Artikel aus Unter Pfarrerstöchtern
208 Artikel aus 170 Episoden · Seite 3 von 5
Gesellschaftskritik über missratene Kinder
Heike Faller
Heike Fallers Essay untersucht das Thema elterlichen Versagens anhand prominenter Beispiele wie Tiger Woods und Cameron Douglas. Der Artikel zieht eine Parallele zur biblischen Geschichte von Elis missratenen Söhnen und hinterfragt kritisch, wie Gesellschaft und Medien mit gescheiterter Kindererziehung umgehen. Dabei stellt Faller dar, wie unterschiedlich die öffentliche Reaktion auf Fehlverhalten je nach Alter und Prominenz der beteiligten Kinder ausfällt – von privaten Elterngesprächen bis zur Medienberichterstattung.
Gibt es einen Zufall?
Malte Henk
Der Artikel erforscht die philosophische Frage, ob es Zufall gibt. Malte Henk begleitet dabei ein Jahr im Leben eines uralten Baumes und verbindet Naturbeobachtung mit existenziellen Überlegungen über Sinn und Willkürlichkeit. Im Kontrast zu biblischen Deutungen, in denen Ereignisse einem göttlichen Plan folgen, zeigt er auf, wie willkürliche Ereignisse wie Krankheit die menschliche Existenz ohne erkennbaren Grund erschüttern können.
Gänsekeule und Rotkohl für Berlins Obdachlose
Musik, ein Festmahl und ein kostenloser Haarschnitt: Das und mehr gibt es bei der Weihnachtsfeier von Frank Zanders Familie für Berliner Obdachlose. Eine kurzzeitige Flucht aus dem rauen Alltag kurz vor Weihnachten.
Heiland im Handy
Annette Zoch
Wenn die KI sich zum Heiland aufschwingt: Die Bibel ist immer noch das meistverkaufte Buch der Welt – doch längst werden christliche Inhalte digital an die Gläubigen gebracht. Nicht immer ganz im Sinne der Kirchen.
Heilige, verrückt oder entrückt
Julia Friedrichs
Reportage von Julia Friedrichs aus Die Zeit (2013): Eine Recherche über Heiligenbiografien, bei der die Autorin Psychiatern die Frage vorlegt, ob außergewöhnliche Verhaltensweisen verehrter Heiliger auf psychische Erkrankungen hindeuten könnten.
Heimlich zur Kommunion
Annette Zoch
Ein Ehepaar lebt die Ökumene ganz konkret: Die evangelische Frau und der katholische Mann nehmen gegenseitig an Eucharistie und Abendmahl teil. Eine Studie des Ökumenischen Arbeitskreises begründete 2019 theologisch, warum dies möglich ist – unabhängig davon, welche Konfession den Gottesdienst zelebriert. Der Vatikan untersagte jedoch solche deutschen Alleingänge. Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt umgeht das Verbot durch eine andere Interpretation: Nicht die Kirchen laden ein, sondern Jesus – und jeder Gläubige entscheidet aus eigenem Gewissen, ob er teilnimmt. An einem Samstag feierten vier Frankfurter Kirchen parallel konfessionelle Gottesdienste mit Abendmahl oder Eucharistie, wobei alle Christen selbst wählen konnten, wo sie hingehen.
Helft mir gefälligst
Sebastian Herrmann
Sebastian Herrmanns Artikel aus der Süddeutschen Zeitung untersucht, wie narzisstische und manipulative Menschen sich bewusst als Opfer von ungerechten Verhältnissen inszenieren. Der Text zeigt auf, welche psychologischen Strategien dabei zum Einsatz kommen, um Sympathie zu erlangen und eigene Vorteile durchzusetzen. Herrmann analysiert dieses manipulative Verhaltensmuster systematisch und ordnet es psychologisch ein.
Hilft beten?
