Aufarbeitung
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Medien (20)
Alles überstanden
Christian Drosten, Georg Mascolo · 2024
Das erste Buch von Christian Drosten – gemeinsam mit dem Journalisten und Bestsellerautor Georg Mascolo Die Pandemie ist vorbei – aber ihre unbedingt notwendige Aufarbeitung steht nach wie vor aus. Seit die Gefährlichkeit des Virus schwindet, erlahmt das Interesse daran, die Rolle von Politik, Wissenschaft und Medien bei der Bewältigung der Pandemie kritisch zu hinterfragen.
Anrufung an die schimmlige Hebamme Ann Vollmers
Kim de l'Horizon
Kim de l'Horizon performt ein Gedicht zum Gedenken an Ann Vollmers, eine in Köln als vermeintliche Hexe ermordete Hebamme. Das Gedicht wurde im Schauspiel Köln uraufgeführt und setzt sich künstlerisch mit diesem historischen Unrecht auseinander. Es dokumentiert eine Form der künstlerischen Aufarbeitung von Hexenverfolgungen und deren Opfern in der deutschen Geschichte.
Artikel über Hans Litten
Marion Gräfin Dönhoff
Nach dem Zweiten Weltkrieg kritisierte die ZEIT vehement die alliierten Kriegsverbrecherprozesse. Auch Marion Gräfin Dönhoff plädierte für die Entlastung der Angeklagten.
Artikel über politisches Schweigen von Autoren zu Corona
Richard Kemmerlings
Der Artikel kritisiert den Bundestag für die fehlende Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Er beleuchtet das Paradox, dass Autoren von politischem Engagement abgeraten werden, gleichzeitig aber für ihr Schweigen zu kontroversen Themen kritisiert werden. Diese Widersprüchlichkeit wird anhand von Richard Kemmerlings' Vorwurf diskutiert, Autoren hätten sich nicht ausreichend zu Corona geäußert.
Bericht der bosnischen Untersuchungskommission zu Srebrenica
Der 2004 von einer bosnischen Untersuchungskommission veröffentlichte Bericht dokumentiert rund 25.000 Menschen, die nachweislich an den Verbrechen von Srebrenica beteiligt waren – von Schützen bis zu Logistikpersonal. Die Studie verdeutlicht die massive Diskrepanz zwischen der Zahl der Tatbeteiligten und den tatsächlich verurteilten Personen, von denen es nur etwa 45 gab. Der Bericht ist ein zentrales Dokument zur Aufarbeitung der Srebrenica-Verbrechen und illustriert das Ausmaß ungesühnter Kriegsverbrechen in Bosnien.
Blogbeitrag von Morgan Spurlock (MeToo-Bekenntnis)
Morgan Spurlock
Der Filmmaker Morgan Spurlock reflektiert in diesem Artikel über seine Erfahrungen während der MeToo-Bewegung und die Lektionen, die er daraus gezogen hat. Er setzt sich mit eigenem problematischen Verhalten auseinander und bietet Einblicke in seine persönliche Aufarbeitung und Veränderung. Der Text dokumentiert einen Transformationsprozess, der durch die gesellschaftlichen Debatten der MeToo-Ära ausgelöst wurde.
Die Akte Rosenburg
Manfred Görtemaker, Christoph Safferling
Die Rosenburg-Studie untersucht die personelle und inhaltliche Kontinuität zwischen dem Reichsjustizministerium und dem Bundesjustizministerium nach 1949. Das Buch dokumentiert, wie NS-belastete Juristen in der Nachkriegsjustiz tätig waren und Gesetze zur Straflosstellung von NS-Beihilfetätern mitgestalteten. Es zeigt ein dunkles Kapitel der westdeutschen Rechtsprechungsgeschichte auf.
Dokumentarfilm über Joachim Gauck und die Stasi-Unterlagenbehörde
Dokumentarfilm über Joachim Gauck und die Stasi-Unterlagenbehörde, der die Geschichte und Bedeutung dieser Institution nach der deutschen Wiedervereinigung zeigt. Der Film dokumentiert die Arbeit der Behörde im Archiv in Berlin-Lichtenberg und zeigt unter anderem Marianne Birtler, die langjährige Leiterin, in eindrücklichen Szenen. Die Dokumentation befasst sich mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur und der öffentlichen Zugänglichkeit von Stasi-Unterlagen.
Dokumentarfilm über die Legionäre Christi
Dokumentarfilm über die Missbrauchsskandale bei den Legionären Christi und deren Ordensgründer. Der Film beleuchtet die umfassende Aufarbeitung dieser Fälle und die systemischen Versäumnisse innerhalb der katholischen Kirche. Eine wichtige Dokumentation für das Verständnis institutioneller Machtmissbrauch und der Aufklärungsbemühungen.
