Artikel
2115 Artikel · Seite 8 von 43
Artikel über Söders Baumumarmung
Söders Modernisierungsgesetz soll Baubürokratie in Bayern abbauen und damit mehr Wohnungsbau ermöglichen. Die Staatsregierung will sich von der Vorstellung verabschieden, dass der Staat alle Regelungen setzen muss. Allerdings gibt es wachsenden Widerstand gegen das Vorhaben: Kritiker befürchten, dass der Verzicht auf strenge Bestimmungen zu weniger Klimaschutz und möglicherweise sogar zu mehr Bürokratie führen könnte. Der politische Streit über die richtige Balance zwischen Deregulierung und notwendigen Standards wird intensiver.
Artikel über SPD und Sperrklausel
Die taz kritisiert die SPD dafür, dass sie mehr Aufwand in die Einführung einer Sperrklausel für das EU-Parlament investiert hat als in eine kohärente Friedenspolitik für Europa. Der Artikel unterstützt die Kritik an den Prioritäten der Partei.
Artikel über Spendengelder nach Afrika
Trotz einer Billion Dollar an Entwicklungshilfe und Spendengeldern über die letzten Jahrzehnte hat sich die Armut in vielen afrikanischen Ländern kaum verringert. Der Artikel hinterfragt die Wirksamkeit westlicher Hilfsleistungen und prominenter Kampagnen, unter anderem von Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt. Im Mittelpunkt steht die kritische Debatte, ob gut gemeinte Spenden strukturelle Probleme lösen können oder den Kontinent sogar in Abhängigkeit halten. Der Titel spielt ironisch auf den Wandel in der Berichterstattung an – weg von Prominenten-Charity hin zu nüchterner Bilanz.
Artikel über Spotify-Profil von Finanzfluss
Business Insider hat die Spotify-Wrapped-Jahresrueckblicke mehrerer deutscher Finanz-Influencer gesammelt und mit Screenshots veroeffentlicht. Thomas Kehl von Finanzfluss hoert demnach vor allem DJ Tiesto, waehrend andere Finfluencer wie Saidi Sulilatu (Finanztip), David Frank (Jung in Rente) und Lisa Osada (Aktiengram) Kuenstler von Taylor Swift bis zu den Scorpions bevorzugen. Der Artikel dokumentiert die ueberraschend breite Musikgeschmack-Palette der Finanzszene und zeigt, wie gross das oeffentliche Interesse an den persoenlichen Vorlieben dieser Persoenlichkeiten geworden ist.
Artikel über Standbilder für reiche weiße Männer
Süddeutsche Zeitung
Eine Analyse von fast 50.000 Statuen in den USA zeigt ein einseitiges Gedenklandschaft: Die überwiegende Mehrheit erinnert an weiße, wohlhabende Männer, häufig Generäle oder Präsidenten, viele davon Sklavenhalter. Besonders auffällig ist das Geschlechter-Ungleichgewicht: Nur drei Frauen schaffen es unter die 50 am häufigsten dargestellten Personen, während es mehr Meerjungfrauen-Statuen (22) gibt als Denkmäler für weibliche Kongress-Abgeordnete (2). Die Andrew-W.-Mellon-Stiftung reagiert mit 250 Millionen Dollar, um Statuen zu ersetzen und die Geschichte gerechter zu repräsentieren. Laut Stiftungspräsidentin Elizabeth Alexander ist die Auswahl historischer Denkmäler weniger eine Frage von Verdienst als vielmehr von Macht und Ressourcen zur Geschichtsschreibung.
Artikel über Stanley Arkin in der Los Angeles Times
Stanley S. Arkin, Mitbegründer der Rechtsanwaltskanzlei The Arkin Group LLC, ist am 2. Januar 2023 verstorben. Der prominente Anwalt prägte in einer über 50 Jahre andauernden Karriere das amerikanische Prozess- und Berufungsrecht und zählte zu den führenden Verteidigern in bedeutenden Wirtschafts- und Wertpapierfällen. Bekannt für seinen Erfindergeist und seine juristische Brillanz, vertrat Arkin auch Mandanten in hochkarätigen Fällen. Sein Wirken erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und machte ihn zu einer Schlüsselfigur im amerikanischen Rechtssystem.
