Gedächtnis
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Medien (13)
Digitale Demenz
Manfred Spitzer
Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Die von ihm diskutierten Forschungsergebnisse sind alarmierend: Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach.
Elf ist freundlich und Fünf ist laut
Daniel Tammet · 2016
Daniel Paul Tammet (ursprünglich Daniel Paul Corney; * 31. Januar 1979 in London) ist ein britischer Schriftsteller und ein „Savant“ mit mehreren Inselbegabungen. Er ist ein Rechenkünstler, hat enorme Fähigkeiten im Bereich Gedächtnis und kann in kürzester Zeit eine neue Sprache lernen. Er lernte zehn Fremdsprachen. Tammet schrieb Sachbücher über seine Erfahrungen und Fähigkeiten, die teils in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Er veröffentlichte auch einen Roman und Gedichte.
Forschung zu implantierten Erinnerungen
Elizabeth Loftus
Die Psychologin Elizabeth Loftus erforscht, wie falsche Erinnerungen entstehen. In ihren berühmten Experimenten konnte sie nachweisen, dass Menschen durch Suggestion überzeugend falsche Kindheitserlebnisse „erinnern" können – etwa, in einem Einkaufszentrum verloren gegangen zu sein. Diese Erkenntnisse revolutionieren unser Verständnis von Gedächtnis und haben wichtige Implikationen für Justiz, Zeugenaussagen und Therapie.
Interview mit einem Neurowissenschaftler über Gedächtnis
Das Interview erklärt, wie Gedächtnis funktioniert: Erinnerungen sind nicht statische Aufzeichnungen, sondern werden wie ein Word-Dokument jedes Mal neu überarbeitet und gespeichert, wenn wir uns an sie erinnern. Dies bedeutet, dass wir uns letztlich nur noch an unsere überarbeiteten Erinnerungen erinnern, nicht an das ursprüngliche Erlebnis selbst. Der Artikel illustriert damit, warum sich unsere Wahrnehmung von Vergangenem ständig verändert.
Memories of the Future
Siri Hustvedt · 2019
Longlisted for the 2020 Andrew Carnegie Medals for Excellence A provocative, exuberant novel about time, memory, desire, and the imagination from the internationally bestselling and prizewinning author of The Blazing World, Memories of the Future tells the story of a young Midwestern woman’s first year in New York City in the late 1970s and her obsession with her mysterious neighbor, Lucy Brite.
Mozart-Effekt-Studie (University of California, Irvine)
Bahnbrechende Studie der UC Irvine zum Mozart-Effekt: Forscher untersuchten, ob das Hören von Mozarts Streichmusik die kognitiven Leistungen von Studenten vor Prüfungen verbessert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante IQ-Steigerung durch Mozarts Streichmusik – speziell die Instrumentation, nicht Gesang oder andere Musikformen.
Phaidros
Platon · 2019
Der »Phaidros« gehört ohne Zweifel zu den literarisch ansprechendsten Werken Platons. Phaidros, der gerade die Ausführungen des Redenschreibers Lysias gehört hat, will sich zu einem Spaziergang vor die Tore der Stadt begeben und trifft auf der Straße zufällig seinen Freund Sokrates. Beide beschließen, an dem Flüsschen Ilissos spazieren zu gehen, wo sie sich schließlich im Schatten der vielleicht berühmtesten Platane der Weltliteratur niederlassen, um ihr Gespräch zu beginnen.
Stadtpanorama von Los Angeles
Stephen Wiltshire
Großformatiges Panorama-Stadtportrait von Los Angeles von Stephen Wiltshire auf sieben Metern Leinwand. Nach einem einzigen Hubschrauberflug rekonstruierte der autistische Savant die komplexe Stadtlandschaft vollständig aus dem Gedächtnis – meticulös mit jedem Gebäude, Fenster und Baum. Das Werk demonstriert die außergewöhnlichen visuellen Fähigkeiten von Savants.
Studie zur retrospektiven Erinnerung an Elternbeziehungen
Marissa Nivison, Glenn Roisman
Entwicklungsstudie zur autobiografischen Erinnerung von Marissa Nivison und Glenn Roisman (Universität of Minnesota). Die Forschung untersuchte, wie das Verhältnis zu den Eltern in der Retrospektive erinnert wird. Zentrale Erkenntnis: Gegenwärtige Zustände prägen die Erinnerung an die Vergangenheit, wodurch das Verhältnis zu den Eltern deutlich verzerrt erinnert wird.
The Child in Time
Ian McEwan · 1987
Psychologischer Roman über einen Schriftsteller, dessen Sohn entführt wird. Der Verlust verändert sein Leben und seine Beziehungen grundlegend, während der Roman Fragen über Zeit, Gedächtnis und menschliche Bindung erforscht.
The Optimism Bias
Tali Sharot · 2011
Psychologists have long been aware that most people maintain an irrationally positive outlook on life—but why? Turns out, we might be hardwired that way. In this absorbing exploration, Tali Sharot—one of the most innovative neuroscientists at work today—demonstrates that optimism may be crucial to human existence.
Unzertrennlich
Irvin D. Yalom · 2025
Kann eine einzige Stunde Therapie etwas Entscheidendes ändern? Der weltbekannte Psychotherapeut und Autor Irvin D. Yalom über einen vollkommen neuen Ansatz der Verbundenheit. Das Leben ist kostbar - und unsere gemeinsame Zeit kurz. Der weltbekannte Psychotherapeut und Bestsellerautor Irvin D. Yalom war dreiundneunzig, als er sich nach dem Verlust seiner langjährigen Ehefrau Marilyn Yalom, mitten in der Pandemie, mit einem zunehmenden Gedächtnisverlust konfrontiert sah.
unbekanntes US-Buch über wiedergewonnene Missbrauchserinnerungen
· 2024
Erinnerungen verändern sich im Lauf der Zeit, weil sie immer wieder neu rekonstruiert werden. Dabei können auch Erinnerungen an Erlebnisse entstehen, die es niemals gab. Die Arbeitsweise des Gehirns unterscheidet nicht zwischen realen und nur vorgestellten Inhalten. Pseudoerinnerungen entstehen besonders leicht in Psychotherapien durch suggestive Spekulationen über erlittene Traumata wie sexuellen Missbrauch. Die Therapierten sind von der Realität dieser falschen Erinnerungen fest überzeugt.