ZEIT Bühne – Echte Kunst macht man für sich selbst. Alles andere ist Propaganda.
#009

Echte Kunst macht man für sich selbst. Alles andere ist Propaganda.

ZEIT Bühne / 16. Dezember 2019 / 28 Medien

Roman Pletter, Christoph Amend & Christo

Christoph Ahmend, Chefredakteur des Zeitmagazins, trifft den Verpackungskünstler Christo in München — ein Gespräch über Jahrzehnte Hartnäckigkeit: von der ersten Idee 1962, den Arc de Triomphe zu verhüllen, bis zur bevorstehenden Realisierung 2020, fast 60 Jahre später. Christo erzählt, wie er und Jean-Claude — die am selben Tag geboren wurden und sich Ende der 50er Jahre kennen- und lieblernten — ihre Mammutprojekte komplett ohne Sponsoren finanzierten, und wie mühsam die Überzeugungsarbeit bei deutschen Parlamentariern für die Reichstagsverhüllung 1995 war.

„Ich habe nie, nie geglaubt, dass das Projekt passieren würde.“
🗣 Christo

Erwähnte Medien (28)

The Floating Piers

The Floating Piers

Christo und Jeanne-Claude · 2016

Temporäre Landkunst-Installation von Christo und Jeanne-Claude am Lago d'Iseo (2016): 3 km begehbare Kunststoff-Stege ermöglichten Besuchern das buchstäbliche Gehen über Wasser. Die seit 1970er Jahren geplante Idee realisierte eine monumentale, ephemere Transformation der Natur und machte künstlerische Vision einem Millionenpublikum zugänglich.

🗣 Pletter referenziert bei ⏱ 00:00:10 „Er installierte drei Kilometer lange und 16 Meter breite, schwimmende Stege auf dem Iseosee in Italien.“

Pletter erwähnt Christos erstes großes Projekt ohne seine verstorbene Frau Jeanne-Claude: schwimmende Stege auf dem Iseosee.

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L'Arc de Triomphe, Wrapped

L'Arc de Triomphe, Wrapped

Christo und Jeanne-Claude · 2021

Temporäre Verhüllungsinstallation des Pariser Arc de Triomphe durch Christo und Jeanne-Claude. Das berühmte Denkmal wurde mit silbernem Stoff und roten Seilen verpackt und transformierte damit die Wahrnehmung eines ikonischen Pariser Wahrzeichens. Christo vollendete dieses gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude konzipierte Projekt allein und schuf damit eines der bedeutendsten öffentlichen Kunstwerke des 21. Jahrhunderts.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:01:51 „Seit dem Tod seiner Frau vor zehn Jahren arbeitet Christo allein weiter, gerade an einem Plan, den die beiden vor langer Zeit gemeinsam gefasst haben, nämlich den Arc de Triomphe in Paris zu verhüllen. Im Gespräch mit Christoph Ahmend erzählt Christo von diesen Plänen.“

Roman Pletter kündigt an, dass Christo im folgenden Gespräch über sein damals aktuelles Großprojekt spricht: die Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris, ein Plan, den er und Jeanne-Claude vor langer Zeit gemeinsam gefasst hatten und den Christo nach ihrem Tod allein weiterverfolgte.

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Wrapped Reichstag

Wrapped Reichstag

Christo und Jeanne-Claude · 1995

Monumentale Verhüllungs-Installation des Künstler-Ehepaars Christo und Jeanne-Claude aus dem Jahr 1995. Der Berliner Reichstag wurde mit silbernen und blauen Stoffbahnen umhüllt – ein vergängliches Kunstwerk, das vier Millionen Menschen anzog. Das Werk symbolisiert den Neubeginn Berlins nach der Wiedervereinigung und demonstriert die transformative Kraft von zeitgenössischer Kunstintervention im öffentlichen Raum.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:02:23 „went to the Reichstag in Berlin. And what was so amazing was that there was nothing else than this wrapped up Reichstag, no businesses around.“

Christo spricht ausführlich über sein berühmtestes Werk, die Verhüllung des Berliner Reichstags. Über vier Millionen Menschen besuchten das Kunstwerk 1995. Es kostete Jahre, die Parlamentarier zu überzeugen.

