Ästhetik
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Medien (49)
Against Interpretation
Susan Sontag
Sontag argumentiert in ihrem Essay von 1964, dass die kritische Praxis der Interpretation Kunstwerke verfälscht, statt sie zu verstehen. Statt zu fragen, was ein Kunstwerk bedeutet oder sagt, sollten Kritiker untersuchen, was es tut – wie es wirkt und sich anfühlt. Sie kritisiert die tradierte Hierarchie zwischen Form und Inhalt, wonach der Inhalt privilegiert ist, während die formalen Qualitäten vernachlässigt werden. Besonders problematisch sieht Sontag jene Interpretationen (marxistisch, freudsch), die vorgeben, unter der Textoberfläche verborgene wahre Bedeutungen auszugraben, dabei den Text aber faktisch verändern, ohne dies zuzugeben. Interpretation dient ihr zufolge oft dazu, unbequeme oder unakzeptable Texte durch Uminterpretation sozial verträglich zu machen.
Antwort auf Bernd Ulrichs Klimakunst-Text
Adam Sobocinski
Adam Sobocinski antwortet auf Bernd Ulrichs Feuilleton-Text über Klimakunst und stellt die zentrale Gegenfrage: Was soll Klimakunst konkret bewirken? Sollen Betrachtende dadurch in Alarmismus oder Aktivismus versetzt werden? Sobocinski hinterfragt den impliziten Wirkungsanspruch, der Klimakunst oft zugeschrieben wird – nämlich dass sie Haltungsänderungen oder politisches Handeln auslösen soll. Der Text ist Teil einer feuilletonistischen Debatte über die Rolle und den Auftrag von Kunst angesichts der Klimakrise.
Archaischer Torso Apollos
Rainer Maria Rilke · 1965
This is a reproduction of a book published before 1923. This book may have occasional imperfections such as missing or blurred pages, poor pictures, errant marks, etc. that were either part of the original artifact, or were introduced by the scanning process. We believe this work is culturally important, and despite the imperfections, have elected to bring it back into print as part of our continuing commitment to the preservation of printed works worldwide.
Athenäum-Fragmente
Friedrich Schlegel · 2016
Friedrich Schlegel: Athenäums-Fragmente und andere Schriften Kritische Fragmente (Lyceums-Fragmente): Erstdruck in: Lyceum der schönen Künste (Berlin), 1. Bd., 2. Teil, 1797. Fragmente (Athenäums-Fragmente): Erstdruck in: Athenäum (Berlin), 1. Bd., 2. Stück, 1798. Ideen: Erstdruck in: Athenäum (Berlin), 3. Bd., 1. Stück, 1798. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe.
Bildband über japanische Gärten in Osaka
· 2000
Illustrierter Bildband über traditionelle japanische Gärten in Osaka. Zeigt die ästhetischen Prinzipien, Designelemente und Schönheit dieser klassischen Gartenkunst in beeindruckenden Fotografien.
Böhlendorf-Briefe (Poetologische Briefe an Böhlendorf)
Friedrich Hölderlin · 1925
Sammlung der poetologischen Briefe von Friedrich Hölderlin an seinen Freund Kasimir Ulrich von Böhlendorf. Diese Briefe gehören zu den theoretisch komplexesten Texten der Goethe-Zeit um 1800 und sind für die Literaturwissenschaft unverzichtbar. Sie dienten als Grundlage für Habecks Magisterarbeit, in der er Böhlendorfs verstreute Gedichte mittels dieser poetologischen Theorie stilanalytisch zuordnete.
Das Werk Friedrich Nietzsches
Friedrich Nietzsche · 1910
Eine Auseinandersetzung mit Nietzsches philosophischem Werk und dessen Wurzeln in der deutschen Philosophie und Musik. Das Buch untersucht die Prägung durch Schopenhauer und Wagner sowie die zentralen Spannungen in seinem Denken zwischen ästhetischen und philosophischen Traditionen.
David
Michelangelo
Die Autorin Kim de l'Horizon zieht in ihrem Werk Blutbuch eine Parallele zwischen klassischer Literatursprache und Michelangelos David-Skulptur: Beide repräsentieren ihrer Ansicht nach eine dominante, männlich-weiße Ästhetik, die sie als normativ und exklusiv kritisiert. Der Text hinterfragt damit grundsätzlich die Sprachnormen klassischer Literatur als hegemoniales Konzept.
