Sterblichkeit
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Medien (25)
Andy Warhol Siebdrucke (Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor, Electric Chair)
Andy Warhol
Andy Warhol begann 1962 unmittelbar nach Marilyn Monroes Tod, die Schauspielerin in Siebdrucken darzustellen. Sein berühmtes Marilyn Diptych von 1962 mit 50 Aufnahmen aus dem Film Niagara zeigte bewusst asymmetrisch Farbe und Schwarzweiß, um das Spannungsverhältnis zwischen ihrem Leben und Tod abzubilden. Die Bildkomposition verwies dabei auf religiöse Kunsttraditionen und spiegelte die Vergötzung Monroes wider. 1967 schuf Warhol mehrere weitere Siebdruckserien der Schauspielerin als erste Werke, die durch seine Factory Additions in New York verlegt wurden. Warhol erklärte später, dass ihn die technische Einfachheit und Massenproduktivität der Siebdruckmethode faszinierte, die jedes Bild leicht unterschiedlich wiederholte.
Arbeit und Struktur
Wolfgang Herrndorf · 2013
«Dann Telefonat mit einem mir unbekannten, älteren Mann in Westdeutschland. Noch am Tag der Histologie war Holm abends auf einer Party mit dem Journalisten T. ins Gespräch gekommen, dessen Vater ebenfalls ein Glioblastom hat und noch immer lebt, zehn Jahre nach der OP. Wenn ich wolle, könne er mir die Nummer besorgen. Es ist vor allem dieses Gespräch mit einem Unbekannten, das mich aufrichtet. Ich erfahre: T. hat als einer der Ersten in Deutschland Temodal bekommen.
Breit aus die Flügel beide
Paul Gerhardt
Paul Gerhardts Abendlied „Breit aus die Flügel beide" steht im Zentrum einer tiefgründigen Reflexion über Trost und Glaube. Am Beispiel eines Pfarrers, der vor einer Gehirntumoroperation seine theologischen Kenntnisse verliert, aber sich an das Wiegenlied seiner Mutter erinnert, wird gezeigt, dass Trost etwas fundamental Elementares ist. Das Werk illustriert die These, dass wahre Geborgenheit jenseits intellektueller Konstruktion wirkt – präsprachlich und in den tiefsten Schichten des Menschseins verankert.
Cochrane-Metaanalyse zu Vitamin D und Sterblichkeit
Cochrane-Metaanalyse, die 56 klinische Studien zur Vitamin-D-Supplementierung systematisch ausgewertet hat. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die tägliche Einnahme von etwa 1000 internationalen Einheiten Vitamin D das Sterblichkeitsrisiko um rund 10 Prozent senken kann. Die Studie ist relevant, weil sie von einer der strengsten wissenschaftlichen Bewertungsinstitutionen stammt und damit evidenzbasierte Nahrungsergänzungsempfehlungen belegt.
Das späte Leben
Bernhard Schlink
Martin, sechsundsiebzig, wird von einer ärztlichen Diagnose erschreckt: Ihm bleiben nur noch wenige Monate. Sein Leben und seine Liebe gehören seiner jungen Frau und seinem sechsjährigen Sohn. Was kann er noch für sie tun? Was kann er ihnen geben, was ihnen hinterlassen? Martin möchte alles richtig machen. Doch auch für das späte Leben gilt: Es steckt voller Überraschungen und Herausforderungen, denen er sich stellen muss.
Death and the Afterlife
Samuel Scheffler
"Suppose you knew that, though you yourself would live your life to its natural end, the earth and all its inhabitants would be destroyed thirty days after your death. To what extent would you remain committed to your current projects and plans? Would scientists still search for a cure for cancer? Would couples still want children? In Death and the Afterlife, philosopher Samuel Scheffler poses this thought experiment in order to show that the continued life of the human race after our deaths--th...
Der Brandner Kaspar
Franz von Kobell
Die Brandner Kaspar Geschichten handeln von einer bayerischen Volksfigur, die sich geschickt dem Tod entzieht und dadurch für Überlebenswillen und Lebensfreude steht. Im Podcast wird diese Figur als Metapher für den Vater von Iris Tapphorn verwendet, der trotz jahrelanger Krebserkrankung immer wieder alle Lebenserwartungen übertroffen hat. Die Geschichte illustriert eine zähe, humorvolle Lebenseinstellung gegenüber dem Schicksal und der Sterblichkeit.