Artikel über Sterbehilfe und Demenz
Martina Keller
Martina Keller untersucht die Motive hinter Sterbehilfewünschen und zieht dabei Daten aus Oregon heran, wo assistierter Suizid seit 1997 legal ist. Eine Erhebung aus 2017 zeigt, dass rund die Hälfte der Menschen, die Sterbehilfe beantragten, als Hauptmotiv angaben, ihrer Umwelt nicht zur Last fallen zu wollen – nicht Schmerzen oder unheilbare Krankheit. Der Artikel beleuchtet die gesellschaftliche Dimension des Sterbewunsches und diskutiert, inwiefern soziale Scham und das Gefühl, eine Bürde zu sein, den Sterbewunsch bei Menschen mit Demenz oder schwerer Erkrankung beeinflussen. Damit hinterfragt Keller kritisch, ob Sterbehilfe wirklich Selbstbestimmung fördert oder ob strukturelle Drücke – familiäre, finanzielle, soziale – Menschen in diese Entscheidung drängen.
Artikel über Steueroptimierung von Tech-Milliardären
Kurz vor Jahresende 2021 verkauften mehrere Tech-Milliardäre, darunter Mark Zuckerberg, massenhaft Aktien ihrer eigenen Unternehmen. Hintergrund war die von der Biden-Regierung geplante Erhöhung des Kapitalertragssteuersatzes. Zuckerberg soll durch diesen Schritt rund 320 Millionen Dollar an Steuern gespart haben. Der Artikel beleuchtet die legale Steueroptimierungsstrategie der Superreichen und die politische Debatte über eine gerechtere Besteuerung von Kapitalgewinnen.
Artikel über Suizidhelfer-Prozesse (ZEIT)
Anne Kunze
Porträt der investigativen Journalistin Anne Kunze, die als Produzentin des erfolgreichen Podcasts "ZEIT Verbrechen" tätig ist. Der Artikel dokumentiert die Strafprozesse gegen die Suizidhelfer Johann Spittler und Christoph Torowski mit detaillierten Einblicken in die Gerichtsverhandlungen, einschließlich bedeutsamer Richtersprüche. Die Recherche bildete die Grundlage für eine ZEIT-Verbrechen-Episode und zeigt Kunzes Arbeit bei der gründlichen Aufarbeitung ethisch komplexer Rechtsfälle.
Artikel über Suppenessen in der Nachkriegszeit
Charles Schumann
Charles Schumann erinnert sich an seine Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und die Jahre nach dem Krieg, in denen Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie lebten. Der Artikel behandelt die wichtige Rolle gemeinsamer Mahlzeiten, besonders von Suppe, im alltäglichen Leben dieses multikulturellen Haushalts. Schumann zeigt, wie diese einfache Nahrung Menschen unterschiedlicher Herkunft in Momenten der Gemeinsamkeit vereinte.
Artikel über Syriens Interimsverfassung
Hackensberger
Syriens Interims-Präsident al-Sharaa besucht Deutschland, wo die Regierung auf wirtschaftliche Impulse hofft, um syrische Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen. Allerdings sind substanzielle ökonomische Verbesserungen im Land erforderlich. Parallel wird kritisiert, dass die neue syrische Verfassung dem Präsidenten undemokratische Machtkonzentrationen ermöglicht: Er bestimmt ein Drittel der Volksversammlung direkt und wählt den Ausschuss für die restlichen Abgeordneten, was eine ideale Grundlage für eine Autokratie bietet. Der Journalist Alfred Hackensberger weist zudem darauf hin, dass al-Sharaa Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, wobei diese Vorwürfe nicht gänzlich unbegründet sind.
