Rechtsextremismus
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Medien (71)
2083 – A European Declaration of Independence
Anders Breivik · 2011
Book 2 Europe Burning. A European declaration of independence. De Laude Novae Militiae. Pauperes commilitones Christi Templique Solomonici. Anders Behring Breivik, since 2017 legally Fjotolf Hansen, also known by his pseudonym Andrew Berwick, born 13 February 1979, is a Norwegian far-right activist who committed the 2011 Norway attacks in Olso and Utoya.
Angst im Rücken
Daniel Cohn-Bendit
Dokumentarfilm von Daniel Cohn-Bendit über die Angst der jüdischen Gemeinde in Frankfurt nach den Anschlägen von Rostock-Lichtenhagen 1993. Der Film porträtiert Mitglieder der jüdischen Gemeinde und ihre Überlegungen, ob sie in Deutschland bleiben können. Ein wichtiges Zeugnis der Verunsicherung jüdischen Lebens in Deutschland Anfang der 1990er Jahre, ausgestrahlt in der ARD.
Artikel zur AfD und Meinungsfreiheit
Andreas Rosenfelder
Der WELT-Artikel von Andreas Rosenfelder kritisiert die parlamentarische Ausgrenzung der AfD, die trotz ihrer Stellung als zweitstärkste Fraktion mit 152 Abgeordneten von Ämtern und Würden ferngehalten wird. Rosenfelder argumentiert, dass diese Strategie der übrigen Parteien den demokratischen Spielregeln widerspricht. Im Fokus steht auch die Frage, inwieweit die Einstufung der AfD als rechtsextrem die Meinungsfreiheit berührt. Rosenfelders Methode zeigt auf, dass auch Positionen der AfD in seriöser Sprache und sachlicher Form formulierbar sind, ohne dass der inhaltliche Kern verloren geht.
Artikel über Holocaust-Leugnerin-Prozess
Im Jahr 2024 wurde eine 95-jährige Holocaust-Leugnerin – mutmaßlich Ursula Haverbeck – erneut vor Gericht gestellt. Während der Verhandlung erhielt sie von Zuschauern im Gerichtssaal Applaus, was bundesweit für Entsetzen sorgte. Der Spiegel berichtete über den Vorfall und die gesellschaftliche Debatte, die dadurch ausgelöst wurde. Der Fall verdeutlicht, dass Holocaustleugnung und rechtsextreme Sympathien in Deutschland auch 2024 noch öffentlich gezeigt werden. Für viele war der Beifall ein alarmierendes Zeichen für den Zustand der deutschen Erinnerungskultur.
Artikel über Neonazi-Begegnung im Schwimmbad
Deborah Feldman
Deborah Feldman besuchte mit ihrem Sohn und einem Freund ein Schwimmbad in Oranienburg bei Berlin, als sie einen Mann mit einem grossen Auschwitz-Tattoo und dem Spruch 'Jedem das Seine' auf dem Ruecken entdeckten. Der Mann, Marcel Zech, trug weitere einschlaegige Taetowierungen (Eisernes Kreuz, Schwarze Sonne, Reichsadler) und war Mitglied der NPD. Obwohl das Schwimmbadpersonal zunaechst untaetig blieb, fotografierte ein anderer Badegast das Tattoo und veroeffentlichte es auf Facebook, woraufhin der Fall internationale Aufmerksamkeit erhielt. Feldman beschreibt ihre Ohnmacht und Angst als juedische Frau, die mit ihrem Kind einem offen auftretenden Neonazi gegenueberstehen musste. Dieser Artikel in der amerikanisch-juedischen Zeitung The Forward machte die Produzentin Anna Winger auf Feldman aufmerksam, was zur Netflix-Serie 'Unorthodox' fuehrte.
Artikel über die Reichsbürger-Razzia und Medienberichterstattung
Stefan Niggemeier
Stefan Niggemeier analysiert die Medienberichterstattung über die Reichsbürger-Razzia kritisch und fragt, wie Journalisten so schnell und ausführlich berichten konnten – es stellt sich die Frage nach möglichen Absprachen mit Behörden. Der Medienjournalist warnt davor, dass Journalisten nicht zur PR-Abteilung der Ermittler werden dürfen und Distanz bewahren müssen. Seine Analyse zeigt, dass Reichsbürger in Medienberichten oft verharmlost werden, obwohl sie tatsächlich gut organisiert, wohlhabend und in institutionellen Strukturen verankert sind – eine erhebliche Unterschätzung ihrer tatsächlichen Gefährlichkeit.
