Arbeitsmarkt
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Medien (23)
Arbeiterlosigkeit
Sebastian Dettmers · 2022
Wir alle kennen Arbeitslosigkeit – Die neue Herausforderung ist die Arbeiterlosigkeit Die Bevölkerungsentwicklung kannte über Jahrhunderte nur eine Richtung: Wachstum. Doch nun zeichnet sich eine Trendwende ab: Die Bevölkerung wird schrumpfen. In Deutschland, in Europa, und bald auf der ganzen Welt. Sinkt mit ihr auch unser Wohlstand? Droht uns eine jahrzehntelange Rezession, gar ein Jahrhundert des Rückschritts? »Mister Arbeitsmarkt« (Business Insider) Dr.
Artikel im Wall Street Journal über deutsche Arbeitskultur
Der WSJ-Artikel kritisiert Deutschlands sinkende Arbeitsbereitschaft und stellt die Deutschen im internationalen Vergleich als besonders arbeitsunwillig dar. Im Fokus stehen kurze Arbeitszeiten, hohe Krankenstände und eine verbreitete Einstellung, weniger arbeiten zu wollen. Der Artikel zieht Statistiken heran, um Deutschland als Wachstumsbremse innerhalb Europas darzustellen. Markus Lanz zitiert ihn als Beispiel für vereinfachende Auslandsberichterstattung über den deutschen Arbeitsmarkt und nutzt ihn, um differenziertere Daten entgegenzusetzen.
Artikel über KI-Jobverluste
Der Artikel der Washington Post beleuchtet konkrete Fälle von Menschen, die durch den Einsatz von ChatGPT und KI-Tools ihren Job verloren haben. Anhand von zwei detaillierten Beispielen zeigt der Text, wie Unternehmen menschliche Arbeitskräfte durch generative KI ersetzen – von Content-Erstellung über Kundenservice bis hin zu kreativen Berufen. Der Artikel macht abstrakte Debatten über KI-Jobverluste greifbar und zeigt die persönlichen wirtschaftlichen Folgen für Betroffene.
Beitrag über Rente mit 63
Ein Heute-Journal-Bericht über die Einführung der Rente mit 63 offenbart die soziale Wirklichkeit dieser Reformmaßnahme. Der Beitrag zeigt, dass die vorgezogene Rente nicht primär Bedürftige unterstützt, sondern eher von arbeitsfähigen Menschen genutzt wird. Ein interviewter Mann wollte die Frührente zur Vorbereitung auf einen Triathlon nutzen – ein Beispiel für die Diskrepanz zwischen politischer Intention und faktischer Umsetzung.
Der Heiratsmarkt ist erfolgsträchtiger als der Arbeitsmarkt
Jutta Allmendinger
Jutta Allmendinger untersucht in diesem Film-Essay die Lebensverläufe von Frauen durch historische Filmfetzen, die mit Bertolt Brechts Anna-Zyklus montiert sind. Das zentrale Argument: Für viele Frauen ist der Heiratsmarkt erfolgreicher als der Arbeitsmarkt. Das Werk verbindet soziologische Analyse mit künstlerischen Mitteln und hinterfragt die biografischen Chancen von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution
Carl Benedikt Frey
Carl Benedikt Frey warnt in seinem ZEIT-Artikel vor der fehlenden Jobsicherheit im Zeitalter technologischer Disruption. Der Ökonom illustriert dies anhand historischer Beispiele: Die Übergangsphase der ersten Industriellen Revolution dauerte etwa sieben Jahrzehnte – eine Warnung vor den langfristigen Konsequenzen heutiger technologischer Umwälzungen. Frey argumentiert, dass selbst in scheinbar sicheren Berufen keine langfristige Stabilität mehr garantiert ist.
Dissertation über die Zertifikationsgläubigkeit der Deutschen
Jutta Allmendinger
Allmendinger untersucht in ihrer Dissertation die deutsche Zertifikationsgläubigkeit – die Überbetonung formaler Abschlüsse im deutschen Arbeitsmarkt. Besonders relevant ist der persönliche Bezug: Ironischerweise kehrt sie nach ihrer Harvard-Promotion genau deswegen nach Deutschland zurück, weil ihr die Habilitation fehlt – das sehr deutsche Zertifikat, das sie für eine akademische Karriere dort braucht. Sie demonstriert damit exemplarisch, wie abhängig beruflicher Aufstieg in Deutschland von spezifischen institutionellen Abschlüssen ist.
