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628 Medien mit „I" · Seite 10 von 13
Interview mit Jared Kushner
Jared Kushner beschreibt in der New York Times seine pragmatische Verhandlungsstrategie für den Nahost-Friedensprozess: zunächst eine Minimaleinigung erzielen, dann später um Details kümmern. Der Ansatz steht im Gegensatz zu komplexeren Verhandlungsmethoden, die versuchen, alle Aspekte sofort zu lösen.
Interview mit Javier Milei im Economist
Ausführliches Interview des Economist mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei. Das Gespräch offenbart Mileis fundamentale Ablehnung des Staates, die zentral für sein paläolibertäres politisches Denken ist. Der Präsident begründet seine Politik der drastischen Staatsverkleinerung und Deregulierung aus dieser ideologischen Position heraus.
Interview mit Jeffrey Kopstein
Jeffrey Kopstein
Verwandelt Donald Trump die USA in eine Autokratie? Es ist noch schlimmer, sagt der US-Politologe Jeffrey Kopstein. Trump legt die Axt an den modernen Staat. Und damit an das Leben in Sicherheit, Gesundheit und Freiheit.
Interview mit Joe Kaeser in der Süddeutschen Zeitung
Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser unterstützt öffentlich die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und bescheinigt ihr die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige Erneuerung Deutschlands. Baerbock erscheint Kaeser als pragmatische Kandidatin, die sich schnell in traditionelle Industriethemen wie Stahl und Chemie einarbeitet und dabei ökologische mit wirtschaftlichen Aspekten verbindet – ähnlich wie Bundeskanzlerin Merkel. Besonders hebt Kaeser hervor, dass Baerbock die Bedeutung von Außenpolitik als Außenwirtschaftspolitik verstanden habe und dabei Intellekt mit klarer Kante und Dialog kombiniere. Während Kaeser alle drei Kanzlerkandidaten für integer hält, sieht er in Baerbocks Ausrichtung auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft genau das, was Deutschland braucht. Ihre fehlende Regierungserfahrung bewertet Kaeser nicht als entscheidenden Faktor.
Interview mit Joe Kaeser über Kanzlerkandidaten
Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser unterstützt die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vehement in ihrem Wahlkampf. Kaeser bescheinigt Baerbock die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige Erneuerung und lobt ihr pragmatisches Verständnis für Industrie und Außenpolitik – sie könne sich schnell in Themen wie Stahl, Chemie oder Energietechnik einarbeiten und verbinde dabei ökologische mit wirtschaftlichen Lösungen. Für ihn ist sie das Vorbild einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, die Deutschland braucht, zumal sie verstanden habe, dass Außenpolitik auch Außenwirtschaftspolitik sei. Die fehlende Regierungserfahrung wertet Kaeser nicht als Hindernis – vielmehr könne die Vergangenheit für die Zukunft ein Ballast sein. Allerdings betont er, dass er alle drei Kanzlerkandidaten für integer und geeignet hält.
Interview mit Joschka Fischer im Stern
Joschka Fischer
Im stern-Interview erörtert der ehemalige Außenminister Joschka Fischer die veränderte geopolitische Lage Europas und plädiert für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für beide Geschlechter. Fischer sieht darin einen notwendigen Schritt zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit angesichts der neuen Weltordnung.
Interview mit Joy Williams
Peter Kümmel
Porträt der amerikanischen Schriftstellerin Joy Williams zu ihrem ersten Besuch in Deutschland. Sie spricht mit ZEIT-Redakteur Peter Kümmel über die politische Situation in den USA unter Donald Trump, deutsche Literatur und ihre eigene schriftstellerische Arbeit. Ein tiefgehendes Interview über ihre Perspektive als Amerikanerin auf die gegenwärtigen Verhältnisse in ihrer Heimat.
Interview mit Judith Holofernes
In diesem Zeit-Interview mit Judith Holofernes geht es um ihre aktuelle Lebenssituation nach dem Ausstieg aus dem Musikgeschäft. Sie diskutiert die Rolle von Geld, die Relevanz eines Grundeinkommens für Menschen mit ADHS sowie die Frage, ob spirituelle Praktiken wie Meditation moralisch aufladbar sind. Das berühmte Zitat der Künstlerin zeigt: Intensive Meditationspraxis führt nicht automatisch zu menschlicher Tugend.
