Pandemie
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Medien (79)
Ad-Hoc-Empfehlung des Ethikrats zu Corona (März 2020)
Deutscher Ethikrat
Der Deutsche Ethikrat erarbeitete im März 2020 erste Empfehlungen zu ethischen Fragen der Corona-Pandemie, insbesondere zu Triagekriterien und Schutzmaßnahmen. Alena Buyx beschreibt die intensive Entstehung dieser Ad-Hoc-Stellungnahme in langen Zoom-Diskussionen, die zeigt, wie kurzfristig und unter Zeitdruck wichtige ethische Orientierungen für die Krisenbewältigung geschaffen wurden.
Ad-Hoc-Empfehlung zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Deutscher Ethikrat
Der Deutsche Ethikrat veröffentlichte Ende 2022 eine Ad-Hoc-Empfehlung zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Grundlage war eine Tagung, bei der hunderte Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen in der Pandemie berichteten. Die Empfehlung thematisiert die psychischen Belastungen junger Menschen und ihre sogenannte 'unerwiderte Solidarität' – sie leisteten viel, ohne dafür Unterstützung zu erhalten.
Ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie (Dritte Stellungnahme)
Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
Die dritte Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina aus April 2020 legt Empfehlungen für die schrittweise Öffnung von Schulen und Bildungseinrichtungen während der Corona-Pandemie dar. Die Stellungnahme wurde vielfach kritisiert, weil Kindertagesstätten zunächst ausgelassen wurden. Die resultierende Kontroverse führte zu intensiven Debatten über die Priorisierung bei der Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen.
Alles überstanden
Christian Drosten, Georg Mascolo · 2024
Das erste Buch von Christian Drosten – gemeinsam mit dem Journalisten und Bestsellerautor Georg Mascolo Die Pandemie ist vorbei – aber ihre unbedingt notwendige Aufarbeitung steht nach wie vor aus. Seit die Gefährlichkeit des Virus schwindet, erlahmt das Interesse daran, die Rolle von Politik, Wissenschaft und Medien bei der Bewältigung der Pandemie kritisch zu hinterfragen.
Artikel der New York Times (Fledermaus-Entfernung von Wuhan)
Horseshoe-Fledermäuse (Rhinolophus affinis), die das dem SARS-CoV-2 nächstverwandte Virus RaTG13 tragen, leben in Höhlen der Provinz Yunnan – rund 1.500 km (ca. 1.000 Meilen) von Wuhan entfernt. Dieser geografische Abstand ist ein zentrales Argument in der Debatte über den Ursprung des Coronavirus: Wenn das Reservoir-Tier so weit entfernt lebt, ist eine natürliche Übertragung auf einen Zwischenwirt und dann auf den Menschen in Wuhan erklärungsbedürftig. Der Artikel beleuchtet beide Hypothesen – Zoonose und Laborunfall – und wertet den räumlichen Abstand als Indiz, das die einfache Spillover-These schwächt.
Artikel der New York Times zur Lab-Leak-These
The world must not continue to bear the intolerable risks of research with the potential to cause pandemics.
Artikel zur solidarischen Antwort auf die Corona-Krise in Europa
Heiko Maas / Olaf Scholz
Heiko Maas und Olaf Scholz haben Anfang April 2020 einen gemeinsamen Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen unter dem Titel Eine solidarische Antwort auf die Corona-Krise in Europa veröffentlicht. Der Finanzminister und Außenminister signalisieren darin Deutschlands Bereitschaft, andere EU-Partner während der Pandemie zu unterstützen. Bemerkenswert ist jedoch, dass beide das Thema Corona-Bonds bewusst unerwähnt lassen, obwohl dies zu dieser Zeit eine zentrale und umstrittene Debatte über gemeinsame europäische Finanzierungsmechanismen war. Der Beitrag dokumentiert Deutschlands Balanceakt zwischen dem Signal von Solidarität und der Vermeidung konkreter Festlegungen zu europäischen Finanzinstrumenten.
Artikel über Corona in der Zeit
Alexander Kekulé
Alexander Kekulé, Virologe und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Uni Halle, analysiert die Corona-Pandemie und plädiert für eine konsequent vorsichtige Haltung gegenüber dem Virus. Kekulé war eine der meistzitierten wissenschaftlichen Stimmen der Pandemie in Deutschland und betonte stets die Notwendigkeit evidenzbasierter Maßnahmen. In der öffentlichen Debatte geriet er zeitweise in die Kritik, zu konservativ oder alarmistisch zu sein – was Markus Lanz in seinem Podcast als ungerecht zurückweist. Kekulés Veröffentlichungen in der Zeit belegen seine konsistente, wissenschaftlich fundierte Haltung.
