Artikel aus Die sogenannte Gegenwart
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Titanic
Titanic, British luxury passenger liner that sank on April 14–15, 1912, during its maiden voyage, en route to New York City from Southampton, England, killing about 1,500 people. One of the most famous tragedies in modern history, it inspired numerous works of art and has been the subject of much scholarship.
31-Tage-Detox fürs Konto
Die ZEIT erklärt, wie man seine Finanzen in 31 Tagen entschlackt und organisiert. Das Programm vermittelt in kleinen Schritten, wie man sich neue, bessere Geldroutinen angewöhnt.
A Letter on Justice and Open Debate
Der Appell für freie Debattenräume wurde am 1. September 2020 im Internet auf der Seite Intellectual Deep Web Europe veröffentlicht. Bei dem Appell handelt es sich um die deutsche Adaption des zuvor in den Vereinigten Staaten lancierten Projekts „A Letter on Justice and Open Debate“ des US-Amerikaners Thomas Chatterton Williams. Unter dem Hashtag #CancelCancelCulture wurde der Aufruf ab Herbst 2020 auf Twitter beworben.
Aktivisti: Wie sich Klimaaktivisti weltweit gegenseitig inspirieren
Der Artikel befasst sich mit dem internationalen Engagement von Klimaaktivisten gegen strukturelle Ungleichheiten. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass koloniale, kapitalistische und patriarchalische Systeme dazu führen, dass Regionen und Lebewesen unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen sind. Im Rahmen des Goethe-Institut-Projekts "Blog, Engage, Act!" berichten acht Blogger*innen und Aktivist*innen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien seit 2018 über ihre Erfahrungen und zeigen, wie Klimabewegungen über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten und sich gegenseitig inspirieren. Der Artikel dokumentiert damit die globale Vernetzung der Klimagerechtigkeitsbewegung und deren Strategien zur Bekämpfung ungleicher Klimalasten.
Amrum-Rezension (Hanno Rauterberg)
Hanno Rauterberg
Fatih Akins Film "Amrum" basiert auf den Erinnerungen des verstorbenen Regisseurs Hark Bohm an das Ende der NS-Zeit. Die Kritik des ZEIT-Feuilletons wirft dem Film vor, sich in Betulichkeit zu erschöpfen und lediglich auf Postkarten-Niveau zu operieren. Einzig die filmische Darstellung des Meeres wird als gelungen beschrieben, während die übrige Erzählung an Oberflächlichkeit und mangelnder Tiefenschärfe leidet. Der Rezensent bemängelt damit die ästhetische und narrativen Ambitionen eines Werks, das sich einem wichtigen historischen Stoff widmet, diesen aber nicht angemessen umsetzt.
Antideutsche in Connewitz (Zeitmagazin-Artikel)
Mohamed Amjahid
Sie hassen Deutschland, stehen fest an der Seite Israels und lehnen jede Kritik an den USA ab. "Antideutsche" nennt sich diese Gruppe. Was sind das für Leute?
Antwort auf Bernd Ulrichs Klimakunst-Text
Adam Soboczynski
Adam Soboczynski antwortet auf Bernd Ulrichs Feuilleton-Text über Klimakunst und stellt die zentrale Gegenfrage: Was soll Klimakunst konkret bewirken? Sollen Betrachtende dadurch in Alarmismus oder Aktivismus versetzt werden? Sobocinski hinterfragt den impliziten Wirkungsanspruch, der Klimakunst oft zugeschrieben wird – nämlich dass sie Haltungsänderungen oder politisches Handeln auslösen soll. Der Text ist Teil einer feuilletonistischen Debatte über die Rolle und den Auftrag von Kunst angesichts der Klimakrise.