Interview mit Juli Zeh
Das Interview mit Autorin Juli Zeh vom NDR behandelt die mediale Berichterstattung über den Osten Deutschlands und deren einseitige Fokussierung auf rechte Wähler. Zeh bietet einen wichtigen Gegengewicht zur negativen Berichterstattung, indem sie betont, dass die Mehrheit grundsätzlich gut ist. Ihre Perspektive regt zur kritischen Reflexion über Selektionskriterien und Bias in der Medienberichterstattung an.
Interview mit Julia Jäkel und Roger de Weck zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Ein Zukunftsrat unter Leitung der früheren Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel und des ehemaligen Schweizer Fernseh-Direktors Roger de Weck hat vor einem halben Jahr Reformvorschläge für ARD, ZDF und Deutschlandradio erarbeitet. Kernforderung ist eine zentral gelenkte ARD statt der gegenwärtigen Struktur aus neun autonomen Landessendern, die als hauptsächliches Problem identifiziert wurden. Trotz Engagement der achtköpfigen Expertengruppe bleiben die Reformpläne bislang ohne gesetzliche Umsetzung – die zuständigen Länder haben keine Maßnahmen eingeleitet, während parallel der Streit um erforderliche Beitragserhöhungen beim Bundesverfassungsgericht eskaliert. Der Artikel deutet die Sorge der Reformer an, dass ihre Vorschläge wirkungslos verpuffen könnten.
Interview mit Julian Assange
Alexander Lacroix
Das Interview zeigt Assange 2013 in kämpferischer Verfassung, während er sich bereits seit einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft aufhält. Der WikiLeaks-Gründer spricht selbstbewusst davon, ein Imperium besiegt zu haben und bleibt trotz seiner Einsperrung optimistisch. Das Interview markiert einen wichtigen Wendepunkt, denn fast zeitgleich entschied die Obama-Administration, Assange nicht anzuklagen.
Interview mit Jürgen Schmidhuber
Adrian Kreie
Der Artikel dokumentiert Leserbriefe, die sich kritisch mit einem Interview des Informatikers Jürgen Schmidhuber auseinandersetzen, der eine Zukunft skizziert, in der künstliche Intelligenzen den Planeten verlassen, sich selbst replizieren und eine neue, nicht-biologische Lebensform erschaffen. Die Leser werfen Schmidhuber vor, sich auf spekulative Szenarien zu konzentrieren, während er aktuelle KI-Probleme wie Internet-Müll ignoriert. Sie äußern Befürchtungen, dass KI-Systeme um knappe Ressourcen wie Strom mit der Menschheit konkurrieren könnten und diese dabei einfach als störende Konkurrenten beseitigen würden – nicht aus böser Absicht, sondern aus rationaler Ressourcen-Optimierung. Während einige Leser Schmidhubers Prognosen für unrealistisch halten, sehen andere darin einen plausiblen Entwurf, der das Ende menschlicher Autonomie und politischer Selbstbestimmung bedeuten würde und die Menschheit in ein vorneuzeitliches Abhängigkeitsverhältnis von allmächtigen übernatürlichen Wesen zurückversetzen würde.
Interview mit Jutta Allmendinger über Heiratsmarkt und Arbeitsmarkt
Jutta Allmendinger, renommierte Soziologin, analysiert in diesem Interview die finanzielle Situation von Frauen. Sie erläutert ihre provokante These, dass Frauen auf dem Heiratsmarkt lange Zeit besser verdient haben als durch Erwerbstätigkeit. Erst seit kurzem sei der Arbeitsmarkt aufgrund von Rentenleistungen wirtschaftlich attraktiver geworden.
Interview mit Jutta Allmendinger zum Pflichterbe
Jutta Allmendinger
Die Soziologin Jutta Allmendinger analysiert verschiedene Formen von Armut und deren Weitergabe zwischen Generationen. Sie plädiert für ein Pflichterbe, bei dem junge Menschen mit 18 Jahren einen Grundstock an Kapital erhalten, um bessere Chancengleichheit zu schaffen. Der Artikel untersucht, wie unterschiedliche Startbedingungen Lebenschancen prägen und warum große Erbschaften teilweise unproduktiv für die Gesellschaft wirken.
Interview mit Kaja Kallas
Im Interview spricht Estlands Premierministerin Kaja Kallas über die strategische Bedeutung der NATO für kleine europäische Länder. Sie betont, wie wichtig die NATO-Sicherheitsgarantie für Estlands Schutz und Stabilität ist. Das Interview wird im Euronews-Format präsentiert und zeigt die Perspektive eines NATO-Mitgliedstaates auf europäische Sicherheitsfragen.