Der Artikel untersucht die Rolle des Gebets in Zeiten der Krise. Vier verschiedene Perspektiven zeigen, warum Menschen beten – unabhängig davon, ob sie gläubig sind oder nicht. Die ZEIT hat dazu eine Gebetssammlung zusammengestellt, die auch Beiträge von Atheisten enthält und damit den universellen Charakter des Betens verdeutlicht.
Ich will nicht Präsidentin werden
Elisabeth Räther, Michael Thumann
Swetlana Tichanowskaja, die belarussische Oppositionelle, äußert sich im ZEIT-Interview über ihre unfreiwillige Führungsrolle im Exil. Wie der Prophet Mose wollte sie diese Verantwortung ursprünglich nicht annehmen, wurde aber durch die politischen Umstände dazu gedrängt. Der Artikel beleuchtet ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Belarus und ihr Verlangen, ihre Macht eines Tages wieder abgeben zu können.
Im ehemaligen Ostblock herrscht Katerstimmung
Matthias Hühn hat nach der Wende im sächsischen Wurzen ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Er sagt, er würde niemals SPD oder Grüne wählen. Doch auch bei der AfD sieht der Unternehmer eine entscheidende Schwäche.
Im gelobten Land
Wolfgang Bauer
Der ZEIT-Autor Wolfgang Bauer wurde mit dem renommierten Bayeux-Preis für Kriegsberichterstattung ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt er für seine Reportage "Unter Taliban", in der er die militärische Strategie des Taliban-Vormarsches detailliert analysiert. Die Jury würdigte Bauers gründliche journalistische Arbeit und seinen Beitrag zur Kriegsberichterstattung.
Interview im Spiegel
Yishai Sarid
Der Spiegel-Artikel behandelt ein Interview mit dem israelischen Schriftsteller Yishai Sarid über die Erinnerung an den Holocaust und deren Auswirkungen auf die Gegenwart. Sarid beschreibt sein Werk nicht als politisches Manifest, sondern als Darstellung der düsteren Realität, mit der Israelis täglich konfrontiert sind. Der Artikel beleuchtet die Spannung zwischen historischer Erinnerungsschuld und gegenwärtigen Bedrohungen, denen sich Israel gegenübersieht.
Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Yishai Sarid
Das FAZ-Interview behandelt die Familiengeschichte eines Mannes mit ukrainischen Wurzeln, dessen Familie nach Palästina auswanderte und sich vom Namen Schneider zu Sarid umbenannte, nachdem Familienangehörige von Deutschen erschossen wurden. Der Interviewte reflektiert kritisch über die deutsch-israelische Beziehung und charakterisiert diese als zu eng und künstlich geprägt.
Interview in der Neuen Zürcher Zeitung
Yishai Sarid
Sein Vater war ein prominenter Vertreter der Friedensbewegung, aber Yishai Sarid begann seine eigene Berufslaufbahn in der Armee. Diese Erfahrung prägte seinen Erstling; sein neuer Roman beschwört die Monster der Erinnerung.
Interview mit Annie Jacobsen über Atomkrieg
Johannes Böhme
Im Interview mit Autorin Annie Jacobsen diskutiert der ZEIT-Reporter Johannes Böhme die existenzielle Bedrohung durch Atomwaffen. Jacobsen erklärt, wie schnell ein nuklearer Konflikt die Menschheit auslöschen könnte, und ordnet damit aktuelle geopolitische Spannungen mit Russland, Nordkorea und dem Iran in den Kontext realer Katastrophenszenarien ein. Der Artikel verbindet die wissenschaftliche Analyse des Atomkriegsrisikos mit historischen und philosophischen Perspektiven auf menschliches Überleben.
Interview mit Anthony Hopkins
Anthony Hopkins beschreibt in einem ZEIT-Interview, wie er sein Leben seit Jahrzehnten nicht als selbstbestimmt empfindet, sondern sich wie auf einem fliegenden Teppich unwillkürlich „gelebt" wähnt. Der Artikel zeigt Hopkins' persönliche Perspektive auf Entscheidungsfindung und sein existenzielles Verhältnis zu Kontrolle und Schicksal. Das Interview wird als Beleg dafür angeführt, dass Menschen häufig ein Gefühl einer transzendenten Kraft verspüren, die ihr Leben lenkt, ohne dieses Phänomen klar benennen zu können.