Antwort auf Bernd Ulrichs Klimaliteratur-Text
Adam Soboczynski
Bernd Ulrich fragte zuletzt in der ZEIT, warum die Gegenwartsliteratur die Klimakrise nicht im Blick habe. Diese Frage müsste jedoch präzisiert werden. Eine Entgegnung
Artikel der New York Times (Fledermaus-Entfernung von Wuhan)
Horseshoe-Fledermäuse (Rhinolophus affinis), die das dem SARS-CoV-2 nächstverwandte Virus RaTG13 tragen, leben in Höhlen der Provinz Yunnan – rund 1.500 km (ca. 1.000 Meilen) von Wuhan entfernt. Dieser geografische Abstand ist ein zentrales Argument in der Debatte über den Ursprung des Coronavirus: Wenn das Reservoir-Tier so weit entfernt lebt, ist eine natürliche Übertragung auf einen Zwischenwirt und dann auf den Menschen in Wuhan erklärungsbedürftig. Der Artikel beleuchtet beide Hypothesen – Zoonose und Laborunfall – und wertet den räumlichen Abstand als Indiz, das die einfache Spillover-These schwächt.
Artikel der New York Times zur Lab-Leak-These
The world must not continue to bear the intolerable risks of research with the potential to cause pandemics.
Artikel im New York Magazine über Loro Piana
The luxury Italian fashion brand is no longer quite as understated as it once was.
Artikel in der NZZ über Gewalterfahrung
Kim de l'Horizon
Gerade hat Kim de l’Horizon den Deutschen Buchpreis für den Debütroman «Blutbuch» erhalten, dessen autobiografische Figur sich weder als Mann noch als Frau fühlt. Hier schreibt Kim de l’Horizon über einen Faustschlag in Berlin und über Bundesrat Ueli Maurer, der, wie er sagte, lieber kein «Es» als Nachfolger haben möchte.
Artikel über Aldi in China
Aldi Süd expandiert in China erstmals über Shanghai hinaus und markiert damit die zweite Phase seiner dortigen Marktpräsenz nach sechs Jahren. Der deutsche Discounter positioniert sich in China als Premiummarke und nicht als klassischer Discounter wie in Europa. Experten bescheinigen dem Schritt Überflüssigkeit, warnen aber vor erheblichen Risiken bei der Expansion in neue Märkte. Die geografische Ausweitung ist ein strategischer Wendepunkt, da Aldi damit sein bislang Shanghai-fokussiertes Geschäftsmodell erstmals verbreitert und sich damit neuen Herausforderungen in der chinesischen Einzelhandelslandschaft stellt.
Artikel über Anlegerpsychologie
Ijoma Mangold
Ijoma Mangold, Literaturkritiker der ZEIT, reflektiert über seine Erfahrungen als Privatanleger und was das Investieren über die eigene Persönlichkeit verrät. Er beleuchtet psychologische Mechanismen wie Verlustaversion, Gier und Kontrollillusion, die Anleger in typische Fallen tappen lassen. Der Text verbindet persönliche Anekdoten mit Erkenntnissen der Verhaltensökonomie und zeigt, wie das Depot als Spiegel des eigenen Charakters funktioniert.
Artikel über Antideutsche im Zeitmagazin
Mohamed Amjahid
Sie hassen Deutschland, stehen fest an der Seite Israels und lehnen jede Kritik an den USA ab. "Antideutsche" nennt sich diese Gruppe. Was sind das für Leute?
Artikel über Christian Kracht
Adam Soboczynski
Christian Kracht hat einen großen neuen Roman geschrieben.
Artikel über Dark Academia und die Corona-Generation
Jens Balzer
Jens Balzer analysiert den Dark-Academia-Trend als kulturelle Reaktion auf die Isolation der Pandemie-Jahre. Die Ästhetik von Bibliotheken, Kerzen und klassischer Bildung erlebte während der Lockdowns einen Boom, befeuert durch soziale Netzwerke und die BookTok-Community auf TikTok. Balzer deutet den Trend als Sehnsucht einer Generation, die in Einsamkeit aufgewachsen ist und in romantisierten Bildungswelten Halt und Gemeinschaft sucht. Die technische Vernetzung verstärkte paradoxerweise diese Rückzugsbewegung ins Analoge.