Interview mit Karin Duwe zur Agrarpolitik
Karin Duwe
Interview mit Schriftstellerin Karin Duwe über Bauernproteste und staatliche Subventionen. Duwe argumentiert, dass in Zeiten von Krisen alle wirtschaftlich sparen müssen, auch die Landwirtschaft, und kritisiert aus einer Solidaritätsperspektive heraus die geforderten Subventionserhöhungen. Eine radikale Gegenposition zu den Bauernprotesten, die von Precht kritisch diskutiert wird.
Interview mit Karl Jakob Haupt
Carl Jakob Haupt war Autor, Künstler und Macher des Blogs „Dandy Diary“. Mit 31 bekam er die Diagnose Magenkrebs und begann, über Krankheit und Leben zu schreiben. Anlässlich seines 3. Todestags am 19. April 2022 veröffentlichen wir erneut das Tagebuch, das er von der Diagnose bis zum Tod geführt hat.
Interview mit Katarina Barley im Spiegel
Spiegel-Interview mit Katarina Barley über den Aufstieg von Rechtspopulisten in der EU. Barley warnt vor gezielten Versuchen, die EU von innen zu destabilisieren. Das Interview erörtert die potenziellen Folgen eines erfolgreichen Rechtsrucks auf die europäische Integration.
Interview mit Kevin Kühnert
Kevin Kühnert hatte sich im Oktober überraschend aus der Politik zurückgezogen. SPD-Chef Lars Klingbeil ist eigenen Angaben zufolge mit dem Ex-Generalsekretär der Partei befreundet – und berichtet nun vom jüngsten Gespräch der beiden.
Interview mit Klaus Wegner über seine Weinsammlung
Zeitungsinterview mit Klaus Wegner aus den 1990er-Jahren über seine Leidenschaft für Wein. Der Drechsler lagerte damals etwa 4000 Flaschen Wein in seinem Keller in der Mannheimer Innenstadt. Das Interview diente später als Nachweis für den Bestand seiner Weinsammlung in einem Schadensersatzverfahren um verschwundene Weine.
Interview mit Konstantin Schreiber im Hamburger Abendblatt
Constantin Schreiber hat ein neues Buch veröffentlicht, das sich mit furchtlosen Debatten auseinandersetzt und wie eine Anleitung für den kommenden Bundestagswahlkampf liest. Der Bestsellerautor plädiert dafür, offene und mutige politische Diskussionen zu führen. Der Artikel beleuchtet auch Schreibers Bewunderung für Persönlichkeiten wie Dagmar Berghoff, die er als Vorbild nennt.
Interview mit Landrat Peter Bohlmann
Der Verdener Landrat Peter Bohlmann (SPD) gilt als Experte für die Sozialverwaltung, er leitet den Jugend- und Sozialausschuss des Landkreistages. Schon seit langem begleitet er die Pläne des Bundes für ein „Bürgergeld“ kritisch. Das bleibt auch so nach dem Kompromiss im...
Interview mit Lea Rhein (Letzte Generation)
Lea Rhein, Sprecherin der Klimabewegung Letzte Generation, erklärt in einem Interview die Gründe für einen strategischen Wechsel der Protestmethoden. Die Bewegung gibt die Taktik des Straßenklebens auf und sucht nach neuen Formen des Aktivismus. Die konkreten Alternativen – wie die Mobilisierung größerer Menschenmengen und Aktionen an Orten der fossilen Zerstörung – bleiben dabei zunächst noch unklar definiert.
Interview mit Lilly Blaudszun im Spiegel
Interview mit der SPD-Social-Media-Beraterin Lilly Blaudszun im Spiegel über ihre Erfahrungen mit Burnout und die psychischen Belastungen durch Social Media. Sie reflektiert darin ihre vorübergehende Rückzug aus der Öffentlichkeit und die Herausforderungen für junge Politikerinnen und Medienfachleute.
Interview mit Manfred Güllner zur Erosion der politischen Mitte
Manfred Güllner, Gründer des Forsa-Instituts und renommierter Meinungsforscher, warnt in einem Interview mit der BILD vor der zunehmenden Zersplitterung des deutschen Parteiensystems. Nach seiner Analyse ist die historische Fähigkeit verloren gegangen, Mehrheiten um eine bürgerliche Mitte zu formieren. Dies führt zu immer komplizierteren Koalitionen und erschwert die Regierungsbildung erheblich.
