Glamour. Über das Wagnis, sich kunstvoll zu inszenieren
Ute Kohn · 2025
Ute Kohns Essay hinterfragt das Konzept Glamour als Illusion, die nur in wohlhabenden Kreisen existiert. In der Arbeiterklasse wirkt Glamour deplatziert und zeigt sich höchstens als kitschiger Vulgärglamour mit billiger Glitzeroptik. Der Text stellt Glamour als bloße Fantasy und Blendung dar, die echtem Existenzkampf widerspricht. Ein kritischer Blick auf gesellschaftliche Unterschiede und unsere Wahrnehmung von Eleganz und Stil.
Erwähnungen (1)
„Glamour ist ein Konstrukt. In der bäurischen Gesellschaft hat er keinen Platz. Im Leben des Malochers wirkt er deplatziert, ist er doch Fantasy und Blendung. Dafür bedarf es einer Fähigkeit, die im täglichen Kampf um die Existenz gewöhnlich fehlt. Glamour zeigt sich in weniger Show- und geldaffinen Kreisen höchstens, und das ist die brutale Wahrheit, als Schwundstufe, als Vulgärglamour mit strassbesprenkelten Sneakers und durch die Wange gestoßenen Swarovski-Zierelementen.“
In der Rubrik 'Der erste Satz' wird Ute Kohns Essay über Glamour vorgestellt. Die Autorin schreibt journalistisch, Romane und Sachbücher. Ihr vorheriges Buch hieß 'Der Geschmack der Freiheit'.
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