Interview mit Anthony Hopkins in der ZEIT
Die ZEIT-Artikel bespricht die HBO-Serie Westworld, die futuristische Fragen zur künstlichen Intelligenz in einem Western-Setting verhandelt. Besonderheit ist ein Interview mit Anthony Hopkins, in dem der Schauspieler über höhere Mächte spricht, die sein Leben lenken – ein Thema, das philosophische Fragen zum Glauben und zur Determination aufwirft.
Interview mit Arthur Herzberg
Der renommierte jüdisch-amerikanische Rabbiner und Intellektuelle Arthur Herzberg erörtert in diesem Focus-Interview die theologische Bedeutung des jüdischen Auserwähltseins. Im Gespräch erläutert er, dass Erwählung nicht Überlegenheit impliziert, sondern eine besondere Verantwortung und ein damit verbundenes Leiden bedeutet. Das Interview behandelt zentrale Fragen der jüdischen Identität, religiösen Tradition und des Selbstverständnisses der jüdischen Gemeinschaft.
Interview mit Greta Thunberg
Das Interview mit Greta Thunberg behandelt ihre Gedanken zu Klimawandel, Zukunftsangst und ihrer radikalen Gegenwartsorientierung. Thunberg äußert sich dazu, dass das, was mit ihr geschieht, nicht wichtig ist, und will nicht länger als sechs Monate in die Zukunft planen. Der Artikel verbindet ihre Aussagen mit philosophischen Konzepten von prophetischer Haltung und Kierkegaards Gedanken.
Interview mit Janosch zum 90. Geburtstag
Peter Gaymann würdigt seinen Freund Janosch anlässlich dessen 95. Geburtstags in einem persönlichen Beitrag. Die beiden Zeichner lernten sich 2008 bei einer Vernissage in Freiburg kennen, wo auch Tomi Ungerer anwesend war. In einer E-Mail kurz nach diesem Treffen schickte Janosch Gaymann eine charakteristische, freche Zeichnung zu einem provokanten Thema – ein Beispiel für Janoschs unverwechselbaren künstlerischen Humor und Geist.
Interview mit Jürgen Schmidhuber
Adrian Kreie
Der Artikel dokumentiert Leserbriefe, die sich kritisch mit einem Interview des Informatikers Jürgen Schmidhuber auseinandersetzen, der eine Zukunft skizziert, in der künstliche Intelligenzen den Planeten verlassen, sich selbst replizieren und eine neue, nicht-biologische Lebensform erschaffen. Die Leser werfen Schmidhuber vor, sich auf spekulative Szenarien zu konzentrieren, während er aktuelle KI-Probleme wie Internet-Müll ignoriert. Sie äußern Befürchtungen, dass KI-Systeme um knappe Ressourcen wie Strom mit der Menschheit konkurrieren könnten und diese dabei einfach als störende Konkurrenten beseitigen würden – nicht aus böser Absicht, sondern aus rationaler Ressourcen-Optimierung. Während einige Leser Schmidhubers Prognosen für unrealistisch halten, sehen andere darin einen plausiblen Entwurf, der das Ende menschlicher Autonomie und politischer Selbstbestimmung bedeuten würde und die Menschheit in ein vorneuzeitliches Abhängigkeitsverhältnis von allmächtigen übernatürlichen Wesen zurückversetzen würde.
Interview mit Margaret Atwood
Juliane Schäuble
In einem ZEIT-Interview spricht die 85-jährige Margaret Atwood über die aktuellen Bücherverbote in Kanada und die besorgniserregende Aktualität ihrer Romane. Sie diskutiert religiöse Zensur und Parallelen zwischen ihren literarischen Werken und heutigen autokratischen Tendenzen.