Artikel über Deutschland-Diskurs in der Süddeutschen Zeitung
Peter Richter
Peter Richter beschreibt in diesem SZ-Stück, wie sich das internationale Ansehen Deutschlands gewandelt hat. Das Klischee deutscher Effizienz und Zuverlässigkeit steht zur Debatte, nachdem Infrastruktur, Verwaltung und Wirtschaft in der Wahrnehmung des Auslands zunehmend als marode gelten. Richter illustriert diesen Imagewandel anhand einer konkreten Szene und fragt, was vom alten Deutschlandbild noch übrig ist.
Artikel über Diagnosewahn und Influencer
Der Artikel kritisiert den Trend, dass Influencerinnen und Influencer auf Social Media psychologische Diagnosen popularisieren und verbreiten, die oft wenig mit der klinischen Realität zu tun haben. Immer mehr Menschen diagnostizieren sich selbst oder andere öffentlich mit Störungen wie ADHS, Borderline oder Autismus, beeinflusst durch vereinfachte Darstellungen in sozialen Medien. Die Autorin Nina Pauer argumentiert, dass diese Popularisierung das Verständnis psychischer Erkrankungen verzerrt und die Grenze zwischen echter Diagnose und Selbststilisierung verwischt.
Artikel über Drohnenlieferdienste in China
Erfahren Sie, wie China Drohnen verwendet, um Waren zu liefern, die Logistik zu verbessern und den Versandprozess zu beschleunigen. Erkunden Sie, wie Drohnen den Versandmarkt verändern und welche Technologien und Innovationen es China ermöglichen, auf diesem Gebiet führend zu sein.
Artikel über Dubai in der Süddeutschen Zeitung
Ijoma Mangold
Ijoma Mangold besuchte Dubai und verfasste 2007 einen Artikel für die Süddeutsche Zeitung, in dem er seine starken Eindrücke von der Stadt schilderte. Der Artikel löste Kritik aus, vermutlich weil Mangold trotz der bekannten Schattenseiten Dubais – Menschenrechtslage, Arbeitsbedingungen für Migranten, artifizielle Stadtentwicklung – eine gewisse Faszination oder sogar Bewunderung für das Emirat zum Ausdruck brachte. Mangold thematisierte wohl den Widerspruch zwischen westlicher Kritik an Dubai und dem tatsächlichen Erleben der Stadt.
Artikel über Eltern-Stress
Eltern in westlichen Ländern erleben einen dramatisch gestiegenen Stresslevel – messbar an einem Cortisol-Anstieg von bis zu 213 Prozent. Der Artikel untersucht gesellschaftliche und kulturelle Ursachen für dieses Phänomen, das besonders Deutschland und andere westliche Länder betrifft. Im Fokus stehen veränderte Erwartungen an Elternschaft, Perfektionsdruck und strukturelle Faktoren wie fehlende Unterstützungssysteme. Der Artikel diente als Grundlage für eine Podcast-Diskussion über modernen Erziehungsstress.
Artikel über Hamas-Videos
Israelische Behörden zeigen Journalisten Videoaufnahmen vom Hamas-Anschlag vom Oktober 2023, um die Öffentlichkeit mit den Tatsachen zu konfrontieren. Ein Journalist schildert in diesem Artikel, was in den von den Terroristen selbst aufgezeichneten GoPro-Videos zu sehen ist, und beschreibt die dokumentierte Brutalität der Attacke. Der Beitrag wirft die Frage auf, warum Regierungen solche extremen Inhalte medialer Öffentlichkeit zugänglich machen und wo die ethischen Grenzen der Berichterstattung liegen. Im Kern geht es um die Spannung zwischen dem Recht der Öffentlichkeit auf vollständige Information und der Verantwortung von Medien, nicht sensationalistisch zu werden oder Zuschauer unnötig zu traumatisieren. Der Artikel untersucht, wie Journalisten mit unzensiertem Material von extremer Gewalt umgehen sollten und welche Konsequenzen die Verbreitung solcher Inhalte hat.
