Artikel – D
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Die Hafermilchmänner
Nina Power
Der Artikel beleuchtet ein neues Phänomen bei Männern in der Lebensmitte: Anstatt klassischer Midlife-Crisis-Klischees wie Alkohol und Affären beschäftigen sie sich mit Hafermilch, Laufschuhen und Wellness-Trends. Nina Power analysiert diese veränderte Haltung zur Männlichkeit, bei der Selbstoptimierung und gesundes Verhalten im Mittelpunkt stehen.
Die Hälfte der Amerikaner schaut erstaunlich positiv auf diese Trump-Jahre zurück
René Pfister
Der Spiegel-Artikel von René Pfister analysiert, wie amerikanische Bürger die Trump-Jahre bewerten. Gegen die in Europa vorherrschende kritische Sicht zeigt er auf, dass etwa die Hälfte der Amerikaner Trumps Amtszeit positiv sieht – und erklärt nachvollziehbar, warum.
Die Helden der Bibel
Dietmar Pieper
Die Spiegel-Reportage untersucht die archäologischen Belege für biblische Figuren wie David und Goliat. Reporter Dietmar Pieper recherchiert bei israelischen Archäologen, um zu klären, welche biblischen Personen tatsächlich gelebt haben und welche auf Legendenbildung basieren. Die Reportage zeigt, was moderne Archäologie über die Historizität bekannter biblischer Helden beweisen kann.
Die helle Welt des Josef Heeg
Henning Sußebach
Der Pensionär Josef Heeg hilft drei gestrandeten rumänischen Handwerkern an der Autobahn nicht nur mit Unterkunft, sondern leiht ihnen auch sein Auto für die 1700 Kilometer lange Heimreise. Die Reportage zeigt ein Beispiel außergewöhnlicher Menschlichkeit und widerlegt die Annahme, dass Menschen egoistisch sind. Der Autor Henning Sußebach erzählt die Geschichte als moderne Parallele zur biblischen Josefs-Erzählung von Großzügigkeit und Vertrauen.
Die Hitler-Tagebücher
Im April 1983 präsentiert Gerd Heidemann die angeblich echten Hitler-Tagebücher, die sich wenig später als Fälschung herausstellen. Kurz darauf verliert der Reporter zunächst seinen Job und wird dann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Nun ist Heidemann im Alter von 93 Jahren gestorben.
Die Hochzeit der Bücher
Sabine Rückert
Reportage über die Wiedervereinigung der beiden Berliner Bibliotheken nach dem Mauerfall. Die wertvollen Buchbestände waren durch Krieg und Teilung voneinander getrennt und finden nun wieder zusammen. Der Artikel zeigt, wie die Bibliothekare sich in ihren eigenen, wiedervereinigten Häusern neu orientieren müssen.
Die Jugend von heute
Jens Balzer
Jens Balzers Artikel in der Zeit Online untersucht die Generationenkonflikte, die durch Corona neu entfacht wurden. Im Fokus steht der Topos der feiernden Jugend, der für steigende Infektionszahlen verantwortlich gemacht wird – eine vereinfachte Erzählung, die gesellschaftliche Spannungen zwischen den Generationen verschärft.
Die kleinen Verbrechen
Ursula März
Die Kolumne „Die kleinen Verbrechen" von Ursula März in der ZEIT-Ausgabe 15/2025 dokumentiert historische Tierprozesse aus vergangenen Jahrhunderten. Sie zeigt auf, dass Tiere tatsächlich vor Gericht standen und verurteilt wurden. Diese faszinierende Reihe ist Teil des neuen ZEIT-Verbrechen-Kriminalmagazins.
Die Knobel-Serie der Zeit
Thomas von Randow
Der Artikel ist eine Rückschau auf einen Text des ZEIT-Journalisten Thomas von Randow von vor 25 Jahren, in dem er die Auswirkungen der ersten privaten Computer auf unser Leben beschrieb. Der Text überprüft, inwieweit sich von Randows Vorhersagen bewahrheitet haben. Bekannt ist von Randow für seine mathematischen Knobelserien in der ZEIT.
