Artikel aus Alles gesagt?
622 Artikel aus 125 Episoden · Seite 7 von 13
Interview mit Robert Habeck in der Zeit
Im Podcast-Interview mit Christoph Amend spricht der Grüne Kanzlerkandidat Robert Habeck über seine schwankende Popularität und die aktuelle Lage der Demokratie. Der Journalist konfrontiert ihn mit einem früheren ZEIT-Interview, in dem Habeck zugab, im Sommer über einen vollständigen Rückzug aus der Politik nachgedacht zu haben. Habeck erörtert zudem seine Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Olaf Scholz.
Interview mit Roger Hallam
Der Artikel berichtet über kontroverse Aussagen von Roger Hallam, dem Mitgründer von Extinction Rebellion, der den Holocaust als historisches Ereignis relativierte. In einem ZEIT-Interview bezeichnete Hallam den Holocaust als ein "fast normales Ereignis" und kritisierte die deutsche Haltung dazu als "lähmend". Jochen Wegner, damaliger Blattmacher der ZEIT, beschreibt seine Fassungslosigkeit über diese Verharmlosung des Holocausts.
Interview mit Sabine Rückert
Reporterforum
Sabine Rückert, renommierte Gerichts- und Kriminalreporterin der ZEIT, erläutert in diesem Interview ihre Philosophie der Reportage: Sie lehnt oberflächliche Beschreibungen ab und verlangt stattdessen nach "Gedankenmusik" – Texten, die über die bloße Realitätswiedergabe hinausweisen und auf metaphysischer, moralischer und gedanklicher Ebene wirken. Rückert argumentiert, dass echte Reportagen Reflexion, eine erkennbare Haltung des Autors und echtes Interesse an den porträtierten Menschen erfordern. Sie betont den fundamentalen Unterschied zwischen Kamera (pure Beobachtung) und Journalismus (Interpretation und Verstehen). Ein Kerndefizit vieler Reportagen sieht sie darin, dass Autoren sich nicht wirklich für ihr Gegenüber interessieren. Als Beispiel führt sie ihre Reportage "Die Mörderin" an, die für den Egon Erwin Kisch-Preis 2001 ausgezeichnet wurde und zeigt, wie emotionale Authentizität und gedankliche Tiefe bereits im ersten Absatz gründen können.
Interview mit Sahra Wagenknecht in der Zeit
Umfassendes Interview mit Sahra Wagenknecht in der Die Zeit, in dem sie über persönliche Erfahrungen wie rassistische Beleidigungen in ihrer Kindheit und ihre ursprünglichen Karriereziele berichtet. Der Artikel behandelt ihre politischen Positionen, insbesondere ihre Haltung zur Sicherheitspolitik, zu Russland und zur AfD, sowie ihre Reflexion über Fehler in ihrem Leben.
Interview mit Tim Raue und Billy Wagner
Ein Gespräch mit den Berliner Sterne-Gastronomen Tim Raue, Billy Wagner, Micha Schäfer und Sonja Frühsammer über Anschreien in der Küche, warum Nichthauptstädter diskriminiert gehören und Weintrinken eine gute Idee ist.
Interview mit Ursula von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erläutert in einem ZEIT-Interview, wie Europa auf die veränderte geopolitische Lage unter Donald Trumps zweiter Amtszeit reagieren muss. Sie plädiert für wirtschaftliche Stärkung, sicherheitspolitische Eigenständigkeit Europas und den Ausbau von Partnerschaften mit dem globalen Süden. Das Interview behandelt konkrete Strategien, um Europas Unabhängigkeit zu wahren.
Interview mit William Gibson
Jochen Wegner
Interview mit dem Science-Fiction-Autor William Gibson, geführt von Jochen Wegner. Gibson äußert sich zu zeitgenössischen Themen und teilt seine perspektive auf gesellschaftliche Entwicklungen. Das Gespräch dokumentiert die Gedanken des einflussreichen Schriftstellers in einem journalistischen Format.