Artikel über Talent und SpaceX
Thomas Zurbuchen
Thomas Zurbuchen, Leiter von ETH Zürich Space, wird als Keynote Speaker beim HR FESTIVAL 2026 in Zürich auftreten und behandelt dort die These, dass eine starke Unternehmenskultur die Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme schafft. In einem früheren Artikel analysierte Zurbuchen, dass die besten Absolventen zu SpaceX wechselten und führte den Erfolg des Unternehmens auf die Qualität seiner Talente und ihre kulturelle Kohäsion zurück – eine Beobachtung, die Elon Musk selbst zum Austausch mit ihm bewegte. Der Beitrag zeigt für das HR-Management auf, wie gezielte Talententwicklung und bewusste Kulturgestaltung direkt zum Innovationserfolg führen und damit strategischer Wettbewerbsfaktor sind.
Artikel über Taylor-Swift-Fanbase vs. Musikkritiker
Ein britischer Musikkritiker veröffentlichte eine negative Rezension zu Taylor Swift und wurde daraufhin von der organisierten Fanbase (Swifties) mit massiven Hassnachrichten und Drohungen überhäuft. Der Artikel analysiert, wie koordinierter Fan-Aktivismus unabhängige Musikkritik zunehmend einschüchtert und Kritiker zur Selbstzensur zwingt. Im Zentrum steht die Frage, ob professionelle Musikjournalisten noch ehrliche Urteile fällen können, wenn ein Millionenpublikum jeden Verriss als persönlichen Angriff wertet. Der Fall gilt als symptomatisch für den Niedergang des klassischen Feuilletons im Social-Media-Zeitalter.
Artikel über Tep Kunal
Erich
Vor 50 Jahren begann in Kambodscha das Schreckensregime von Pol Pot. Sein engster Vertrauter Tep Khunnal hat seither eine erstaunliche Karriere gemacht.
Artikel über Tep Kunal und die Tochter von Pol Pot
Erich Vollert
Erich Vollert reiste nach Kambodscha, um die Tochter von Pol Pot aufzuspüren – dem Anführer der Roten Khmer, der für den Völkermord an rund zwei Millionen Kambodschanern verantwortlich ist. Tep Kunal scheint dabei als Kontaktperson oder Vermittler eine Rolle gespielt zu haben. Pol Pots Tochter Sar Patchata wuchs nach dem Tod ihres Vaters 1998 in relativer Anonymität auf. Der Artikel schildert Vollerts Recherche und die Begegnung mit ihr – eine Frau, die im Schatten eines der grausamsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts aufwuchs.
Artikel über Tic Tac Toe
Valerie Schönian
Check out the podcast episodes with Valerie Schönian as a guest.
Artikel über Tim Raue in der Berliner Zeitung
Tim Raue im Fokus: Die Berliner Zeitung liefert topaktuelle News, Hintergrundberichte und Einblicke
Artikel über transgenerationale Traumata in ZEIT Wissen
Rauchende Schwangere beeinflussen das Erbgut ihre Kindes bis weit nach der Geburt. Einige dieser Schäden könnten im Erwachsenenalter Lungenkrankheiten befördern.
Artikel über Treadwives im Zeit-Feuilleton
Berit Dieselkämper
Das Phänomen der Treadwives bezeichnet Frauen, die auf Social Media ein aufwendig inszeniertes traditionelles Hausfrauen-Leben präsentieren – Backen, Putzen, Heimeligkeit als Content-Strategie. Berit Dieselkämper analysiert im Zeit-Feuilleton, wie hinter dem scheinbar einfachen, glücklichen Hausfrauenleben ein enormer Produktionsaufwand steckt: Jeder Handgriff wird inszeniert, gefilmt und optimiert. Das Paradox liegt darin, dass die Botschaft des mühelosen Glücks gerade durch extreme Mühe erzeugt wird. Der Artikel ordnet das Phänomen kulturell ein und beleuchtet, wie diese Accounts traditionelle Geschlechterrollen romantisieren und gleichzeitig als modernes Influencer-Business funktionieren.