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The Pont Neuf Wrapped

The Pont Neuf Wrapped

Christo und Jeanne-Claude · 1985

Monumentales Wrapping-Kunstwerk: Christo und Jeanne-Claude verhüllten 1985 die älteste Brücke von Paris mit Kunststoff. Ein Schlüsselwerk ihres konzeptuellen Schaffens, das historische Orte durch temporäre Verpackung transformiert. Das Centre Pompidou dokumentiert die Entstehungsgeschichte dieser ikonischen Installation.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:05:12 „Das Centre Pompidou hat eine große Ausstellung über die Geschichte des Wrappens des Pont Neufs vorbereitet, die am nächsten März in Paris eröffnet wird. Sie erzählen die ganze Geschichte, wie wir 1985 den Pont Neuf geworfen haben.“

Christo erwähnt die Verhüllung der ältesten Brücke von Paris 1985 im Zusammenhang mit einer kommenden Pompidou-Ausstellung, die die gesamte Entstehungsgeschichte dieses Projekts dokumentiert. Das Werk dient als Brücke zur Erklärung, wie das Arc-de-Triomphe-Projekt zustande kam.

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Christo et Jeanne-Claude, Paris! (Centre Pompidou Ausstellung)

Christo et Jeanne-Claude, Paris! (Centre Pompidou Ausstellung)

Das Centre Pompidou zeigt eine umfassende Ausstellung über das künstlerische Schaffen von Christo und Jeanne-Claude. Die Schau dokumentiert ihre ikonische Verhüllung des Pont Neufs von 1985 sowie ihre prägenden Jahre in Paris von 1958 bis 1964. Die Ausstellung war Katalysator für die Realisation ihres berühmten Arc-de-Triomphe-Projekts und wirft Licht auf die künstlerische Entwicklung dieses Künstlerpaares.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:05:12 „Das Centre Pompidou hat eine große Ausstellung über die Geschichte des Wrappens des Pont Neufs vorbereitet, die am nächsten März in Paris eröffnet wird. Sie erzählen die ganze Geschichte, wie wir 1985 den Pont Neuf geworfen haben.“

Christo kündigt eine zweiteilige Ausstellung im Centre Pompidou an: Der erste Teil dokumentiert die Geschichte der Pont-Neuf-Verhüllung, der zweite zeigt Christos und Jeanne-Claudes Pariser Jahre 1958–1964. Die Ausstellung war der Auslöser dafür, dass das Arc-de-Triomphe-Projekt realisiert werden konnte.

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Christo and Jeanne-Claude: The Pont Neuf Wrapped / The Parisian Years 1958–1964

Christo and Jeanne-Claude: The Pont Neuf Wrapped / The Parisian Years 1958–1964

Centre Pompidou

Retrospektive des Centre Pompidou über die legendäre Verhüllung des Pont Neuf durch Christo und Jeanne-Claude. Die Ausstellung dokumentiert das ikonische Kunstprojekt von 1985 und die künstlerischen Anfänge des Künstlerpaares in Paris (1958–1964). Sie zeigt die konzeptionelle Entwicklung, die das Fundament für spätere großformatige Projekte wie die Verhüllung des Arc de Triomphe legte.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:05:12 „Das Centre Pompidou hat eine große Ausstellung über die Geschichte des Wrappens des Pont Neufs vorbereitet, die am nächsten März in Paris eröffnet wird. Sie erzählen die ganze Geschichte, wie wir 1985 den Pont Neuf geworfen haben.“

Christo beschreibt eine zweiteilige Ausstellung im Centre Pompidou: Der erste Teil widmet sich der Pont-Neuf-Verhüllung, der zweite den Pariser Jahren 1958–1964. Die Ausstellung war ein Katalysator dafür, dass das Arc-de-Triomphe-Projekt Realität wurde.

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Weltkunst (Kolumne mit Hans Ulrich Obrist)

Weltkunst (Kolumne mit Hans Ulrich Obrist)

Hans Ulrich Obrist

Das Interview mit Hans Ulrich Obrist, dem Direktor der Serpentine Gallery, behandelt zentrale Fragen der zeitgenössischen Kunstwelt. Christoph Amend spricht mit Obrist über Nachhaltigkeit, NFTs und die Veränderungen der letzten Jahrzehnte in der globalen Kunstszene. Im Fokus steht dabei die Bedeutung transnationaler Kunstpraxis und deren Zukunftsperspektiven.

🗣 Christo erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:54 „Ich habe die Ehre, eine monatliche Kolumne mit Hans-Ulrich Obrist zu machen, dem Direktor von Serpentine Gallery. Du hast mit ihm in London gearbeitet. Und ich habe ihn für Weltkunst, Zeits Art Magazine, gefragt.“

Christoph Amend erwähnt seine monatliche Kolumne mit Hans Ulrich Obrist in der Weltkunst, dem Kunstmagazin der Zeit. Er nutzte diesen Kontakt, um Obrist nach Christos einzigartiger Arbeitsweise zu fragen – worauf Obrist antwortete, man müsse Christo vor allem nach dem Geld fragen.

Zum Artikel bei Weltkunst.de Details
W Magazin

Weltkunst

Weltkunst ist ein monatliches Kunstmagazin, das sich der zeitgenössischen und klassischen Kunst widmet. Die Publikation arbeitet mit international renommierten Kunstexperten wie Hans-Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery zusammen und bietet fundierte Beiträge zur Kunstwelt.