Artikel über Dark Academia und die Corona-Generation
Jens Balzer
Jens Balzer analysiert den Dark-Academia-Trend als kulturelle Reaktion auf die Isolation der Pandemie-Jahre. Die Ästhetik von Bibliotheken, Kerzen und klassischer Bildung erlebte während der Lockdowns einen Boom, befeuert durch soziale Netzwerke und die BookTok-Community auf TikTok. Balzer deutet den Trend als Sehnsucht einer Generation, die in Einsamkeit aufgewachsen ist und in romantisierten Bildungswelten Halt und Gemeinschaft sucht. Die technische Vernetzung verstärkte paradoxerweise diese Rückzugsbewegung ins Analoge.
Artikel über FFP2-Masken-Standards
Früh in der Corona-Pandemie 2020 erschien in der Druckausgabe der ZEIT ein Artikel, der erstmals verständlich die verschiedenen Masken-Standards erklärte: FFP2, FFP3 und einfache OP-Masken unterscheiden sich erheblich in ihrer Filterwirkung und ihrem Schutz vor Aerosolen. Der Artikel verdeutlichte, welche Maske wirklich vor einer Infektion schützt – und welche nur andere schützt. Er löste bei Jochen Wegner und vermutlich vielen Lesern eine sofortige Reaktion aus: FFP2-Masken bei Amazon zu bestellen, bevor sie ausverkauft waren.
Artikel über Impfen und politische Zuordnung
Marc Schieritz
Die Corona-Politik hat den Höhepunkt der Unübersichtlichkeit erreicht. Gut ist das nicht – Grund zur Panik aber auch nicht.
Artikel über den Rückschaufehler in der Pandemie
Jakob Simmank / Johannes Schneider
Der Artikel von Jakob Simmank und Johannes Schneider behandelt den kognitiven Rückschaufehler (Hindsight Bias) bei der nachträglichen Bewertung von Pandemie-Entscheidungen. Menschen neigen dazu, im Rückblick zu glauben, sie hätten den Ausgang von Ereignissen vorhersehen können – was zu ungerechtfertigter Kritik an damaligen Entscheidungsträgern führt. Die Autoren argumentieren, dass Maßnahmen wie Lockdowns oder Schulschließungen unter den damaligen Informationsbedingungen bewertet werden müssen, nicht mit dem Wissen von heute. Der Artikel ist relevant, weil er eine differenzierte Perspektive auf die gesellschaftliche Aufarbeitung der Pandemie bietet.
Artikel über den Wandel linksliberaler Überwachungskritik
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung analysierte, wie das linksliberale Milieu seine an Michel Foucault angelehnte Kritik an staatlichen Überwachungsinstrumenten während der Corona-Pandemie aufgegeben hat. Jahrelang dominierten foucaultsche Machtanalysen die linke Auseinandersetzung mit Überwachung, Biopolitik und staatlicher Kontrolle. In der Pandemie aber stimmten viele Vertreter dieses Milieus staatlichen Maßnahmen wie Kontaktnachverfolgung, Impfpflicht-Debatten und Bewegungseinschränkungen zu – trotz ihrer früheren Skepsis gegenüber genau solchen Instrumenten. Der Artikel fragt, ob dies ein prinzipieller Gesinnungswandel ist oder pragmatische Ausnahme.
Artikel über politisches Schweigen von Autoren zu Corona
Richard Kemmerlings
Der Artikel kritisiert den Bundestag für die fehlende Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Er beleuchtet das Paradox, dass Autoren von politischem Engagement abgeraten werden, gleichzeitig aber für ihr Schweigen zu kontroversen Themen kritisiert werden. Diese Widersprüchlichkeit wird anhand von Richard Kemmerlings' Vorwurf diskutiert, Autoren hätten sich nicht ausreichend zu Corona geäußert.
Berichte zu Long Covid in der New York Times (2020)
Chronic illness has a way of picking apart your mind and breaking your heart.
Berichte über Long Covid in der New York Times
Chronic illness has a way of picking apart your mind and breaking your heart.