Deep Cleaning Diaries
Deep Cleaning Diaries ist ein Instagram-Kanal, der die Ästhetik von Putzen ins Extreme treibt. Die Videos vermitteln die Utopie absoluter Reinheit und Ordnung durch hochproduzierte, ästhetisierte Darstellungen. Der Kanal exemplifiziert, wie Influencer alltägliche Tätigkeiten in idealisierte Formen verwandeln und dabei unrealistische Schönheitsideale von Sauberkeit schaffen.
Die Logik der Bilder
Wim Wenders
Essayband von Wim Wenders, der sich mit der visuellen Ästhetik und Bildsprache auseinandersetzt. Der Regisseur reflektiert darin über die Logik und Kraft von Bildern, ihre Wirkung und Bedeutung in Kultur und Kunst. Das Werk vermittelt Einblicke in Wenders' filmisches Denken und ist relevant für das Verständnis seiner künstlerischen Philosophie.
Die Tragetaschentheorie der Fiktion
Ursula K. Le Guin · 2024
Ricardas Kiel reflektiert über Ursula K. Le Guins Essay „Die Tragetaschentheorie der Fiktion", der sein Denken und Arbeiten seit der Pandemie fundamental geprägt hat. Le Guin unterscheidet zwei Literaturformen: „Beutel-Texte", die offen, chaotisch und vernetzend wirken, und „Pfeil-Texte", die linear, zielgerichtet und mit klarem Höhepunkt und Ende strukturiert sind. Dieser Gegensatz bewirkte bei Kiel eine Umgestaltung seiner eigenen Praxis: Seine Sprache wurde textiler, seine Beratungsarbeit kollektiver, seine Website wechselte vom chronologischen Blog zum verzweigten Garten. Kiel versucht bewusst, Beutel zu schreiben – Texte, die Stimmen, Widersprüche und Hoffnungen sammeln und miteinander verflechten, statt sie einem linearen Ende entgegenzuführen.
Die dritte Welt der Frauen
Susan Sontag · 2024
Die intellektuelle Ikone Susan Sontag über Gleichheit, weibliches Altern, Schönheit und Sexualität – „Eine brillante, schillernde Intelligenz“ (The Times) Was bedeutet es, eine Frau zu sein? Der neue Essayband von Susan Sontag stellt genau diese Frage. Erstmals versammelt ein Buch ihre wichtigsten Texte zu ästhetischen, politischen und ökonomischen Aspekten des Frauseins. Und „beim heutigen Lesen kann man nur staunen über deren ihrer Zeit vorauseilendes Genie“ (The New Yorker).
Dokumentation über Wayne Carpendale
Dokumentation von oder über Wayne Carpendale, die Howard Carpendales Leben und Persönlichkeit porträtiert. Die Doku behandelt unter anderem Howards intensive Abneigung gegen Kitsch und gibt dabei Einblicke in seine ästhetischen Überzeugungen. Sie bietet damit eine persönliche Perspektive auf den bekannten Moderator und Autor.
Duineser Elegien
Rainer Maria Rilke
Rilkes Duineser Elegien gehören zu den bedeutendsten Werken der Moderne. Der Podcast dokumentiert, wie ein Mentor dem jungen Schüler die Elegien persönlich näherbrachte – Elegie für Elegie. Das Exemplar mit den handschriftlichen Anmerkungen ist bis heute erhalten und bezeugt eine intensive, persönliche literarische Bildung.
Essay über Lieblingsschriftsteller
Robert Louis Stevenson · 1906
Robert Louis Stevensons Essay untersucht, warum Leser ihre Lieblingsautoren nicht wegen der Handlung wählen, sondern wegen deren einzigartiger Weltsicht. Der Text verdeutlicht, dass nicht die Plots, sondern die Art und Weise, wie Autoren die Welt sehen und darstellen, Leser anzieht – eine Erkenntnis mit Relevanz auch für andere künstlerische Medien wie Verfilmungen.
Farbenlehre
Johann Wolfgang von Goethe · 2013
Die auf Johann Wolfgang von Goethe zurückgehende Farbenlehre ist in seinem Werk Zur Farbenlehre enthalten. Er stellte darin seine während vieler Jahre gemachten Überlegungen, Literaturstudien und Versuche über das Wesen der Farbe dar. Goethe wollte das Phänomen Farbe nicht einseitig physikalisch oder lediglich von einem ästhetischen oder praxisbezogenen Standpunkt aus erklären und beurteilen, sondern in seiner Gesamtheit erfassen und beschreiben.