Artikel über Hot Rodent Men
David Hugendick
Ihre Gesichter sind kantig, die Ohren stehen ab, die Anmutung wirkt putzig und ungewaschen. Sind die Nager-Männer nun heiß – oder sind Mensch-Tier-Vergleiche naiv?
Artikel über Identitätspolitik
Lars Weisbrod
Sprache wird maßlos überschätzt, meint unser Autor. Er erklärt, warum man nicht mehr "Identitätspolitik" sagen und auch sonst öfter mal den Mund halten sollte.
Artikel über Impfen und politische Zuordnung
Marc Schieritz
Die Corona-Politik hat den Höhepunkt der Unübersichtlichkeit erreicht. Gut ist das nicht – Grund zur Panik aber auch nicht.
Artikel über KI-Jobverluste
Der Artikel der Washington Post beleuchtet konkrete Fälle von Menschen, die durch den Einsatz von ChatGPT und KI-Tools ihren Job verloren haben. Anhand von zwei detaillierten Beispielen zeigt der Text, wie Unternehmen menschliche Arbeitskräfte durch generative KI ersetzen – von Content-Erstellung über Kundenservice bis hin zu kreativen Berufen. Der Artikel macht abstrakte Debatten über KI-Jobverluste greifbar und zeigt die persönlichen wirtschaftlichen Folgen für Betroffene.
Artikel über Klimakunst im Feuilleton
Bernd Ulrich
Bernd Ulrich, stellvertretender Chefredakteur der Zeit, hat das Buch Alles wird anders - das Zeitalter der Ökologie veröffentlicht. Das Werk wird als großes Desillusionierungs-Projekt charakterisiert, das sich durch Schonungslosigkeit auszeichnet. Nach Ulrichs eigener Aussage ist es ein Buch von einem, der sich nichts mehr vormachen will und bereit ist, unbequeme Wahrheiten zur ökologischen Realität auszusprechen.
Artikel über Koch Wanda Albrus und Hühnerschlachtung
Wanda Albrus
Der niederländische Koch Wanda Albrus hat in Ägypten gelernt, wie man Hühner fachgerecht schlachtet, und integriert diesen Prozess bewusst in sein Restaurantkonzept. Er lässt Gäste beim Schlachten zuschauen oder teilnehmen, um eine ehrliche Beziehung zum Fleischessen herzustellen. Der Artikel thematisiert die Diskrepanz zwischen dem Konsum von Fleisch und der Verdrängung des Tötungsprozesses in der westlichen Gesellschaft. Ijoma Mangold zitiert ihn als Beleg dafür, dass ein bewussterer Umgang mit Fleisch möglich und notwendig ist.
Artikel über Laborfleisch (Geschmacksanalyse)
Laborfleisch besteht aus echten tierischen Muskel-, Fett- und Bindegewebszellen, die aus einer Stammzellprobe in Bioreaktoren gezüchtet werden, nicht aus pflanzlichen Ersatzstoffen. Der vierschrittige Prozess entnimmt lebenden Tieren Stammzellen, kultiviert diese in nährstoffreichem Medium und ordnet die differenzierten Zellen mithilfe essbarer Gerüste in gewünschte Fleischformen. Seit Mark Posts Erstpräsentation 2013 arbeiten etwa 60 Start-ups an der Kommerzialisierung verschiedenster kultivierter Fleischarten. Ein zentraler Vorteil liegt im Tierschutz durch Vermeidung intensiver Viehzucht und Schlachtung. Die Technologie könnte damit konventionelle Lebensmittelsysteme grundlegend transformieren.