Artikel über Trumps Disruption und historische Parallelen zu 1919
Joachim Käppner
Joachim Käppner kommentiert in der Süddeutschen Zeitung Trumps geopolitische Disruption und argumentiert, dass die neue US-Administration Verbündete wie Kanada feindselig behandelt, obwohl diese historisch eng mit Amerika verbunden sind. Der Autor sieht in dieser Politik ein historisch beispielloses Szenario, das an die fragile und instabile Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg 1919 erinnert – ein Warnsignal für potenzielle globale Konsequenzen. Die Analyse zeigt, wie der systematische Bruch mit bewährten Bündnisstrukturen und Zollkonflikte die internationale Stabilität fundamental gefährden könnten.
Artikel über Trumps Zölle und deutsche Automobilindustrie
Alain Posner
Alain Posner analysiert in der ZEIT, warum die US-Importzölle unter Trump für die deutsche Automobilindustrie zwar schmerzhaft sind, aber nicht die eigentliche Ursache ihrer Krise darstellen. Deutschland produziert im internationalen Vergleich zu teuer, die Wettbewerbsfähigkeit hat strukturell gelitten. Die Zölle fungieren als Brennglas, das ein bereits vorhandenes Produktivitätsproblem schonungslos offenlegt. Posners These: Wer die Zölle als Hauptproblem betrachtet, verkennt die tieferliegende wirtschaftliche Schwäche des deutschen Automobilstandorts.
Artikel über Tsipras' Berater in der ZEIT
Der Rücktritt des Syriza-Vorsitzenden Alexis Tsipras weist über Griechenland hinaus: In vielen Staaten Europas scheint der Linkspopulismus im unaufhaltsamen Niedergang.
Artikel über Twitter-Blasen
Jens Jessen
Die Schuld an der Polarisierung der Gesellschaft wird stets den "Filterblasen" im Netz gegeben. Aber ist wirklich die Abschottung von anderen Meinungen das Problem?
Artikel über übergriffige Demenzkranke
Amtsrichter Melzer
Amtsrichter Melzer beschreibt in diesem Artikel aus der ZEIT-Serie "Meine Urteile", wie demenzbedingte Hirnabbauprozesse bei älteren Menschen zu Kontrollverlust führen. Der Text behandelt das Phänomen, dass betroffene Personen aufgrund ihrer kognitiven Beeinträchtigung ihr Verhalten nicht mehr regulieren können und dadurch übergriffig werden. Der Artikel bietet Einblick in die juristischen und menschlichen Herausforderungen, die sich aus solchen Fällen ergeben.
Artikel über Ueli Maurer in der NZZ
Kim de l'Horizon
Kim de l'Horizon, Träger des Deutschen Buchpreises für den autobiografischen Roman Blutbuch mit einer nicht-binären Figur, adressiert in einem NZZ-Artikel Bundesrat Ueli Maurer, der non-binäre Menschen auf einer Pressekonferenz von politischen Ämtern ausschließen wollte. Anstatt gegenseitiger Vorwürfe schlägt de l'Horizon ein Gespräch bei einem Bier vor und hinterfragt Maurers Ablehnung. Der Artikel erregte ausreichend Aufmerksamkeit, um eine Reaktion von Maurers Pressesprecher hervorzurufen.
Artikel über ukrainische Flüchtlinge
Der Artikel behandelt die Kritik von linken Politikern wie Özdemir und Kühnert an der deutschen Asylpolitik. Im Fokus steht eine kontroverse Diskussion um die unterschiedliche Darstellung von Geflüchteten, insbesondere die Frage, ob ukrainische Flüchtlinge von Medien als „echte" Flüchtlinge im Gegensatz zu anderen Geflüchteten dargestellt werden. Der Artikel illustriert aktuelle Debatten um Flüchtlingspolitik und mediale Berichterstattung.
Artikel über Verhandlungen mit der Hamas
David Grossman
Der israelische Schriftsteller David Grossman argumentiert für pragmatische Verhandlungen mit der Hamas gegen kategorische Ablehnungshaltungen. Der Artikel wird als Gegenposition zu deutscher Außenpolitik zitiert, die jegliche Gespräche mit der Hamas ausschließt. Grossmans Autorität als betroffener Israeli unterstreicht, dass selbst direkt Involvierte Diplomatie für notwendig halten.