Faszinierender Faschismus
Susan Sontag · 2022
Qu’est-ce que le « Camp » ? Une façon de voir le monde autant qu’une manière d’être, selon Sontag. Cet art de valoriser l’artifice pourrait avoir pris corps pour la première fois dans Les Fourberies de Scapin de Molière, en 1671, autour de la figure de Louis XIV. Mozart, Greta Garbo et sa beauté androgyne, le film King Kong de 1933... tous incarnent la sensibilité Camp – un mélange d’extravagance, de ludisme et de sérieux.
Filme / Retrospektive
Theo Angelopoulos
Retrospektive der Filme von Theo Angelopoulos, dem Meister des langsamen Kinos. Wim Wenders zeigte vier seiner Werke an aufeinanderfolgenden Tagen im Unterricht an der HFBK Hamburg, um Studenten für die Kraft langer Einstellungen und meditativer Filmgestaltung zu sensibilisieren. Eine Filmsammlung über minimalistisches, geduldiges Erzählen, das nachhaltig wirkt.
Games: Agency as Art
C. Thi Nguyen · 2020
Games are a unique art form. Games work in the medium of agency. Game designers tell us who to be and what to care about during the game. Game designers sculpt alternate agencies, and game players submerge themselves in those alternate agencies. Thus, the fact that we play games demonstrates the fluidity of our own agency. We can throw ourselves, for a little while, into a different and temporary motivations. This volume presents a new theory of games which insists on their unique value. C.
Glamour. Über das Wagnis, sich kunstvoll zu inszenieren
Ute Kohn · 2025
Ute Kohns Essay hinterfragt das Konzept Glamour als Illusion, die nur in wohlhabenden Kreisen existiert. In der Arbeiterklasse wirkt Glamour deplatziert und zeigt sich höchstens als kitschiger Vulgärglamour mit billiger Glitzeroptik. Der Text stellt Glamour als bloße Fantasy und Blendung dar, die echtem Existenzkampf widerspricht. Ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Unterschiede und unsere Wahrnehmung von Eleganz und Stil.
Glamour. Über das Wagnis, sich kunstvoll zu inszenieren
Ute Kohn
Ute Kohns Essay untersucht Glamour als bewusste, spielerische Inszenierung jenseits von alltäglicher Notwendigkeit. Sie argumentiert, dass echter Glamour heute durch gegensätzliche Tendenzen gefährdet ist: durch die Minimalismus-Ästhetik des Quiet Luxury einerseits und durch ostentative Zurschaustellung von Reichtum andererseits. Das Werk wirft die Frage auf, was Glamour in der modernen Gesellschaft bedeutet und wie er sich von bloßem Protzen unterscheidet.
Grau (Gemäldeserie)
Gerhard Richter
Gerhard Richters Gemäldeserie Grau umfasst monochrome Arbeiten in verschiedenen Grautönen, die sich mit der Farblichkeit und Materialität von Malerei auseinandersetzen. Die Serie prägt das abstrakte Werk des deutschen Künstlers und gilt als kulturgeschichtlich bedeutsam für die Rezeption von Grau als eigenständiger künstlerischer Ausdrucksmittel. Richters systematische Erkundung der Grau-Palette hat das zeitgenössische Verständnis von minimalistischer Farbästhetik nachhaltig beeinflusst und dient als kunsthistorischer Referenzpunkt für den Diskurs um Monochromatik in der modernen Kunst.
Ich fühl's nicht
Liv Strömquist · 2024
Der Band GegenRomantik beschäftigt sich mit der Romantik als Streitfall und analysiert Romantikkritik in den Naturwissenschaften, in Politik und Ästhetik. Im Fokus stehen Kritikmuster, die romantische Antworten auf Probleme der Moderne bezweifeln, belächeln oder vor diesen warnen – und Topoi der Romantikkritik tradieren.