Beton und Ibuprofen
Peter Licht
Beton und Ibuprofen ist ein Album des deutschen Singer-Songwriters Peter Licht, das während der Corona-Pandemie entstanden ist. Das Werk zeigt Lichts charakteristischen experimentellen Stil mit gesellschaftskritischen Texten und unkonventionellen musikalischen Arrangements. Das Album repräsentiert eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen und Gefühlen der Pandemie-Zeit.
Buch von Jens Spahn (Arbeitstitel zum Thema Verzeihen/Zusammenhalt)
Jens Spahn
Das Buch untersucht Lehren aus der COVID-19-Pandemie und behandelt zentrale Fragen von Versöhnung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Es erforscht, wie Vergebung und sozialer Zusammenhalt als Grundlagen für eine widerstandsfähigere Gesellschaft dienen können.
COVID-19-Fernsehansprache der Queen
Queen Elizabeth II. · 2024
Loved and admired throughout her long lifetime, her late Majesty Queen Elizabeth II touched the lives of millions - not least through the speeches that she broadcast to the world each Christmas during her seventy years on the throne. This treasury of quotations highlights the values that were closest to her heart - courage, empathy, forgiveness, hope, humility, love and respect.
Corona-Ansprache
Jacinda Ardern · 2020
Thoughts on kindness, empathy and strength from Jacinda Ardern, politician, feminist and champion for social equality.
Corona-Erklärvideo (Corona geht gerade erst los)
Mai Thi Nguyen-Kim
Populärwissenschaftliches Erklärvideo von Mai Thi Nguyen-Kim, das die Anfänge der Corona-Pandemie analysiert und erklärt. Das Video erzielte über 6,3 Millionen Aufrufe und machte die Wissenschaftskommunikatorin einem breiten Publikum bekannt. Es besticht durch verständliche Erklärungen komplexer biologischer und epidemiologischer Zusammenhänge für Laien.
Corona-Fernsehansprache
Angela Merkel · 2021
Was also ist mein Land? Ein Land, in dem alle miteinander immer neu lernen. Ein Land, in dem gerade auch die Erfahrung von Umbrüchen in familiären Biografien, in dem die Anstrengung, aber auch das Glück, das es bedeuten kann, neu anfangen zu müssen oder zu dürfen, als eine Erfahrung anerkannt wird, die uns gemeinsam Zuversicht und Stärke gibt.
Coronation
Ai Weiwei · 2020
Ai Weiweis Dokumentarfilm „Coronation" (2020) dokumentiert den Lockdown in Wuhan während der Corona-Pandemie. Der Film ist bekannt für seine intensive Auseinandersetzung mit der Isolation und ihren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Das zertretene Porzellan und die dabei entstehenden Geräusche dienen als akustisches Symbol für die Zerstörung und den Zusammenbruch während der Krise.
Coronavirus-Update
Christian Drosten / NDR
Welcome to this weekly podcast series that explored the pandemic from the perspective of researchers across UCL. At UCL, our experts took a prominent role in advancing public knowledge about Covid-19. The 'Coronavirus: The Whole Story' podcast highlighted UCL's interdisciplinary expertise on Covid-19 - focusing on its management, mitigation, eventual halt, and preparing for a post-coronavirus world.
Der Große Garten
Lola Randl · 2020
Noch immer lebt Lola Randl im Großen Garten, weit weg vom Gewimmel der Großstadt. Hier glaubt sie den Neurosen der Städter entkommen zu können. Als sich im Frühjahr 2020 ein neues Virus mit kronenartigen Zacken über den gesamten Erdball ausbreitet, stellt sich jedoch schnell die Frage,wie abgeschieden man hier draußen wirklich ist. Die Erzählerin wird von Fieber und Husten heimgesucht und ist sich sicher: Sie hat das Virus längst.
Der innere Stammtisch
Ijoma Mangold · 2020
"Ijoma Mangold führt ein politisches Tagebuch und beschreibt darin die Ereignisse sowie seine wechselnden Reaktionen darauf: auf Trump und auf Greta, auf Boris Johnson, von dem er sich allzu gern hat täuschen lassen; auf den Mietendeckel, den Terror von Hanau, das Corona-Virus. Die alte Eindeutigkeit ist aus der Politik verschwunden. Sie wurde ersetzt durch Reflexe und Schnappatmung, durch Wut und Widersprüchlichkeit.
