Gerichtsreportage
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Medien (14)
Artikel über den Fall Ida Derniko
Daniel Müller
Ein Gerichtsreportage-Text aus der ZEIT über den Prozess gegen Ida Derniko, verfasst von Thomas Melzer (im Podcast-Kontext als Autor genannt, obwohl die Metadaten Daniel Müller angeben). Der Prozess dauerte vier Tage und fand vor einem vollen Gerichtssaal statt. Auffällig: Sowohl Zuschauer als auch Prozessbeteiligte entwickelten offenbar eine emotionale Verbindung zur Angeklagten Ida Derniko. Der Text ist eine persönliche Reportage im Stil des Gerichtsjournalismus, in der der Autor seine eigene Haltung zur Angeklagten offenbart.
Artikel über den Fall Monika Weimar
Sabine Rückert, Kuno Kruse, Uta König
Artikel der ZEIT-Redakteurin Sabine Rückert vom Dezember 1995 über den Fall Monika Weimar, verfasst zusammen mit Kuno Kruse und Uta König. Rückert reflektiert später selbstkritisch, dass sie als noch unerfahrene Gerichtsreporterin den Artikel heute anders verfassen würde.
Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit
Ursula März
Ursula März berichtet 2016 als Gerichtsbeobachterin vom Prozess am Berliner Landgericht gegen Zuhälter und Menschenhändler aus dem Rotlicht-Milieu rund um die Potsdamer Straße. Die Potsdamer Straße gilt als eines der letzten verbliebenen Straßenstrich-Gebiete im Berliner Westen. Der Prozess beleuchtet die Strukturen organisierter Kriminalität im Sexgewerbe, die Lebensverhältnisse der betroffenen Frauen und die juristische Aufarbeitung vor Gericht. März, bekannt als Literaturkritikerin der ZEIT, schreibt hier als Reporterin über ein urbanes Milieu, das selten so nah beleuchtet wird.
Der Fall Demjanjuk
Heinrich Wefing · 2011
Der letzte große NS-Prozess ist zu Ende. John Demjanjuk wurde am 12. Mai 2011 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wegen seines hohen Alters aber von der Haft verschont. Doch Zweifel bleiben. Was sagt der Prozess über die Schuld des Angeklagten? Und was sagt er über uns, die Nachgeborenen? Heinrich Wefing beschreibt den Prozessverlauf und schildert die verstörende Biographie dieses schlichten Mannes, der zwischen alle Fronten des 20. Jahrhunderts geraten ist.
Der lange Weg in den Abgrund
Sabine Rückert
Sabine Rückerts Gerichtsreportage dokumentiert den Fall einer Dreijährigen, die schwer verletzt in einer Klinik-Toilette gefunden wird und kurz darauf stirbt. Der Artikel untersucht die Umstände dieses schrecklichen Kindesmissbrauchs und die Ermittlungen gegen Uwe K. als mutmaßlichen Täter. Rückert zeichnet den langen Weg nach, der zu dieser Tragödie führte.
Gerichtsreportage über Jürgen Harksen
Sabine Rückert
Zwei Jahrzehnte lang prellt Jürgen Harksen Anleger um Millionen. Nach seiner Auslieferung aus Südafrika beginnt 2003 in Hamburg der Prozess. Das Urteil lautet: sechs Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe. Am 19. März 2024 stirbt er auf Mallorca.
Gerichtsreportage über den Prozess gegen Margit Spieß
Verena Meyer
Gerichtsreportage der FAZ-Journalistin Verena Meyer über einen Gerichtsprozess gegen Margit Spieß. Ihr Ex-Partner wird beschuldigt, sie jahrelang gequält zu haben. Meyer dokumentiert den Fall und die richterliche Einschätzung des psychischen Missbrauchs, der zur psychiatrischen Behandlung der Angeklagten führt.
Gerichtsreportage über den Prozess gegen das Ehepaar F.
Gisela Friedrichsen
Die Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen berichtet über den Prozess gegen das Ehepaar F. vor dem Bezirksgericht Magdeburg im Jahr 1990. Ihr Artikel dokumentiert den Ablauf und die Details des Gerichtsverfahrens, das später als journalistische Quelle für die Aufarbeitung des Falls diente.
