwingt Besucher, ihre Selbstwahrnehmung im Raum neu zu bewerten – ein Konzept künstlerischer Intervention, das mit Claude Parents Theorie der Obliquität verbunden ist.
K.O.E. (Kö)
Cyprien Gaillard
Kunstwerk von Cyprien Gaillard, das die Ansiedlung von Sittichen auf der Königsallee in Düsseldorf dokumentiert. Die Installation thematisiert urbane Ökologie und die Eroberung städtischer Räume durch Wildtiere als unerwartete Naturphänomene. Ein Werk über das Zusammenleben von Natur und Stadt im 21. Jahrhundert.
KOE
Cyprien Gaillard
Videoinstallation von Cyprien Gaillard über neongrüne Sittiche auf der Düsseldorfer Königsallee. Die Arbeit dokumentiert die ökologische Anpassung tropischer Vögel an den urbanen Raum und erforscht das Verhältnis zwischen Stadtnatur und menschlicher Infrastruktur. Gaillard entdeckte die Vögel während einer Ausstellung und machte ihre Präsenz zum künstlerischen Thema.
Katz's Delicatessen (Gemälde)
Bob Dylan
Ölgemälde von Bob Dylan des legendären New Yorker Delikatessenladen Katz's Delicatessen. Ein ikonisches urbanes Motiv, das Dylans künstlerisches Interesse für die amerikanische Populärkultur zeigt. Das Werk wurde als Cover-Kandidat für The New Yorker erwogen.
Kintsugi
Japanische Kunstform der Keramik-Reparatur: Zerbrochenes Porzellan wird mit vergoldeten Fugen zusammengesetzt. Die Bruchstellen werden bewusst sichtbar gemacht – nicht versteckt – und verwandeln das Schadhafte in Schönheit. Das Kunstwerk symbolisiert Widerstandskraft und die Ästhetik der Unvollkommenheit.
Kraftwerk im MoMA
Kraftwerk · 2012
Kraftwerk ist eine deutsche Band aus Düsseldorf, die 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider gegründet wurde. Das Ensemble gilt als wesentlicher Mitbegründer der Düsseldorfer Schule in der elektronischen Musik und wird auch als Multimedia-Projekt bezeichnet. Die Formation wurde durch ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet des Elektropop (und Krautrock) bekannt.
Kriegszeichnungen aus Kiew
Sergei Maidokov
Wöchentliche Zeichnungsreportage des ukrainischen Künstlers Sergei Maidokov aus Kiew für das Zeitmagazin. Die Serien dokumentieren seit Kriegsbeginn den alltäglichen Widerstand und das Leben in der Kriegszone aus persönlicher künstlerischer Perspektive. Maidokovs Arbeiten stellen eine humanistische Gegenposition zur Kriegspropaganda dar.
Kunst von Barbara Kruger
Barbara Kruger
Barbara Krugers ikonische Kunstwerke kombinieren fett gedruckten Text mit Fotografie, typischerweise in Futura-Font gestaltet. Sie erforschen Macht, Konsum und Identität und haben die Popkultur tiefgreifend geprägt – insbesondere die Streetwear-Szene. Ihr direkter, provokanter visueller Stil fordert zur kritischen Reflexion über Sprache, Bild und gesellschaftliche Normen auf.
Kunstwerk von He Xiangyu (2011)
He Xiangyu
Fotografie eines künstlerischen Werks des chinesischen Künstlers He Xiangyu (2011), das eine provokative Körperhaltung zeigt. Das Werk ist Teil einer künstlerischen Praxis, die Ai Weiwei später mit seinem berühmten Kurdi-Foto von 2015 fortsetzte und demonstriert die körperliche Pose als visuelles Statement über Widerstand und künstlerischen Ausdruck.
Kupferstiche und Radierungen
Johnny Friedlander
Kupferstiche und Radierungen des etablierten Pariser Meisters Johnny Friedlander (Mitte 20. Jahrhundert), bekannt für mehrfarbige Drucktechniken. Seine Werke präägten visuelle Künstler seiner Zeit durch handwerkliche Meisterschaft und innovative grafische Techniken – eine Ausbildung, die sein legendärster Schüler Wim Wenders später in seinen eigenen filmischen Arbeiten anwendete.
