Artikel aus Lanz & Precht
415 Artikel aus 242 Episoden · Seite 5 von 9
Interview mit Ewald Frie
Der Neuzeithistoriker Ewald Frie zieht nach über zwei Jahren Laufzeit des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft ein erstes Resümee. Ewald Frie ist Professor für Neuere Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen wie auch Beiratsmitglied des FID Geschichtswissenschaft.
Interview mit Heinz Bude über Sünde
Heinz Bude
Der berühmte Soziologe Heinz Bude ist praktizierender Katholik, interessiert sich aber nicht für die Morallehre der Kirche und war ewig nicht mehr beichten. Ein Gespräch über das Wesen der Sünde, zwischenmenschlichen Verrat und das moralische Entlastungsangebot der Klimabewegung.
Interview mit Helmut Schmidt über China
Fünfzehn Mal besuchte der Altbundeskanzler China. Im Gespräch mit unserer Zeitung warnt Helmut Schmidt davor, das Riesenreich an den Maßstäben westlicher Erwartungen zu messen. Eine „Demokratisierung“ nach amerikanischen Vorbild schließt der China-Kenner aus. Das Land werde seinen eigenen Weg gehen.
Interview mit Hendrik Haverkamp zur doppelten Bildungsschere durch KI
Hendrik Haverkamp
Der Artikel dokumentiert die Auswirkungen von ChatGPT und KI-Systemen auf den Schulunterricht ein Jahr nach ihrer massiven Verbreitung. Der Digitalitäts-Koordinator Hendrik Haverkamp warnt vor einer wachsenden Bildungsschere: Während leistungsstarke Schüler durch KI-Tools erheblich profitieren und ihre Fähigkeiten erweitern, drohen schwächere Schüler noch weiter abgehängt zu werden. Das Interview behandelt konkrete Veränderungen im Klassenzimmer und pädagogische Herausforderungen der KI-Integration in Schulen.
Interview mit Ilko Sascha Kowalczuk
Ilko-Sascha Kowalczuk
"Zwei Drittel der Ostdeutschen haben ein Problem mit Demokratie und Freiheit", sagt Ilko-Sascha Kowalczuk im Gespräch mit ntv.de. In seinem Buch "Freiheitsschock" sucht der Historiker Erklärungen für die politische Stimmung im Osten - und räumt mit dem "Märchen" vom "revolutionären Völkchen" im Osten auf.
Interview mit Jared Kushner
Jared Kushner beschreibt in der New York Times seine pragmatische Verhandlungsstrategie für den Nahost-Friedensprozess: zunächst eine Minimaleinigung erzielen, dann später um Details kümmern. Der Ansatz steht im Gegensatz zu komplexeren Verhandlungsmethoden, die versuchen, alle Aspekte sofort zu lösen.
Interview mit Javier Milei im Economist
Ausführliches Interview des Economist mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei. Das Gespräch offenbart Mileis fundamentale Ablehnung des Staates, die zentral für sein paläolibertäres politisches Denken ist. Der Präsident begründet seine Politik der drastischen Staatsverkleinerung und Deregulierung aus dieser ideologischen Position heraus.
Interview mit Jeffrey Kopstein
Jeffrey Kopstein
Verwandelt Donald Trump die USA in eine Autokratie? Es ist noch schlimmer, sagt der US-Politologe Jeffrey Kopstein. Trump legt die Axt an den modernen Staat. Und damit an das Leben in Sicherheit, Gesundheit und Freiheit.
Interview mit Joschka Fischer im Stern
Joschka Fischer
Im stern-Interview erörtert der ehemalige Außenminister Joschka Fischer die veränderte geopolitische Lage Europas und plädiert für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für beide Geschlechter. Fischer sieht darin einen notwendigen Schritt zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit angesichts der neuen Weltordnung.