Interview mit Manfred Güllner zur politischen Mitte
Manfred Güllner
Manfred Güllner, Gründer des Forsa-Instituts, analysiert in diesem Interview die politischen Verschiebungen durch die AfD-Wählerschaft. Er untersucht die Gründe für die Unterstützung der AfD, weist auf strategische Fehler der Mitteparteien hin und warnt vor dem Zusammenbruch der bürgerlichen Mitte als Basis für Regierungskoalitionen. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt die AfD demnach ab.
Interview mit Marco Börries (1997)
Interview-Podcast mit dem Unternehmers Marco Börries über seine Erfahrungen in drei Jahrzehnten der Digitalgeschichte. Börries diskutiert die anhaltende digitale Trägheit Deutschlands und reflektiert über seine Begegnungen mit bedeutenden Tech-Persönlichkeiten wie Steve Jobs. Der Artikel bietet Einblicke in die Entwicklung der digitalen Industrie und Börries' kritische Sicht auf Deutschlands Verhältnis zur Informationsgesellschaft.
Interview mit Maren Urner
Der Standard
Die Medienprofessorin Maren Urner argumentiert in einem Interview, dass objektiver Journalismus eine Illusion ist. Menschen konsumieren verstärkt negative Nachrichten, besonders in Stresssituationen, was dem menschlichen Gehirn entspringt. Urner diskutiert die Unterschiede zwischen konventionellem und konstruktivem Journalismus sowie die Verantwortung von Medien bei der Darstellung von Informationen wie dem Klimawandel.
Interview mit Margaret Atwood
Juliane Schäuble
In einem ZEIT-Interview spricht die 85-jährige Margaret Atwood über die aktuellen Bücherverbote in Kanada und die besorgniserregende Aktualität ihrer Romane. Sie diskutiert religiöse Zensur und Parallelen zwischen ihren literarischen Werken und heutigen autokratischen Tendenzen.
Interview mit Marina Weisband
Demokratie muss man können, nicht nur wollen — so lautet das Kernargument der Psychologin und Grünen-Politikerin Marina Weisband in ihrem neuen Buch. Sie kritisiert, dass Schulen durch starre Hierarchien und fehlende Mitbestimmung bei Schülern „erlernte Hilflosigkeit" erzeugen und diese dadurch anfälliger für Extremismus werden. Als Lösung schlägt sie ihre selbst entwickelte Software „Aula" vor, eine Onlineplattform, über die Schüler Entscheidungen treffen können — von Schulmaßnahmen bis zu Alltagsfragen wie einem Kaugummiverbot. Die Rezension bescheinigt dem Buch zwar wenig konzeptionelle Neuheit, würdigt aber seine anschauliche Argumentation für echte Schülerbeteiligung, die oft zu überraschenden und reflektierten Abstimmungsergebnissen führt.
Interview mit Marina Weisband (Süddeutsche Zeitung 2012)
Marina Weisband, 24-jährige Psychologiestudentin, wurde als Bundesgeschäftsführerin der Piratenpartei durch Zufall nominiert – sie stand auf der Liste, weil niemand den neu geschaffenen Posten wollte. Unter ihrer Führung erlebte die Partei explosives Wachstum: die Umfragewerte versechsfachten sich und die Mitgliederzahlen verdoppelten sich. Allerdings kandidiert sie nicht erneut, da der 70-Stunden-Job neben ihrem Studium gesundheitlich nicht zu verkraften ist. In ihrem Interview kritisiert Weisband Parteikollegen, die sich schwer tun, extremistische Positionen eindeutig abzulehnen. Sie begründet ihre Forderung nach klarer Abgrenzung mit ihrer Kernposition: Meinungsfreiheit ist gesellschaftlich zu verteidigen, aber nicht innerhalb der eigenen Partei.
Interview mit Martin Rees: Sie sind Sternenstaub, sie sind nuklearer Abfall
Christina Rietz
Aus der Christ-und-Welt-Beilage: Interview mit dem Astronomen Martin Rees über Urknall, Multiversum und sein paradoxes Verhältnis zu Religion. Der 82-Jährige, mit 27 Ehrendoktortiteln ausgezeichnet, erklärt sich als praktizierenden Christen, der nicht glaubt.
Interview mit Martin van Creveld
Martin van Creveld
Interview mit dem Militärhistoriker Martin van Creveld, in dem er die zentrale Rolle von Frauen und Kindern als emotionales Motiv in bewaffneten Konflikten analysiert. Van Creveld argumentiert, dass der Schutz von Familie ein universeller neuralgischer Punkt ist, der Kämpfer in allen Kriegsszenarien antreibt. Das Interview untersucht, wie dieser Faktor auch erklärt, warum externe Versuche, westliche Wertvorstellungen wie Demokratie und Feminismus in traditionell geprägte Gesellschaften wie Afghanistan zu exportieren, auf erheblichen Widerstand stoßen.