Die Anmaßung von Wissen
Friedrich August von Hayek
Der Artikel diskutiert Friedrich von Hayeks Konzept der "Anmaßung von Wissen" im Kontext der Corona-Pandemie. Ausgehend von Hayeks Nobelpreisrede von 1974 wird untersucht, inwieweit Regierungen während der Pandemie mehr Wissen über ihre Entscheidungen beansprucht haben, als ihnen tatsächlich zur Verfügung stand. Die zentrale Frage ist, wie politische Entscheidungsträger mit epistemischen Grenzen umgegangen sind und welche Fehler aus dieser Überschätzung des Wissensstands resultierten.
Die Krankheit als Metapher
Georg Seeßlen
Der Artikel von Georg Seeßlen untersucht, wie Krankheit in der Geschichte und Kultur als Metapher und Strafe interpretiert wird. Anhand der Corona-Pandemie zeigt Seeßlen, wie biblische Plagen verstanden werden können: als Ausdruck eines Konflikts zwischen dem Göttlichen und der Menschheit, als Prüfung, die dem Leiden einen Sinn gibt. Der Text hinterfragt, ob eine religiöse oder metaphorische Erklärung für Leid leichter zu ertragen ist als der sinnlose Zufall.
Die Pest
Albert Camus · 2021
Die Stadt Oran wird von rätselhaften Ereignissen heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber, und bald ist es nicht mehr zu leugnen: Die Pest wütet in der Stadt. Oran wird hermetisch abgeriegelt. Ein Entkommen ist nicht möglich. «Sie gingen weiter ihren Geschäften nach, bereiteten Reisen vor, bildeten sich Meinungen.
Die Rache des Omikron
Dirk Rossmann · 2022
2021 war das Jahr der privaten Raumfahrt: Jeff Bezos und Richard Branson haben bereits ihren ersten Flug hinter sich, ebenso William Shatner alias Captain Kirk. Auch Tesla-Chef Elon Musk bringt mit seinem Unternehmen Space-X erstmals vier Weltraumtouristen – ganz ohne professionelle Astronauten an Bord – ins All. Die Wirklichkeit scheint die Science Fiction einmal mehr einzuholen.
Dokumentarfilm über den SARS-Ausbruch 2002
Diese Dokumentation rekonstruiert die Ausbreitung des SARS-Virus 2002 anhand eines konkreten Indexfalls und dessen Kontakten über Kontinente hinweg. Der Film zeigt die Ermittlungsarbeit von WHO-Mitarbeitern bei der Infektionsverfolgung und dokumentiert die persönlichen Auswirkungen dieser epidemiologischen Arbeit. Dadurch bietet er einen eindringlichen Einblick in die Komplexität der Pandemie-Bekämpfung und die Selbstlosigkeit der beteiligten Fachleute.
Dokumentarfilm über den SARS-CoV-1-Ausbruch 2002
Dieser Dokumentarfilm dokumentiert den SARS-CoV-1-Ausbruch von 2002 und zeigt die epidemiologische Ermittlung zur Identifizierung des Indexfalls. Der Film verdeutlicht, wie Wissenschaftler und Behörden die Infektionsketten nachverfolgten und die Ursprünge der Pandemie aufklärten. Besonders wertvoll ist die präzise Darstellung der Kontaktverfolgung und des Infektionsverlaufs, weshalb er sich für Lehrveranstaltungen eignet.
Doppelinterview Schäuble/Spahn im Spiegel
Der Artikel behandelt aktuelle politische Themen wie Jens Spahns Kandidatur, die Flucht aufs Land während der Corona-Pandemie sowie die angespannte Lage zwischen China und den USA. Spahn berichtet von der Unterstützung Wolfgang Schäubles bei seiner CDU-Präsidiums-Kandidatur 2014 durch ein gemeinsames Interview im Spiegel, das als politisches Signal verstanden wurde.
Essay über das Sterben in der Pandemie
Thea Dorn · 2020
Denkanstöße für eine veränderte Welt: Die wichtigsten aktuellen Positionen Nichts wird danach mehr sein, wie es war – und wir werden nicht mehr dieselben sein. Die Corona-Pandemie hat uns in kurzer Zeit in eine weltumspannende Krisensituation gebracht. Jeden Einzelnen, aber auch uns alle als Gesellschaft, als Nation, als Weltgemeinschaft.
Familientragödie in Königs Wusterhausen
Paul Schwenn, Lennart Laberenz, Benedikt Herber
Im Dezember 2021 tötete ein Familienvater in Königs Wusterhausen seine Frau, drei Töchter und sich selbst. Die ZEIT rekonstruiert die monatelange Recherche zu diesem Gewaltverbrechen und untersucht, wie ein Mann in einer Welt aus Wut und Angst während der Pandemie abrutschte. Der Fall wird durch die Entdeckung eines gefälschten Impfpasses ausgelöst.