Artikel über junge Neonazis
Im sächsischen Görlitz werden junge Neonazis für einen Angriff auf politische Gegner verurteilt. Ihr Anführer nutzt den Moment für einen Strategiewechsel.
Artikel über politische Komfortzonen und die AfD
Roman Deininger
Bernhard Winter lädt seit 1992 zu „Sonntagsbegegnungen" ein – einem kostenlosen Dialogformat, bei dem zwei prominente Gesprächspartner vor Publikum über ein strittiges Thema diskutieren, ohne Moderator oder Honorare. Am Anfang Oktober findet die 117. Veranstaltung in Erding statt, wo die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch und der SZ-Chefreporter Roman Deininger der Frage „Brauchen wir Parteien?" nachgehen. Nach der einstündigen Diskussion folgt eine Publikumsrunde und gemeinsames Mittagessen. Das Format erfreut sich großer Beliebtheit – die 120 Plätze waren bereits ausgebucht, bevor die Veranstaltung publik gemacht wurde. Winters Erfolgsgeheimnis liegt in einer Mischung aus Freundlichkeit, Hartnäckigkeit und knackig formulierten Themen, die renommierte Gäste aus Politik, Kirche, Kunst und Wissenschaft anziehen.
Artikel über rechtsradikale Netzwerke und Herbert Reul
Eva Menasse
Eva Menasse diskutiert entschlossenes politisches Handeln am Beispiel von Herbert Reuls Kampf gegen Kinderpornografie. Sie plädiert dafür, dass rechtsradikale Netzwerke mit vergleichbarer Intensität und institutioneller Schwerpunktstaatsanwaltschaft bekämpft werden sollten.
Baseballschlägerjahre
Christian Bangel
Die Nachwendejahre waren besonders in Ostdeutschland von rechter Gewalt geprägt. Unsere Serie "Baseballschlägerjahre" erzählt von einer Zeit, die bis heute nachwirkt.
Bericht des Bundesamts für Verfassungsschutz zur AfD
Bundesamt für Verfassungsschutz
Der Verfassungsschutzbericht stuft die AfD als gesichert rechtsextrem ein. Die Kritik richtet sich darauf, dass der zur Einstufung angelegte Maßstab nicht dem des Bundesverfassungsgerichts für die Prüfung von Parteiverboten entspricht. Dies ist relevant, da die rechtliche Beurteilung einer Partei erhebliche verfassungsrechtliche und politische Implikationen hat.
Bericht zu Rechtsextremismus beim KSK
Bundesverteidigungsministerium
Ein Bericht des Bundesverteidigungsministeriums vom Februar 2021 dokumentiert 843 rechtsextremistische Verdachtsfälle in der Bundeswehr, davon 50 beim KSK. Der Bericht zeigt ein strukturelles Problem rechtsradikaler Tendenzen in den Spezialkräften auf. Das Dokument ist relevant, weil es die Verbreitung rechtsextremer Netzwerke in Bundeswehreinheiten belegt und die Gefahren durch radikalisierte Militärangehörige verdeutlicht.
Bericht über die rechte Buchmesse in Halle
Jens Balzer
In Halle treffen sich rechte Verlage zu einer eigenen Buchmesse. Gauland, Köppel, Matussek, Tichy – die komplette Szeneprominenz ist da. Wir gehen auch rein.
Buch von Said Etris Hashemi
Said Etris Hashemi · 2024
Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich.
Compact-Magazin
Kompakt ist ein rechtsextremes Monatsmagazin, das in Deutschland vertrieben wird. Im Fall des Täters Patrick Weber spielte das Magazin eine Rolle als Beleg für seine rechtsextreme Gesinnung, nachdem er Sticker des Magazins an seinem Arbeitsplatz angebracht hatte und dafür vom Arbeitgeber abgemahnt wurde. Das Medium wird damit als Indiz für die ideologische Ausrichtung des Täters herangezogen.