Jakob von Gunten
Robert Walser · 1984
Jakob von Gunten ist ein Prosa-Werk von Robert Walser, das im Suhrkamp-Verlag mit hochwertiger Bildgestaltung verlegt wird. Das Buch wird in dem Podcast-Gespräch als anschauliches Beispiel dafür herangezogen, dass Bilder auf Buchcovern einen wichtigen ästhetischen Wert haben, auch wenn sie nicht notwendig für die literarische Wirkung sind. Es illustriert den Unterschied zwischen funktionaler Buchgestaltung und ästhetischem Anspruch.
Kanon
Polyklet · 2003
Das Klassische kann als ein konstitutiver Teil der Moderne gelten. So ist die Auseinandersetzung mit dem antiken Denken immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur. In verständlich und anschaulich geschriebenen Texten stellen die Autoren dieses Bandes die Frage nach der Aktualität antiker Ideen und Konzepte in den Wissenschaften und den kreativen Künsten, in der Politik und in der Alltagskultur.
Kaulitz & Kaulitz (Rezension in Die Welt)
Lena Karger
Lena Karger untersucht in ihrem Artikel für Die Welt die Netflix-Dokumentarserie "Kaulitz & Kaulitz" und setzt sich dabei mit dem populären "Hot-Rodent-Man"-Trend auseinander. Sie analysiert Bill Kaulitz' Erscheinung und Stil im Kontext dieser Modetrends. Der Artikel erörtert, wie die Serie Eingang in kulturelle Diskussionen findet und welche ästhetischen Tendenzen sie widerspiegelt.
Kritik der Urteilskraft
Immanuel Kant
Kants philosophisches Hauptwerk zur Ästhetik untersucht, wie ästhetische Erfahrungen entstehen, wenn die Einbildungskraft an der Begriffsbildung scheitert. Er unterscheidet dabei zwischen dem Schönen, dem Erhabenen und anderen ästhetischen Kategorien und bietet eine bis heute wirkmächtige Theorie des ästhetischen Urteils.
L'Évolution créatrice
Henri Bergson · 2014
Brillant geschriebenes und nobelpreisgekröntes Hauptwerk Bergsons, das weit über die Lebensphilosophie hinaus auf die Literatur und Ästhetik der Folgezeit wirkte und auf Autoren wie Proust, Gide, T. S. Eliot und Musil großen Einfluß ausübte. Mit seinem epochemachenden Hauptwerk "L'évolution créatrice", für das er 1927 den Nobelpreis für Literatur erhielt, greift Bergson unmittelbar in die Diskussion über zeitgenössische Evolutionstheorien ein, die die Biologie um die Jahrhundertwende beherrschte...
Lob der Melancholie
László Földényi
Essayistische Erkundung des Themas Melancholie durch einen Kunstkritiker und Übersetzer. Das Werk würdigt Melancholie als intellektuelle und künstlerische Kraft, basierend auf Földényi's langjähriger Beschäftigung mit diesem Thema in Literatur und Kunst. Preisgekröntes Werk zur europäischen Kulturgeschichte.
Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur
Erich Auerbach · 1946
Mimesis (von altgriechisch μίμησις mímēsis, deutsch ‚Nachahmung‘) bezeichnet ursprünglich das Vermögen, mittels einer Geste eine Wirkung zu erzielen. Als Mimesis bezeichnet man in den Künsten das Prinzip der Nachahmung im Sinne der Poetik des griechischen Philosophen Aristoteles, im Unterschied zur imitatio, der kunstgerechten Nachahmung älterer, meist antiker Vorbilder.
Nadelspuren
Theodor W. Adorno · 1980
Adornos Aufsatz argumentiert, dass Musik-Recordings nicht primär als Klangkonstruktion, sondern als visuelle und emotionale Aufzeichnungen wahrgenommen werden. Sie prägen sich wie Fotoalben in die persönliche Erinnerung ein und ermöglichen eine andere Wiederbegegnung als das Wiederlesen von Texten.
Notes on 'Camp'
Susan Sontag · 2018
'The ultimate Camp statement: it's good because it's awful.' These two classic essays were the first works of criticism to break down the boundaries between 'high' and 'low' culture, and made Susan Sontag a literary sensation. Penguin Modern: fifty new books celebrating the pioneering spirit of the iconic Penguin Modern Classics series, with each one offering a concentrated hit of its contemporary, international flavour.
Ornament und Verbrechen
Adolf Loos · 2012
Ornament und Verbrechen ist Loos' einflussreicher Aufsatz, in dem er gegen dekorative Ornamente in der Architektur argumentiert. Er positioniert moderne, ornamentlose Form als ästhetisches und ethisches Ideal und kritisiert Ornament als überflüssig und primitiv.