Der Tod des Iwan Iljitsch
Leo Tolstoi · 1886
Tolstois Novelle erzählt von Iwan Iljitsch, dessen Leben und hoher gesellschaftlicher Status sich beim Sterben als Illusion entpuppen. Nur der einfache Knecht Gerasim bietet ihm elementaren Trost, während die standesgemäße Umwelt versagt. Das Werk illustriert, dass echte menschliche Zuwendung jenseits von Intellekt und Konvention liegt und dient als literarisches Beispiel für die Tiefenwirkung echter Mitmenschlichkeit in existenziellen Momenten.
Die Brücke hinter den Sternen
Cornelia Funke · 2021
Der Tod bringt uns das Leben nah Für Johanna Klug werden in der Begegnung mit Sterbenden die existenziellsten Themen des Lebens deutlich. Das Bedürfnis dieser jungen und klugen Autorin nach direkten, aufrichtigen und echten Begegnungen mit Menschen, die ihr mehr über das wirkliche Leben nahebringen als viele für sie häufig oberflächlich empfundene Antworten der Gesellschaft, brachte sie dazu, Zeit mit Sterbenden zu verbringen. Hier wird ihre Suche nach Wahrheit befriedigt.
Die Unglückseligen
Thea Dorn
Roman der Autorin Thea Dorn, der existenzielle Themen wie Sterblichkeit und Endlichkeit thematisiert. Das Werk zeigt die lange Kontinuität dieser Themen in Dorns literarischem Schaffen, die sich bereits vor später publizierten Werken mit diesen Fragen auseinandergesetzt hat. Der Roman ist relevant für das Verständnis der thematischen Entwicklung und Konstanten in ihrer Autorschaft.
Essay über das Sterben in der Pandemie
Thea Dorn · 2020
Denkanstöße für eine veränderte Welt: Die wichtigsten aktuellen Positionen Nichts wird danach mehr sein, wie es war – und wir werden nicht mehr dieselben sein. Die Corona-Pandemie hat uns in kurzer Zeit in eine weltumspannende Krisensituation gebracht. Jeden Einzelnen, aber auch uns alle als Gesellschaft, als Nation, als Weltgemeinschaft.
Huttens letzte Tage
Conrad Ferdinand Meyer · 1970
Huttens letzte Tage (veröffentlicht Ende September 1871, vordatiert auf 1872) ist ein Gedichtzyklus von Conrad Ferdinand Meyer. Vor dem Hintergrund der deutschen Reichsgründung 1871 gelang Meyer mit diesem Werk der literarische Durchbruch. Der Zyklus besteht aus acht Kapiteln mit 71 Strophen. Er handelt vom sterbenskranken Ritter und Humanisten Ulrich von Hutten, der auf die Insel Ufenau kommt und sich einrichtet, um dort seine letzten Tage zu verleben.
In die Sonne schauen
Irvin D. Yalom · 2009
Gibt es ein Leben vor dem Tod? Über die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind ... Die größte Herausforderung für den Menschen ist es, seiner eigenen Sterblichkeit ins Auge zu blicken. Die Angst vor dem Tod unterscheidet den Menschen vom Tier: Jede Religion, jede Kulturleistung ist ein Versuch, sich das Undenkbare begreiflich zu machen. Der amerikanische Psychoanalytiker und Bestsellerautor Irvin D.
Körperwelten
Gunther von Hagens
Körperwelten ist eine Ausstellung, bei der menschliche Körper und Organe durch das Plastinations-Verfahren von Gunther von Hagens konserviert und in anatomischen Positionen präsentiert werden. Die Werke verbinden wissenschaftliche Anatomie-Vermittlung mit künstlerischer Darstellung und zeigen die innere Struktur des menschlichen Körpers. Die Ausstellung hat seit ihrer Gründung Millionen von Besuchern weltweit fasziniert und macht Fragen zu Ethik, Sterblichkeit und menschlichem Körper zugänglich.