Deutschland erwacht
Taz-Artikel, der vor Gefahren durch Rechtsradikalismus und Gewalt vom rechten Rand warnt. Der Text wurde Auslöser einer Kontroverse um Norbert Bolz, der die Zeile ironisch aufgriff und mit dem verbotenen SA-Spruch »Deutschland erwache« verband, was zu einer Polizeiaktion führte.
Die Patrioten
Kerstin Kohlenberg
Investigativer Podcast von Kerstin Kohlenberg über den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Kohlenberg spricht mit Beteiligten des Capitol-Sturms und dokumentiert deren Perspektiven auf diesen polarisierenden Moment der amerikanischen Politik. Ein intensives Porträt durch Originalstimmen.
Diskursatlas Antifeminismus
Andreas Kemper
Der Diskursatlas Antifeminismus ist ein Forschungsprojekt von Andreas Kemper, das rechte Strategien und Rhetorik analysiert. Das Projekt untersucht, wie bestimmte Begriffe und Schlagwörter gezielt eingesetzt werden, um junge Menschen für antifeministische Positionen zu gewinnen. Es bietet ein analytisches Werkzeug zur Erkennung und Dekodierung dieser Diskursstrategien.
Dokumentation über Horst Mahlers Radikalisierung
Die Dokumentation zeichnet Horst Mahlers politische Radikalisierung nach – von seiner Zeit als Anwalt der RAF über seine spätere Transformation zu rechtsextremen und Holocaust-leugnenden Positionen. Im Gegensatz zu typischen RAF-Dokumentationen konzentriert sie sich speziell auf Mahlers persönlichem Weg der Radikalisierung und dokumentiert die verschiedenen ideologischen Phasen seiner Entwicklung. Das Werk bietet damit einen Einblick in die biografischen Ursprünge einer extremistischen Entwicklung in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Dresdner Rede (Denkmal der Schande)
Björn Höcke · 2018
Masterarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache ist das Kommunikationsmittel schlechthin: Sie bildet seit Jahrtausenden die Grundlage für das gegenseitige Verständigen und Verstehen von heute mehr als sieben Milliarden Menschen weltweit. Währenddessen liegt die Aufmerksamkeit eigentlich mehr auf dem was wir sagen, als auf dem wie wir es sagen.
Eisernes Schweigen – Das Attentat meines Vaters
Traudl Bünger
Die Autorin Traudl Bünger arbeitet ein dunkles Familiengeheimnis auf: Ihr Vater beging 1960 ein rechtsextremes Bombenattentat in Südtirol. Der WDR-Podcast erforscht das Schweigen der Familie, die Verstrickung zwischen persönlicher Geschichte und politischem Verbrechen, sowie die Relevanz von Radikalisierung im eigenen Umfeld.
Esquire-Kurzgeschichte über MAGA und Schmetterlingsschutzgebiet
T. C. Boyle
Umfassender Index aller Kurzgeschichten von T.C. Boyle mit alphabetischer Sortierung und Sammelbandangaben. Der Autor hat neue Geschichten geschrieben, darunter eine für Esquire im Juli, die von einem realen Zwischenfall an der amerikanisch-mexikanischen Grenze inspiriert wurde, bei dem rechtsextreme Aktivisten ein Schmetterlingsschutzgebiet attackierten.
Freiheit
Gerhart Baum · 2021
Demokratie in Gefahr: Kampf für die freiheitliche Grundordnung Die Freiheit als Fundament unserer demokratischen Gesellschaft wird angegriffen – von innen und außen. Verantwortlich sind Rechtsextremismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft und der Siegeszug von Irrationalität und Systemverachtung durch Parteien wie die AfD. Unkontrollierbare globale Entwicklungen ökonomischer und politischer Art und unberechenbare Autokraten bringen die Demokratien weltweit ins Wanken.
Gespräch mit Jakob Augstein
Jakob Augstein diskutiert in dieser Episode mit Nora Bossong über die wachsende Anziehungskraft rechtsextremer Bewegungen auf junge Menschen, exemplifiziert durch die 20,8%-Quote der AfD bei der Bundestagswahl. Das Gespräch stellt die zentrale Frage, ob unsere Demokratie unter dieser Entwicklung zerbröckelt, und untersucht, welche historischen Lektionen uns davor bewahren können. Augstein und Bossong erörtern damit die gegenwärtige politische Gefährdungslage und mögliche Gegenstrategien aus einer historisch-analytischen Perspektive.