Interview mit Sabine Rückert
Reporterforum
Sabine Rückert, renommierte Gerichts- und Kriminalreporterin der ZEIT, erläutert in diesem Interview ihre Philosophie der Reportage: Sie lehnt oberflächliche Beschreibungen ab und verlangt stattdessen nach "Gedankenmusik" – Texten, die über die bloße Realitätswiedergabe hinausweisen und auf metaphysischer, moralischer und gedanklicher Ebene wirken. Rückert argumentiert, dass echte Reportagen Reflexion, eine erkennbare Haltung des Autors und echtes Interesse an den porträtierten Menschen erfordern. Sie betont den fundamentalen Unterschied zwischen Kamera (pure Beobachtung) und Journalismus (Interpretation und Verstehen). Ein Kerndefizit vieler Reportagen sieht sie darin, dass Autoren sich nicht wirklich für ihr Gegenüber interessieren. Als Beispiel führt sie ihre Reportage "Die Mörderin" an, die für den Egon Erwin Kisch-Preis 2001 ausgezeichnet wurde und zeigt, wie emotionale Authentizität und gedankliche Tiefe bereits im ersten Absatz gründen können.
Reportage über Fritz Honka
Peggy Parnass
Porträt der legendären Gerichtsreporterin Peggy Parnass, bekannt für ihre Reportage über den Prozess gegen den vierfachen Frauenmörder Fritz Honka. Sie beschreibt den Fall mit empathischem Blick und beleuchtet dabei auch die Kindheit des Täters, was ihre besondere Herangehensweise als Reporterin zeigt.
Reportage über den Gerichtsprozess gegen Fritz Honka
Peggy Parnas
Peggy Parnass war eine Gerichtsreporterin, die sich durch einen ungewöhnlichen Ansatz auszeichnete: Statt die Angeklagten zu verurteilen, versuchte sie, sie zu verstehen und ihre Menschlichkeit zu erfassen. Willi Winkler würdigt in seinem Nachruf ihren Blick auf die Menschen vor Gericht, den er mit dem Satz zusammenfasst: "Alle Angeklagten sind schön" – eine Maxime, die zeigt, wie Parnass jenseits von Moralismus arbeitete. Ihr Werk offenbarte die Komplexität von Gerichtsverfahren und die Geschichten hinter den Anklageschriften. Parnass gilt als prägende Stimme der Nachkriegsliteratur und Gerichtsberichterstattung, die den Menschen im Justizsystem Würde und Aufmerksamkeit zuwies, anstatt sie zu verdammen.
Tod im Vorüberfahren
Sabine Rückert
Der Artikel berichtet über den Gerichtsprozess gegen einen Autobahnraser, der auf der A5 bei Karlsruhe zwei Menschen durch rücksichtsloses Fahren tötete. Gerichtsreporterin Sabine Rückert schildert den Fall mit bewusster Einbeziehung ihrer persönlichen Eindrücke aus dem Verhandlungssaal. Die Veröffentlichung löste eine außergewöhnlich große Leserreaktion aus, die die Redaktion mit einer ganzen Seite Leserbriefen dokumentierte.
V13
Emmanuel Carrere · 2022
V13 : c’est le nom de code du procès des attentats terroristes qui, le vendredi 13 novembre 2015, ont causé 130 morts au Stade de France, sur des terrasses de l’est parisien, dans la salle de concert du Bataclan. 14 accusés, 1 800 parties civiles, 350 avocats, un dossier haut de 53 mètres : ce procès hors norme a duré neuf mois, de septembre 2021 à juin 2022. Je l’ai suivi, du premier au dernier jour, pour l’hebdomadaire L’Obs.
ZEIT Verbrechen (Magazin)
Sabine Rückert
Der Artikel porträtiert Sabine Rückert, die als erfolgreiche Podcasterin bekannt wurde und das Magazin ZEIT Verbrechen herausgibt. Dieses beschäftigt sich mit spektakulären Kriminalfällen und den Erkenntnissen, die sie über den Menschen und das Rechtssystem vermitteln. Im Interview mit ihrem Chef bei der ZEIT erklärt Rückert, warum sie sich am Ende ihrer Karriere langsam zurückziehen möchte.