Interview mit der 100-jährigen Barfrau
Lena Nient
Zum 25. Jubiläum von Ulrike Folkerts als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal erhält diese die junge Fallanalytikerin Johanna Stern zur Seite gestellt, die mit FBI-Erfahrung und Wettkampfhärte deutlich dynamischer wirkt als die erfahrene, müde wirkende Odenthal. Der Kriminalkritiker Holger Gertz kritisiert, dass die Episode zwar textlich solider ist als andere Ludwigshafener Fälle, ihre zentrale Idee – die psychologische Bedrohung einer ausgebrannten Frau durch junge, ehrgeizige Kolleginnen – aber zu plakativ und vorhersehbar umgesetzt wird. Der zugrundeliegende Fall ist handelsüblich: ein Mord unter Eifersucht und Fremdgehen mit bizarrer Komponente. Trotz philosophischer Ansätze zum Thema Altern vermisst Gertz echte psychologische Tiefe hinter der oberflächlichen Umsetzung der führenden Idee.
Interview mit der Nachfolgerin von Joe Chialo
Interne Besetzung: Kai Wegner beruft Sarah Wedl-Wilson zur neuen Kultursenatorin. Vorgänger Joe Chialo war zurückgetreten. Die bisherige Staatssekretärin wird wohl den Sparkurs verteidigen, gegen den es viel Protest gibt.
Interview mit der Süddeutschen Zeitung
Interview mit der Süddeutschen Zeitung, in dem de Maizière die gesellschaftliche Spaltung in Dresden zwischen Ost- und Westdeutschen beschreibt und kritisiert, dass viele westdeutsche Führungspersonen kein Interesse hatten, Ostdeutsche kennenzulernen.
Interview mit drei Männern über Fußballkarrieren
Der Artikel porträtiert drei ehemalige Mitspieler, von denen einer Fußballprofi wurde, während die anderen beiden einen anderen Weg einschlugen. Das Interview zeigt, wie Zufall und Glück Karriereverläufe im Fußball beeinflussen und welche Faktoren darüber entscheiden, wer es schafft und wer nicht.
Interview mit einem Religionswissenschaftler (vermutlich in der ZEIT)
Der Artikel präsentiert ein Interview mit einem Religionswissenschaftler, der die Entstehungsgeschichte von Grundrechten beleuchtet. Er argumentiert, dass zentrale Grundrechte nicht durch die Kirche entstanden sind, sondern historisch gegen kirchliche Positionen erkämpft werden mussten. Der Beitrag hinterfragt damit die Rolle der Religion bei der Entwicklung moderner Werte und Rechte.
Interview über High Heels
Dorothee Bär diskutiert in diesem FAZ-Interview ihre Vorliebe für High Heels und deren Wahrnehmung in Politik und Feminismus. Der Artikel entstand aus einer kritischen FAZ-Berichterstattung, die Bärs High Heels als Hindernis für ein Amt als Entwicklungsministerin dargestellt hatte. Das Interview befasst sich mit der Frage, welche Rolle Mode und persönliche Stilentscheidungen in der politischen Bewertung von Frauen spielen.
Interview über Sinnkrise im Jurastudium
Der Artikel beschreibt die psychische Belastung, die das juristische Staatsexamen auf Studierende ausübt. Zahlreiche Studierende berichten von Angst, Einsamkeit und Depressionen während ihrer Examensvorbereitung. Der Text hinterfragt, warum diese Prüfung so schwierig ist und welche Auswirkungen sie auf angehende Juristen hat.
Interviewreihe im Zeit Magazin
Roger Willemsen
Roger Willemsen führt eine neue Interviewkolumne im Zeit-Magazin, die am 5. März startete. In dieser regelmäßigen Serie spricht der Autor und Moderator mit verschiedenen Persönlichkeiten über ihre Perspektiven und Erfahrungen. Willemsen interviewte für diese Reihe auch den Podcast-Gast Hitzlsperger.
J'accuse
Émile Zola
Émile Zola prangert in „J'accuse...!" die Dreyfus-Affäre an: Der jüdische Offizier Alfred Dreyfus wurde zu Unrecht des Verrats bezichtigt. In einem offenen Brief an Präsident Félix Faure legt Zola systematisch dar, wie hochrangige Militäroffiziere Dreyfus durch Fabrikationen, Antisemitismus und Korruption verurteilten. Zola fordert Rechenschaftspflicht und riskiert Verleumdungsklagen, um die Wahrheit gegen institutionelles Unrecht durchzusetzen.