Poetik (Abhandlung über die Komödie)
Aristoteles · 2008
Es gibt kaum einen literaturtheoretischen Text, der über Jahrhunderte hin eine solche Autorität ausgeübt hat wie Aristoteles' kleiner Traktat "Über die Dichtkunst". Die "Poetik" gilt seit der Renaissance als Text, der einen "neuen", der Welt zugewandeten Aristoteles zeigt, der der Dichtung die Aufgabe zugewiesen habe, die empirische Wirklichkeit selbst nachzuahmen. Dem Dichter war dadurch eine rationale Aufgabe gestellt: Er sollte die Ordnung der Welt erkennen und darstellen.
Prometheus
Johann Wolfgang von Goethe · 2019
Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universität des Saarlandes, Veranstaltung: PS Gedichte lesen (vom Barock bis zur Gegenwart) - [PS Lit. 1500-1800 + n. 1800], Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Hausarbeit soll erläutern, inwiefern sich die Gedanken des Sturm und Drangs in diesem Werk wiederspiegeln, wobei das stärkste Beispiel hierfür die Genieästhetik ist, auf die später noch eingegangen wird.
Ruinen der Wahrheit
Rob Weinberg · 2023
Die Ästhetik der Ruinen kennzeichnet eine Lust am Paradoxen. Zwischen Natur und Kultur, Erbauung und Zerstörung, Melancholie und Hoffnung, Vergangenheit und Zukunft erscheinen die Ruinen als Spuren der Zeit im Raum der Gegenwart ihrer ästhetischen Begegnung. Kevin Bücking zeigt, inwiefern die Ästhetik der Ruinen und des Ruinösen in einem besonderen Zusammenspiel aus leiblich-sinnlichen Erfahrungen und begrifflichen Reflexionen besteht.
Stendhal-Schreibregel (Wenn du sagen willst, dass es regnet)
Stendhal · 2020
Stendhal: Aphorismen. Über Schönheit, Kunst und Kultur Erstdruck: Straßburg, Heitz, 1901. Ausgewählt und mit einer Einleitung versehen von Benno Rüttenauer. Inhaltsverzeichnis: Einleitung. Der Autor über sich selber. Über Kunst im Allgemeinen. Über Architektur. Über Skulptur. Über Malerei. Über Musik. Über Theater. Über Frauenschönheit, Liebe, Ehe. Über Religion. Moralisches, Psychologisches, Politisches. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2020.
The Act of Seeing / Logik der Bilder (Essays)
Wim Wenders
The Cinema of Wim Wenders: The Celluloid Highway is a new study of the films of this most prominent of German directors, and penetrates the seductive sounds and images for which he is best known. The book analyses the individual films in the context of a preoccupation central to all of Wenders' work and writings: why modern cinema - a recording art, solely composed of sounds and images - naturally developed into a primarily narrative medium, a domain traditionally associated with words and sente...
The Popularity of Squid Game Terrifies Me
Frank Bruni
Frank Brunis Artikel untersucht die verstörendе Ästhetik der Serie Squid Game und erklärt, warum ihre Popularität beunruhigend wirkt. Er charakterisiert die Show als dystopische Fantasie mit visuellen und spirituellen Qualitäten, die kindliche Unschuld mit brutaler Gewalt verbindet – eine Mischung aus Teletubbies und Quentin Tarantinos grellem Stil.
Toucan
Wolfgang Tillmans
Fotografie von Wolfgang Tillmans aus 2010, die einen Tukan zeigt und eines seiner bekanntesten Werke darstellt. Das Bild widerspricht bewusst seiner Theorie, dass zu viel 'Zeigen' schlechte Kunst sei, und markiert eine kritische Grenze in seiner künstlerischen Position zur visuellen Direktheit.
Triumph des Willens
Leni Riefenstahl · 1935
Über den NS-Parteitag 1934 drehte Leni Riefenstahl im Auftrag des Führers „Triumph des Willens“. Sie setzte dafür 16 Kamerateams mit über 100 Mitarbeitern ein. Aus mehr als 60 Stunden Filmmaterial entstand einer der bekanntesten und wirkungsvollsten Dokumentarfilme überhaupt. Riefenstahl hebt die Solidarität der Parteibasis zum NS-Regime durch einen vielfältigen Bilderrhythmus heraus, wofür sie die chronologische Reihenfolge der Ereignisse aufbricht.
