Prevalence-induced concept change in human judgment
Daniel Levari et al.
Psychologische Studie über 'Prevalence-induced Concept Change': Probanden bewerten Gesichter als aggressiv oder freundlich. Als die Häufigkeit aggressiver Gesichter sinkt, werden neutrale Gesichter zunehmend als unfreundlich wahrgenommen. Die Studie zeigt, wie sich unsere Normalitätsmaßstäbe dynamisch an verändernde Häufigkeiten anpassen.
Erwähnungen (1)
„Ich habe neulich von einem faszinierenden Versuch in Psychologie gelesen, da hat man Probanden die Gesichter von aggressiv guckenden Menschen und freundlich guckenden Menschen vorgelegt. Und es war sehr klar, die sollten sortieren, wer böse ist und wer gut ist.“
Lanz beschreibt ausführlich ein psychologisches Experiment, bei dem die Anzahl aggressiver Gesichter schrittweise reduziert wurde und neutrale Gesichter daraufhin als unfreundlich wahrgenommen wurden. Dies entspricht der bekannten Studie von Levari et al. (2018, Science) über 'prevalence-induced concept change'. Lanz nutzt das Experiment als Beleg für die These der sich verschiebenden Normalitätsmaßstäbe.
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