Wirtschaftskrise
10 Medien · 0 Episoden
Medien (10)
Artikel über Scholz als unbeliebtesten Regierungschef
Die New York Times analysiert die Zustimmungswerte von Olaf Scholz im internationalen Vergleich und kommt zu dem Schluss, dass er unter den Regierungschefs der führenden westlichen Staaten der unbeliebteste ist. Der Artikel beleuchtet die Gründe für Scholz' schlechte Umfragewerte, darunter die wirtschaftliche Stagnation Deutschlands, innenpolitische Streitigkeiten der Ampelkoalition und seine als zögerlich wahrgenommene Führung. Scholz' Unbeliebtheit wird dabei im Kontext der Schwäche europäischer Mitte-Links-Parteien und wachsender Unzufriedenheit mit etablierten Politikern diskutiert.
Artikel über das Ende der Mode-Silhouetten
Business of Fashion
Die Modebranche befindet sich in einer Multikrise: Inflation, unterbrochene Lieferketten, steigende Rohstoffkosten und der Boom von Online-Händlern haben bereits zahlreiche etablierte Unternehmen wie Esprit und Peek & Cloppenburg in die Insolvenz getrieben. Hinzu kommt eine anhaltende Konsumflaute, ausgelöst durch wirtschaftliche Verunsicherung und den Angriffskrieg auf die Ukraine, die Ultra-Fast-Fashion-Anbieter wie Shein und Temu begünstigt, die durch extrem niedrige Preise Marktanteile erobern. Während bekannte Marken ihre Kleidung zu hohen Preisen verkaufen, profitieren Arbeiter in Produktionsländern wie Bangladesch und Indien nicht davon: Seit der Rana-Plaza-Katastrophe 2013 haben sich zwar die Sicherheitsbedingungen verbessert, doch die Löhne bleiben bei rund 105 Euro monatlich – ein Hungerlohn, der die dortige Inflation von zehn Prozent nicht widerspiegelt. Die höheren Verkaufspreise der etablierten Marken resultieren nicht aus besseren Arbeitsbedingungen, sondern aus Marketing und höheren Gewinnmargen.
Artikel über das Risiko eines Trump-Crashs
Henrik Müller
Der neue Präsident und seine Leute können derzeit vor Kraft kaum laufen. Dabei steht die US-Wirtschaft auf wackligen Beinen.
Artikel über die Lage im Iran
Ali Fathullah Nejat
Ali Fathullah Nejat, ein in Iran geborener Experte, analysiert in seinem FAZ-Artikel die Ursachen der aktuellen Protestwelle im Iran. Im Unterschied zu den Protesten vor drei Jahren, die politisch motiviert waren (etwa durch den Tod von Mahsa Amini), sieht Nejat diesmal die katastrophale wirtschaftliche Lage als entscheidenden Treiber. Hohe Inflation, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit haben breite Bevölkerungsschichten mobilisiert. Diese Verschiebung vom politischen zum ökonomischen Protest macht die aktuelle Bewegung in ihrer sozialen Breite und Dynamik anders als frühere Wellen.
Bomben, Streik und Zuckermangel
Fünf Jahre nach dem Arabischen Frühling, ausgelöst durch Mohamed Bouazizis Selbstverbrennung 2011, ist die bilanz verheerend. Tunesien, das einzige Land mit erfolgreichem demokratischen Übergang, kämpft mit wirtschaftlicher Krise und Arbeitslosigkeit von 15,6 Prozent, verschärft durch den Tourismuskollaps nach IS-Anschlägen. Ägypten unter Präsident al-Sisi ist noch tiefer in die Krise geraten: Devisenreserven schmolzen ab, am Schwarzmarkt werden 50-100 Prozent Aufschläge verlangt, und Grundversorgungsgüter wie Zucker sind rationiert. Während Algerien Umbruch fürchtet und unter niedrigen Öl- und Gaspreisen leidet, sind Syrien, Libyen und Jemen in Bürgerkriege verwickelt – mit Massenvertreibung, Hungersnot und Cholera. Die Hoffnungen des Arabischen Frühlings haben sich in vielen Ländern in Verzweiflung verwandelt.
Die Perestroika hat unser Land zum Bettler gemacht
Sabine Rückerts Artikel untersucht die Enttäuschung und das Murren in der Bevölkerung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Er zeigt, wie die Perestroika und die nachfolgende Umwälzung zu wirtschaftlichem Niedergang und Desillusionierung führten. Der Text zieht eine Parallele zur biblischen Geschichte des befreiten Volkes Israel, das trotz seiner Befreiung unzufrieden war. Damit illustriert er ein wiederkehrendes menschliches Phänomen: Die Enttäuschung, wenn erhoffte Befreiung nicht zu dem erhofften Wohlstand führt.
Fünf Mythen über die deutsche Wirtschaftsmisere
Der Artikel analysiert fünf weit verbreitete Mythen zur deutschen Wirtschaftskrise und zeigt auf, dass einfache Schuldige wie Elektroautos oder hohe Energiepreise nicht allein für die Probleme verantwortlich sind. Stattdessen beleuchtet er die tieferliegenden strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft, die zu einer umfassenden Misere geführt haben.
Höhenrausch
Harald Jähner
Harald Jähners brillantes Nachfolgewerk zur Wirtschaftswunderzeit der 1950er und 60er Jahre. Das Buch dekonstruiert die verklärte Sicht auf diese Epoche und offenbart die vielen Krisen und Umbrüche dahinter: Tausende pleite gegangene Einzelhändler, die Stilllegung des Bergbaus. Jähner zeigt, wie die Aufbruchsstimmung dieser Jahre half, die wirtschaftlichen Schocks zu bewältigen und die Nachkriegsgesellschaft zu prägen.
The Sick Man of the Euro
Die berühmte Economist-Titelgeschichte von 1999 beschreibt Deutschlands wirtschaftliche Krise an der Jahrtausendwende, als das Land als "kranker Mann Europas" charakterisiert wurde. Der Artikel dokumentiert die Tiefpunkte der deutschen Wirtschaft, die Bundeskanzler Gerhard Schröder zur Einführung der Hartz-Reformen zwangen. Diese historische Analyse wird als Referenzpunkt für aktuelle Reformdebatten in Deutschland herangezogen.
Weltarmutsbericht
Globaler Bericht zur Analyse der Armutsentwicklung in Ländern weltweit. Der Report dokumentiert, dass sich die materielle Versorgungslage im Irak in den letzten zehn Jahren stärker verschlechtert hat als in jedem anderen Land – eine Folge westlicher Interventionen.