Zeitzeugnis
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Medien (22)
Artikel über Suppenessen in der Nachkriegszeit
Charles Schumann
Charles Schumann erinnert sich an seine Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und die Jahre nach dem Krieg, in denen Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie lebten. Der Artikel behandelt die wichtige Rolle gemeinsamer Mahlzeiten, besonders von Suppe, im alltäglichen Leben dieses multikulturellen Haushalts. Schumann zeigt, wie diese einfache Nahrung Menschen unterschiedlicher Herkunft in Momenten der Gemeinsamkeit vereinte.
Autobiografie von Joachim Gauck
Joachim Gauck · 2013
Autobiografie des ehemaligen Bundespräsidenten, die sein persönliches Leben und Werdegang erzählt. Das Buch enthält emotional bewegende Passagen, die eine tiefe Verbundenheit des Autors zu seinen Erlebnissen und Überzeugungen widerspiegeln.
Bericht über Göring auf der Anklagebank (Neue Zeitung)
Erich Kästner
Der Artikel analysiert die Verteidigungsstrategien der 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess von 1945. Während Hermann Göring sich unbelehrbar als Staatsmann sah und Albert Speer seine Rolle herunterzuspielen versuchte, behaupteten Militärs wie Admiral Dönitz und General Jodl, nur ihre Pflicht erfüllt zu haben und unwissentlich in die NS-Verbrechen verstrickt worden zu sein. Das zentrale Problem bestand darin, dass keiner der Angeklagten sich schuldig fühlte – alle plädierten nicht schuldig. Der Schriftsteller Erich Kästner, der als Prozessbeobachter zugelassen war, kritisierte scharf diese mangelnde Schuldeinsicht und das systematische Verleugnen von Verantwortung für die Massenverbrechen des Regimes.
Biografie / Manuskript über das Leben in Jamel
Birgit Lohmeyer
Autobiografisches Werk über das Leben in der Gemeinde Jamel seit 2004. Das Buch dokumentiert persönliche Erfahrungen und Entwicklungen in diesem ländlichen Ort.
Der lange Ritt nach Westen
Marion Dönhoff · 2002
Dönhoffs eindringlicher Bericht über ihre Flucht aus Ostpreußen im Winter 1945 zu Pferd dokumentiert eine der großen Vertreibungen der deutschen Zeitgeschichte. Das Werk zeigt nicht nur die dramatischen Ereignisse dieser Flucht, sondern auch Dönhoffs charakteristische Unerschrockenheit und ihren lebhaften Stil – Eigenschaften, die sie später auch als rasante Autofahrerin auszeichneten.
Die Feder und die Klamotten
Die Feder und die Klamotten ist eine DDR-Kinderserie, die in den 1970er Jahren als kulturhistorisches Zeugnis des sozialistischen Alltags bemerkenswert ist. Die Serie wurde trotz Medienkontrollen ausgestrahlt und gilt als subversive Ausnahme unter den behördlich genehmigten Sendungen, da sie Themen des Alltagslebens auf unkonventionelle Weise behandelte. Sie dokumentiert, welche Inhalte in der DDR für Kinder zugänglich waren, während westliche Programme wie US-amerikanische Serien streng zensiert wurden. Die Serie bietet Einblick in die Medienlandschaft und Erziehungspolitik der DDR.
Die letzten Zeugen
Swetlana Alexijewitsch
Die letzten Zeugen ist eine Sammlung von Zeitzeugenberichten der sowjetischen Autorin Svetlana Alexijewitsch über Kinder während des Zweiten Weltkriegs. Das Buch dokumentiert ihre Erlebnisse aus eigenen Stimmen und prägt damit die sowjetische Erinnerungskultur an den Krieg. Es wird häufig als Sammlung von Heldengeschichten wahrgenommen, die das Erleben aus einer einseitigen, heroischen Perspektive zeigt.
Doku über Olaf Scholz bei Egon Krenz
Bayerischer Rundfunk
Dokumentation des Bayerischen Rundfunks mit historischen Filmaufnahmen von Olaf Scholz bei einem Treffen mit dem ehemaligen DDR-Funktionär Egon Krenz. Die Aufnahmen zeigen Scholz in seinem früheren Äußeren mit langen Haaren und dokumentieren einen visuell interessanten Einblick in die Vergangenheit des heutigen Bundeskanzlers.
Dokumentarfilm über junges Berlin Mitte (ca. 1999/2000)
Der Dokumentarfilm dokumentiert das Leben und die Atmosphäre im jungen Berlin Mitte um 1999/2000. Er zeigt den Alltag, die Szenen und das Lebensgefühl dieser prägenden Zeit in der deutschen Hauptstadt kurz vor dem Millennium. Das Werk ist ein nostalgisches Zeugnis einer Ära, die von kulturellem Aufbruch und gleichzeitig von Pessimismus geprägt war.
Dokumentation über deutsche Talkmaster
Eine Dokumentation, die das Leben deutscher Talkmaster wie Hans Rosenthal und Kuhlenkampf dokumentiert und deren traumatische Erfahrungen während des Holocausts und Zweiten Weltkriegs zeigt. Der Film verdeutlicht den Kontrast zwischen ihrer fröhlichen öffentlichen Persona als Fernseh-Entertainer und ihren tiefgreifenden persönlichen Leiden. Damit wird die Nachkriegs-Unterhaltung in einen neuen historischen Kontext gestellt und offenbart, welche menschlichen Tragödien hinter der heiteren Fernsehkultur der Bundesrepublik standen.
