Wie finden wir Trost
Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler
Statt Sodom und Gomorra gibt es an Ostern ein Thema, das kaum noch jemand im Mund führt: Trost. Johanna Haberer legt das Wort etymologisch frei — es kommt von Treue, Vertrag, Verbundenheit — und damit wird klar, dass Trost kein Weichspüler ist, sondern etwas, das Menschen aneinander bindet. Der Podcast flankiert einen großen Auferstehungsartikel der beiden in der Zeit und grenzt sich scharf ab von apokalyptischen Corona-Deutungen als göttliche Strafe.
„Das ist Unfug und ist auch nicht aufgeklärt, sondern ist vor aufklärerisches Denken.“
Erwähnte Medien (15)
Die Auferstehung (Artikel im ZEIT Magazin)
Sabine Rückert, Johanna Haberer
Die Theologin Sabine Rückert und Johanna Haberer untersuchen in diesem Zeit-Magazin-Artikel die Auferstehungsgeschichten der vier Evangelien. Sie erzählen die historischen Ereignisse nach und ordnen sie archäologisch ein, um die hintergründigen Aspekte dieser zentralen christlichen Geschichte zu beleuchten.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:02:18 „Und zwar haben Johanna und ich in der aktuellen Zeit im Magazin eine Geschichte geschrieben über die Auferstehung. Die Pfarrerstöchter haben sich hingesetzt und haben diesmal schriftlich eine Abhandlung verfasst über die Auferstehung. Wir erzählen die Auferstehungsgeschichten, es gibt ja mehrere Geschichten.“
Sabine Rückert verweist auf einen von ihr und Johanna Haberer gemeinsam verfassten Artikel über die Auferstehung im aktuellen ZEIT Magazin, in dem sie die Auferstehungsgeschichten der vier Evangelien nacherzählen und historisch-archäologisch einordnen. Der Podcast soll diesen Artikel flankieren.
Freunde, dass der Mandelzweig (Gedicht)
Schalom Ben-Chorin · 1942
Das Lied „Freunde, dass der Mandelzweig" wurde 1942 vom jüdischen Theologen Schalom Ben Chorin geschrieben, der als Flüchtling in Jerusalem im Exil lebte und vom Holocaust seiner Heimatgemeinde in Berlin erfuhr. Der Text nutzt das Bild des blühenden Mandelbaums – das erste Frühjahrszeichen – als hoffnungsvolles Symbol gegen persönliche Verzweiflung und als Bekenntnis, dass das Leben stärker ist als die Zerstörungskräfte des Krieges. Die Symbolik verweist auf eine biblische Stelle aus dem Buch Jeremia, in der der Mandelzweig Gottes wachende Gegenwart bedeutet. Ben Chorin, ein tiefgläubiger Jude, setzte sich zeitlebens für Dialog und Versöhnung zwischen Juden und Christen ein und wurde zum Brückenbauer zwischen Religionen – sein Lied bleibt damit eine Ermutigung, auch in dunkler Zeit auf Frieden und gegenseitiges Verständnis hinzuarbeiten.
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:19:21 „der jüdische Philosophen Shalom Ben-Jorim, der von den Nazis verfolgt wurde und mehrfach im Gefängnis war. Der ist dann nach Israel ausgewandert und hat sich Shalom genannt mit Vornamen Friede. Und der sitzt mitten im Zweiten Weltkrieg und schreibt, Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt“
Haberer rezitiert das vollständige Gedicht 'Freunde, dass der Mandelzweig' von Schalom Ben-Chorin, der es mitten im Zweiten Weltkrieg als verfolgter Jude schrieb. Es symbolisiert Hoffnung inmitten der Zerstörung.
Freunde, dass der Mandelzweig
Schalom Ben-Chorin
Das Gedicht von Schalom Ben-Chorin entstand während des Zweiten Weltkriegs, als der jüdische Philosoph von den Nazis verfolgt wurde. Mit dem Bild des blühenden Mandelzweigs verkörpert er ein starkes Hoffnungssymbol inmitten von Untergang und Zerstörung. Die Verse zeigen, wie auch in der dunkelsten Zeit die Liebe und Zuversicht überdauern können. Johanna Haberer nutzt das Gedicht als kraftvolles Beispiel dafür, wie man auch aus hoffnungslosen Situationen neue Zuversicht schöpfen kann.