Man kann das Leben nicht verlängern, man kann es nur verdichten
Roger Willemsen
Willemsens prägnanter Gedanke zum Gegensatz zwischen Lebensdauer und Lebensqualität, als emotionaler Höhepunkt einer Diskussion über Longevity. Das Zitat gewinnt durch seinen frühen Krebstod eine tiefe persönliche Bedeutung und wird zum Manifest für ein intensiv gelebtes Leben statt Lebensverlängerung.
Media vita in morte sumus (Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen)
Notker I. von St. Gallen
Mittelalterliche Antiphon aus dem 9. Jahrhundert von Notker I. von St. Gallen. Behandelt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Omnipräsenz des Todes. Ein klassisches liturgisches Werk, das sich mit der Endlichkeit menschlicher Existenz auseinandersetzt.
Mitten wir im Leben sind vom Tod umgeben
Martin Luther
Klassisches deutsches Kirchenlied aus dem 16. Jahrhundert von Martin Luther, das die menschliche Sterblichkeit und die Conditio Humana thematisiert. Mit volkstümlich prägnanten Melodien wurde es zu einem zentralen Ausdruck der protestantischen Grundhaltung gegenüber dem Todesbewusstsein – von universeller kulturgeschichtlicher Bedeutung.
On Death and Dying
Elisabeth Kübler-Ross · 1969
Das Klassiker-Werk über die psychologischen Phasen der Trauer: Verdrängung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Ein fundamentales Buch zum Verständnis des menschlichen Umgangs mit Sterblichkeit und Verlust.
Reportage über Magenkrebserkrankung und Tod seines Sohnes
Burkhard Kress
Persönliche Reportage von Burkhard Kress über seine Magenkrebsdiagnose und den Tod seines Sohnes an derselben Krankheit. Eine intime Auseinandersetzung mit Trauer, Familie und Sterblichkeit, die beim Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.
Ricky Gervais: Golden Globes Monolog(e)
Ricky Gervais · 2018
»Papa, ich möchte nicht, dass du stirbst.« Dieser Satz seiner Tochter und die Feststellung, dass seine Attraktivität schwindet, führt den fünfzigjährigen Erzähler zu der Erkenntnis: Sein Körper verfällt und steht in keinem Verhältnis zu seiner geistigen Kraft. Ein uraltes Problem, analysiert er. Hat die Menschheit einen größeren Feind als den natürlichen Tod? Faust schloss damals einen Pakt mit dem Teufel, um ihm zu entgehen.
Spot Paintings (Cocaine)
Damien Hirst
Acrylgemälde aus Damien Hirsts Spot-Paintings-Serie, bei dem jeder Farbpunkt einem Element der chemischen Formel eines Nervengifts (Kokain) entspricht. Die Arbeit verbindet Wissenschaft und abstrakte Ästhetik zu einem konzeptionellen Kunstwerk, das Hirsts Auseinandersetzung mit Chemie, Medikamenten und Sterblichkeit visualisiert. Ein richtungsweisendes Werk zeitgenössischer Konzeptkunst.
The Top Five Regrets of the Dying
Bronnie Ware
Sachbuch einer Palliativ-Krankenschwester, die Sterbende nach ihren größten Lebensbereuernissen befragte. Fünf zentrale Themen entstehen: Träume nicht gelebt zu haben, zu viel zu arbeiten, Gefühle nicht ausgedrückt zu haben, Freundschaften vernachlässigt und sich selbst kein Glück gegönnt zu haben. Ein Werk über Lebensbilanz und echte Prioritäten.
Unbekanntes Werk
Saul Bellow · 2020
Die große Suche nach der eigenen Identität. Eugene Henderson, mehrfacher Millionär und Vater von fünf Kindern, ist ein Mensch voller Widersprüche. Eingesperrt in einem Gefängnis von Verpflichtungen und Sehnsüchten, spürt er einen starken Mangel, ein inneres Vakuum, das er weder zu deuten noch zu füllen vermag. So verschlägt es ihn in einer kompromisslosen Suche nach Freiheit und nach der eigenen Identität in den Urwald Afrikas.
Une mort très douce
Simone de Beauvoir · 2017
Includes the full French text, accompanied by French-English vocabulary. Notes and a detailed introduction in English put the work in its social and historical context.
Was man von hier aus sehen kann
Mariana Leky · 2017
Irgendwo im Westerwald - Mariana Lekys weiser und warmherziger Bestsellerroman über ein Dorf in der Provinz und seine skurrilen Bewohner Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.