Artikel über Links-Rechts-Querfront in der Geldpolitik
Ijoma Mangold
Ijoma Mangold beschreibt in der ZEIT eine ungewöhnliche ideologische Allianz: Libertäre Bitcoin-Befürworter und linke Kapitalismuskritiker finden sich in ihrer Ablehnung der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken zusammen. Beide Seiten kritisieren – aus unterschiedlichen Motiven – die Folgen der Geldmengenausweitung, insbesondere die Umverteilung von unten nach oben durch Niedrigzinsen und Anleihenkäufe. Der Artikel analysiert, wie diese eigentlich unvereinbaren politischen Lager eine gemeinsame Front gegen das bestehende Währungssystem und die EZB bilden können.
Artikel über Loro Piana im New York Magazine
Loro Piana, das italienische Luxuslabel bekannt für feinste Kaschmirwaren und diskrete Eleganz, steht vor einem Dilemma: Der Quiet-Luxury-Trend hat die Marke bei einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht, gefährdet aber genau den USP, der sie auszeichnet – Unsichtbarkeit und Exklusivität für eine kleine, vermögende Kundschaft. Je mehr Menschen das Logo erkennen, desto weniger funktioniert es als stilles Signal unter Eingeweihten. Der Artikel beleuchtet, wie Loro Piana zwischen Wachstum und der Bewahrung seiner elitären Aura balanciert.
Artikel über Maxton Hall / Ruby Bell
Anja Rützel
Anja Rützel analysiert in diesem Spiegel-Artikel die Hauptfigur Ruby Bell aus der Amazon-Serie Maxton Hall. Im Mittelpunkt steht Rubys übertriebene Tugendhaftigkeit und moralische Perfektion, die selbst philosophische Maßstäbe wie Kants Pflichtethik sprengt. Rützel hinterfragt, warum eine so demonstrativ brave Figur beim Publikum so gut ankommt, und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen idealisierter Weiblichkeit und moderner Serienunterhaltung.
Artikel über Muskelrap
Lars Weisbrod
Lars Weisbrod analysiert in diesem ZEIT-Artikel aus dem Jahr 2017 das Subgenre Muskelrap im deutschen Hip-Hop. Das Genre verbindet Rap-Texte mit Themen rund um Bodybuilding, Fitness, Protein und Ernährung. Weisbrod beleuchtet, wie Muskelrap als kulturelles Phänomen entstand und welche Rapper und Tracks das Genre prägten.
Artikel über Netzwerkeffekte und Social Media
Oliver Weber
Netzwerkeffekte halten Nutzer auf Social-Media-Plattformen gefangen: Der Wert eines Netzwerks steigt mit der Zahl seiner Mitglieder, weshalb ein individueller Ausstieg kaum attraktiv ist. Der Artikel zeigt, dass viele Nutzer Social Media freiwillig aufgeben würden – aber nur dann, wenn alle anderen es gleichzeitig täten. Dieses kollektive Gefangenendilemma erklärt, warum Plattformen trotz verbreiteter Unzufriedenheit dominant bleiben. Weber argumentiert damit gegen die Annahme, dass Nutzerverhalten allein durch persönliche Präferenzen gesteuert wird.
Artikel über Pilze in der FAS
Novina Gülsdorf
Feuilleton-Artikel von Novina Gülsdorf in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über die erstaunliche Intelligenz von Pilzen. Der Artikel beschreibt, wie Myzel-Netzwerke lernen, sich erinnern und Entscheidungen treffen können – obwohl sie kein zentrales Gehirn haben.
Artikel über Robert Habeck
Nina Pauer
Nina Pauer schrieb einen kurzen Text, in dem sie sich kritisch über Robert Habeck äußerte — offenbar war sie früher von ihm angetan, distanziert sich nun aber. Der Artikel löste heftige Reaktionen in den Kommentaren aus. Pauer beschreibt Habeck als jemanden, den sie einst als nahbar und 'relatable' empfand, der diesen Eindruck aber verloren hat.