Interview mit Kaja Kallas
Im Interview spricht Estlands Premierministerin Kaja Kallas über die strategische Bedeutung der NATO für kleine europäische Länder. Sie betont, wie wichtig die NATO-Sicherheitsgarantie für Estlands Schutz und Stabilität ist. Das Interview wird im Euronews-Format präsentiert und zeigt die Perspektive eines NATO-Mitgliedstaates auf europäische Sicherheitsfragen.
Interview mit Karin Duwe zur Agrarpolitik
Karin Duwe
Interview mit Schriftstellerin Karin Duwe über Bauernproteste und staatliche Subventionen. Duwe argumentiert, dass in Zeiten von Krisen alle wirtschaftlich sparen müssen, auch die Landwirtschaft, und kritisiert aus einer Solidaritätsperspektive heraus die geforderten Subventionserhöhungen. Eine radikale Gegenposition zu den Bauernprotesten, die von Precht kritisch diskutiert wird.
Interview mit Kevin Kühnert
Kevin Kühnert hatte sich im Oktober überraschend aus der Politik zurückgezogen. SPD-Chef Lars Klingbeil ist eigenen Angaben zufolge mit dem Ex-Generalsekretär der Partei befreundet – und berichtet nun vom jüngsten Gespräch der beiden.
Interview mit Landrat Peter Bohlmann
Der Verdener Landrat Peter Bohlmann (SPD) gilt als Experte für die Sozialverwaltung, er leitet den Jugend- und Sozialausschuss des Landkreistages. Schon seit langem begleitet er die Pläne des Bundes für ein „Bürgergeld“ kritisch. Das bleibt auch so nach dem Kompromiss im...
Interview mit Manfred Güllner zur Erosion der politischen Mitte
Manfred Güllner, Gründer des Forsa-Instituts und renommierter Meinungsforscher, warnt in einem Interview mit der BILD vor der zunehmenden Zersplitterung des deutschen Parteiensystems. Nach seiner Analyse ist die historische Fähigkeit verloren gegangen, Mehrheiten um eine bürgerliche Mitte zu formieren. Dies führt zu immer komplizierteren Koalitionen und erschwert die Regierungsbildung erheblich.
Interview mit Manfred Güllner zur politischen Mitte
Manfred Güllner
Manfred Güllner, Gründer des Forsa-Instituts, analysiert in diesem Interview die politischen Verschiebungen durch die AfD-Wählerschaft. Er untersucht die Gründe für die Unterstützung der AfD, weist auf strategische Fehler der Mitteparteien hin und warnt vor dem Zusammenbruch der bürgerlichen Mitte als Basis für Regierungskoalitionen. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt die AfD demnach ab.
Interview mit Maren Urner
Der Standard
Die Medienprofessorin Maren Urner argumentiert in einem Interview, dass objektiver Journalismus eine Illusion ist. Menschen konsumieren verstärkt negative Nachrichten, besonders in Stresssituationen, was dem menschlichen Gehirn entspringt. Urner diskutiert die Unterschiede zwischen konventionellem und konstruktivem Journalismus sowie die Verantwortung von Medien bei der Darstellung von Informationen wie dem Klimawandel.
Interview mit Martin van Creveld
Martin van Creveld
Interview mit dem Militärhistoriker Martin van Creveld, in dem er die zentrale Rolle von Frauen und Kindern als emotionales Motiv in bewaffneten Konflikten analysiert. Van Creveld argumentiert, dass der Schutz von Familie ein universeller neuralgischer Punkt ist, der Kämpfer in allen Kriegsszenarien antreibt. Das Interview untersucht, wie dieser Faktor auch erklärt, warum externe Versuche, westliche Wertvorstellungen wie Demokratie und Feminismus in traditionell geprägte Gesellschaften wie Afghanistan zu exportieren, auf erheblichen Widerstand stoßen.
Interview mit Michael Butter über Verschwörungstheorien und die Epstein-Files
Verschwörungstheorien scheinen dieser Tage allgegenwärtig. Der Literaturwissenschaftler Michael Butter erläutert im Gespräch, warum sie in der Vergangenheit jedoch viel verbreiteter waren, weshalb sie gerade in der Aufklärung Konjunktur hatten und wie man im persönlichen Umfeld auf sie reagieren sollte.
