Der Krieg der Frauen
Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler
Im dritten Teil der Abraham-Saga geht es um das schlimmste Schicksal, das Frauen im alten Nahen Osten treffen konnte: Unfruchtbarkeit. Kinder — vor allem Söhne — waren die einzige Altersversorgung, Töchter verschwanden mit ihrer Mitgift ins Haus des Mannes. Was wie ein fernes Kulturphänomen klingt, ist laut Johanna Haberer in Syrien und Libanon bis heute nicht ganz vergangen.
„Dass man sie dazu verurteilt, dass es ihre einzige Aufgabe ist. Das ist ganz furchtbar und da kann man nur sehr froh sein, dass das überwunden ist.“
Erwähnte Medien (4)
The Handmaid's Tale (Der Report der Magd)
Bruce Miller (nach Margaret Atwood) · 2017
Die Zukunft meint es nicht gut mit den Menschen. Umweltkatastrophen haben dafür gesorgt, dass ein Großteil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar geworden ist. Unter dem Namen Gilead hat sich ein Teil der USA abgespalten. Desfred ist eine der wenigen noch fruchtbaren Frauen und arbeitet als Magd im Palast des Commanders.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:07:08 „Dann kennst du ja wahrscheinlich die berühmte Serie A Handmaid's Tale, die Geschichte der Magd. Da läuft es ja genauso. Das handelt von einer Dystopie von der amerikanischen Schriftstellerin Margaret Atwood“
Rückert beschreibt ausführlich die dystopische Serie 'The Handmaid's Tale' nach Margaret Atwood, in der fruchtbare Frauen als Mägde für unfruchtbare Ehefrauen Kinder gebären müssen – exakt wie das biblische Ritual zwischen Sarah und Hagar.
Der Report der Magd
Margaret Atwood
Der Report der Magd von Margaret Atwood – Endlich verständlich mit der Lektürehilfe von derQuerleser! Diese klare und zuverlässige Analyse von Margaret Atwoods Der Report der Magd aus dem Jahre 1985 hilft Dir dabei, den Kultroman schnell in seinen wichtigsten Punkten zu erfassen. In der totalitären Theokratie Gilead dienen Frauen in erster Linie der Zeugung von Nachkommenschaft, was jedoch dadurch erschwert wird, dass viele Frauen steril geworden sind.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:07:08 „Das handelt von einer Dystopie von der amerikanischen Schriftstellerin Margaret Atwood und es handelt von einem Gottesstaat, aber von einem christlichen.“
Rückert nennt die Romanvorlage von Margaret Atwood zur TV-Serie und erklärt, dass Atwood das Hagar-Motiv aus der Bibel in eine moderne Dystopie überführt hat, in der emanzipierte Frauen zu Gebärsklavinnen degradiert werden.
The Handmaid's Tale
Margaret Atwood · 2017
Die Zukunft meint es nicht gut mit den Menschen. Umweltkatastrophen haben dafür gesorgt, dass ein Großteil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar geworden ist. Unter dem Namen Gilead hat sich ein Teil der USA abgespalten. Desfred ist eine der wenigen noch fruchtbaren Frauen und arbeitet als Magd im Palast des Commanders.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:07:26 „Dann kennst du ja wahrscheinlich die berühmte Serie A Handmaid's Tale, die Geschichte der Magd. Da läuft es ja genauso. Das handelt von einer Dystopie von der amerikanischen Schriftstellerin Margaret Atwood und es handelt von einem Gottesstaat, aber von einem christlichen.“
Sabine Rückert zieht eine direkte Parallele zwischen der biblischen Hagar-Geschichte und der Serie The Handmaid's Tale. So wie Hagar als Leihmutter für Sarah dienen muss, werden in Atwoods Dystopie fruchtbare Frauen als Mägde missbraucht und müssen sich zwischen die Beine der Ehefrau legen, während der Mann ihnen ein Kind macht. Die Verbindung verdeutlicht, wie aktuell das biblische Motiv der instrumentalisierten Frau bis heute ist.
Moby Dick
Herman Melville · 2020
"Command the murderous chalices! Drink ye harpooners! Drink and swear, ye men that man the deathful whaleboat's bow -- Death to Moby Dick!" So Captain Ahab binds his crew to fulfil his obsession -- the destruction of the great white whale. Under his lordly but maniacal command the Pequod's commercial mission is perverted to one of vengeance.
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:21:46 „Ja, ich muss an den weltberühmten Roman, muss man sagen, von Hermann Melville denken, Moby Dick. Der erste Satz von Moby Dick heißt, nennt mich Ismail. Und damit fängt dieser Roman an, einer der berühmtesten Anfänge eines Romans überhaupt.“
Als die Bibelstelle den Namen Ismail einführt, schlägt Sabine Rückert die Brücke zu Melvilles Moby Dick, dessen berühmter erster Satz 'Nennt mich Ismail' lautet. Sie erklärt, dass der Ich-Erzähler Ismail auch dort der einzige Überlebende ist – genau wie der biblische Ismail ein Erretteter und Überlebender ist. Die Namensgebung 'Gott hat mich erhört' verbindet beide Figuren thematisch.