Artikel über Verzicht als Vokabel der Stunde
Dirk Kobiewald
Dirk Kobiewald analysiert in diesem Spiegel-Beitrag, warum Verzicht zum zentralen Begriff der gesellschaftlichen Debatte geworden ist. Er untersucht, wie Wohlstandsverlust und die Notwendigkeit zu Konsumverzicht die öffentliche Diskussion prägen. Der Text dient als kulturkritische Einordnung eines Stimmungswandels in der deutschen Gesellschaft, in der Verzicht nicht mehr als moralische Tugend, sondern als ökonomische Realität diskutiert wird.
Artikel über von Stalin verschleppte Völker im Nordkaukasus
Als Strafaktion für die angebliche Kollaboration mit deutschen Besatzungstruppen wurden unter Stalin ganze Völker umgesiedelt. Die Spätfolgen dieser Deportationen wirken bis heute nach.
Artikel über Vorwürfe gegen Günter Langer
Christian Hoffmann / Tim Plachner
Der Kommunalpolitiker Günther Langer nimmt sich das Leben, nachdem er in einer Lokalzeitung der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde. Nach seinem Tod werden weitere Vorwürfe laut und die Stadt Siegen ist entzweit.
Artikel über Weideschlachtung
Industrielle Schlachthöfe stehen in der Kritik, Weideschlachtung gilt als angesagte Lösung. Das Problem ist: In der Praxis spielt sie keine Rolle.
Artikel über Weinliste in Neon
Sophie Passmann
Sophie Passmann schreibt für das Neon-Magazin einen satirischen Text über Wein, der in der Rubrik 'Die Liste' erschienen ist. Der Artikel entstand vermutlich als humoristische Auseinandersetzung mit Weinkultur und Weinempfehlungen. Christoph Amend erwähnte ihn in einem Podcast im Kontext einer Weinverkostung, woraufhin Passmann den Text als Satire bestätigte. 'Die Liste' ist eine wiederkehrende Neon-Rubrik für kurze, pointierte Texte.
Artikel über Wettersegen und Patriarch Kyrill I.
Lorenz Jäger
Patriarch Kyrill I. stellte die russische Waldbrand-Dürre des Sommers 2010 in einen biblischen Kontext und zog eine Parallele zur Elia-Erzählung aus dem Alten Testament. Der orthodoxe Kirchenführer nutzte die Naturkatastrophe, um vor moralischem Verfall zu warnen und religiöse Deutungsmacht zu beanspruchen. Lorenz Jäger schildert, wie westliche Berichterstatter von dieser spirituellen Reaktion überrascht wurden. Der Artikel zeigt, wie die russisch-orthodoxe Kirche Naturereignisse als göttliche Zeichen interpretiert und politisch instrumentalisiert.
Artikel über Zalando in Gründerszene
Von der WG mit 50.000 Euro zur Milliarden-Firma – Zalando-Gründer Robert Gentz erzählt, wie aus Schuhkartons ein Startup-Märchen wurde.
Artikel über Zwei-Staaten-Lösung und Marwan Barghouti
Daniel Cohn-Bendit
Daniel Cohn-Bendit analysiert im Spiegel die Zwei-Staaten-Lösung des Nahostkonflikts und die zentrale Rolle von Marwan Barghouti – zu einer Zeit, als dieser Name in Deutschland noch völlig unbekannt war. Der Artikel belegt Cohn-Bendits langjährige Expertise in Nahostfragen.
Artikel von Alain Posner in der Zeit
Alain Posner
Alain Posner argumentiert in der ZEIT, dass Trumps Zollpolitik eine strukturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft schonungslos offenlegt: sinkende Produktivität, zu hohe Abhängigkeit vom Export und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Was jahrelang durch günstiges russisches Gas und offene Weltmärkte überdeckt werden konnte, wird durch den protektionistischen Druck aus Washington nun unausweichlich sichtbar. Der Artikel liefert damit eine kritische Innenansicht der deutschen Wirtschaftsmisere im Kontext der globalen Handelskonflikte 2025.