Dokumentation über die FDP und die Wende 1982
Dokumentation vom FDP-Parteitag 1982, bei dem Gerhart Baum mit nur einer Stimme Mehrheit zum Stellvertreter Genschers gewählt wurde. Der Film zeigt emotionale Szenen der Abstimmung und Daniel Cohn-Bendits Kritik an der FDP als 'Zahnarztpartei'. Ein seltenes historisches Zeitdokument der Wendezeit, das schwer zugänglich ist und wichtige Momente der deutschen Parteiengeschichte festhält.
Erinnerungen von Richard Thomas
Richard Thomas · 1892
Erinnerungen des KZ-Häftlings Richard Thomas über den Rechtsanwalt Dr. Litten, der im KZ Brandenburg inhaftiert war. Thomas dokumentiert die systematische Misshandlung und tägliche Prügel, denen Litten ausgesetzt war. Ein wichtiges historisches Zeitzeugnis zur Dokumentation der NS-Verfolgung und Brutalität in den Konzentrationslagern.
Geboren am 13. August
Jens Bisky · 2004
Bisky - am 13.8.1966 geboren, jetzt Journalist - erzählt von Kindheit und Jugend in der DDR, von seinen Aktivitäten in FDJ, SED und NVA - und der Ostberliner Schwulenszene. Zeitzeugenbericht und Analyse des DDR-Sozialismus zugleich.
Hannah Arendt / Heinrich Blücher: Briefe 1936–1968
Hannah Arendt, Heinrich Blücher · 1996
Privatbriefwechsel zwischen der Philosophin Hannah Arendt und ihrem Ehemann Heinrich Blücher aus den Jahren 1936 bis 1968. Die Briefe dokumentieren Arendts persönliche Begegnungen und Beobachtungen während ihrer Reisen in der Nachkriegszeit, einschließlich Einblicke in Familiengeschichten und individuelle Schicksale wie das Alkoholproblem des Cohn-Bendit-Vaters in Frankfurt. Das Werk dient als authentisches historisches Zeitzeugnis und bietet tiefe Einblicke in Arendts politisches und persönliches Denken.
Ich bin Legende ohne Totenschein
Wolf Biermann
Wolf Biermann reflektiert über sein Lied und seine Rolle als lebende Legende in der deutschen Kulturgeschichte. Das Werk behandelt seine besondere Stellung als Zeitzeuge und die paradoxe Existenz als lebendes Museumsstück. Der Artikel dokumentiert Biermanns künstlerische Auseinandersetzung mit seiner eigenen historischen Bedeutung und seiner Position an der Schnittstelle zwischen aktuellem Künstler und zeitgeschichtlichem Denkmal.
Lebenslauf/Tagebuch von Fried Müller
Fried Müller · 1989
Autobiografische Schilderung der Haftzeit im DDR-Gefängnissystem. Der Text dokumentiert Gefängnisaufstände, gebrochene Amnestie-Versprechen und persönliche Erlebnisse während der Inhaftierung — ein ehrlicher Rückblick auf die Realität des ostdeutschen Gefängniswesens.
Nachkriegsmaus (Sendereihe innerhalb der Sendung mit der Maus)
Armin Maiwald
Dokumentarfilm von Armin Maiwald über die Nachkriegszeit 1946 in Deutschland. Der Film zeigt das alltägliche Leben und die Verhältnisse, wie sie waren, als der Sendungsmacher selbst jung war – ein Zeitzeugnis von Wiederaufbau, Herausforderungen und Perspektiven in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess (ZEIT-Dossier)
Tanja Stelzer, Moritz Eislinger
Das ZEIT-Dossier von Tanja Stelzer und Moritz Eislinger untersucht den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess durch Zeitzeugenberichte. Die Autoren haben vier Zeitzeugen aufgespürt, die 75 Jahre nach dem historischen Prozess ihre Erinnerungen und Erlebnisse schildern. Das umfangreiche Werk bietet einen tiefgreifenden Zugang zu diesem zentralen Moment der Nachkriegsgeschichte.
Schallplatten mit Best-Ofs von Heinrich Lübke
Kompilation von Sprachmaterial: Sammlungen von Versprechern und sprachlichen Entgleisungen auf Schallplatte, die zu Unterhaltungszwecken zusammengestellt wurden. Ein Zeitdokument mit hohem Unterhaltungswert und kulturhistorischer Bedeutung.
Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben
Sönke Neitzel, Harald Welzer · 2011
Dieses Buch legt auf einer einzigartigen Quellengrundlage erstmals eine überzeugende Mentalitätsgeschichte des Krieges vor. Auf der Grundlage von 150.000 Seiten Abhörprotokolle deutscher Soldaten in britischer und amerikanischer Gefangenschaft wird das Wissen um die Mentalität der Soldaten auf eine völlig neue Basis gestellt. In eigens eingerichteten Lagern wurden Kriegsgefangene aller Waffengattungen und Ränge heimlich abgehört.
Vom Kaiser zum Bürger
Aisin Gioro Puyi · 1987
Autobiografie des letzten chinesischen Kaisers, die seinen Weg vom kaiserlichen Leben zum einfachen Bürger dokumentiert. Ein faszinierendes Zeitzeugnis der Transformation Chinas vom Kaisertum zur Republik.
auschwitz-prozess.de
Fritz-Bauer-Institut
Das Fritz-Bauer-Institut dokumentiert auf seiner Website auschwitz-prozess.de die Tonbandmitschnitte und Protokolle des Auschwitz-Prozesses von 1963 bis 1965. Die Seite stellt umfangreiche Original-Gerichtsmitschnitte und Zeugenaussagen öffentlich zur Verfügung und ermöglicht damit einen direkten Zugang zu diesem wichtigen Zeitzeugendokument. Die Sammlung dient der historischen Aufklärung und dem Lernen aus dieser zentralen Dokumentation der Justiz gegen NS-Verbrecher.