🗣 Christo erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:06:54 „Ich habe die Ehre, eine monatliche Kolumne mit Hans-Ulrich Obrist zu machen, dem Direktor von Serpentine Gallery. Du hast mit ihm in London gearbeitet. Und ich habe ihn für Weltkunst, Zeits Art Magazine, gefragt.“

Christoph Amend erwähnt seine monatliche Kolumne in der Weltkunst (Zeitschrift der Zeit-Gruppe) mit Hans-Ulrich Obrist, dem Direktor der Serpentine Gallery. Er hat Obrist dort nach dem Einzigartigen an Christos Arbeit gefragt – die Antwort führte zum Thema Finanzierung.

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C Studie

Christo and Jeanne-Claude: A Case Study in Financing Art

Harvard Business School

Fallstudie der Harvard Business School über das Finanzierungsmodell von Christo und Jeanne-Claude. Analysiert, wie das Künstlerpaar monumentale Kunstprojekte ohne Sponsoren oder Galerieverkäufe finanziert, vergleichbar mit Fallstudien zu Bill Gates und Steve Jobs.

🗣 Christo zitiert daraus bei ⏱ 00:10:17 „Und 2005, nach dem Gates-Projekt, haben wir einen Anruf von Harvard Business School. Harvard Business School teaches by cases. The case of Bill Gates and Steve Jobs and the case of Christo Jean-Claude, how they pay their project. It's a study of 40 pages. You can click, you can have it, you can learn much more about that.“

Christo erzählt, dass die Harvard Business School 2005 eine 40-seitige Fallstudie über das einzigartige Finanzierungsmodell von Christo und Jeanne-Claude erstellt hat – neben Fallstudien über Bill Gates und Steve Jobs. Die Studie ist online käuflich erhältlich und dokumentiert, wie das Künstlerpaar seine Großprojekte ohne Sponsoren oder Galerieverkäufe finanziert.

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The Gates

The Gates

Christo und Jeanne-Claude · 2005

The Gates (2005) von Christo und Jeanne-Claude ist eine monumentale Installationskunst im Central Park: 7.500 saffrangelbe Tore säumten über 37 km Parkwege. Das Projekt erforderte die dreimondige Anmietung des gesamten Parks – ein charakteristisches Finanzierungsmodell, das Christo künstlerische Kontrolle über den öffentlichen Raum und die Mittel für Millionen-Budgets sichert.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:12:28 „Wenn wir die Gäste machen, bezahlen wir 3 Millionen Dollar Renten an die Stadt New York. So you rented Central Park? Okay. We rented Central Park for three months and these three months we have a total control on Central Park.“

Christo erklärt am Beispiel von 'The Gates' im Central Park (2005), wie er seine Projekte finanziert und die Kontrolle über den öffentlichen Raum erlangt. Das Projekt kostete Millionen und erforderte, den gesamten Central Park für drei Monate zu mieten – ein Modell, das Christo bei jedem Projekt anwendet.

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W Kunst

Wrapped Monument to Cristoforo Colombo (unrealisiert)

Christo und Jeanne-Claude

Unrealisiertes Verpackungsprojekt von Christo und Jeanne-Claude (1975): Geplante Verhüllung des Kolumbus-Monuments in Barcelona mit Stoff. Das Projekt scheiterte an mehrfachen politischen Ablehnungen; als die Genehmigung schließlich gewährt wurde, hatten die Künstler das Interesse verloren. Charakteristisches Beispiel für Christos ikonische Verpackungskunst und ihre Konfrontation mit institutioneller Macht.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:19:49 „We tried to do project in Barcelona in 1975, wrapping the biggest monument of Christoph Kolumbus. 1975, zwei Jahre später, hat der Mayor Barcelona gesagt Nein, und er wurde verurteilt, nicht von uns.“

Christo erzählt die Geschichte eines gescheiterten Projekts in Barcelona – die Verhüllung des Kolumbus-Denkmals. Nach mehrfachen Ablehnungen durch verschiedene Bürgermeister bot schließlich Pasqual de Maragall (der die Olympiade nach Barcelona holte) die Genehmigung an, doch Christo und Jeanne-Claude hatten inzwischen die Freude am Projekt verloren und lehnten ab.