Artikel von Andreas Rosenfeld zum Bendels-Urteil
Andreas Rosenfeld
Der Welt-Kommentator Andreas Rosenfeld kritisiert ein Urteil gegen David Bendels, Herausgeber des Deutschland-Kurier, als undemokratisch. Bendels wurde zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er ein bearbeitetes Foto der Innenministerin Nancy Faeser verbreitete, das eine vermeintliche Ablehnung der Meinungsfreiheit darstellt. Die Verurteilung erfolgte nach dem 2021 verschärften Majestätsbeleidigungsparagraphen 188 StGB. Rosenfeld vergleicht das Urteil mit Rechtssprüchen aus Diktaturen und warnt vor der systematischen Verengung der Meinungsfreiheit, die Verfassungsrechtler bereits seit längerer Zeit kritisieren.
Artikel von Bernd Ulrich
Bernd Ulrich
Wie kann es sein, dass wir alles über die Klimakrise wissen und trotzdem so wenig dagegen unternehmen? Es hat mit Stolz, Ehre und der Idylle der Normalität zu tun.
Artikel von Ferda Ataman zur Ost-Migrations-These
Ferda Ataman
Ferda Ataman, Bundesantidiskriminierungsbeauftragte, bereist den Osten Deutschlands und dokumentiert ein verändertes gesellschaftliches Klima: Rassismus und Diskriminierung sind salonfähiger und offener geworden. Die hohen Umfragewerte der AfD für die Herbst-Landtagswahlen korrelieren mit vermehrten Übergriffen im Alltag und Arbeitsleben. Migranten berichten von fehlender Sicherheit, und Beratungsstellen rechnen mit steigenden Fallzahlen rassistisch motivierter Gewalt. Der Text illustriert, wie politische Verschiebungen gesellschaftliche Grenzen verändern und marginalisierte Gruppen unmittelbar treffen.
Artikel von Gustav Gressel in der Welt
Gustav Gressel
Der Militärexperte Gustav Gressel warnt in einem Interview mit dem STANDARD vor einer existenziellen Bedrohung für Europa durch den Rückzug der USA unter Präsident Trump. Gressel argumentiert, dass die Destabilisierung der Weltordnung durch Trump Russland ermöglicht, sich auf einen größeren bewaffneten Konflikt in Europa vorzubereiten. Die zentrale These ist, dass europäische Sicherheit fundamental von der US-amerikanischen Sicherheitsgarantie abhängt und deren Wegfall zu katastrophalen Folgen führen könnte.
Artikel von Ivan Krastev zur Ukraine-Krise
Ivan Krastev
Ivan Krastev untersucht in seinem Gastbeitrag Putins strategisches Ziel jenseits des militärischen Konflikts: die Zersetzung der westlichen Allianz und der NATO. Der Autor illustriert dies mit einer historischen Anekdote aus dem Ersten Weltkrieg, wonach ein deutscher General den Lagelagebericht an österreichische Verbündete mit „ernst, aber nicht katastrophal" zusammenfasste, während die Österreicher antworteten: „Hier ist die Lage katastrophal, aber nicht ernst." Diese Gegenüberstellung veranschaulicht die fragmentierte und widersprüchliche Reaktion Europas auf die Ukraine-Krise. Krastev argumentiert, dass Putins Strategie über direkte militärische Mittel hinausgeht und Desinformation, Cyberattacken sowie Energiepolitik als Werkzeuge zur Destabilisierung des Westens einsetzt. Der Artikel zeigt, wie die asymmetrische Kriegsführung auf europäische Widersprüche und innere Bruchlinien abzielt.