Gedenkrede für die Toten der Pandemie
Frank-Walter Steinmeier
Gedenkrede von Bundespräsident Steinmeier für die Opfer der Corona-Pandemie und weitere Todesfälle des Jahres. Die Rede zeichnet sich durch emotionale Rhetorik aus, die es schafft, sowohl die Tragik der Situation zu vermitteln als auch tröstliche Momente zu schaffen. Sie wird als Beispiel für gelungene Krisenkommunikation hervorgehoben und steht in Kontrast zu weniger überzeugenden politischen Reaktionen auf die Pandemie.
Gemeinsame Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie
Gemeinsame Stellungnahme deutscher Forschungsorganisationen zur Pandemie-Gefährlichkeit. Die Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz, Leibniz, Fraunhofer und die Deutsche Forschungsgemeinschaft äußern sich zur Prognose und erforderlichen Maßnahmen. Der Artikel dokumentiert, wie seriöse wissenschaftliche Konsens-Positionen in der Medienberichterstattung hinter Einzelstimmen zurücktreten.
Gutachten von Friedhelm Hufen zu Menschenwürdeverletzungen in Pflegeheimen
Friedhelm Hufen
Ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Friedhelm Hufen kommt zu dem Ergebnis, dass Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen in Pflegeheimen während der Corona-Pandemie großteils gegen das Grundgesetz verstoßen. Die Gutachter fordern, dass die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner – insbesondere die Isolation von Demenzerkrankten und einsame Todesfälle – bei der Verhältnismäßigkeitsprüfung deutlich stärker berücksichtigt werden müssen, da diese die Menschenwürde verletzen können. Das Infektionsschutzgesetz wird als zu unbestimmt kritisiert, um solch gravierende Eingriffe in Grundrechte zu rechtfertigen, und die Gutachter fordern präzisere Regelungen auf Länderebene, die Behörden und Heimleitern weniger Ermessensspielraum lassen.
Gutachten zu Menschenwürdeverletzungen in Pflegeheimen
Friedhelm Hufen
Der Verfassungsrechtler Friedhelm Hufen analysiert in diesem Gutachten die Isolationspflichten in Pflegeheimen während der Pandemie und dokumentiert, wie diese konkrete Menschenwürdeverletzungen darstellten. Seine Untersuchung liefert eine rechtlich fundierte Bewertung von Maßnahmen, die vielen älteren Menschen erhebliches Leid verursachten. Das Gutachten trägt zu einer sachlichen Debatte über die Grenzen von Pandemieschutzmaßnahmen und deren Verhältnismäßigkeit bei.
Heinsberg-Studie
Hendrik Streeck
Hendrik Streecks Heinsberg-Studie wurde in den RKI-Protokollen komplett geschwärzt, obwohl sie öffentlich einsehbar ist. Der Virologe zeigt sich verwundert über diese Maßnahme, die illustriert, wie übervorsichtig agierende Juristen pauschal schwärzen, ohne die tatsächliche Sensibilität der Inhalte zu hinterfragen. Der Fall offenbart Probleme bei der Handhabung von Transparenzanforderungen und der Veröffentlichung von RKI-Dokumenten.
Impfverhör
Spiegel TV
Spiegel-TV-Dokumentationsreihe, in der Thomas Heise und Klaas Meyer-Heuer Impffragen kritisch beleuchten. Die Serie dokumentiert kontroverse Perspektiven und intensive Interviews zum Thema Impfpolitik und bietet einen nachdenklich stimmenden Überblick über ein polarisiertes Thema.
Interview Michael Meyer-Hermann im Heute-Journal
Michael Meyer-Hermann, einer der führenden Epidemiologen in Deutschland, erläutert im ZDF-Heute-Journal seine wissenschaftliche Perspektive auf Corona-Lockerungen. Das Interview verdeutlicht die Kluft zwischen klaren wissenschaftlichen Aussagen und den politischen Abwägungen, die Entscheidungsträger treffen müssen. Meyer-Hermann zeigt auf, dass epidemiologisch jede Lockerung aus rein infektionsschutzfachlicher Sicht problematisch ist, ohne dabei die gesamtgesellschaftlichen Entscheidungskriterien zu berücksichtigen. Das Interview ist relevant, um die Grenzen und die Rolle von Wissenschaft in Krisenkommunikation zu verstehen.