Interview mit Michael Sandel
Michael Sandel
Der Harvard-Philosoph Michael Sandel analysiert in diesem Interview die Gründe für den Aufstieg des Populismus. Er argumentiert, dass der Hochmut und die Abgehobenheit der politischen und wirtschaftlichen Eliten zu einer Vertrauenskrise in der liberalen Demokratie geführt haben. Das Gespräch beleuchtet, wie diese Elite-Distanz die demokratischen Institutionen gefährdet und populistische Bewegungen befördert.
Interview mit Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn
Das Interview mit dem Historiker Michael Wolffsohn behandelt die moralische Ambivalenz von Desertion während der NS-Zeit. Wolffsohn unterscheidet dabei zwischen der Makroebene, auf der Desertionen strategisch und moralisch gerechtfertigt sein könnten, und der persönlichen Mikroebene, auf der Soldaten ihre Kameraden verlassen würden. Der Text beleuchtet diese Spannung zwischen übergeordneten Prinzipien und individueller Loyalität als zentrale ethische Frage des Krieges.
Interview mit Nora Markert über demokratische Verwundbarkeit
Die Verfassungsrechtlerin Nora Markert analysiert die Fragilität der Demokratie in Deutschland. Im Interview wird am Beispiel einer hypothetischen autoritären Regierung untersucht, wie demokratische Institutionen durch gezielte Maßnahmen in Justiz, Verwaltung und Medienlandschaft systematisch ausgehöhlt werden könnten. Der Artikel verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass auch Nicht-Jurist:innen sich mit verfassungsrechtlichen Fragen auseinandersetzen.
Interview mit Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk
Der Journalist Quentin Lafay traf den Philosophen Peter Sloterdijk, einem scharfen Kritiker der Moderne, um auf die Meilensteine seines Denkens, seine Inspirationsquellen und die von ihm ausgelösten Kontroversen zurückzublicken. In dem mehr als einstündigen Interview, das in zwei Folgen aufgeteilt ist, erläutert Sloterdijk seine umfassende Diagnose unserer Zeit sowie seine Suche nach neuen Wegen.
Interview mit Richard Arnold (CDU-Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd)
Richard Arnold verteidigte einst die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel, nun fordert der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd einen Aufnahmestopp. Er erlebt, wie die Migration für neue Konflikte sorgt und Ressourcen knapper werden.
Interview mit Robert Wolf
Robert Wolf
Interview mit dem Historiker Robert Wolf über die Notstandsgesetze von 1968 und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ängste. Wolf beleuchtet die politische Stimmung der 68er-Zeit und die Sorgen in der Bevölkerung vor einem Rückfall in faschistische Strukturen. Das Gespräch ordnet die historischen Debatten und Befürchtungen dieser Epoche ein.
Interview mit Thomas Gottschalk
Spiegel-Artikel, in dem Thomas Gottschalk die junge Generation als zu weich und angstgetrieben kritisiert. Lanz und Precht debattieren, ob diese Generationenkritik berechtigt ist oder Generationen bloße Produkte ihrer Erziehung sind.
Interview mit Till Reiners im Tagesspiegel
Till Reiners
Der Artikel diskutiert die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Garant für Meinungsfreiheit und Demokratie. Im Zentrum steht die Frage, ob die ÖRR ihrer Gründungsidee nach dem Zweiten Weltkrieg noch gerecht werden – sie sollten als Schutzwall gegen Propaganda und Zensur fungieren. Der Artikel setzt sich dafür ein, dass die Öffentlich-Rechtlichen sich wieder stärker auf ihren ursprünglichen Auftrag besinnen.
Interview mit Tim Höttges in der Zeit
Telekom-Chef Tim Höttges warnt in einem Interview mit der ZEIT vor den Folgen der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt. Angesichts des erwarteten Jobabbaus durch Automatisierung plädiert er für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Lösungsansatz. Die Finanzierung soll durch Gewinne großer Internetkonzerne erfolgen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der technologischen Transformation abzufedern.