Die Krankheit als Metapher
Georg Seeßlen
Der Artikel von Georg Seeßlen untersucht, wie Krankheit in der Geschichte und Kultur als Metapher und Strafe interpretiert wird. Anhand der Corona-Pandemie zeigt Seeßlen, wie biblische Plagen verstanden werden können: als Ausdruck eines Konflikts zwischen dem Göttlichen und der Menschheit, als Prüfung, die dem Leiden einen Sinn gibt. Der Text hinterfragt, ob eine religiöse oder metaphorische Erklärung für Leid leichter zu ertragen ist als der sinnlose Zufall.
Die Kriege um Wasser
Spiegel-Titelgeschichte (ca. 2003) über drohende Kriege und Konflikte um Wasserressourcen. Der Artikel warnt vor Wassermangel und geopolitischen Spannungen um diesen kritischen Rohstoff.
Die leidvolle Unabhängigkeit der Ukraine
Der Artikel behandelt die aktuelle Lage der Ukraine im Krieg und beleuchtet, wie Kiew trotz militärischer Konflikte an seiner Unabhängigkeit festhält. Gleichzeitig werden die pessimistischen Friedensaussichten thematisiert, die das Land prägen. Der Text reflektiert sowohl die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Bevölkerung als auch die Herausforderungen für eine zukünftige politische Lösung des Konflikts.
Die Letzte Seite
Die Letzte Seite ist eine bekannte Rubrik des Stern-Magazins, in der prominente Persönlichkeiten porträtiert und kommentiert werden. Der Artikel behandelt mit humorvollem Ton die Frage, was aus bekannten politischen Figuren wie dem geflohenen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch geworden ist und verweist auf die Tradition dieser Magazin-Kolumne.
Die letzte Wiese
Wolfgang Bauer
Der ZEIT-Artikel dokumentiert den Konflikt zwischen Wohnungsbau und Naturschutz am Beispiel einer Streuobstwiese in Baden-Württemberg, die bebaut werden soll. Er zeigt das deutsche Flächenfraß-Dilemma: Jede Sekunde werden sieben Quadratmeter Boden verbaut. Eine Geschichte über den alltäglichen Kampf zwischen Wohnungsmangel und Umweltschutz.
Die letzten Helden
Michael Thumann, Alice Bota, Katharina Lobenstein
Man wird es mir hoffentlich nicht als groben Mißbrauch anrechnen, wenn ich diese berühmte Überschrift herbeiziehe, um auf die Tatsache hinzuweisen, daß es von Zeit zu Zeit notwendig sei, die Begriffe Held und Heldentum von planmäßiger Mißdeutung zu befreien und auf ihre wahre Substanz zurückzuführen.
Die liebende Freundin
Die Freundin (English The Girlfriend The Ideal Friendship Journal) was a popular Weimarera German lesbian magazine published from 1924 to 1933. The magazine was published from Berlin, the capital of Germany, by the Bund fr Menschenrecht (translated variously as League for Human Rights or Federat
Die Liste wird immer länger. Wieder mal ein mysteriöser Todesfall in Russlands Elite
Der Artikel dokumentiert die gehäufte Serie mysteriöser Todesfälle in Russlands Elite seit dem Ukraine-Krieg 2022. Zahlreiche hochrangige russische Funktionäre und Oligarchen sind durch Treppen- oder Fensterstürze sowie andere ungeklärte Umstände gestorben, was Verdacht auf unnatürliche Ursachen aufwirft. Das Stern-Reportage zeigt ein beunruhigendes Muster verdächtiger Todesfälle, die als Zeichen von Machtkämpfen und Säuberungen innerhalb der russischen Führungselite gedeutet werden.
Die Lüge als Diskursstrategie
Marc Schieritz
Marc Schieritz und Marc Brost analysieren die aktuelle Konjunkturpolitik Deutschlands und die Rückkehr ideologischer Debatten aus der Vorkrisenzeit. Der Artikel thematisiert, wie Lügen und Desinformation als bewusste Diskursstrategie in der politischen Debatte eingesetzt werden – ein Phänomen, das zunächst in der amerikanischen Demokratie beobachtet wurde und nun auch in Deutschland Einzug hält. Die Autoren hinterfragen, ob Deutschland aus früheren Fehlern lernen kann oder die Mechanismen politischer Desinformation auch hierzulande zu Lasten der Demokratie wirken werden.