Film über Lebensverläufe und Heiratsmarkt
Jutta Allmendinger
Jutta Allmendinger dokumentiert in diesem Film die Lebensverläufe von Frauen der Geburtskohorte 1919 anhand historischer Archivmaterialien. Der Film wird mit Bertolt Brechts Anna-Zyklus unterlegt und zeigt die Spannung zwischen Heirats- und Arbeitsmarkt auf. Das Werk verbindet wissenschaftliche Lebensverlaufsforschung mit künstlerischer Filmgestaltung und ist eine einzigartige Dokumentation weiblicher Biografien im 20. Jahrhundert.
Fortschritt macht arbeitslos
Der Spiegel dokumentiert eine ikonische Titelgeschichte aus den späten 1970er Jahren, die sich mit der Angst vor technologischer Arbeitsplatzvernichtung durch Roboter beschäftigte. Der Artikel zeigt, dass die Besorgnis über Automatisierung keine neue Phänomen ist. Das historische Beispiel wird herangezogen, um die andauernde Debatte über technologische Disruption und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt zu reflektieren.
Generative KI und die Zukunft der Arbeit in Deutschland
McKinsey
McKinsey-Studie zur Automatisierung von Arbeit durch generative KI in Deutschland. Die Analyse prognostiziert, dass bis 2030 etwa 30 Prozent der heute geleisteten Arbeitsstunden durch KI-Technologien automatisiert werden könnten. Die Studie untersucht die wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Technologieentwicklung und bietet Einblicke in notwendige Anpassungsprozesse für Unternehmen und Arbeitnehmer.
Genug
John Nash · 2021
Die alten, sicher geglaubten Arbeitsmodelle haben ausgedient: Selbst DAX-Konzerne entlassen massenhaft Mitarbeiter. Die Krise ist der Weckruf, sich als Angestellter oder Selbstständiger nicht nur auf sein Gehalt zu verlassen, sondern das eigene Einkommen selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Und wer sein eigenes Talent voll entfaltet, muss nie wieder Lebenszeit an andere verkaufen.
IAB-Studie zum Ersetzbarkeitspotenzial in Branchen
Katharina Dengler
Die IAB-Studie von Katharina Dengler untersucht das Automatisierungspotenzial verschiedener deutscher Branchen und analysiert, in welchen Bereichen Arbeitsplätze durch Technologie ersetzbar sind. Die Forschung liefert empirische Daten über die Anfälligkeit von Branchen für technologische Disruption und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse sind zentral für die gesellschaftliche Debatte über die wirtschaftlichen Folgen von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz.
Interview mit Jutta Allmendinger über Heiratsmarkt und Arbeitsmarkt
Jutta Allmendinger, renommierte Soziologin, analysiert in diesem Interview die finanzielle Situation von Frauen. Sie erläutert ihre provokante These, dass Frauen auf dem Heiratsmarkt lange Zeit besser verdient haben als durch Erwerbstätigkeit. Erst seit kurzem sei der Arbeitsmarkt aufgrund von Rentenleistungen wirtschaftlich attraktiver geworden.
Interview mit Tim Höttges in der Zeit
Telekom-Chef Tim Höttges warnt in einem Interview mit der ZEIT vor den Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Angesichts des erwarteten Jobabbaus durch Automatisierung plädiert er für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Lösungsansatz. Die Finanzierung soll durch Gewinne großer Internetkonzerne erfolgen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der technologischen Transformation abzufedern.
Kolumne über Allmendinger in der FAS
Rainer Hank
Nicola Fuchs-Schündeln wird neue Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) und folgt Jutta Allmendinger nach. Der Artikel behandelt auch Allendingers Amtsantritt, den FAZ-Wirtschaftschef Rainer Hank damals in einer Kolumne kritisch kommentiert hatte. Trotz des öffentlichen Verrisses entwickelten Hank und Allmendinger später eine Freundschaft.