JWD – Joko Winterscheidts Druckerzeugnis
Joko Winterscheidt
Joko Winterscheidts Magazin "JWD" wird eingestellt. Das Magazin war Teil eines Trends in den 2010er Jahren, in dem bekannte Persönlichkeiten wie auch Barbara Schöneberg eigene Magazine lancierten. Winterscheidts Projekt folgte diesem Phänomen von prominenten Verlegerinitiativen, das nach einigen Jahren wieder auslief.
Journalisten des Jahres
Medium Magazin
Artikel über die Wahl der Journalisten und Journalistinnen des Jahres im Medium Magazin. Der Beitrag würdigt unter anderem Aline Abboud, die erfolgreich zwischen der jugendlichen Leichtigkeit des Online-Formats Funk und der journalistischen Seriosität der Tagesthemen wechselt. Das Magazin bescheinigt ihr, diesen Spagat zwischen verschiedenen Formaten und Zielgruppen meisterhaft zu meistern.
Junges Deutschland
Über Jungdeutschland ist die deutsche Literaturwissenschaft alt geworden, ohne sich sonderlich zu engagieren; Walter Muschg irrte nicht, als er klagte, Jungdeutschland sei ein weißer Fleck der Literaturgeschichte.
Junges Deutschland (Kolumnenreihe)
Maxim Biller
Der Artikel behandelt die Kolumnenreihe „Junges Deutschland", in der Maxim Biller zusammen mit Sibylle Berg, Katja Lange-Müller und einer weiteren Autorin für das Zeitmagazin schrieb. Diese Reihe war ein wichtiger Vorläufer seiner späteren Kolumnenarbeit und prägte sein Selbstverständnis als Schriftsteller.
Kalverkämpers Replik in den Linguistischen Berichten
Hartwig Kalverkämper
Der Artikel ist eine Replik (Gegenerwiderung) zu Hartwig Kalverkämpers Rezensionsartikel. Im Hintergrund steht ein akademischer Disput über feministische Linguistik: Kalverkämper veröffentlichte eine Erwiderung auf Senta Trömel-Plötz' feministisch-linguistischen Aufsatz in den Linguistischen Berichten, woraufhin Pusch ihre berühmte Gegenreplik "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" verfasste.
Kevin Kühnert – Porträt im Zeitmagazin
Katharina Lobenstein · 2025
Katharina Lobenstein porträtiert in diesem Zeitmagazin-Dossier Kevin Kühnert und seinen Rücktritt als SPD-Generalsekretär. Der Politiker spricht darin erstmals offen über seine Beweggründe – nicht eine konkrete Krankheitsdiagnose, sondern die Grenzen seiner psychischen und physischen Belastbarkeit im politischen Alltag.
Kevin-Kühnert-Interview über Sozialismus
Juso-Chef Kevin Kühnert erläutert sein Verständnis von Sozialismus und konkrete Forderungen wie die Kollektivierung von BMW oder die Abschaffung von Privateigentum an Wohnraum. Das Interview hinterfragt, warum die DDR nach Kühnerts Ansicht nicht wirklich sozialistisch war, und beleuchtet seine politischen Positionen zwischen radikalen Idealen und praktischer Realität.
Kevin-Kühnert-Porträt
Katharina Lobenstein
Porträt des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert während seiner Kampagne gegen die Große Koalition. Caterina Lobenstein dokumentiert, wie Kühnert zunehmend unter persönlichen Angriffen und offenen Drohungen litt, die ihn an seiner politischen Rolle zweifeln ließen. Der Artikel gibt Einblick in die belastenden Momente hinter den Kulissen seiner politischen Aktivitäten.
Keynote beim PEN-Kongress (Abdruck in der Süddeutschen Zeitung)
Etgar Keret
Der israelische Schriftsteller Etgar Keret hielt vor dem PEN Berlin einen Vortrag, in dem er sich mit den Lehren seines Vaters auseinandersetzte, besonders angesichts des Krieges seit dem 7. Oktober 2023. Keret erinnert sich an ein Gespräch aus seiner Kindheit, in dem sein Vater ihm eine prägende Lebensweisheit vermittelte: Es gebe keine schlechten und guten Zeiten, sondern nur schwierige und einfache Zeiten – und gerade die schwierigen seien diejenigen, in denen man am meisten über sich selbst lerne. Diese väterliche Einsicht, die zum Handeln auffordert, beschäftigt Keret seit Kriegsbeginn intensiv, da sie der aktuellen Situation angemessen erscheint. Der Vortrag reflektiert, wie persönliche Erfahrungen und familiäre Weitergabe von Werten in Zeiten von Krise und Krieg an Bedeutung gewinnen.