Die Macht der Kränkung
Ute Eberle
Die Manesse Bibliothek der Weltliteratur ist eine von Walther Meier (1898–1982) ins Leben gerufene deutschsprachige Buchreihe des Manesse Verlags mit Werken der Weltliteratur. Ursprünglich befand sich der Verlagssitz in Zürich und die Reihe bildete dessen Flaggschiff. Heute gehört Manesse zur Penguin Random House Verlagsgruppe.
Die Manns
Florian Illies
Florian Illies porträtiert in dieser ZEIT-Titelgeschichte Thomas Mann und seine Familie im Exil. Der Artikel zeichnet nach, wie die Familie Mann zu einem kulturellen Symbol für Deutschland wurde – ähnlich wie die britischen Windsors für England. Illies zeigt, wie diese Künstlerfamilie den Deutschen als Ventil für nationale Identität und Gefühle diente, auch während ihrer Zeit im Ausland.
Die Melodie des Kohelet (FAZ)
Christian Geier
Der Artikel von Christian Geier untersucht die poetische Qualität des alttestamentlichen Buchs Kohelet und zeigt, wie in dessen rhythmischer Sprache eine innere Musik erkannt werden kann. Diese Musik vermittelt die Weisheit des Textes direkter als analytische Begriffe. Der Autor verfolgt, wie Kohelet vom philosophischen Denken zur pragmatischen Betrachtung des alltäglichen Lebens gelangt.
Die Menschen von gestern
Jan Böhmermann
Jan Böhermann argumentiert in diesem ZEIT-Artikel, dass Deutschland seine bestehenden gesellschaftlichen Gräben überwinden müsse. Statt alte Konfliktlinien zu bewahren, schlägt er vor, eine neue Trennlinie zwischen progressiven und konservativen Kräften zu schaffen – zwischen Menschen, die die Gesellschaft voranbringen wollen, und jenen, die sich an überholten Positionen festhalten. Der Text behandelt die Frage, wie eine moderne Gesellschaft mit unterschiedlichen Zukunftsentwürfen umgehen kann.
Die Mörderin
Sabine Rückert
Der Artikel erzählt von Valerie L., die ihren gewalttätigen Mann durch einen Auftragskiller töten ließ und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Sabine Rückert berichtete ausführlich über diesen Fall und gewann damit den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Mit dem Preisgeld finanzierte die Verurteilte einen Anwalt für ein Gnadengesuch.
Die Mutter Courage Bayerns
Das Ernst-Mach-Gymnasium in Haar hat Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder" unter dem Titel "Courage, Kattrin!" mit innovativen Veränderungen inszeniert. Die zentrale Neuerung ist die verstärkte Rolle der Figur Kattrin (gespielt von der 18-jährigen Sophie Gigou), die im Original nur eine passive Zuschauerin der Kriegsgräuel ist, hier aber als bewusste Gegenfigur zur profitgierigen Mutter Courage fungiert und am Ende aktiv handelt – sie warnt die Bewohner vor einem drohenden Angriff und zahlt dafür mit ihrem Leben. Die Mutter Courage selbst wird nicht von einer einzelnen Schauspielerin verkörpert, sondern wechselt in jeder Szene den Darsteller, was die universelle Egozentrik in Kriegszeiten symbolisiert. Durch diese Interpretation erweckt die Schulproduktion bei den Zuschauern Mitgefühl statt nur distanzierte Betrachtung und unterstreicht damit die Aktualität von Brechts Antikriegsbotschaft – verstärkt durch Zeitungsartikel, die symbolisch auf den gegenwärtigen Krieg in Europa verweisen.
Die Neue Rundschau
S. Fischer Verlag
Die Neue Rundschau ist eine traditionsreiche Literaturzeitschrift des S. Fischer Verlags mit langer Geschichte. Die Zeitschrift publiziert hochwertige literarische Arbeiten und ist vergleichbar mit anderen angesehenen Literaturmagazinen wie dem Merkur. Für diese renommierte Publication entstand ein Auftragstext in Form eines Hexen-Gedichts von Kim de l'Horizon.