Interview mit Max Czollek im Spiegel
Max Czollek argumentiert in diesem Spiegel-Interview für die Desintegration von Juden in Deutschland als Alternative zu Assimilation. Der Text behandelt Czolleks Perspektive auf jüdische Identität und die Frage, wie Juden sich in der deutschen Gesellschaft positionieren sollten. Das Interview entstand als Stellungnahme im Kontext einer öffentlichen Debatte über jüdisches Leben in Deutschland.
Interview mit Michael Butter über Verschwörungstheorien und die Epstein-Files
Verschwörungstheorien scheinen dieser Tage allgegenwärtig. Der Literaturwissenschaftler Michael Butter erläutert im Gespräch, warum sie in der Vergangenheit jedoch viel verbreiteter waren, weshalb sie gerade in der Aufklärung Konjunktur hatten und wie man im persönlichen Umfeld auf sie reagieren sollte.
Interview mit Michael Sandel
Michael Sandel
Der Harvard-Philosoph Michael Sandel analysiert in diesem Interview die Gründe für den Aufstieg des Populismus. Er argumentiert, dass der Hochmut und die Abgehobenheit der politischen und wirtschaftlichen Eliten zu einer Vertrauenskrise in der liberalen Demokratie geführt haben. Das Gespräch beleuchtet, wie diese Elite-Distanz die demokratischen Institutionen gefährdet und populistische Bewegungen befördert.
Interview mit Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn
Das Interview mit dem Historiker Michael Wolffsohn behandelt die moralische Ambivalenz von Desertion während der NS-Zeit. Wolffsohn unterscheidet dabei zwischen der Makroebene, auf der Desertionen strategisch und moralisch gerechtfertigt sein könnten, und der persönlichen Mikroebene, auf der Soldaten ihre Kameraden verlassen würden. Der Text beleuchtet diese Spannung zwischen übergeordneten Prinzipien und individueller Loyalität als zentrale ethische Frage des Krieges.
Interview mit Mr. Money Mustache im Spiegel
Porträt des kanadischen Finanzgurus Pete Adeney, der als junger Mann seinen Job kündigte und mit seinem Blog „Mr. Money Mustache" zur Ikone der Frugalisten-Bewegung wurde. Der Spiegel-Artikel von 2022 zeigt, wie Adeney heute nach über anderthalb Jahrzehnten finanzieller Unabhängigkeit lebt und warum er die aktuelle Inflation gelassen sieht. Ein Rückblick auf die Langzeitfolgen des radikalen Sparansatzes.
Interview mit Naika Foroutan in der taz
Naika Foroutan
Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung an der Humboldt-Universität Berlin und seit 2017 Leiterin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), setzt sich in ihrem Vortrag „Alles Osten, oder was?" mit ostmigrantischen Analogien auseinander. Die 1971 geborene Migrationsforscherin behandelt dabei Fragen der Integration und Gesellschaftspolitik. Sie diskutiert auf der taz lab 2024 in einer Panel-Veranstaltung „Was nun, Zivilgesellschaft?" gemeinsam mit David Begrich und René Wilke über die Rolle der Zivilgesellschaft in aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
Interview mit Niall Ferguson
Niall Ferguson
Der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson verteidigt in diesem Interview Donald Trump als Präsident der USA und kontrastiert dies mit seiner Kritik an Europa. Ferguson argumentiert, dass Europa zu einer statischen Institution, einem Museum, geworden ist, während innovative Menschen nach Kalifornien abwandern. Das Interview behandelt Fergusons These zum wirtschaftlichen Niedergang Europas und der technologischen Dynamik der USA unter Trump.
Interview mit Nico Semsrott
Nico Semsrott im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zieht eine kritische Bilanz seiner fünf Jahre als EU-Parlamentarier: Er sei durch diese Zeit ein schlechterer Mensch geworden. Ein persönliches Fazit zur Karriere in Brüssel und den Auswirkungen von Macht auf den Charakter.
Interview mit Nico Semsrott in der Süddeutschen Zeitung
Nico Semsrott, Satiriker und ehemaliger EU-Abgeordneter, spricht in diesem SZ-Interview über seine Erfahrungen und wahrgenommene Machtlosigkeit im Europäischen Parlament. Das Interview wird als Gesprächsanlass zitiert, um den tatsächlichen Einfluss einzelner Parlamentarier zu hinterfragen.