Gutachten des Bundesamts für Verfassungsschutz zur AfD
Das Bundesamt für Verfassungsschutz erstellte ein 1.100-seitiges Gutachten zur AfD, von dem jedoch nur 17 Seiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Dies wirft Fragen zur Transparenz und zum Umgang mit Informationen von öffentlichem Interesse auf. Der Podcast behandelt die politischen und rechtlichen Implikationen dieser selektiven Veröffentlichungspraxis.
Hateland
Martin Kaul
Martin Kauls meisterhaft erzählter Podcast über den Reichsbürger-Prozess rund um Prinz Reuß und weitere Beschuldigte. Die Serie kombiniert investigative Tiefe mit spannender Narrativstruktur und bietet eine packende Analyse einer der bizarrsten Verschwörungsgeschichten der Gegenwart.
Interview mit Barbara Ludwig zur Chemnitz-Verurteilung
Der Artikel berichtet über den Rückzug der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig nach 13 Jahren im Amt. Die rechtsextremen Unruhen nach dem Tod von Daniel H. in Chemnitz stellten ihre größte politische Herausforderung dar. Ludwig geriet in Kritik, da sie sich öffentlich eine Verurteilung im Prozess wünschte, statt sich auf rechtsstaatliche Prinzipien zu beschränken.
Interview mit Hans-Georg Maaßen zu den Chemnitzer Ausschreitungen
Bild-Zeitung
Der Artikel behandelt die umstrittenen Aussagen des damaligen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen zu den Ereignissen in Chemnitz. Maaßen bestritt in einem Interview mit der BILD-Zeitung das Vorhandensein von organisierten „Hetzjagden". Der Beitrag dokumentiert Maaßens Position zu dieser kontrovers diskutierten Debatte.
Kolumne über rechte Umtriebe bei Focus
Maxim Biller
Die Kolumne des Schriftstellers Maxim Biller kritisiert rechte Positionen beim Focus-Magazin. Nachdem das Magazin Tempo die Veröffentlichung zurückhielt, erschien sie stattdessen in der taz. Der Artikel dokumentiert einen Konflikt um Pressefreiheit und redaktionelle Entscheidungen in deutschen Medienunternehmen.
Kommentar Süddeutsche Zeitung Ostern
Gerhart Baum
Der 91-jährige FDP-Politiker und frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum warnt vor der AfD und argumentiert, dass Wähler, die diese Partei unterstützen, Menschen ein politisches Mandat geben, die Deportationen planen. In seinem Gastkommentar für die Süddeutsche Zeitung fordert Baum Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf, die Junge Alternative, die Jugendorganisation der AfD, zu verbieten. Baum kritisiert damit explizit den rechtsextremistischen Kurs der AfD und warnt die Wählerschaft vor den Konsequenzen ihrer Wahlentscheidung.
Kommentar in der Süddeutschen Zeitung
Gerhart Baum
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) warnt vor der AfD und argumentiert, dass Wähler der Partei Menschen ein Mandat geben, die Deportationen planen. In seinem Gastkommentar fordert der 91-jährige Kölner Rechtsanwalt Innenministerin Nancy Faeser auf, die Jugendorganisation „Junge Alternative" zu verbieten. Mit seiner Botschaft richtet sich Baum direkt an die Wähler und macht deutlich, dass eine Stimme für die AfD einer Unterstützung extremistischer Pläne gleichkommt.
Kommentar zum Umgang mit der AfD
Justus Bender
Der FAZ-Artikel von Justus Bender setzt sich mit dem Umgang der Deutschen mit der AfD auseinander. Er argumentiert, dass eine klare Entscheidung getroffen werden muss: Entweder wird die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft und entsprechend behandelt, oder sie wird zu Unrecht stigmatisiert. Diese These bildet die Grundlage für Diskussionen über ein mögliches Parteiverbotsverfahren.
Kommentar zur AfD-Regierungsbeteiligung
Marc-Felix Serrao
Kommentar des NZZ-Deutschland-Chefredakteurs Marc-Felix Serrao zur politischen Auseinandersetzung mit der AfD nach den Thüringen-Wahlen. Serrao argumentiert, dass die bisherige Ausgrenzungsstrategie gescheitert ist und plädiert stattdessen dafür, die AfD regieren zu lassen, um sie auf diese Weise politisch stellen zu können. Der Kommentar regt zur Debatte über neue Strategien im Umgang mit der Partei an.