Vorlesungen über die Ästhetik
Georg Wilhelm Friedrich Hegel · 1835
Hegels Ästhetik entwickelt eine Theorie, wie sich der Weltgeist und das Zeitverständnis einer Epoche in verschiedenen Kunstformen widerspiegeln. Das Werk untersucht, wie Kunstgattungen von antiken Tempeln bis zu modernen Textformen die jeweilige Gesellschaft ausdrücken und erklären damit die historische Entwicklung von Kunstformen und ihrem gesellschaftlichen Bedeutungswandel.
Wer noch nie ein Grau gedacht
Peter Sloterdijk · 2022
Solange man kein Grau gemalt habe, sagte Paul Cézanne einmal, sei man kein Maler. Wenn Peter Sloterdijk diesen Satz auf die Philosophie überträgt, mag dies wie eine maßlose Provokation klingen. Warum sollten Philosophen eine einzelne Farbe denken, anstatt sich mit Ethik, Metaphysik oder Logik zu beschäftigen? »Ist Lebenskunst nicht mehr als ein leicht gesagtes Wort für die schwer zu erwerbende Disziplin der Grauzonenkunde?«, fragt Peter Sloterdijk und folgt dem grauen Faden durch die Philosophie...
Werke von Nino Haratischwili
Nino Haratischwili
Wie ist es um das Theater im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts bestellt? Welche ästhetischen Positionierungen lassen sich erkennen? Dieser Band widmet sich der Autorenregie als einer künstlerischen Arbeitsweise, die für die Debatte um den zeitgenössischen Dramen- und Inszenierungstext – sowohl in der Forschung als auch in der Theaterpraxis – zentrale Bedeutung hat.
Werner Herzog – Jeder für sich und Gott gegen alle
Werner Herzog · 2024
Werner Herzog zählt zu den wenigen Exporterfolgen nachkriegsdeutscher Kulturproduktion. Werk und Wirken dieser Ausnahmegestalt des Weltkinos auf den Begriff zu bringen, bleibt indes eine anhaltende Herausforderung. Linus Wörffel nimmt sie an und begegnet dem mythenaffinen Nullpunktästhetiker Herzog mit wirkungsgeschichtlicher Kontextualisierung.
Wie es euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks
Ulrich Raulff · 2025
Jeder weiß, dass es ihn gibt. Jeder meint, ihn zu besitzen. Dabei hat ihn nie jemand gesehen: den Geschmack, unseren Sinn für das Schöne, Glücksantenne und Tastsinn unserer Sehnsucht. Ulrich Raulff erkundet diese Kompetenz für das Schöne und entführt uns in seinem furiosen neuen Buch auf einen materialistischen Jahrmarkt der Eitelkeiten, einen Parcours der Likes von Meissen bis Mac und von Diderots Hausrock bis Victoria’s Secret. Die Spur führt ins Rom Winckelmanns und das Washington Jeffersons,
Ästhetik und Kommunikation
Eberhard Knödler-Bunte
Legendäre deutschsprachige Kulturzeitschrift zur Ästhetik und Kommunikation, gegründet von Eberhard Knödler-Bunte. Forum für intellektuelle Debatten über Kunst, Design und Gesellschaftskritik.
Über das Erhabene
Friedrich Schiller · 2019
Schillers Essay erörtert verschiedene Formen des Erhabenen und ergänzt damit Kants Ästhetik. Er unterscheidet das dynamische Erhabene durch wilde Naturkräfte wie Stürme und Unwetter. Schiller führt zentral vor, wie das Erhabene nicht nur theoretisch verstanden, sondern in unterschiedlichen Manifestationen erkannt wird.
Über das Marionettentheater
Heinrich von Kleist · 1810
Kleists philosophisches Essay verhandelt die Grazie als Phänomen, das durch das vollständige Durchschreiten des menschlichen Bewusstseins und seiner Abgründe – Schmerz, Einsamkeit, Todesangst – wiedererlangt wird. Die zentrale Argumentation: Der Verlust der Unschuld führt nicht zum endgültigen Fall, sondern zu einer reflektierten Grazie jenseits des bloßen Bewusstseins.