Interview mit Tony Blair in der Zeit
Tony Blair
Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair warnt westliche Politiker vor dem Stillstand: In einer neuen politischen Ära müssen sie selbst zu Disruptoren werden und die Verhältnisse verändern, sonst werden sie von ihnen umgestürzt. Im Interview mit der ZEIT stellt Blair sein Buch über Regierungsführung vor und argumentiert, dass Politiker künstliche Intelligenz und Innovationen nutzen müssen, um relevant und gestaltungsfähig zu bleiben.
Interview mit Ulrich Beck
Ulrich Beck
Der verstorbene Münchner Soziologe Ulrich Beck war der bekannteste Vertreter seines Fachs und ein Mann, der sich publizistisch in viele Diskussionen produktiv einmischte und auch politisch engagierte. Eine kritische Würdigung.
Interview mit Verena Wirtz über Gaza-Einsatz
Ein Interview mit der Notfallmedizinerin Verena Wirtz, die als Ärztin in Gaza im Einsatz war und ihre Erfahrungen mit der humanitären Katastrophe beschreibt. Sie berichtet von extremer Mangelversorgung, hungernden Kindern und den unfassbaren Ausmaßen der medizinischen Not vor Ort. Der Artikel dokumentiert Augenzeugenberichte einer Fachperson, die die Lage aus direkter Perspektive schildert.
Interview mit der Bild-Zeitung (2014)
Helmut Schmidt
Anlässlich seines 95. Geburtstags gibt Altbundeskanzler Helmut Schmidt der BILD-Zeitung ein persönliches Interview. Er spricht darin über sein hohes Alter, bezeichet sich selbst als „uralter Opa" und äußert seinen Wunsch nach mehr Ruhe. Das Interview bietet Einblicke in das Leben und die Gedankenwelt des erfahrenen Staatsmannes in seinem hohen Alter.
Interview mit einem Neurowissenschaftler über Gedächtnis
Das Interview erklärt, wie Gedächtnis funktioniert: Erinnerungen sind nicht statische Aufzeichnungen, sondern werden wie ein Word-Dokument jedes Mal neu überarbeitet und gespeichert, wenn wir uns an sie erinnern. Dies bedeutet, dass wir uns letztlich nur noch an unsere überarbeiteten Erinnerungen erinnern, nicht an das ursprüngliche Erlebnis selbst. Der Artikel illustriert damit, warum sich unsere Wahrnehmung von Vergangenem ständig verändert.
Interview mit einem Personalchef über Generation Z
Interview mit einem Personalchef, der pauschale Kritik an der Generation Z hinsichtlich deren Anspruchsdenken im Berufsleben äußert. Der Artikel diskutiert Forderungen wie Signing Fees und Sabbaticals beim ersten Job und dient als Aufhänger, um verbreitete Missverständnisse über junge Arbeitnehmer zu hinterfragen.
Interview mit einem französischen Politologen über das Ende des Westens und Gaza
Deutschland steht im Zentrum des Konflikts zwischen Russland und dem kollektiven Westen, schreibt der prominente französische Historiker Emmanuel Todd in seinem neuen Buch «Der Westen im Niedergang», das am 14. Oktober auf deutsch erscheint. | Der ZEITPUNKT ist unabhängig von Organisationen, Parteien und Gruppierungen und wird von freien Beiträgen der Leserinnen und Leser getragen. Ein Teil der Produktionskosten decken Inserentinnen und Inserenten.
Interview mit einem langjährigen Politikberater über Trump
Der US-Präsident Donald Trump stellt seine Drohungen vorerst zurück und will neue Verhandlungen. Sein früherer Spitzenberater Elliott Abrams erklärt Trumps Strategie – und ob sie Frieden bringen kann.