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:21:15 „Nehmen wir zum Beispiel den jüdischen Philosophen Shalom Ben-Jorim, der von den Nazis verfolgt wurde und mehrfach im Gefängnis war. Der ist dann nach Israel ausgewandert und hat sich Shalom genannt mit Vornamen Friede. Und der sitzt mitten im Zweiten Weltkrieg und schreibt, Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt.“
Johanna Haberer zitiert das vollständige Gedicht von Schalom Ben-Chorin als Beispiel dafür, wie mitten im Untergang Hoffnung entstehen kann. Der von den Nazis verfolgte jüdische Philosoph schrieb diesen Text im Zweiten Weltkrieg – für Haberer ein Beleg für die Karfreitag-Oster-Erzählung: aus dem Nichts Zuversicht schöpfen.
Befiehl du deine Wege (Kirchenlied)
Paul Gerhardt · 1653
Das Kirchenlied "Befiehl du deine Wege" von Paul Gerhardt aus dem 17. Jahrhundert entstand während des Dreißigjährigen Krieges. Gerhardt verlor tragischerweise fünf seiner Kinder, schrieb aber trotz dieser persönlichen Leiden hoffnungsvolle und tröstliche Texte. Das Lied zählt zu den bedeutendsten Trostwerken der protestantischen Tradition und zeigt die Kraft des Glaubens angesichts von Leid und Verlust.
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:23:25 „geschrieben ist vor 500 Jahren von Paul Gerhardt, einem Mann, der im 30-jährigen Krieg Pastor war, der fünf Kinder verloren hat. der im Grunde genommen ein Leben geführt hat von lauter Verlusten und schreibt solche strahlenden Texte.“
Haberer singt und bespricht das Kirchenlied 'Befiehl du deine Wege' von Paul Gerhardt, der im 30-jährigen Krieg fünf Kinder verlor und dennoch strahlende Texte schrieb. Das Lied wird als zentrales Trostwerk der protestantischen Tradition gewürdigt.
Befiehl du deine Wege
Paul Gerhardt
Befiehl du deine Wege ist ein geistliches Lied von Paul Gerhardt. Es wurde erstmals 1653 in der fünften Auflage von Johann Crügers Gesangbuch Praxis Pietatis Melica veröffentlicht.
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:24:15 „Ein großer Text und ein Text, der zum Beispiel in dem Fall »Befiehl du deine Wege« geschrieben ist vor 500 Jahren von Paul Gerhardt, einem Mann, der im 30-jährigen Krieg Pastor war, der fünf Kinder verloren hat, der im Grunde genommen ein Leben geführt hat von lauter Verlusten und schreibt solche strahlenden Texte. Und dann kommt da Johann Sebastian Bach und macht dann die Musik dazu.“
Johanna Haberer erzählt von einer Corona-Aktion aus Malaysia, bei der Menschen weltweit dieses Kirchenlied spielen. Sie hebt hervor, dass Paul Gerhardt es im 30-jährigen Krieg schrieb, nach dem Verlust von fünf Kindern – und dass Bachs Vertonung ein 'Feld von Trost' eröffnet, das über Glaubensgrenzen hinaus wirkt. Später erzählt sie, wie sie es am Krankenbett einer 27-jährigen Schlaganfall-Patientin gesungen hat.
Der Tod des Iwan Iljitsch
Leo Tolstoi · 1886
Tolstois Novelle erzählt von Iwan Iljitsch, dessen Leben und hoher gesellschaftlicher Status sich beim Sterben als Illusion entpuppen. Nur der einfache Knecht Gerasim bietet ihm elementaren Trost, während die standesgemäße Umwelt versagt. Das Werk illustriert, dass echte menschliche Zuwendung jenseits von Intellekt und Konvention liegt und dient als literarisches Beispiel für die Tiefenwirkung echter Mitmenschlichkeit in existenziellen Momenten.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:25:32 „Ich habe auch einen Text mitgebracht und zwar ist es aus meinem Lieblingsbuch. Ich habe ein paar Lieblingsbücher. Eines davon ist von Leo Tolstoi, Der Tod des Ivan Ilyich. Es ist ein ganz kleines Buch. Ich habe das als sehr junge Frau gelesen und seitdem, also seit Jahrzehnten ist das eigentlich jetzt mein Lieblingsbuch.“
Sabine Rückert stellt Tolstois Novelle als eines ihrer Lieblingsbücher vor, das sie seit Jahrzehnten begleitet. Sie liest eine längere Passage vor, in der der sterbende Iwan Iljitsch sich nach kreatürlichem Trost sehnt wie ein Kind, ihn aber nur vom einfachen Knecht Gerasim erhält – während sein gesamtes standesgemäßes Umfeld sich als Lüge entpuppt. Die Geschichte dient als literarisches Beispiel für die Kernthese der Folge: Trost ist etwas Elementares, das keinen Intellekt braucht.