Die Peinlich-Plakate der CDU – Parteisoldaten statt normaler Menschen
Der Artikel kritisiert die Wahlplakate der CDU, auf denen statt echten Fachkräften verkleidete Parteimitglieder in Berufsrollen wie Polizisten oder Pfleger posieren. BILD.de bewertete diese Kampagne als realitätsfern und wenig authentisch. Die inszenierte Darstellung wurde öffentlich als peinlich und unglaubwürdig wahrgenommen, da die dargestellten Personen offensichtlich keine echter Berufstätigen waren.
Die Perestroika hat unser Land zum Bettler gemacht
Sabine Rückerts Artikel untersucht die Enttäuschung und das Murren in der Bevölkerung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Er zeigt, wie die Perestroika und die nachfolgende Umwälzung zu wirtschaftlichem Niedergang und Desillusionierung führten. Der Text zieht eine Parallele zur biblischen Geschichte des befreiten Volkes Israel, das trotz seiner Befreiung unzufrieden war. Damit illustriert er ein wiederkehrendes menschliches Phänomen: Die Enttäuschung, wenn erhoffte Befreiung nicht zu dem erhofften Wohlstand führt.
Die Presse darf nicht in Ollis Wohnzimmer
Birgit Mütrat
Kritik der Badisch-Rheinischen Zeitung auf das Presseverbot bei Olli Schulz' Tournee: Journalistin Birgit Mütrat setzt sich mit der Entscheidung des Künstlers auseinander, Journalisten von seinen Auftritten auszusperren, um frei persönliche Geschichten zu erzählen. Sie kritisiert das Verbot als undemokratisch und zieht Parallelen zu politischen Themen.
Die radikalste Stimme im Beraterstab der Kanzlerin
Der Artikel behandelt die persönlichen Konsequenzen sensationalistischer Berichterstattung. Ein BILD-Zeitungsartikel stellte eine Person als „radikalste Stimme im Beraterstab der Kanzlerin" dar, was eine Welle von Hass-Post und Drohungen auslöste. Das Erlebnis verursachte großen Schaden und führte zu Überlegungen, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.
Die Reform der UN ist beides: überfällig und unmöglich zugleich
Der Artikel des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) befasst sich mit dem Dilemma der Reform der Vereinten Nationen. Laut der Analyse ist eine grundlegende Neugestaltung der UN sowohl dringend notwendig als auch praktisch unmöglich zu realisieren. Der Text beleuchtet die strukturellen Hürden und politischen Widerstände, die eine effektive Reformierung der internationalen Organisation blockieren.
Die Rote Königin (Porträt über Heidi Reichinnek)
Der Artikel porträtiert Heidi Reichinnek und ihren überraschenden Erfolg als Politikerin in den sozialen Medien. Obwohl sie anfangs skeptisch gegenüber TikTok war, gelang es ihr dort, Kultstatus zu erlangen und ihrer Partei Die Linke zu einem furiosen Wahlkampf-Comeback zu verhelfen. Der Beitrag analysiert die Gründe für ihren Erfolg und erklärt, warum sie als „Rote Königin" zur Schlüsselfigur ihres Wahlkampfs wurde.
Die Schamanen schlagen zurück
Im Amazonasgebiet wehren sich indigene Völker zunehmend gegen Landnehmer, die ihre Territorien und heiligen Stätten bedrohen. Der Artikel zeigt, wie traditionelle spirituelle Führer wie Schamanen in diesem Kampf zu aktiven Verteidigern ihrer Gemeinschaften werden. Es geht um den Schutz heiliger Orte und der Lebensgrundlagen indigenous Bevölkerungen angesichts wachsender wirtschaftlicher Interessen.
Die Scharnhorststraße (Artikel über den Fall in Düren)
Stefan Willeke
Der Artikel berichtet von einem spektakulären Millionen-Coup in Gelsenkirchen, einem Einbruch von beeindruckender krimineller Qualität. Die Ermittlungen zogen einen enormen Apparat an: über 350 Ermittler verfolgten die Spur und versuchten, die Verantwortlichkeiten zwischen Tausenden Opfern, beteiligten Anwälten und dem Sparkassenchef zu klären. Eine faszinierende Geschichte über Kettenreaktionen und unerwartete Konsequenzen.