Interview mit Martin Rees: Sie sind Sternenstaub, sie sind nuklearer Abfall
Christina Rietz
Aus der Christ-und-Welt-Beilage: Interview mit dem Astronomen Martin Rees über Urknall, Multiversum und sein paradoxes Verhältnis zu Religion. Der 82-Jährige, mit 27 Ehrendoktortiteln ausgezeichnet, erklärt sich als praktizierenden Christen, der nicht glaubt.
Interview mit Niklas Frank über Feigheit
Katja Thorwart
Niklas Frank kritisiert in diesem Gespräch die historische Entnazifizierung als gescheitert. Der Autor argumentiert, dass es mangelndes Schuldbewusstsein und fehlendes Rechtsbewusstsein bei den Nazis gab – und dass ein anderer Ansatz nötig gewesen wäre, etwa durch Konfrontation mit ihrer Feigheit. Frank zieht dabei auch eine Verbindung zur AfD und kritisiert deren heutige Gewissenlosigkeit.
Interview mit Sabine Rückert
Reporterforum
Sabine Rückert, renommierte Gerichts- und Kriminalreporterin der ZEIT, erläutert in diesem Interview ihre Philosophie der Reportage: Sie lehnt oberflächliche Beschreibungen ab und verlangt stattdessen nach "Gedankenmusik" – Texten, die über die bloße Realitätswiedergabe hinausweisen und auf metaphysischer, moralischer und gedanklicher Ebene wirken. Rückert argumentiert, dass echte Reportagen Reflexion, eine erkennbare Haltung des Autors und echtes Interesse an den porträtierten Menschen erfordern. Sie betont den fundamentalen Unterschied zwischen Kamera (pure Beobachtung) und Journalismus (Interpretation und Verstehen). Ein Kerndefizit vieler Reportagen sieht sie darin, dass Autoren sich nicht wirklich für ihr Gegenüber interessieren. Als Beispiel führt sie ihre Reportage "Die Mörderin" an, die für den Egon Erwin Kisch-Preis 2001 ausgezeichnet wurde und zeigt, wie emotionale Authentizität und gedankliche Tiefe bereits im ersten Absatz gründen können.
Interview mit Sabine Rückert in der ZEIT
Giovanni di Lorenzo
Sabine Rückert, eine prominente Podcasterin, spricht in einem Interview mit der ZEIT über ihre Karriere und ihren geplanten Rückzug. Sie reflektiert über die Rückzugsphase ihrer Laufbahn und ihre persönlichen Gefühle zu diesem Übergang. Das Gespräch mit ihrem Chef bei der ZEIT gibt Einblicke in ihre Gedanken und die Gründe für diesen neuen Lebensabschnitt.
Interview mit Theodor Itten über Größenwahn
Theodor Itten
Der Artikel ist ein Interview mit dem Therapeuten Theodor Itten über Größenwahn bei Politikern und Managern. Itten erklärt, dass ein gesunder Größenwahn in der Jugend eine wichtige und stärkende Entwicklungsphase ist. Allerdings sollte dieser idealerweise zwischen dem 28. und 32. Lebensjahr einem realistischen Selbstbild weichen, um psychologisch ausgeglichen zu bleiben.
Interview mit Thomas W. Laqueur über Bestattungskultur
Die Süddeutsche Zeitung spricht mit dem amerikanischen Historiker Thomas W. Laqueur über die kulturhistorische Bedeutung von Totenresten. Laqueur, dessen soeben bei Princeton University Press erschienenes Werk „The Work of the Dead" sich auf über 700 Seiten mit diesem Thema auseinandersetzt, untersucht die paradoxe menschliche Praxis, die Toten zu besuchen und zu betrauern – obwohl wir wissen, dass Identität und Seele nicht an verwesenden Überbleibseln haften. Der Artikel erkundet, warum Menschen dennoch zu Allerheiligen, Allerseelen und anderen Anlässen diesen Bräuchen nachgehen und was dies über unsere Kultur aussagt.