Artikel über Treadwives im Zeit-Feuilleton
Berit Dieselkämper
Das Phänomen der Treadwives bezeichnet Frauen, die auf Social Media ein aufwendig inszeniertes traditionelles Hausfrauen-Leben präsentieren – Backen, Putzen, Heimeligkeit als Content-Strategie. Berit Dieselkämper analysiert im Zeit-Feuilleton, wie hinter dem scheinbar einfachen, glücklichen Hausfrauenleben ein enormer Produktionsaufwand steckt: Jeder Handgriff wird inszeniert, gefilmt und optimiert. Das Paradox liegt darin, dass die Botschaft des mühelosen Glücks gerade durch extreme Mühe erzeugt wird. Der Artikel ordnet das Phänomen kulturell ein und beleuchtet, wie diese Accounts traditionelle Geschlechterrollen romantisieren und gleichzeitig als modernes Influencer-Business funktionieren.
Artikel über Twitter-Blasen
Jens Jessen
Die Schuld an der Polarisierung der Gesellschaft wird stets den "Filterblasen" im Netz gegeben. Aber ist wirklich die Abschottung von anderen Meinungen das Problem?
Artikel über Weideschlachtung
Industrielle Schlachthöfe stehen in der Kritik, Weideschlachtung gilt als angesagte Lösung. Das Problem ist: In der Praxis spielt sie keine Rolle.
Artikel über das Durchnehmen der Pille
Anna Meier
Der Artikel behandelt die Möglichkeit, die Antibabypille durchgehend zu nehmen, um die monatliche Menstruation zu unterdrücken. Die Autorin hinterfragt, warum diese medizinisch sichere Option trotz ihrer praktischen Vorteile so wenig bekannt und genutzt wird. Dabei wird auch das Brustkrebsrisiko erörtert, das bei der Pille ohnehin besteht.
Artikel über das Ende der Mode-Silhouetten
Business of Fashion
Die Modebranche befindet sich in einer Multikrise: Inflation, unterbrochene Lieferketten, steigende Rohstoffkosten und der Boom von Online-Händlern haben bereits zahlreiche etablierte Unternehmen wie Esprit und Peek & Cloppenburg in die Insolvenz getrieben. Hinzu kommt eine anhaltende Konsumflaute, ausgelöst durch wirtschaftliche Verunsicherung und den Angriffskrieg auf die Ukraine, die Ultra-Fast-Fashion-Anbieter wie Shein und Temu begünstigt, die durch extrem niedrige Preise Marktanteile erobern. Während bekannte Marken ihre Kleidung zu hohen Preisen verkaufen, profitieren Arbeiter in Produktionsländern wie Bangladesch und Indien nicht davon: Seit der Rana-Plaza-Katastrophe 2013 haben sich zwar die Sicherheitsbedingungen verbessert, doch die Löhne bleiben bei rund 105 Euro monatlich – ein Hungerlohn, der die dortige Inflation von zehn Prozent nicht widerspiegelt. Die höheren Verkaufspreise der etablierten Marken resultieren nicht aus besseren Arbeitsbedingungen, sondern aus Marketing und höheren Gewinnmargen.
Artikel über das Ende von Social Media
Lars Weisbrod
Unser Leben im Digitalen erschöpft und langweilt uns. Zeit einzusehen: Die sozialen Netzwerke sind längst tot. Oder? Und was kommt danach?
Artikel über das Hamas-Screening
Ein Artikel aus dem Atlantic, in dem ein Journalist detailliert beschreibt, was auf von der israelischen Armee veröffentlichten GoPro-Videos der Hamas-Terroristen zu sehen ist. Der Text problematisiert die Grenzen der journalistischen Informationspflicht und stellt die Frage, wie detailliert über extreme Inhalte berichtet werden sollte.
Artikel über den Anfang des Privatfernsehens
Mit der Zulassung privater Anbieter begann 1984 der Aufstieg des Privatfernsehens. Mehrere Rundfunkurteile kamen zu dem Schluss, dass privater Rundfunk nur existieren dürfe, wenn die Grundversorgung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk garantiert würde. Am 3. April 1987 wurde dies in einem Rundfunkstaatsvertrag beschlossen.
