Experimentaltheater
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Medien (13)
Baal
Bertolt Brecht
Baal ist ein frühes Theaterstück von Bertolt Brecht, das am Berliner Ensemble aufgeführt wurde. Regisseur Volker Schlöndorff verfilmte das Drama, wobei die Witwe von Brecht, Helene Weigel, die künstlerische Kontrolle über die Besetzung und Umsetzung behielt. Das Stück zeigt Brechts experimentelle dramatische Sprache und bleibt ein Klassiker des politischen Theaters.
Blue Man Group
Die Blue Man Group ist ein Künstlerkollektiv für experimentelle Live-Performances, das Musik, bildende Kunst und visuelle Effekte verbindet. Ihre Shows zeichnen sich durch bunte, vielseitige Inszenierungen aus, die weit über ein reines Konzert hinausgehen. Olli Schulz bezieht sich auf sie als Referenz, um die künstlerische Vielschichtigkeit und Originalität seiner eigenen Live-Show zu verdeutlichen.
Die Geisel
Brendan Behan
Brendan Behans Drama Die Geisel war in den 1970er Jahren an der Volksbühne in West-Berlin aufgeführt. Das Stück thematisiert Gefangenschaft und Freiheit und wird hier aus der Perspektive eines Zeitzeugen betrachtet, der die Berliner Theaterszene dieser Epoche erlebte.
Ein Jahr ohne Sommer
Florentina Holzinger
"Ein Jahr ohne Sommer" ist eine Theaterproduktion der österreichischen Künstlerin Florentina Holzinger an der Volksbühne. Das Stück verbindet performative Elemente mit konzeptuellen künstlerischen Ideen und wird in die Tradition von Christoph Schlingensief eingeordnet, der ebenfalls am selben Theater inszenierte. Holzingers Arbeiten zeichnen sich durch innovative und oft provokative künstlerische Positionen aus, die zeitgenössische gesellschaftliche Themen verhandeln.
Fassbinder-Stück (am Stuttgarter Theater)
Rainer Werner Fassbinder
Peymann inszenierte vermutlich ein Stück von Fassbinder am Stuttgarter Theater. Der Artikel ist nicht mehr erreichbar, aber der Podcast erwähnt, dass Hoss' Vater als Berater bei dieser Inszenierung tätig war. Dies belegt die Verbindung zwischen den genannten Personen in der Kulturszene jener Zeit.
Grips Theater
Das Berliner GRIPS Theater ist ein experimentelles Kindertheater, das seit 1966 innovatives Jugendtheater aufführt. Matze Hielscher erinnert sich nostalgisch daran, das Theater gerne geschaut zu haben, was seine Bedeutung für die deutsche Theaterkultur und die Kindheitserlebnisse der Zielgruppe unterstreicht.
Hamlet (Zadek-Inszenierung)
Peter Zadek / William Shakespeare
Das Berliner Theater RambaZamba mit behinderten Schauspielern präsentiert eine Rekonstruktion von Peter Zadeks legendärer Hamlet-Inszenierung unter dem Titel „Sein oder Nichtsein". Der verstorbene Regisseur Zadek, bekannt für seine provokative Theaterarbeit und seinen tyrannischen Führungsstil bei den Proben, gilt als einer der großen Erneuerer des Nachkriegstheaters. Ein emotionaler Höhepunkt der Aufführung ist die Tatsache, dass Nele Winkler die Hamlet-Rolle ihrer Mutter Angela verkörpert, die diesen Titel in Zadeks Originalproduktion spielte. Die Inszenierung präsentiert dabei auch die charakteristische laute und explosive Arbeitsweise des Regisseurs, der für seine Ausbrüche während der Proben gefürchtet war.
Holzfällen (Bühnenadaption)
Thomas Bernhard
Das Burgtheater präsentiert Thomas Bernhards Roman "Holzfällen" als Bühnenadaption, die Lesung und Musik kombiniert. Die experimentelle Inszenierung ermöglicht einem modernen Publikum einen neuen Zugang zu Bernhards literarischem Klassiker.
Personenkreis 3.1
Lars Norén / Thomas Ostermeier · 1999
Lars Noréns Stück über schwedische Obdachlose in der experimentellen Inszenierung von Thomas Ostermeier an der Schaubühne Berlin. Die fünfeinhalbstündige Uraufführung erkundet soziales Elend und Marginalität mit eindringlicher Intensität.
Publikumsbeschimpfung
Peter Handke
Peter Handkes experimentelles Skandal-Stück von 1966 verzichtet auf traditionelle Handlung und Charaktere. Stattdessen konfrontiert es das Publikum direkt mit verbaler Attacke und philosophischer Provokation. Das revolutionäre Werk hob die Grenze zwischen Bühne und Zuschauern auf und machte Handke international berühmt.
Recherche Faust Arto
Thomas Ostermeier
Artaud-inspirierte Diplom-Inszenierung von Thomas Ostermeier, basierend auf Georg Heyms Faust-Fragment von 1911. Diese deutsch-französische avantgardistische Variation zeigt Ostermeiers künstlerische Anfänge an der Ernst-Busch-Schule.
Selbstbezichtigung
Peter Handke
Frühes experimentelles Theaterstück von Peter Handke, kaum aufgeführt und vor der berühmten Publikumsbeschimpfung entstanden. Uraufführung am Stadttheater Oberhausen. Eines von zwei seltenen Werken aus Handkes früher avantgardistischer Phase.
Unbekanntes Theaterstück (Fragen-Performance)
Experimentelle Theaterperformance aus Karlsruhe, bei der drei Stunden lang ausschließlich Fragen gestellt werden. Das Stück erforscht die Kraft von Fragen als künstlerisches Medium und strukturiert das Denken des Publikums neu – ein immersives Erlebnis, das die Wahrnehmung nachhaltig verändert.