Kommentar zur NS-Aufarbeitung
Hilmar Klute
Hilmar Klute kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die anhaltende Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Er argumentiert, dass eine ausschließliche Fokussierung auf die historische Vergangenheit den Blick auf gegenwärtige Probleme verstellt. Klute fordert stattdessen eine kritische Auseinandersetzung mit dem heutigen Rechtsextremismus und hinterfragt, warum rechtsextreme Parteien nicht verboten werden.
Korrektiv-Recherche zum Potsdamer Treffen
Korrektiv
Im vergangenen Jahr löste der "Correctiv"-Bericht über das "Potsdamer Treffen" große Empörung aus. Hunderttausende demonstrierten gegen rechts. Teilnehmer des Treffens reichten Klagen ein. Zwei wurden nun abgewiesen.
Korrektivrecherche (Geheimplan gegen Deutschland)
Correctiv
Der Artikel ist ein FAQ zur Correctiv-Recherche "Geheimplan gegen Deutschland", die ein geheimes Treffen von AfD-Politikern und Rechtsextremisten dokumentierte. Das Dokument beantwortet häufig gestellte Fragen zur investigativen Reportage, die Pläne zur Massendeportation von Migranten aufdeckte und breite öffentliche Aufmerksamkeit erregte.
Lauter Widerstand
Martin Groß · 2024
Das kleine Dorf Jamel im Nordwesten von Mecklenburg-Vorpommern zwischen Grevesmühlen und Wismar gilt als rechtsextreme Hochburg. Hier zogen in der Vergangenheit gezielt Neonazis zu. Mit rechten Parolen und Symbolen beanspruchen sie ganz offen die Deutungshoheit im Dorf. Mittendrin: das Künstler-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer.
Meinungsstück zur Papstwahl
Bernd Ulrich, Georg Löwisch
Der Artikel argumentiert, dass Demokratie ihre fundamentalen Werte wie Gleichheit, Barmherzigkeit und Respekt aus dem christlichen Erbe bezieht. Angesichts eines globalen Rechtsrucks wird die Frage aufgeworfen, ob Demokratie ohne diese ethischen Fundamente noch funktionieren kann. Die Autoren sehen die Wahl des neuen Papstes als Symbol für den Kampf um die Wahrung dieser demokratischen Grundwerte.
Mit Islamisten reden! Über die Notwendigkeit von kritischem Dialog und programmatischer Einbeziehung
Heidi Reichinnek · 2025
Die freundliche Revolution »Wir sind die Brandmauer!«, schleuderte Heidi Reichinnek Friedrich Merz im Bundestag entgegen, als dieser im Januar 2025 mit den Stimmen der AfD die deutschen Migrationsgesetze weiter verschärfen wollte. Ihre Wutrede verbreitete sich auf Instagram und Tiktok millionenfach und wurde zum Symbol für das Comeback der Linkspartei.
Mit Kanonen auf einen Spatzen geschossen
Arno Frank
Das ZDF und die »Zeit« haben die Identität eines rechten Influencers aufgedeckt, seither ist die Aufregung groß: Ist das noch Journalismus, ist das schon Doxxing? Vielleicht sind das einfach die grundsätzlich falschen Fragen.
Mit der Faust in die Welt schlagen
Lukas Rietzschel · 2018
Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlus...
Oder
Christian Bangel · 2017
Man kann alles erreichen, wenn man nur will - daran würde Matthias Freier, 20, so gerne glauben. Aber wenn er im Jahr 1998 in seiner Platte sitzt und auf seine Heimatstadt Frankfurt (Oder) blickt, weiß er nicht recht: Ist das der wilde Osten der unbegrenzten Möglichkeiten oder nur eine öde Brache, die fest in der Hand der Angst und Schrecken verbreitenden Nazis ist? Freiers Kumpel Fliege hat sich entschieden, sein und Freiers Schicksal in die Hand zu nehmen.