Interview mit Niklas Frank über Feigheit
Katja Thorwart
Niklas Frank kritisiert in diesem Gespräch die historische Entnazifizierung als gescheitert. Der Autor argumentiert, dass es mangelndes Schuldbewusstsein und fehlendes Rechtsbewusstsein bei den Nazis gab – und dass ein anderer Ansatz nötig gewesen wäre, etwa durch Konfrontation mit ihrer Feigheit. Frank zieht dabei auch eine Verbindung zur AfD und kritisiert deren heutige Gewissenlosigkeit.
Interview mit Nikolaj Schulz
Nikolaj Schulz
Der Soziologe Nikolaj Schultz erörtert in diesem ZEIT-Interview die Herausforderung, eine angemessene Sprache für das durch den Klimawandel ausgelöste gesellschaftliche Unbehagen zu finden. Er erläutert, wie der strategische Einsatz des Klassenbegriffs dazu beiträgt, ökologischen Kämpfen mehr politisches Gewicht zu verleihen. Das Interview beleuchtet die Instrumentalisierung soziologischer Konzepte im Dienst klimapolitischer Ziele.
Interview mit Nora Markert über demokratische Verwundbarkeit
Die Verfassungsrechtlerin Nora Markert analysiert die Fragilität der Demokratie in Deutschland. Im Interview wird am Beispiel einer hypothetischen autoritären Regierung untersucht, wie demokratische Institutionen durch gezielte Maßnahmen in Justiz, Verwaltung und Medienlandschaft systematisch ausgehöhlt werden könnten. Der Artikel verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass auch Nicht-Jurist:innen sich mit verfassungsrechtlichen Fragen auseinandersetzen.
Interview mit Oliver Nachtwey
Lars Weisbrod
Der Soziologe Oliver Nachtwey („Zerstörungslust") über die Frustration großer Teile der Gesellschaft, die enttäuschte und in ihrem Status bedrohte Mitte, das Gefühl der Blockade und warum Faktenchecks gegen die Destruktivität nicht helfen
Interview mit Oliver Welke in der Süddeutschen Zeitung
Oliver Welke, Moderator der "Heute-Show" im ZDF, berichtet beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin über die aktuellen Forderungen von Bundeskanzler und Unternehmern, die Deutschen müssten wieder mehr arbeiten. Der 59-Jährige erzählte eine Episode aus seinem Supermarkt in Bonn, wo ihn ein anderer Kunde während der Sommerpause seiner Sendung vorhaltend fragte, ob er endlich wieder Lust auf Arbeit habe. Mit seinem Zitat "Ich würde auch nicht mit uns reden" spielt Welke humorvoll darauf an, dass die Kritik an mangelnder Arbeitsbereitschaft auch gegen Fernsehmoderatoren mit langen Pausen gerichtet wird.
Interview mit Olli Schulz
Olli Schulz spricht im STERN über sein neues Album und verschiedene künstlerische Einflüsse. Das Interview wird jedoch für reißerische Schlagzeilen uminterpretiert, die sich auf eine harmlose Aussage zu Jan Böhmermann konzentrieren, statt auf die eigentliche Musikarbeit einzugehen.
Interview mit Paul Auster in Die Zeit
In diesem Interviewpodcast mit dem amerikanischen Autor Paul Auster diskutiert Jochen Wegner über die Geschichte der Vereinigten Staaten, Austers Werdegang als Schriftsteller und die Bedeutung seiner Ehe. Dabei wird ein früheres Interview aus der ZEIT thematisiert, in dem es um die Beziehung zwischen Bildung und Rassismus ging. Auster korrigiert ein Missverständnis und erklärt, dass allein Bildung Rassismus nicht beseitige, aber die Kenntnis der Geschichte zu mehr Mitgefühl führen könne.
Interview mit Paul Rudd
Johannes Dudziak
Das Interview porträtiert Paul Rudd als Schauspieler, der mit Humor durchs Leben geht und erklärt, wie er mit Schmerz und Trauer umgeht. Er berichtet von Erfahrungen mit digitaler Erfassung, bei der sein Körper für Filmszenen genutzt wurde, ohne dass er selbst vor der Kamera stand. Diese Praxis illustriert die Technologie-Problematiken, die dem Hollywood-Streik zugrunde liegen.