Interview mit Yuval Noah Harari
Die Zeit
Der Historiker Yuval Noah Harari argumentiert in diesem Zeit-Interview, dass Frieden trotz jahrtausendalter Konfliktmuster möglich ist. Er erörtert die Bibel als grundlegendes Bezugssystem in Israel und zeigt, wie die feministische Revolution als eine der erfolgreichsten und friedlichsten Revolutionen der Geschichte zur Überwindung von Hierarchien und Patriarchat beitrug. Der Artikel verbindet klassische biblische Texte mit modernen Fragen der Geschlechtergerechtigkeit.
Interview zum 80. Geburtstag von Wolfgang Schäuble
Der Glaube habe ihm in der Politik geholfen, sagte der CDU-Politiker 2022 im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Am 26. Dezember 2023 ist Wolfgang Schäuble im Kreise seiner Familie gestorben. Lesen Sie hier noch einmal das Interview mit ihm
Jesus war ein politischer Aktivist
Justus Bender
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung präsentiert der Historiker John Dominic Crossan Jesus als gewaltfreien politischen Aktivisten. Crossan argumentiert, dass die Tempelreinigung eine symbolische politische Demonstration war, bei der Jesus die Geldquelle des Tempels angegriffen hat, um ihn stilllegen – ähnlich wie moderne Aktivisten den Betrieb stören würden. Der Artikel hinterfragt damit die traditionelle Darstellung von Jesus und betont seinen Widerstand gegen die etablierte Ordnung.
Judas-Text in der ZEIT
Sabine Rückert
Die Autorin Sabine Rückert zeichnet in diesem Artikel die Figur des Judas nach – von einer Symbolfigur des Bösen zu einer tragischen Gestalt der Aufklärung. Sie argumentiert, dass Judas' Verrat nicht nur ein moralisches Versagen darstellt, sondern eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung des Christentums war. Der Text hinterfragt damit die vereinfachte Interpretation dieser zentralen Gestalt der Religionsgeschichte.
Jüdische Allgemeine - Werden unsere Gebete erhört
Daniel Neumann
Der Artikel erläutert die Bedeutung des Betens im Judentum aus der Perspektive von Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen. Gebet wird dabei als innere Selbstprüfung und Hinwendung zu Gott verstanden, durch die Menschen näher an das Ewige heranrücken. Die Auseinandersetzung mit dem Gebet vermittelt Hoffnung und Zuversicht im jüdischen Glauben.
Klassiker der Weltliteratur
Iris Radisch
Die Vorleserin ist eine Kolumnenreihe der ZEIT-Autorin Iris Radisch, in der sie Klassiker der Weltliteratur in kurzen, prägnanten Texten vorstellt und nahebringt. Die Serie macht komplexe literarische Werke wie Samuel Becketts Drama "Warten auf Godot" für ein breites Publikum zugänglich und beleuchtet ihre zeitlose Relevanz für Fragen von Hoffnung, Warten und menschlicher Existenz.
Kolumne über den Blasphemie-Paragraphen
Thomas Fischer
Der Artikel hinterfragt den Straftatbestand der Gotteslästerung (§166 StGB) und argumentiert, dass dieser in einer aufgeklärten Gesellschaft überflüssig und rückständig ist. Der ehemalige BGH-Richter Thomas Fischer deutet sarkastisch an, dass ein allmächtiger Gott keinen staatlichen Schutz benötigt – eine Position, die bereits in biblischen Texten angelegt ist. Der Artikel stellt grundsätzlich infrage, ob der Staat überhaupt Weltanschauungen durch Strafrecht schützen sollte.
Kurzbiografie Luthers
Andreas Molitor
Andreas Molitors Kurzbiografie beschreibt Martins Luthers transformatives Erlebnis in Rom, wo der junge Mönch die religiöse Kommerzialisierung und Blasphemie der mittelalterlichen Kirche bezeugte. Diese Erfahrung prägte seine innere Wandlung und führte letztlich zur Formulierung seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel, einem Wendepunkt der Reformationsbewegung.