Knobelserien der Zeit
Thomas von Randow
Nachruf auf Thomas von Randow, einen Mathematiker und Wissenschaftsjournalisten, der als Visionär des kritischen Wissenschaftsjournalismus in der ZEIT gilt. Mit seinen beliebten Knobelserien in der Zeitung lehrte er Generationen von Lesern die Freude an der Mathematik und prägte die deutsche Medienwelt nachhaltig.
Kochkolumne im ZEITmagazin
Elisabeth Räther
Elisabeth Räther äußert sich in ihrer Kolumne zum Thema Zucker in der Ernährung und vertraut dabei auf einen genussvollen Umgang mit Lebensmitteln. Die renommierte Food-Journalistin und Chefredakteurin des ZEITmagazins argumentiert dafür, dass Zucker einen natürlichen Platz in einer ausgewogenen Ernährung haben kann. Der Artikel verbindet kulinarische Erfahrung mit einer persönlichen Ernährungsphilosophie.
Kolumne in der Frankfurter Rundschau
Hadija Haruna-Oelker
Kolumne der Frankfurter Rundschau Kolumnistin Hadija Haruna-Oelker. Sie schreibt regelmäßig für die renommierte Zeitung und behandelt aktuelle gesellschaftliche und politische Themen. Ihre Kolumnen zeichnen sich durch kritisches Denken und fundierte Perspektiven aus und werden von Podcast-Hörern ausdrücklich empfohlen.
Kolumne von Reinhard Tramontana (Profil, letzte Seite)
Reinhard Tramontana
Sammlung von Kolumnen des österreichischen Journalisten Reinhard Tramontana, der im Magazin Profil mit sprachlich brillant konstruierten Texten bekannt wurde. Seine Kolumnen zeichnen sich durch virtuose Wortspiele und ungewöhnliche formale Experimente aus, etwa Texte, in denen fast jedes Wort eine bestimmte Silbe enthält. Tramontanas originelle Schreibweise machte ihn zum Kult-Autor und Vorbild für eine Generation von Journalisten.
Kolumne über Allmendinger in der FAS
Rainer Hank
Nicola Fuchs-Schündeln wird neue Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) und folgt Jutta Allmendinger nach. Der Artikel behandelt auch Allendingers Amtsantritt, den FAZ-Wirtschaftschef Rainer Hank damals in einer Kolumne kritisch kommentiert hatte. Trotz des öffentlichen Verrisses entwickelten Hank und Allmendinger später eine Freundschaft.
Kolumne über Bärbel Schäfer
Maxim Biller
Die Kolumne „Bärbel Schäfer" ist Teil des Sammelbands „100 Zeilen Hass" und setzt sich kritisch mit der Moderatorin und ihrem Image als Prototypin der Nachmittags-Talkshow auseinander. Der Autor Biller zögerte zunächst, die kritische Kolumne aufzunehmen, da sie harte Vorwürfe enthält, reflektiert aber die grundsätzliche Ambivalenz zwischen beruflichem Erfolg im Fernsehen und der damit verbundenen öffentlichen Kritik.
Kolumne über Joschka Fischer
Maxim Biller
Maxim Biller verfasste eine Kolumne für das Zeitmagazin, in der er Joschka Fischer als Lügner bezeichnete, weil dieser seine Position zum Jugoslawienkrieg geändert hatte. Das Zeitmagazin lehnte die Veröffentlichung ab. Der kritische Text erschien später als Faksimile in der taz.
Kolumne über Katja Riemann
Maxim Biller
Eine Kolumne über Katja Riemann als Galionsfigur der neuen deutschen Komödien, die der Autor scharf kritisierte. Riemann antwortete mit einem eigenen Gegentext und dokumentiert damit eine offene Streitkultur, ohne rechtliche Eskalation wie heute üblich.
Kolumne über Nachrichtenverzicht
Rolf Dobelli
Rolf Dobelli argumentiert in einer provokanten Kolumne, dass man aufhören sollte, Nachrichten zu konsumieren, und stellt die Frage, welche Nachrichten wirklich das eigene Leben verändern. Christoph Amend widerspricht dieser These und macht deutlich, dass man Nachrichten lesen kann, ohne sein Leben danach auszurichten. Die Kolumne dient als Ausgangspunkt für eine Debatte über den tatsächlichen Informationswert von Journalismus und den sinnvollen Umgang mit Nachrichtenkonsum.
