Kintsugi
Japanische Kunstform der Keramik-Reparatur: Zerbrochenes Porzellan wird mit vergoldeten Fugen zusammengesetzt. Die Bruchstellen werden bewusst sichtbar gemacht – nicht versteckt – und verwandeln das Schadhafte in Schönheit. Das Kunstwerk symbolisiert Widerstandskraft und die Ästhetik der Unvollkommenheit.
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„Es gibt eine schöne Kunstform im Japanischen, das heißt Kitsungi. Und da geht es darum, dass das Porzellan erst dann schön ist, wenn es einmal kaputtgeschlagen wurde. Und dann machen die mit so goldenen Nähten, wird dieses Porzellanteil wieder zusammengesetzt.“
Ostermeier nutzt die japanische Kunstform Kintsugi – das Reparieren zerbrochener Keramik mit Gold – als Metapher für seinen eigenen Theateransatz. Er will das Dekonstruierte rekonstruieren, aber die Bruchlinien sichtbar lassen, statt so zu tun, als wäre nie etwas zerbrochen worden.
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