Eichenrelief (Nazi-Auftragsarbeit)
Ludwig Gies
Relief des Künstlers Ludwig Gies als Nazi-Auftragsarbeit, das im Foyer der Firmenzentrale von Ernsting's Family hing. Das Werk wurde zum Symbol eines Familienstreits über den Umgang mit NS-Kunstschätzen und reflektiert die problematische Kontinuität deutscher Kunstsammlungen nach 1945.
Eisernes Schweigen – Das Attentat meines Vaters
Traudl Bünger
Die Autorin Traudl Bünger arbeitet ein dunkles Familiengeheimnis auf: Ihr Vater beging 1960 ein rechtsextremes Bombenattentat in Südtirol. Der WDR-Podcast erforscht das Schweigen der Familie, die Verstrickung zwischen persönlicher Geschichte und politischem Verbrechen, sowie die Relevanz von Radikalisierung im eigenen Umfeld.
Fernsehtalkshow zum 5. Jahrestag der Pandemie
Eine Fernsehtalkshow zum fünften Jahrestag der Pandemie mit Virologen und Wissenschaftlern, in der die alten Grabenkämpfe von 2021 erneut aufgelegt werden. Statt echter Aufarbeitung und Reflexion reproduziert die Sendung die polarisierten Debatten der frühen Pandemiejahre. Sie steht beispielhaft für eine fehlende konstruktive Verarbeitung der Krise.
Furchtbare Juristen
Ingo Müller · 2014
Ingo Müllers Werk dokumentiert die Verstrickung deutscher Juristen in den NS-Verbrechen und das Fehlen ihrer juristischen Aufarbeitung nach 1945. Das Buch zeigt, wie die deutsche Justiz die Verbrechen des Holocausts ermöglichte und diese Verstrickungen lange verdrängt wurden. Ein zentrales Werk zum Verständnis der Nachkriegsjustiz und ihrer Verantwortung.
Gerichtsreportage über den Prozess gegen das Ehepaar F.
Gisela Friedrichsen
Die Spiegel-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen berichtet über den Prozess gegen das Ehepaar F. vor dem Bezirksgericht Magdeburg im Jahr 1990. Ihr Artikel dokumentiert den Ablauf und die Details des Gerichtsverfahrens, das später als journalistische Quelle für die Aufarbeitung des Falls diente.
MHG-Studie (Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige)
Die Studie untersucht das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige in Deutschland. Sie wurde 2014 von der katholischen Kirche in Auftrag gegeben und dokumentierte zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1.670 beschuldigte Kirchenmänner und 3.677 betroffene Personen. Die Ergebnisse wurden 2018 veröffentlicht und bilden eine wichtige Grundlage für die Aufarbeitung institutioneller Missbrauchsfälle in der Kirche.
Quiet on Set: The Dark Side of Kids TV
· 2024
Entdecke die unerzählte Geschichte der giftigen und missbräuchlichen Umgebung im Kinderfernsehen der 90er Jahre. Erschütternde Berichte von ehemaligen Kinderstars und deren Crew, die die Machtverhältnisse in der Branche untersuchen und eine Ära enthüllen, die bleibende Wunden verursachte, die noch heute zu spüren sind.
Rapport de la CIASE (Commission indépendante sur les abus sexuels dans l'Église)
Bericht der französischen Untersuchungskommission CIASE zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche seit 1950. Die Studie dokumentiert über 330.000 mögliche minderjährige Opfer von Missbrauch durch Priester und Laien und verdeutlicht das Ausmaß institutionalisierter Übergriffe als Vergleich zu deutschen Fällen.
Recherche über DDR-Doping-Opfer
Tausende Sportler aus der DDR leiden unter Spätschäden des systematischen Dopings während des Leistungssports. Laut dem Psychologen Harald Freyberger sterben diese Doping-Opfer zehn bis zwölf Jahre früher als der Durchschnitt und erkranken häufiger. Der Artikel dokumentiert die gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen und zeigt auf, dass die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der DDR-Sportgeschichte bis heute unzureichend ist.
Stumme Gewalt
Carolin Emcke · 2009
Am 30. November 1989 wurde der Vorstandssprecher der Deutschen Bank Alfred Herrhausen in Bad Homburg mit einer Sprengladung getötet – einer der letzten Morde der Rote Armee Fraktion. Achtzehn Jahre lang hat die Journalistin und Autorin Carolin Emcke geschwiegen zu dem Terror der RAF und damit auch über das Attentat an ihrem Patenonkel Alfred Herrhausen.
WDR-Dokumentation über Missbrauchsopfer
Die WDR-Dokumentation erzählt die Geschichte eines Mannes, der als Kind in einer evangelischen Einrichtung sexuell missbraucht wurde. Sie bietet eine authentische, nicht-fiktionalisierte Perspektive auf Missbrauchstraumatisierung und Aufarbeitung.