Lotto Lothar
Der Artikel erzählt die Geschichte von Lothar Kuzydlowski, bekannt als „Lotto Lothar", der 1994 mehrere Millionen Mark in der Lotterie gewann. Nach seinem unverhofften Reichtum kaufte er sich Luxusautos und verschleuderte sein Vermögen in kürzester Zeit. Die Geschichte dient als warnendes Beispiel für die negativen Folgen plötzlichen Reichtums, da Kuzydlowski wenige Jahre später an den Konsequenzen seines ausschweifenden Lebenswandels starb.
Lottoschein ist eine Baugenehmigung für Luftschlösser
Henning Sußebach
Der ZEIT-Artikel porträtiert Hans Joachim Schmitz, der Lottogewinnern in Rheinland-Pfalz ihre Gewinne überbringt. Anhand seiner Erfahrungen mit Hunderten von Hauptgewinnern untersucht der Text, ob finanzielle Freiheit durch einen Lottogewinn tatsächlich zum Glück führt oder häufig zu Desorientierung und Unzufriedenheit resultiert. Der Artikel hinterfragt die Illusion, dass materielle Wohlstand automatisch zu Lebenserfüllung führt.
Manifest der Hirnforscher (2004)
Der Artikel reflektiert zehn Jahre nach Veröffentlichung über das Manifest führender Hirnforscher von 2004, das die Grenzen rein naturwissenschaftlicher Erklärungen aufzeigt. Während Neurowissenschaftler biologische Prozesse im Gehirn entschlüsseln können, vermögen sie nie die individuelle emotionale Wirkung etwa einer Bach-Fuge vollständig zu erfassen. Der Text hinterfragt die damals optimistische Erwartung, alle menschlichen Phänomene durch Hirnforschung erklären zu können.
Maria und Josef im Ghetto des Geldes
Henning Sußebach
Der Journalist Henning Sußebach und die Schauspielerin Viola Hees verkleideten sich in der Adventszeit als obdachloses schwangeres Paar Maria und Josef. Sie zogen durch wohlhabende Taunusgemeinden bei Frankfurt, um zu testen, wie die reichen Bewohner auf die Bitte um Herberge reagieren würden. Das Experiment, eine moderne Neuinszenierung der Weihnachtsgeschichte, verdeutlichte die Grenzen der Hilfsbereitschaft und offenbarte die soziale Kluft zwischen Arm und Reich.
Missionieren auf TikTok
Der Stern-Plus-Artikel porträtiert christliche Influencer auf TikTok, insbesondere die Hamburgerin Rose de Jesus, die mit ihrer Followerschaft christliche Inhalte und die Liebe zu Gott teilt. Die mit religiösen Symbolen geschmückte Influencerin nutzt die Social-Media-Plattform als modernes Missionsmedium. Der Text zeigt, wie traditionelle religiöse Inhalte in zeitgenössischen Medienformaten weiterleben.
Mit Krabben und Kronleuchtern
Ein IT-Unternehmer aus Bielefeld lädt Bedürftige zu festlichen Mahlzeiten ein und verwirklicht damit das biblische Gleichnis vom großen Festmahl. Die Geschichte aus dem Westfalenblatt zeigt gelebte Nächstenliebe in der Gegenwart.
Mitochondrial Eve (Artikel zum Muttertag)
Stefan Schmidt
Stefan Schmidt, stellvertretender Ressortleiter im Wissen bei der ZEIT, schreibt zum Muttertag über die Mitochondrial Eve – jene vor 200.000 Jahren in Afrika lebende Frau, von der alle heutigen Menschen abstammen. Der Artikel verbindet die biblische Eva-Geschichte auf faszinierende Weise mit modernen genetischen Erkenntnissen und zeigt, wie Science die alte Erzählung neu beleuchtet.