Die Schlacht von Valor
Der Artikel berichtet über die Abenteuer des Weltumseglers Gangerl und einen dramatischen Vorfall im Mittelmeer, bei dem er Piraten abwehrte. Der Bericht wurde von der Bild-Zeitung als bedeutsames Ereignis auf der Titelseite veröffentlicht und dokumentiert eine Episode aus Gangerls Reisen auf den Weltmeeren.
Die Schlacht von Walorka
Bei der alljährlichen Tomatenschlacht „Tomatina“ in Buñol (Ost-Spanien) verwandelte sich die Kleinstadt in eine riesige Ketchup-Lache. Jedes Jahr kommen Tausende aus aller Welt, um bei der wilden Party dabei zu sein.
Die schon wieder
Anita Blasberg
Analyse der Babyboomer-Generation in der ZEIT (2013), die untersucht, wie diese Generation alle Schaltstellen in Gesellschaft und Wirtschaft besetzt und jüngere Generationen zum Warten zwingt. Der Artikel wird als brillante Darstellung des zeitgenössischen Generationenkonflikts gewürdigt.
Die Schöpfung der Richtlinie 2464
Stefan Beutelsbacher
Ursula von der Leyen versprach einen „beispiellosen“ Abbau von Regeln. Doch die EU brachte 2025 so viele Rechtsakte auf den Weg wie lange nicht. Ein Grund dafür ist ein umstrittenes Instrument, das auch erklärt, warum ungewählte Beamte so viel Einfluss auf den Kontinent haben.
Die Schuldbremse – Wie Christian Lindners Finanzministerium bei der Wiedergutmachung bei Holocaust-Opfern Geld sparen wollte
Der Artikel berichtet über Entschädigungsverhandlungen zwischen dem Bundesfinanzministerium und der Jewish Claims Conference. Das Ministerium soll dabei die verfassungsrechtliche Schuldenbremse als Argument für Sparmaßnahmen bei den Zahlungen angeführt haben. Der Beitrag kritisiert diese Haltung und die Rolle von Finanzminister Lindner bei den Verhandlungen.
Die schwarzen Listen der TV-Produzenten
Der Artikel berichtet über die Videorama-Pleite und analysiert Strukturen von Machtmissbrauch in der deutschen Unterhaltungsindustrie. Konkret werden historische Beispiele dokumentiert, in denen Boulevard-Zeitschriften wie die Bild am Sonntag als Waffe gegen Schauspielerinnen eingesetzt wurden, die sexuelle Avancen ablehnten.
Die sieben sozialen Sünden
Mahatma Gandhi
Mahatma Gandhi identifizierte sieben moralische Verfallserscheinungen, die Gesellschaften schwächen: korrupte Politik ohne ethische Grundsätze, Geschäftstätigkeit ohne moralische Grenzen, Wohlstand ohne eigene Arbeitsleistung, Bildung ohne Charakterentwicklung, wissenschaftliche Forschung ohne humanitäre Ethik, maßloses Vergnügen ohne Verantwortung und Religion ohne persönliche Opferbereitschaft. Gandhi verstand diese Sünden als Verhaltensweisen, die fundamentale Werte untergraben und das Gemeinwesen destabilisieren. Der Philosoph betonte, dass echte Stärke aus moralischem Willen entsteht und dass jeder Einzelne durch sein Handeln oder Unterlassen zur Qualität einer Gesellschaft beiträgt.
Die sind wie Plankton
Der Artikel beschreibt eine neue Generation von Arbeitnehmern, die ihre Grenzen gegenüber Chefs deutlich setzen. Sie diktieren, wann und wie sie arbeiten – etwa ohne Dienstreisen am Wochenende. Der Text zeigt eine generationelle Verschiebung im Verhältnis zur Arbeitszeit, bei der jüngere Beschäftigte ihre Lebensqualität höher bewerten als frühere Generationen.