Kolumne über rechte Umtriebe bei Focus
Maxim Biller
Die Kolumne des Schriftstellers Maxim Biller kritisiert rechte Positionen beim Focus-Magazin. Nachdem das Magazin Tempo die Veröffentlichung zurückhielt, erschien sie stattdessen in der taz. Der Artikel dokumentiert einen Konflikt um Pressefreiheit und redaktionelle Entscheidungen in deutschen Medienunternehmen.
Kolumnen im Zeitmagazin
Wolfram Siebeck
Wolfram Siebecks Kolumnen im Zeitmagazin waren donnerstags mit großem Interesse gelesen und prägten Generationen von Lesern. Seine Texte verbanden gastronomisches Wissen mit tiefgreifenden kulturellen Beobachtungen. Siebeck gilt damit als prägender Vertreter einer intellektuellen Diskussionskultur, die Essen, Wein und gesellschaftliche Fragen miteinander verband.
Kommentar Süddeutsche Zeitung Ostern
Gerhart Baum
Der 91-jährige FDP-Politiker und frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum warnt vor der AfD und argumentiert, dass Wähler, die diese Partei unterstützen, Menschen ein politisches Mandat geben, die Deportationen planen. In seinem Gastkommentar für die Süddeutsche Zeitung fordert Baum Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf, die Junge Alternative, die Jugendorganisation der AfD, zu verbieten. Baum kritisiert damit explizit den rechtsextremistischen Kurs der AfD und warnt die Wählerschaft vor den Konsequenzen ihrer Wahlentscheidung.
Kommentar in der Süddeutschen Zeitung
Gerhart Baum
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) warnt vor der AfD und argumentiert, dass Wähler der Partei Menschen ein Mandat geben, die Deportationen planen. In seinem Gastkommentar fordert der 91-jährige Kölner Rechtsanwalt Innenministerin Nancy Faeser auf, die Jugendorganisation „Junge Alternative" zu verbieten. Mit seiner Botschaft richtet sich Baum direkt an die Wähler und macht deutlich, dass eine Stimme für die AfD einer Unterstützung extremistischer Pläne gleichkommt.
Kommentar zu den Vorfällen in Köln an Silvester
Thomas Fischer
Der Artikel analysiert die massiven sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015 in Köln und zieht daraus vier wichtige Lektionen. Er untersucht, wer die Täter waren, welche Fehler die Polizei beging und ob die Vorfälle hätte verhindert werden können. Ein besonderer Fokus liegt auf dem einflussreichen juristischen Kommentar des Bundesrichters Fischer.
Kommentar zur NS-Aufarbeitung
Hilmar Klute
Hilmar Klute kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die anhaltende Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Er argumentiert, dass eine ausschließliche Fokussierung auf die historische Vergangenheit den Blick auf gegenwärtige Probleme verstellt. Klute fordert stattdessen eine kritische Auseinandersetzung mit dem heutigen Rechtsextremismus und hinterfragt, warum rechtsextreme Parteien nicht verboten werden.
Kommunistische Volkszeitung
KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland)
Die Kommunistische Volkszeitung war die Parteizeitung des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) und spielte eine Rolle in der linken Bewegung der 1970er Jahre. Der Artikel dokumentiert die historische Zeitung als Quelle für die Geschichte der K-Gruppen und ihren Versuch, Arbeiter zu mobilisieren, wobei die Zeitung in der Praxis wenig Resonanz fand.
Kritik am persönlichen Sachbuch
Der Bücherfrühling bietet viel: Biografien über die Vordenker der Aufklärung, eine Recherche über Putins Netzwerk – und eine Kritik am Antirassismus, der die Gesellschaft spaltet. Mit diesen Büchern, von Experten empfohlen, reden Sie mit!