Männer in Stein
An Samstag gegen 6:10 Uhr kam es in einer S1-Bahn und am S-Bahnhof Hirschgarten zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, bei der ein 24-jähriger Mann aus Senegal durch einen Steinwurf am Kinn verletzt wurde. Der Täter, ebenfalls dunkelhäutig und mit Jeansjacke mit Fellkragen sowie roten Turnschuhen bekleidet, flüchtete mit einer Bahn in Richtung Hauptbahnhof. 24 Stunden später gerieten eine 24-jährige Frau aus Milbertshofen und eine unbekannte Frau in der östlichen Unterführung des Ostbahnhofs in einen Streit, der in körperliche Gewalt eskalierte und zu Würgangriffen gegen die junge Frau führte. Die Münchner Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen.
NS-Journalisten bei der ZEIT (Dossier/Artikel)
Porträt der Podcasterin Sabine Rückert am Ende ihrer Karriere. Das Interview behandelt ihren Rückzug aus dem öffentlichen Leben und ihre Reflektionen über ihre Arbeit. Der Text thematisiert zudem die Aufarbeitung der ZEIT-Geschichte, insbesondere die Rolle von NS-belasteten Journalisten, die nach dem Zweiten Weltkrieg beim Blatt arbeiteten.
NTV-Bericht zur Meerteilungs-Studie
Eine neue Studie zeigt: Das Wattenmeer verliert massiv an Sediment. Dadurch steigt das Risiko für Sturmfluten und Überflutungen an der deutschen Nordseeküste. Forschende warnen vor weitreichenden Folgen für Mensch und Natur.
Nach der Befreiung. Keine Feierstimmung in Prag und Bratislava
Der Artikel aus dem Neuen Deutschland von 1999 thematisiert die Nostalgie von Tschechen und Slowaken für die kommunistische Ära nach der Befreiung vom Regime. Umfragen zeigen, dass eine wachsende Zahl von Bürgern die Zeit unter der Diktatur dem heutigen Leben vorzieht. Der Autor zieht dabei eine bewusste Parallele zur biblischen Sehnsucht der Israeliten nach den Fleischtöpfen Ägyptens und beleuchtet damit das Phänomen der Verklärung von Vergangenheit trotz objektiv besserer gegenwärtiger Bedingungen.
Nelly-Sachs-Preis-Rede (als FAZ-Artikel)
Saša Stanišić
Ein Porträt des Deutschen Buchpreisträgers 2019 Saša Stanišić aus der FAZ vom Dezember 2023. Der Artikel präsentiert ein Gespräch mit dem bosnisch-deutschen Schriftsteller und wirft einen Blick auf sein literarisches Schaffen und seine Perspektive. Die Geschichte wurde im Podcast von Sabine Rückert vorgelesen.
Neue Zürcher Zeitung – Artikel über den Neid
Rolf Dobelli
Der Artikel von Rolf Dobelli befasst sich mit grundlegenden Denkfehlern, die entstehen, wenn Menschen sich ständig mit anderen vergleichen. Er analysiert, wie Neid und Vergleichsdenken zu verzerrten Urteilen und schlechteren Entscheidungen führen. Der Text behandelt die menschlichen Grenzen beim rationalen Denken und Verstehen komplexer Zusammenhänge.
Neujahrsausgabe 2024 – Träume vom neuen Jahr
Peter M. Buhr, Webmaster der ZEIT, schildert seine Erlebnisse als Soldat in der Nationalen Volksarmee 1988 in Eggesin. Er unterscheidet zwischen erreichbaren Träumen wie Milch zum Stillen körperlicher Mängel und unerreichbaren Träumen von Freiheit: Flucht aus der Kaserne, Kontakt zur Freundin, die inzwischen heiratet, Ausreise in den Westen trotz Großvaters Angebot aus Paraguay, sowie Zugang zu verbotener Literatur. Sein Wunsch war es, wie Volker Braun oder Heiner Müller als Schriftsteller die Wahrheit schreiben zu dürfen. Der Essay zeigt die Frustration eines jungen Mannes, dessen Zukunft in einem rigiden System vorgezeichnet erschien.