Kolumne über humanoide Roboter und Trumps Industriepolitik
Sascha Lobo
Sascha Lobo argumentiert in seiner Spiegel-Kolumne, dass Trumps aggressive Zollpolitik nicht primär darauf abzielt, amerikanische Arbeitsplätze zu sichern, sondern industrielle Produktionskapazität in die USA zurückzuholen. Lobo sieht humanoide Roboter als Schlüssel zu dieser Neuausrichtung – nicht Menschen, sondern Automatisierung könnten der eigentliche Zielpoint sein.
Kommentar zur Maybrit-Illner-Sendung (Süddeutsche Zeitung)
In der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner" vertrat Shakuntala Banerjee die wegen eines Trauerfalls abwesende Moderatorin. Das Diskussionsthema war die deutsche Wirtschaft und die Notwendigkeit von Wirtschaftswachstum, in der sich alle Gäste einig waren. Ein österreichischer Ökonom brachte einen konkreten Reformvorschlag ein: Deutschland solle einen Feiertag abschaffen, um die wirtschaftliche Produktivität zu steigern. Der Beitrag stellt dar, wie die Talkshow wirtschaftspolitische Reformideen diskutiert und dabei unterschiedliche Positionen einbringt.
Oxford-Studie zu Arbeitsplatzverlusten durch Automatisierung
Die Oxford-Studie analysiert, welche Arbeitsplätze durch Automatisierung und technologische Entwicklungen wie Computer und Internet gefährdet sind. Zentrale These der Forschung ist, dass ein großer Anteil der Beschäftigung durch Automatisierung verloren gehen könnte. Die Studie wird als wichtiger Referenzpunkt in Diskussionen über die Zukunft der Arbeit und aktuelle Technologiedebatten herangezogen.
Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit
Carl Benedikt Frey / Michael A. Osborne
Richtungsweisende Studie von 2013 über die Automatisierbarkeit von Berufen. Frey und Osborne untersuchten, welche Jobs durch Automatisierung und KI gefährdet sind. Zentrale Erkenntnis: viele Verwaltungs- und Routineberufe haben wenig Zukunftsperspektiven. Die Studie gilt als Meilenstein in der Debatte über Jobverlust durch Digitalisierung.
Studie zum Ersetzbarkeitspotenzial in deutschen Branchen
Katharina Dengler (IAB)
Die IAB-Studie von Katharina Dengler untersucht das Automatisierungspotenzial in deutschen Branchen und Regionen. Zentrale Erkenntnisse: Finanzdienstleistungen (48 % Ersetzbarkeit) und wohlhabende Bundesländer wie Baden-Württemberg und das Saarland sind überraschend stark von Jobverlusten durch Automatisierung bedroht.
The Future of Employment: How Susceptible Are Jobs to Computerisation?
Carl Benedikt Frey, Michael A. Osborne
Einflussreiche Studie der Universität Oxford untersucht, welche Berufe durch Automatisierung und Computerisierung gefährdet sind. Frey und Osborne prognostizieren mit bemerkenswert hoher Genauigkeit den massiven Jobverlust durch Robotisierung und künstliche Intelligenz.
The Germans Are Becoming the World's Laziest Workers
Der Artikel kritisiert die These, deutsche Arbeiter seien faul, als Ablenkung von strukturellen Problemen. Autor Richard Detje vom Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung dokumentiert einen massiven Jobabbau: 10.000 Industriejobs pro Monat fallen derzeit weg, besonders in Automotive und Maschinenbau. Regierungschef Friedrich Merz plant zwar 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Verteidigung, doch Detje warnt, diese Programme hätten nur geringe Beschäftigungswirkung. Stattdessen würde die Regierung Arbeitszeitregeln lockern und Gewerkschaftserfolge unterlaufen, während Automatisierung und Jobverlagerungen das Kernproblem darstellen.
Wohnungsarmut (Arbeitstitel)
Jutta Allmendinger · 2010
Die Erwerbsquote von Frauen liegt in Deutschland weiterhin deutlich unter der von Männern. Jutta Allmendinger untersucht, welche Lebensumstände dazu führen, dass Frauen sich vom Arbeitsmarkt zurückziehen. Sie zeigt, dass neben Familienstand und Kindern der zuletzt ausgeübte Beruf wesentlich die Dauer der Nichterwerbstätigkeit beeinflusst.