Artikel über den Hafermilchmann
Nina Pauer
Nina Pauer beschreibt in diesem Artikel einen neuen Männertypus, den sie 'Hafermilchmann' nennt: ein moderner Mann, der pflanzliche Ernährung (Hafermilch statt Kuhmilch), Meditation, Achtsamkeit und Körperoptimierung miteinander verbindet. Der Begriff steht für eine Generation von Männern, die sich um Gesundheit, Selbstoptimierung und einen bewussteren Lebensstil bemühen. Pauer analysiert diesen Typus mit einer Mischung aus Beobachtung und Ironie als kulturelles Phänomen der 2010er/2020er Jahre.
Artikel über den Herrnhuter Stern
Der Herrnhuter Stern ist ein traditioneller Adventsstern, der seit dem 19. Jahrhundert von der Herrnhuter Brüdergemeine in der Oberlausitz hergestellt wird. Was als schlichtes Bastelprojekt in Internatsschulen begann, ist heute ein begehrtes Kulturobjekt mit langer Geschichte und wachsendem Hype: Auf Plattformen wie eBay werden für originalgetreue Exemplare teils hohe Summen geboten. Der ZEIT-Artikel im Ressort 'Entdecken' beleuchtet die religiösen Wurzeln, die handwerkliche Tradition und die erstaunliche Popularität des 26-zackigen Sterns als Symbol der Adventszeit.
Artikel über den Isenheimer Altar und Schmerzgesellschaft
Jörg Scheller
Jörg Schellers Feuilleton-Text behandelt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald als künstlerische Auseinandersetzung mit dem Leiden am Kreuz. Der Text interpretiert diese klassische christliche Ikonografie als Gegenpol zur modernen gesellschaftlichen Tendenz der totalen Schmerzvermeidung und stellt die künstlerische Darstellung von Leid als kulturelle und philosophische Notwendigkeit dar. Der Isenheimer Altar, eines der bedeutendsten Werke der deutschen Kunstgeschichte, dient Scheller als Reflexionspunkt für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Leiden und Schmerz umgeht und welche Bedeutung deren künstlerische Darstellung hat. Das Werk wird damit nicht nur kunsthistorisch betrachtet, sondern als zeitlose Mahnung gegen eine Kultur der Schmerzverleugnung verstanden.
Artikel über den Pixar-Film WALL-E
Wolfgang M. Schmidt
Wolfgang M. Schmidt analysiert in der ZEIT den Pixar-Film WALL-E (2008) als politisches Gleichnis. Im Film sind die Menschen der Zukunft durch Passivität und technologischen Komfort entmündigt: dick, bewegungsunfähig, in schwebenden Sesseln, das Essen direkt in den Mund gereicht. Lars Weisbrod zitiert den Artikel im Kontext von Carl Schmitts Staatsphilosophie – WALL-E illustriert Schmitts Albtraum einer vollständig neutralisierten, entpolitisierten Gesellschaft, in der Menschen nur noch verwaltet statt regiert werden. Der Film wird damit zur dystopischen Warnung vor einer Welt ohne politischen Willen und Selbstbestimmung.
Artikel über den Vibeshift-Blogbeitrag
Der Begriff 'Vibeshift' wurde vom Kulturkritiker Sean Monahan in seinem Substack-Newsletter '8Ball' geprägt und beschreibt einen spürbaren kollektiven Stimmungswandel in der westlichen Populärkultur. Monahan argumentierte, dass sich nach Jahren des Ironismus und der Nostalgie eine neue kulturelle Energie entfaltet, die authentische Emotionalität und Direktheit bevorzugt. Die Financial Times griff das Konzept auf, nachdem der Begriff durch eine Berichterstattung im New York Magazine einem breiteren Publikum bekannt wurde. Der Artikel beleuchtet, wie sich dieser Wandel in Mode, Musik und sozialen Medien manifestiert.