Recherche zu Habeck auf Hallig Hooge
Die ZEIT-Recherche untersucht die Hintergründe der Demonstrationen gegen Robert Habeck an einem Fähranleger auf Hallig Hooge im Januar. Laut dem Artikel spielten radikal rechte Kräfte eine zentrale Rolle bei der Organisation der Proteste. Die Recherche zeigt, dass die Demonstrationen nicht spontan entstanden, sondern gezielt von rechtsextremen Akteuren koordiniert wurden.
Recherche zu Habeck-Protest auf Hallig Hooge
Im Januar 2025 blockierten Hunderte Demonstranten Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck an der Fähre zu Hallig Hooge. Eine Recherche von Zeit Online enthüllt, dass rechtsradikale Organisatoren die Proteste koordiniert hatten. Der Artikel untersucht die Strukturen und Hintergründe dieser orchestrierten Blockade gegen den Grünen-Politiker.
Recherche zu den Zusammenhängen der Hitler-Tagebücher mit der Neonazi-Szene
Der Artikel untersucht den Skandal um die 1983 vom Stern veröffentlichten, später als Fälschung entlarvten Hitler-Tagebücher. Bertelsmann lässt den Umgang mit diesem Medienskandal nun durch Forscher aufarbeiten und beleuchtet dabei auch die Verbindungen zur Neonazi-Szene. Die Recherche zeigt, welche Rolle solche Devotionalien im extremistischen Milieu spielten.
Recherchen zu den Hetzjagden in Chemnitz
Süddeutsche Zeitung
Das sächsische Landeskriminalamt bestätigt in einem vertraulichen Bericht, dass es bei den Chemnitz-Ausschreitungen 2018 tatsächlich zur gezielten Jagd auf Migranten kam – eine Einschätzung, die Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR stützen. In Mobilfunk-Chats von Rechtsextremen aus der Region finden sich explizite Verabredungen zu Gewalt gegen vermeintliche Migranten, wobei die Täter selbst vom Begriff „Jagd" sprachen – noch bevor die öffentliche Debatte darüber entstand. Der mutmaßliche Rädelsführer der Gruppe „Revolution Chemnitz", Christian K., prahlte in mehreren Nachrichten damit, Migranten „erwischt" und Übergriffe begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat gegen K. inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, während sich die Verteidiger der Beteiligten zu den Vorwürfen nicht äußern möchten. Diese Chatprotokolle klären erstmals systematisch die lange umstrittene Frage, ob es an den Chemnitzer Demonstrationen zu organisierten Hetzjagden kam – und trugen ehemals zur Entlassung des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen bei.
Rechts. Deutsch. Radikal.
Thilo Mischke · 2020
ProSieben zeigt die investigative Doku "ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal." von und mit Thilo Mischke: Für ProSieben hat Journalist Thilo Mischke in den vergangenen 18 Monaten innerhalb rechter Netzwerke recherchiert und Anhänger verschiedener rechter und rechtsextremer Gruppierungen getroffen. Im "ProSieben Spezial: Rechts. Deutsch. Radikal." geht er der Frage nach: "Ist unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Gefahr?"
Rede auf dem Rittergut Schnellroda
Björn Höcke · 2022
Prozesse der Radikalisierung hin zum gewaltorientierten Extremismus stellen eine der großen Herausforderungen für demokratische Gesellschaften dar. Das Buch versammelt Beiträge von Expert*innen der Forschung zu und Prävention von Radikalisierung im Jugendalter. Thematisiert werden die unterschiedlichen Phänomene Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus und Linksextremismus mit besonderem Bezug auf jugendspezifische Aspekte.
Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025
J.D. Vance · 2026
Polygon 4 2025 umfasst die Krisenjahre 2024 2025 in Deutschland und Europa essayistisch und dokumentarisch. Im Mittelpunkt steht der Zerfall der Ampelkoalition mit Vertrauensfrage, Minderheitsregierung und vorgezogener Bundestagswahl. Der Winter des Machtvakuums beschreibt ein verunsichertes Land zwischen Regierungssturz, Interregnum und Erstarken der extremen Rechten.
Rede im Ballhaus Watzke
Björn Höcke · 2018
Facharbeit (Schule) aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: A, , Veranstaltung: Extended Essay, Sprache: Deutsch, Abstract: Björn Höcke hielt am 17. Januar 2017 eine Rede für die Junge Alternative Dresden. Durch seine möglichen antisemitischen Äußerungen, insbesondere über das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin (“wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat”), w...