Breit aus die Flügel beide
Paul Gerhardt
Paul Gerhardts Abendlied „Breit aus die Flügel beide" steht im Zentrum einer tiefgründigen Reflexion über Trost und Glaube. Am Beispiel eines Pfarrers, der vor einer Gehirntumoroperation seine theologischen Kenntnisse verliert, aber sich an das Wiegenlied seiner Mutter erinnert, wird gezeigt, dass Trost etwas fundamental Elementares ist. Das Werk illustriert die These, dass wahre Geborgenheit jenseits intellektueller Konstruktion wirkt – präsprachlich und in den tiefsten Schichten des Menschseins verankert.
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:32:16 „Und dann irgendwann mal fällt auch noch das Vaterunser von ihm ab. Und was bleibt, ist der Text, den seine Mutter an seinem Kinderbett gebetet hat. Breit aus die Flügelweide, oh Jesu, meine Freude. Das bleibt ihm.“
Johanna Haberer erzählt von einem Pfarrer, der vor einer Gehirntumoroperation erlebte, wie die gesamte intellektuelle Theologie von ihm abfiel. Das Einzige, was blieb, war dieser Vers aus Paul Gerhardts Abendlied, den seine Mutter am Kinderbett gebetet hatte – ein Beispiel für die These, dass Trost etwas Elementares, Vorsprachliches ist.
Ich bin der Welt abhanden gekommen (Gedicht)
Friedrich Rückert · 1997
"Ich bin der Welt abhanden gekommen" ist ein bekanntes Gedicht des deutschen Dichters Friedrich Rückert, das die Abwendung von der Welt und das Sich-Zurückziehen ins Innere thematisiert. Das Werk wurde durch Gustav Mahlers Vertonung als Teil der Kindertotenlieder unsterblich gemacht und zählt zu den wichtigsten Werken der deutschen Lyrik. Rückert, selbst bedeutender Dichter und Koranübersetzer, bietet mit diesem Gedicht eine zeitlose Reflexion über Isolation und innere Freiheit.
🗣 Sabine Rückert zitiert daraus bei ⏱ 00:34:19 „Ich bin der Welt abhanden gekommen, mit der ich sonst viele Zeit verdorben. Sie hat so lange nichts von mir vernommen, sie mag wohl glauben, ich sei gestorben.“
Rückert liest das Gedicht 'Ich bin der Welt abhanden gekommen' von Friedrich Rückert vor, der 'wahrscheinlich mit uns beiden ein bisschen verwandt ist'. Sie beschreibt ihn als 'mittelguten Dichter' und ersten Koranübersetzer, der durch Gustav Mahlers Vertonung der Kindertotenlieder berühmt wurde.
Kindertotenlieder
Gustav Mahler
Ein melancholischer Liederzyklus, der die tiefe Trauer um den Verlust eines Kindes ausdrückt. Die Vertonung von Friedrich Rückerts Gedichten schafft ein intimes, emotional intensives Kunstwerk, das Schmerz und Resignation mit zarter Instrumentation verbindet. Das Werk gilt als eines der bedeutendsten Beispiele romantischer Vokalmusik.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:34:19 „Die sind auch deswegen berühmt geworden, weil sie von Gustav Mahler vertont worden sind, die Kindertotenlieder.“
Rückert erwähnt Gustav Mahlers Vertonung der Kindertotenlieder von Friedrich Rückert, der über 200 Gedichte über seine verstorbenen Kinder schrieb. Mahler habe diese Gedichte berühmt gemacht.
Ich bin der Welt abhanden gekommen (Vertonung)
Gustav Mahler · 1901
Gustav Mahler vertonte das Gedicht „Ich bin der Welt abhanden gekommen" des Dichters Friedrich Rückert zu einem klassischen Kunstlied. Das Werk gehört zu den Rückert-Liedern und zählt zu Mahlers bedeutendsten Vokalkomposition. Das Gedicht erlangte durch Mahlers künstlerische Vertonung große Bedeutung und bleibt bis heute eine zentrale Interpretation von Rückerts Text.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:34:19 „Die sind auch deswegen berühmt geworden, weil sie von Gustav Mahler vertont worden sind“
Rückerts Gedicht 'Ich bin der Welt abhanden gekommen' wurde ebenfalls von Mahler vertont und gehört zu den Rückert-Liedern. Im Podcast wird dieser Zusammenhang implizit hergestellt.
Koran (Übersetzung)
Friedrich Rückert · 2000
Der Koran ist das heilige Buch des Islam und enthält die Lehren und Offenbarungen Gottes, wie sie dem Propheten Muhammad überliefert wurden. Diese frühe deutsche Übersetzung war eine bahnbrechende Leistung für das Verständnis des islamischen Glaubens im deutschen Sprachraum.