Die stärkste Frau der Stadt
Artikel über Paula Zwillings 50-jähriges Jubiläum als SPD-Mitglied in Wülfrath. Der Bericht würdigt ihr langjähriges politisches Engagement und ihre Karriere als Bürgermeisterin. Das Stück blickt auf ihre bedeutende Rolle in der lokalen Politikgestaltung zurück und ehrte ihre Verdienste um die Stadt.
Die Teufelsmutter mit dem Engelsgesicht
Bericht über den Kriminalfall Amanda Knox in Perugia und die Rolle der reißerischen Medienberichterstattung. Der Artikel zeigt, wie tabloidjournalistische Schlagzeilen der Bild-Zeitung wie „Teufelsmutter" zur öffentlichen Vorverurteilung von Verdächtigen führten. Die sensationsheischende Berichterstattung verstärkte die soziale Ausgrenzung und den Reputationsschaden für die betroffenen Familien erheblich.
Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution
Carl Benedikt Frey
Carl Benedikt Frey warnt in seinem ZEIT-Artikel vor der fehlenden Jobsicherheit im Zeitalter technologischer Disruption. Der Ökonom illustriert dies anhand historischer Beispiele: Die Übergangsphase der ersten Industriellen Revolution dauerte etwa sieben Jahrzehnte – eine Warnung vor den langfristigen Konsequenzen heutiger technologischer Umwälzungen. Frey argumentiert, dass selbst in scheinbar sicheren Berufen keine langfristige Stabilität mehr garantiert ist.
Die Unsichtbaren Indiens
Jan Roß
Jan Roß' Artikel in der ZEIT untersucht die Unsichtbarkeit der indischen Unterschicht und ihre Rolle als Ermöglicher von Verbrechen. Am Beispiel einer zehnjährigen Vergewaltigungsopferin aus Chandigarh, der das Gericht eine Abtreibung untersagt hat, wird deutlich, wie gesellschaftliche Ausgrenzung Gewalt begünstigt. Der Text zeigt, wie die bürgerliche indische Gesellschaft ihr Schutzbedürftigkeit ignoriert, obwohl diese Gruppe physisch allgegenwärtig ist.
Die Vedrins – Geschichte einer Versklavung
Gero von Randow
Gero von Randow untersucht den Fall der französischen Familie de Védrine, deren gesamtes Selbstverständnis auf der Weitergabe ihres Schlosses und Familienvermögens an kommende Generationen beruhte. Diese existenzielle Abhängigkeit vom materiellen Erbe bildete die psychologische Grundlage, die der Betrüger Thierry Tilly systematisch ausnutzte.
Die Venusfalle
Henning Sußebach
Der Artikel porträtiert einen älteren Herrn, der sich über Online-Dating verliebt und in eine Scheinwelt der Liebe gerät. Diese Beziehung ruiniert ihn völlig, doch er vermag sich davon nicht zu befreien. Henning Sußebach erzählt eine verstörende Geschichte über Manipulation und emotionale Abhängigkeit.
Die Vogelwelt von Auschwitz
Günther Niethammer
Günther Niethammer ist Verfasser des „Handbuches der deutschen Vogelkunde“. Er war Professor für Ornithologie und zeitweise Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft. Und er war Wachmann im Konzentrationslager Auschwitz.
Die Welt reparieren
Achille Mbembe
Der kamerunische Philosoph Achille Mbembe setzt sich in seinem Text mit Vorwürfen der Holocaust-Verharmlosung auseinander und betont seine Absicht, eine universelle menschliche Gemeinschaft zu fördern. Er nutzt das Konzept der „Weltrepatur" als Rahmen, um gesellschaftliche Heilung und notwendige Transformationen zu diskutieren. Der Text ordnet sich in einen breiteren gegenwärtigen Diskurs um Heilung und Reparatur ein, reflektiert aber auch kritisch über die mechanische Natur dieses Reparatur-Begriffs gegenüber spirituelleren Heilungsvorstellungen.
Die Weltbühne
Karl Kraus
Der Artikel behandelt das Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers und Satirikers Karl Kraus. Kraus war eine einflussreiche Intellektuellenpersönlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts, bekannt für seine scharfsinnigen Kritiken an Medien, Politik und Gesellschaft. Der Beitrag beleuchtet seine Biografie und sein literarisches Erbe in der europäischen Kunstlandschaft.