Körperwelten
Gunther von Hagens
Körperwelten ist eine Ausstellung, bei der menschliche Körper und Organe durch das Plastinations-Verfahren von Gunther von Hagens konserviert und in anatomischen Positionen präsentiert werden. Die Werke verbinden wissenschaftliche Anatomie-Vermittlung mit künstlerischer Darstellung und zeigen die innere Struktur des menschlichen Körpers. Die Ausstellung hat seit ihrer Gründung Millionen von Besuchern weltweit fasziniert und macht Fragen zu Ethik, Sterblichkeit und menschlichem Körper zugänglich.
La Joconde (Mona Lisa)
Leonardo da Vinci
Ikonisches Porträt-Gemälde von Leonardo da Vinci (1503-1519), das die Florentinerin Lisa Gherardini zeigt. Bekannt für das enigmatische Lächeln und die innovative sfumato-Technik. Ein Meisterwerk der Renaissance-Malerei und eines der einflussreichsten Kunstwerke der Weltgeschichte.
Landschaftsgemälde
Jean-Baptiste Camille Corot
Landschaftsgemälde von Jean-Baptiste Camille Corot, dem Begründer der französischen Plein-Air-Malerei. Seine poetischen, lichtvollen Naturdarstellungen prägen die europäische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Ein Corot-Druck war für Wim Wenders als Kind sein erstes Kunstfenster — stundenlang betrachtete er die Bilder im Schlafzimmer seiner Eltern.
Lawrence Weiner / Bruce Nauman / Olafur Eliasson
diverse Künstler
Auswahl von Künstlern bekannt für reproduzierbare Installationen: Lawrence Weiner mit Text-Wandinstallationen, Bruce Nauman mit konzeptuellen Interventionen und Olafur Eliasson mit immersiven Lichträumen. Diese Werke sind charakteristisch dafür, dass sie nicht an ein einzelnes Original gebunden sind, sondern nach Instruktionen neu aufgebaut werden können.
Liebermaler / Bad Paintings
Martin Kippenberger
Gemälde-Serie von Martin Kippenberger, bei der der Künstler andere Maler mit der Ausführung seiner Werke beauftragte. Die Badpaintings und Liebermaler sind konzeptuelle Kunstwerke, die die Trennung zwischen künstlerischer Idee und handwerklicher Ausführung bewusst hinterfragen und das traditionelle Verständnis des Künstlers als ausführender Handwerker dekonstruieren.
Little Sun
Ólafur Elíasson
Solarbetriebene mobile Kunstinstallation des isländischen Künstlers Ólafur Elíasson zur Überwindung von Energiearmut. Die portable Lampe verbindet ästhetische Gestaltung mit sozialem Aktivismus und zielt darauf ab, Millionen von Menschen in Regionen ohne funktionierendes Stromnetz Licht zu bringen.
Loop
Klaus Biesenbach
"Loop" ist eine Ausstellung des Kurators Klaus Biesenbach, die sein künstlerisches Prinzip der Vereinfachung durch Wiederholung und Repetition erforscht. Die Ausstellung entstand aus Biesenbachs persönlicher Obsession für wiederholte Strukturen und dient als unmittelbare Umsetzung seines Lebensmottos, alles auf Loop zu legen.
Los desastres de la guerra (Die Schrecken des Krieges)
Francisco de Goya
Goyas ikonische Druckgrafik-Serie kritisiert die Gräuel und das Leid des Krieges durch expressive, düstere Bildsprache. Die Radierungen zeigten den Katalanischen Krieg und wurden zum Symbol gegen Kriegsgewalt. Später inspirierte die Serie Susan Sontags philosophisches Werk über Leiden und Fotografie.
Lutz und Alex in den Bäumen
Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans' Fotografie zeigt zwei nackte Männer in einem Baum – ein ikonisches Bild aus seinen frühen Werken, das durch irritierende Normalität ästhetische Grenzen hinterfragt. Das in der Sammlung Boros bewahrte Werk erfasst intime Alltäglichkeit mit subtiler Kraft und zwingt den Betrachter, seine Wahrnehmung zu befragen.
Man Pissing on Chair
Wolfgang Tillmans
Fotografie von Wolfgang Tillmans, die eine alltägliche Geste – einen Mann beim Urinieren auf einen Stuhl – dokumentiert. Das Werk exemplifiziert Tillmans' Ansatz, alltägliche Momente durch ihre visuelle Präsenz zum Kunstwerk zu erheben und demonstriert die Kraft der reinen Abbildung ohne narrative Vermittlung.