Interview mit einer Verfassungsrechtlerin aus Baltimore
Interview mit einer Verfassungsrechtlerin über das Supreme-Court-Urteil zur präsidialen Immunität in den USA. Die Expertin erörtert die rechtlichen Konsequenzen der Entscheidung, wonach ein Präsident für im Amt begangene Handlungen nicht strafrechtlich verfolgt werden kann. Das Interview zeigt die extremen Implikationen dieser Rechtsprechung, unter der ein Präsident theoretisch sogar schwere Verbrechen begehen könnte, ohne juristisch zur Verantwortung gezogen zu werden.
Interview mit einer ukrainischen Psychologin
Eine Psychologin erläutert die psychologischen Auswirkungen für Kinder, deren Väter im Krieg fallen oder abwesend sind. Sie warnt davor, dass Mütter verstorbene Partner unbewusst in ihren Kindern wiedersehen und diese als emotionale Kopie des verlorenen Mannes wahrnehmen. Dies kann erhebliche psychologische Folgen für die Entwicklung des Kindes haben, besonders im Kontext von Kriegstrauma und Trauer.
Interview oder Artikel zur anständigen Elitenbeschimpfung
Jagoda Marinić
Die Kolumnistin argumentiert, dass konstruktive Kritik an der politischen Elite ein Gegenmittel gegen den Aufstieg von Rechts- und Ultrapopulisten darstellt. Sie plädiert dafür, dass etablierte Kräfte stärker und deutlicher die Machthabenden kritisieren sollten, statt solche Debatten den extremen Rändern zu überlassen. Nur durch ehrliche Elitenkritik von gemäßigten Positionen aus könne die Anziehungskraft populistischer Bewegungen gebremst werden.
Interview über DDR-Geschichte und Demokratieverständnis
Ilko-Sascha Kowalczuk
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk ist seit Januar 2025 wissenschaftlicher Berater des Berliner DDR Museums. Der Historiker hat eine persönliche Verbindung zur DDR und bringt Fachwissen sowie neue Projektideen mit, um das Museum als Ort lebendiger Debatten zu etablieren und seine Reichweite zu erweitern. Im Blog-Interview beantwortet Kowalczuk zehn Fragen zu seiner wissenschaftlichen Arbeit, seinem Werdegang als Historiker und persönlichen Interessen wie Musik und Reisen. Seine Neugier und Leidenschaft fürs Schreiben prägen seinen Forschungsansatz, in dem Geschichte nicht nur als akademisches Feld, sondern als unerschöpfliche Quelle der Entdeckung verstanden wird.
Interview über Transformation und Gesellschaftswandel
Armin Nassehi
Wir müssen aufhören zu fliegen! Wir dürfen kein Fleisch mehr essen! (Wir müssen mit der Technik mitgehen.) Die Forderung nach gesellschaftlicher Transformation ist ein Reizthema.Der führende deutsche Soziologe Armin Nassehi sagt, wie Veränderung funktionieren kann
Interview über autoritären Kapitalismus
Joseph Vogl
Der Philosoph und Medienwissenschaftler Joseph Vogl erläutert in diesem Interview seine These vom aufkommenden autoritären Kapitalismus. Er analysiert strukturelle Verschiebungen wie die Privatisierung der Internetinfrastruktur und die Macht von Plattformen. Vogls zentrale Botschaft: Obwohl der Kapitalismus kein monolithisches System ist, das man einfach überwinden kann, gibt es konkrete Angriffspunkte für Intervention und Veränderung.
Interview über den Niedergang des Westens und Gaza
Interview mit einem französischen Politologen arabischer Herkunft über den ideologischen Niedergang des Westens. Zentrale These: Der Westen beschädigt seine Glaubwürdigkeit durch Doppelstandards, exemplifiziert durch die gleichzeitige Lieferung von Waffen an Israel und Hilfsgütern für dessen Opfer. Gaza wird als der entscheidende Moment interpretiert, in dem die westliche Hegemonie zu scheitern beginnt.