Interview mit Alexander Kekulé
Der Virologe Alexander Kekulé warnt vor vermehrt nachgewiesenen Polio-Viren im Abwasser Deutschlands und kritisiert die weit verbreitete Hoffnung, dass die Pandemie für Geimpfte überwunden sei. Kekulé weist auf Risiken durch unvorsichtiges Verhalten auch geimpfter Menschen hin und sieht in der politischen Kommunikation zu diesem Thema grundlegende Fehler.
Interview mit Christian Drosten
Christian Drosten, Chefvirologe der Charité, stellt sein neues Buch „Alles überstanden?" vor und blickt darin kritisch auf die Pandemie und ihre Folgen für die Gesellschaft zurück. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung äußert Drosten Bedauern darüber, dass er bestimmte Aspekte während der Coronakrise nicht deutlicher kommuniziert hat. Das Buch soll keine reißerische Horrorgeschichte sein, sondern eine reflektierte Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen und sozialen Lehren aus Covid-19. Der Interview-Partner Marc-Uwe Kling und die Journalisten Christina Berndt und Felix Hütten treffen Drosten im Ullstein-Haus in Berlin.
Jahresbericht der Weltorganisation für Meteorologie zur CO2-Konzentration
World Meteorological Organization
Der jährliche Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) dokumentiert die atmosphärische CO2-Konzentration weltweit. Der Bericht zeigt, dass trotz der pandemiebedingten Lockdowns und des massiv reduzierten Flugverkehrs die CO2-Emissionen nur um etwa sieben Prozent sanken – eine erschreckend geringe Auswirkung unter extremen Bedingungen. Dies veranschaulicht die Herausforderung der Klimapolitik: Selbst beispiellose Maßnahmen hinterlassen kaum sichtbare Spuren in den Emissionskurven.
Jimmy Carr: Natural Born Killer
Jimmy Carr
Jimmy Carr stellt in seinem Netflix-Comedy-Special die provokante Frage, ob die Corona-Maßnahmen übertrieben waren. Mit britischem schwarzem Humor zeigt er: Wer die Pandemie überlebt hat, urteilt heute leicht, ohne die damaligen Unsicherheiten zu berücksichtigen. Das Spezial verdeutlicht, wie wichtig es ist, historische Entscheidungen nicht nur aus der heutigen Rückschau zu bewerten.
Leben in Watte gepackt
Olga Grjasnowa
Essay über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Durch poetische Bildsprache und Dialoge zweier Stimmen erforscht Grjasnowa die Isolation und Verunsicherung während des Lockdowns – eine Meditation darüber, wie die Pandemie die menschliche Lebenswelt grundlegend veränderte.
Mehr Diktatur wagen
Thomas Brussig
Der Schriftsteller Thomas Brussig argumentiert in diesem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung, dass die Corona-Pandemie nicht mit den Mitteln der Demokratie bewältigt werden kann. Trotz Impfbeginn und fallender Inzidenzen bleibt die Krise eine Ohnmachtserfahrung, weil kein Ende der Beschränkungen absehbar ist – während einzelne Länder das Virus erfolgreich ausgeschaltet haben. Brussig kritisiert implizit die Argumentation von Corona-Leugnern und schlägt stattdessen vor, dass die Pandemie einen Ausnahmezustand und damit außergewöhnliche, von demokratischen Normen abweichende Maßnahmen erfordert. Seine Position ist, dass nur autoritärere Mittel die Krise lösen können.
Ob Twitter in der Krise netter geworden sei
Der Artikel untersucht, ob sich der Ton auf Twitter während der Corona-Krise zum Positiven verändert hat. Im Krisenkontext wird analysiert, inwiefern die Nutzer auf der Plattform vermehrt konstruktiv und respektvoll miteinander kommunizieren statt sich gegenseitig anzugreifen. Der Text hinterfragt, ob die Pandemie zu einer vorübergehenden Verbesserung des sozialen Diskurses in sozialen Medien führt.
Op-Ed von Olaf Scholz und Heiko Maas
Olaf Scholz, Heiko Maas
In einem Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen fordern Olaf Scholz und Heiko Maas gemeinsame europäische Hilfen im Kampf gegen den Covid-19-Ausbruch. Allerdings keine Corona-Bonds. Von Kai Küstner.