Artikel von Jacques Schuster in der Welt
Jacques Schuster
Jacques Schuster beleuchtet in diesem Artikel die Geschichte der Konversionen zum Judentum in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er berichtet, wie der Rabbiner von Berlin Hunderte von Deutschen empfing, die sich zum jüdischen Glauben bekennen wollten. Der Beitrag bietet wichtigen historischen Kontext zu dieser wenig bekannten Nachkriegsentwicklung.
Artikel von Janice Goyle im Volkskrant
Janice Goyle
Die schwarze niederländische Journalistin Janice Deul (im Podcast als 'Goyle' transkribiert) veröffentlichte 2021 im Volkskrant einen vielbeachteten Artikel zur Übersetzungskontroverse um Amanda Gormans Gedicht 'The Hill We Climb'. Der niederländische Verlag Meulenhoff hatte die weiße Schriftstellerin Marieke Lucas Rijneveld als Übersetzerin ausgewählt — Deul kritisierte nicht die Person, sondern die verpasste Chance: Eine schwarze, aktivistische Frau mit ähnlichen kulturellen Wurzeln wie Gorman wäre die angemessenere Wahl gewesen. Der Artikel löste eine breite öffentliche Debatte über Repräsentation im Literaturbetrieb aus und führte letztlich dazu, dass Rijneveld die Aufgabe zurückgab.
Artikel von Joschka Fischer im Stern
Joschka Fischer
Ex-Außenminister Joschka Fischer unterstützt Cem Özdemir in Baden-Württemberg. Ausgerechnet den grünen Parteifreund, der ihm mal beinahe alles vermasselt hätte.
Artikel von Leon Panetta über Autokratie vs. Demokratie
Leon Panetta
Leon Panetta, früherer US-Verteidigungsminister und CIA-Chef unter Barack Obama, warnt in dem Interview vor dem Scheitern westlicher Demokratien angesichts globaler autoritärer Machenschaften. Der Ukraine-Krieg stellt für Panetta einen entscheidenden Wendepunkt dar, der über die geopolitische Ordnung des 21. Jahrhunderts entscheidet. Er fordert konkret eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine sowie einen Waffenstillstand im Nahen Osten als Lösungsansätze. Panetas zentrale These lautet, dass der Westen durch Stärkedemonstration Tyrannen abschrecken müsse, andernfalls würde er ihnen weitere Handlungsspielräume eröffnen. Der Artikel adressiert damit die geopolitischen Spannungen zwischen liberalen Demokratien und autoritären Systemen, die zunehmend an Schärfe zunehmen.
Artikel von Miriam Holstein über Precht und Welzer
Miriam Holstein
Miriam Holstein kritisiert in ihrem Artikel Richard David Precht und Harald Welzer, die mit ihrem Buch 'Die vierte Gewalt' (2022) die Medien und den Qualitätsjournalismus pauschal angreifen. Holstein ordnet die beiden Autoren dem Schwurbler- oder Querdenker-Milieu zu, da ihre Medienkritik strukturelle Ähnlichkeiten zu Verschwörungsnarrativen aufweise. Precht reagierte empört darauf, weil Holstein diese Einordnung vornahm, bevor das Buch überhaupt erschienen war. Der Artikel ist ein Beispiel für den Konflikt zwischen etablierten Medien und den von Precht/Welzer geübten Pressekritikern.
Artikel von Stefan Niggemeier über Amanda Gorman-Debatte
Stefan Niggemeier
Stefan Niggemeier analysiert die Debatte um die niederländische Übersetzung von Amanda Gormans Gedichtband und ordnet die Kontroverse für deutschsprachiges Publikum ein. Der Artikel beleuchtet die Hintergründe und verschiedenen Positionen des Übersetzungsstreits.
Artikel von Stefan Niggemeier über Reichsbürger-Razzia
Stefan Niggemeier
Die Berichterstattung über die "Reichsbürger"-Razzia wirft Fragen auf: Wie konnte so schnell und ausführlich reagiert werden? Gab es Absprachen mit den Ermittlern? Medienjournalist Stefan Niggemeier empfiehlt, Distanz zu Behörden zu wahren.