Interviews mit Gerhard Baum
Interviews mit dem früheren Bundesinnenminister Gerhard Baum, der über rechtsstaatliche Grenzüberschreitungen während des Deutschen Herbstes berichtet. Der Fokus liegt auf der Abhöraffäre in Stammheim und den institutionellen Grenzverletzungen dieser Epoche.
Investigativ-Artikel zum Fall Aiwanger
Roman Deininger
Der Artikel behandelt Reaktionen auf die Veröffentlichung eines antisemitischen Flugblatts aus Aiwangers Schulzeit durch die Süddeutsche Zeitung. Lanz und Precht diskutieren die journalistische Qualität des Reports und kritisieren dessen narrativen Aufbau, der eine suggestive Verbindung zwischen dem minderjährigen Aiwanger und dem heutigen Politiker herstellt, ohne diese ausreichend einzuordnen. Der Text wirft Fragen zur journalistischen Verantwortung beim Umgang mit belastenden historischen Dokumenten auf.
Jetzt tut doch nicht so überrascht
Alisa Schellenberg
Kommentar von Alisa Schellenberg in der Zeit über die strukturellen Gründe für die Rechtswende junger Menschen: Gebrochene politische Versprechen beim Wohnungsbau, steigende Mieten, stagnierendes BAföG und eine Rentenpolitik, die hauptsächlich den Boomern nützt, haben Vertrauen in die Politik zerstört.
Kafka-Titelgeschichte
Die Serie folgt dem Schriftsteller Franz Kafka in Prag des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Während Kafka heranwächst, findet er in Max Brod einen wichtigen Freund und Förderer seiner literarischen Laufbahn. Allerdings wird Kafka durch verschiedene persönliche Hürden belastet, die sein Leben erschweren. Die Serie ist auf den Streaming-Plattformen Amazon Prime Video, Apple TV und Magenta TV verfügbar und wird dem Drama-Genre zugeordnet.
Kai Havertz-Interview im Kicker
Video: Kai Havertz ist vor Deutschlands zweitem Gruppenspiel gegen Ungarn voller Selbstbewusstsein. Der Offensiv-Akteur lobt vor allem das Zusammenspiel mit dem "Zauberduo" Jamal Musiala und Florian Wirtz.
Kai-Havertz-Interview
Manuel Neuers DFB-Comeback wurde von einem späten Patzer überschattet. Kai Havertz macht sich im kicker-Interview aber keine Sorgen um dessen Form - sondern spricht das größtmögliche Lob aus.
Kamala-Harris-Analyse
Jörg Wimalasena
Artikel untersucht kritisch Kamala Harris' politische Karriere angesichts ihrer möglichen Präsidentschaftskandidatur 2028. Der Text analysiert ihre gescheiterte Kampagne 2019, ihr fehlendes politisches Profil und die toxische Arbeitsatmosphäre in ihrem Team. Harris äußert sich derweil zuversichtlich, dass künftig eine Frau die USA führen wird, möglicherweise sie selbst.
Kissinger-Äußerungen zur Russland-Politik (2014)
Henry Kissinger
Kissingers Kommentar warnt vor einer reinen Konfrontationspolitik im Ukraine-Konflikt und fordert stattdessen ein Verständnis für Russlands historische Perspektive. Die Ukraine sollte nicht als Objekt eines Machtkampfes zwischen Ost und West behandelt werden, sondern als Brücke zwischen beiden fungieren. Russland muss anerkennen, dass eine Erzwingung der Ukraine als Satellit zu sich selbstverstärkenden Spannungsspiralen führt. Der Westen wiederum muss verstehen, dass die Ukraine für Russland aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte – von der Kiewer Rus über religiöse Wurzeln bis zu entscheidenden Schlachten – von fundamental anderer Bedeutung ist als ein beliebiges fremdes Land. Kissinger warnt vor der historischen Erfahrung, dass Konflikte mit großer Begeisterung beginnen, aber unklar enden – der Test von Politik liegt in ihrem Ausgang, nicht ihrem Anfang.