Kritik über Zimmer frei
Hans Hoff
Die 700. und letzte Folge von „Zimmer frei!" wird zur emotionalen Verabschiedung: Nach 20 Jahren beenden Moderator Götz Alsmann und Co-Moderatorin Christine Westermann die Sendung, wobei Westermann unter Tränen gesteht, Alsmann habe sich nie richtig für sie interessiert – eine nüchterne Zustandsbeschreibung zum Abschied. Der Artikel kritisiert, dass die Jubiläumsfolge durch die Fülle an Gästen statt Spannung brachte, obwohl „Zimmer frei!" sich durch bewusste Peinlichkeit, reichlich Alkoholkonsum und absurde Spiele auszeichnete, bei denen keiner bloßgestellt wurde. Alsmann begründet die freiwillige Beendigung als Weggehen auf dem Höhepunkt der Beliebtheit – nicht „wie ein alter Köter vom Hof gejagt zu werden" – was Autor Hans Hoff als vorbildlich für andere Formate beschreibt, die sich zu lange halten.
Kronenzeitung
Bericht über die Festnahme eines Todes-Schleppels durch die österreichische Polizei im Zusammenhang mit einem Flüchtlings-Drama. Der Artikel dokumentiert einen Fall von Menschenschmuggel und verdeutlicht die dramatischen Konsequenzen illegaler Schleusernetze, die Flüchtlinge unter lebensgefährlichen Bedingungen transportieren. Das Thema steht im Kontext der intensiven Berichterstattung österreichischer Boulevardmedien zur Flüchtlingsproblematik.
L'Humanité-Leitartikel gegen Cohn-Bendit
Georges Marchais
[VIDÉO] ARCHIVES - A l'occasion des 50 ans de Mai 1968, LCI s'intéresse aux Unes de presse emblématiques de l'époque, à travers cinq grandes dates qui ont marqué les événements. Le 3 mai, jour de révolte à la Sorbonne, le quotidien communiste L'Humanité publie un virulent édito de Georges Marchais contre "les groupuscules gauchistes" menés par Daniel Cohn-Bendit. Pourquoi tant de haine ? - Mai 68 en cinq Unes (1/5) : le 3 mai, le jour où le journal "L'Huma" est passé à côté de la révolte étudiante (Sujets de société).
L'Oblique
Claude Parent
L'Oblique war eine einflussreiche Architekturzeitschrift des Pariser Architekten Claude Parent aus den 1970er Jahren. Sie behandelt das Konzept der Schrägung und schrägen Flächen als gestalterische und theoretische Grundlagen in der Architektur. Die darin entwickelten Ideen zur physischen Destabilisierung von Räumen durch geneigte Ebenen hatten später nachweisbar Einfluss auf bekannte Bauwerke wie die Betonrampe der Londoner Tate Modern.
La France s'ennuie
Leitartikel des Le Monde vom Winter 1967/68, in dem der Chefredakteur die politische Stagnation Frankreichs beklagt. Im Vergleich zu anderen Ländern wirkt Frankreich erstarrt und ohne gesellschaftliche Bewegung. Der Artikel sollte sich als ironischer Vorbote der Mai-68-Studentenrevolte erweisen, die wenig später ausbrach und Frankreich politisch aufwühlte.
Lachsverkostung (Zeitschriften-Artikel)
Der Artikel dokumentiert eine Verkostung verschiedener Lachssorten von Supermarktanbietern durch Tim Raue. Im Test werden Discountervarianten und hochwertigere Produkte miteinander verglichen und nach Verpackung, Geruch und Qualität bewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf den Unterschieden zwischen Preis und Qualität bei verschiedenen Handelsmarken.
Lars Klingbeil – Porträt bei Zeit Online
Michael Schlieben
Porträt des SPD-Politikers Lars Klingbeil aus der ZEIT. Der Artikel untersucht, ob der beliebte und belastbare Politiker das Zeug zum Vizekanzler hat. Es werden private Fotos aus seiner Jugend verwendet, um die Person hinter dem Politiker zu zeigen. Die zentrale Frage: Reicht Beliebtheit allein aus, oder braucht es mehr für höchste Ämter?
Leitartikel zur EU-Abhängigkeit Deutschlands
Max Scheritz
Max Scheritz erörtert in seinem Zeit-Leitartikel die Frage, wie Deutschland und Europa ihre Rolle im 21. Jahrhundert gestalten sollten. Dabei warnt er vor oberflächlichen Vergleichen mit den USA und hebt hervor, dass die deutsche Wirtschaft viel stärker von europäischen Strukturen abhängt als die amerikanische von globalen Verflechtungen. Diese wirtschaftliche Abhängigkeit muss seiner Ansicht nach bei politischen Entscheidungen zentral berücksichtigt werden.