🗣 Johanna Haberer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:34:53 „Er ist ein ausgezeichneter Orientalist gewesen, Professor in Erlangen, erster Übersetzer des Koran und ein mittelguter Dichter.“
Johanna Haberer erwähnt beiläufig, dass Friedrich Rückert der erste deutsche Übersetzer des Koran war, als sie seine Biografie als Orientalist und Professor in Erlangen skizziert. Die Erwähnung dient der Einordnung Rückerts als Gelehrten, nicht als Leseempfehlung.
Kindertotenlieder
Friedrich Rückert · 2012
Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder aus seinem Nachlasse, Frankfurt a.M.: Sauerländer, 1872. Entstanden 1833-1834. Dieser Edition liegt der Erstdruck zugrunde: Friedrich Rückert, Kindertodtenlieder aus seinem Nachlasse, hg. von Marie Rückert, Frankfurt a. M. (Sauerländer) 1872.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:25 „Friedrich Rückert hat mehrere Kinder verloren und hat über 200, ich glaube um die 250 Kindertotenlieder über seine toten Kinder geschrieben und über die Reue, die er empfindet, dass er nicht immer zu lieb mit ihnen war, sondern sie auch geschimpft hat.“
Sabine Rückert stellt den Gedichtzyklus ihres möglichen Vorfahren Friedrich Rückert vor. Die Kindertotenlieder sind eine Sammlung von über 200 Gedichten, die Rückert nach dem Tod mehrerer seiner Kinder schrieb. Sabine Rückert trägt daraus das Gedicht 'Ich bin der Welt abhanden gekommen' vor und deutet es als Trostgedicht über Liebe und Musik.
Ich bin der Welt abhanden gekommen
Friedrich Rückert
Ich bin der Welt abhanden gekommen ist ein Gedicht von Friedrich Rückert. Es findet sich in dem Zyklus Liebesfrühling, den er 1821 für seine spätere Frau Luise Wiethaus-Fischer schrieb. Die Sätze des dreistrophigen Werkes kreisen um das lyrische Ich, das sich dem „Weltgewimmel“ entzogen hat und in sich zu ruhen scheint. Das Gedicht wurde von Gustav Mahler als drittes seiner Rückert-Lieder vertont.
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:50 „Und eins davon habe ich mitgebracht, das ist mir das Liebste von diesen Kindertotenliedern und das geht so. Ich bin der Welt abhanden gekommen, mit der ich sonst viele Zeit verdorben.“
Sabine Rückert trägt das Gedicht 'Ich bin der Welt abhanden gekommen' vollständig vor, das durch Gustav Mahlers Vertonung als eigenständiges Lied berühmt wurde. Sie deutet es als Trostgedicht, in dem die Liebe und die Musik als Zuflucht vor der Welt dienen. Tatsächlich stammt das Gedicht aus den Rückert-Liedern, nicht aus den Kindertotenliedern.
Nicht mutig (Ostergedicht)
Marie Luise Kaschnitz · 1972
Ostergedicht, das die Spannung zwischen Glauben und Zweifel an der Auferstehung thematisiert. In wenigen Zeilen wird die philosophische Frage nach Unsterblichkeit und dem menschlichen Mangel an Mut verdichtet, sich dem Übernatürlichen hinzugeben.
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 00:36:42 „Die Mutigen wissen, dass sie nicht auferstehen. dass kein Fleisch um sie wächst am jüngsten Morgen, dass sie nichts mehr erinnern, niemandem wieder begegnen, dass nichts ihr erwartet, keine Seligkeit, keine Folter. Ich bin nicht mutig.“
Haberer trägt das kurze Ostergedicht 'Nicht mutig' von Marie Luise Kaschnitz (1972) vor, das in wenigen Zeilen die Spannung zwischen Glauben und Zweifel an der Auferstehung verdichtet.
Nicht mutig
Marie Luise Kaschnitz · 1979
Das Ostergedicht aus 1972 reflektiert über die Auferstehungsfrage und menschliche Mutlosigkeit. Mit dem persönlichen Bekenntnis 'Ich bin nicht mutig' endet das Werk als stilles Glaubensbekenntnis zum Leben nach dem Tod.
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:36:48 „Ich habe ein Ostergedicht dabei, wenn man so will, von der Marie-Luise Kaschnitz. Es ist von 1972 und heißt Nicht mutig. Die Mutigen wissen, dass sie nicht auferstehen.“
Johanna Haberer trägt zum Abschluss der Osterfolge das Gedicht 'Nicht mutig' von Marie Luise Kaschnitz aus dem Jahr 1972 vor. Das Gedicht handelt von der Auferstehungsfrage und endet mit dem persönlichen Bekenntnis 'Ich bin nicht mutig' — ein stilles Eingeständnis des Glaubens an ein Leben nach dem Tod.