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Running Fence

Running Fence

Christo und Jeanne-Claude · 1976

Monumentales Land-Art-Projekt von Christo und Jeanne-Claude: Ein 40 Kilometer langer weißer Zaun, der 1976 durch die kalifornische Landschaft nördlich von San Francisco verlief. Das vierjährige Projekt verwandelte die natürliche Topographie in eine ephemere Kunstinstallation und zählt zu den bedeutendsten Werken der Environmental Art des 20. Jahrhunderts.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:20:00 „Dieses Projekt heißt Running Fence. Ein Projekt, das ich sehr liebte. Es hat vier Jahre gedauert, um es zu realisieren. Es ist eine 40 Kilometer lange Fence“

Christo erzählt von einem seiner Lieblingsprojekte: ein 40 Kilometer langer Zaun in Kalifornien, dessen Realisierung vier Jahre dauerte.

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The Umbrellas

The Umbrellas

Christo und Jeanne-Claude · 1991

Großflächige Outdoor-Kunstinstallation von Christo und Jeanne-Claude: Tausende gelbe und blaue Regenschirme wurden 1986 gleichzeitig in Kalifornien und Japan für 19 Tage errichtet. Das Projekt exemplifiziert ihre Strategie temporärer Landschaftsinterventionen, deren Vergänglichkeit und hohe Kosten (600.000 Dollar Lohnausgaben) zentral zur künstlerischen Aussage gehören.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:28:20 „Das teuerste Projekt waren die Umbrellas. Es gab zwei Projekte gleichzeitig in den USA und Japan. Während dieser 19 Tage, ein bisschen über zwei Wochen, the payroll for the services of the people in that project was near $600,000.“

Christo nennt 'The Umbrellas' als sein teuerstes Projekt – mit gleichzeitigen Installationen in Kalifornien und Japan. Er nutzt es als Beispiel dafür, warum seine Projekte zeitlich begrenzt sind: nicht aus konzeptueller Überzeugung, sondern weil die laufenden Kosten während der Ausstellung enorm sind.

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Philips-Pavillon / Le Corbusier auf der Weltausstellung Brüssel 1958

Philips-Pavillon / Le Corbusier auf der Weltausstellung Brüssel 1958

Le Corbusier

Der Philips-Pavillon war ein futuristisches Architektur-Meisterwerk von Le Corbusier, entworfen für die Weltausstellung 1958 in Brüssel. Das Gebäude, ein Beispiel modernistischer Ingenieurskunst mit organischen Formen und innovativer Struktur, verkörpert die Utopien der Nachkriegsarchitektur. Obwohl als dauerhaftes Denkmal konzipiert, wurde der ikonische Pavillon später abgerissen und steht damit exemplarisch für die Ephemeralität selbst vermeintlich monumentaler Werke.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:28:58 „Während der World's Fair, die wir hier sehr gut kennen, habe ich die World's Fair in Brüssel im Jahr 1958 gesehen, da gab es die großen Dinge von Corbusier. Es wurde gemacht, um zu bleiben, aber sie haben es entfernt.“

Christo argumentiert, dass temporäre Architektur nichts Ungewöhnliches sei, und verweist auf Le Corbusiers Pavillon bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel als Beispiel für ein Bauwerk, das zum Bleiben gedacht war, aber dennoch abgerissen wurde.

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W Kunst

Wrapped Coast, One Million Square Feet, Little Bay, Australia

Christo und Jeanne-Claude

Monumentale Land-Art-Installation von Christo und Jeanne-Claude: Eine australische Küstenlinie wurde mit einer Million Quadratfuß Stoff verpackt. Das ephemere Kunstwerk transformiert die Landschaft und verkörpert die künstlerische Vision Christos, Umgebungen temporär neu zu definieren. Ein Schlüsselwerk der Verpackungs- und Landschaftstransformation.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:31:30 „This project is very much the same order like RAPCOS in Australia. There was idea to do some project like that. In 1960, 1970...“

Christo vergleicht das Floating-Piers-Projekt am Iseosee mit seinem früheren Wrapped-Coast-Projekt in Australien. Er ordnet beide Werke in dieselbe konzeptuelle Tradition ein, bei der die Idee lange vor der Realisierung existierte.

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Surrounded Islands

Surrounded Islands

Christo und Jeanne-Claude

Environmental-Art-Installation von Christo und Jeanne-Claude: 1983 in der Biscayne Bay, Miami wurden 11 Inseln mit pinkfarbenem gewebtem Kunststoff umhüllt. Das Werk verkörpert Christos Obsession mit der Verbindung zwischen Wasser und fester Erde, transformiert die Landschaft temporär und hinterfragt unser Verhältnis zur Natur. Ein Meilenstein der Land-Art-Bewegung.

🗣 Christo erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:34:59 „Es gibt viel Wasser auf dem oberen Teil von Florida. Es gibt viel Wasser auf Bonn und Paris. Diese Verbindung mit der festen Erde, in der Fläche der Wasser, ist präsent in vielen unserer Projekte.“

Christo erwähnt implizit sein Projekt 'Surrounded Islands' in der Biscayne Bay, Florida (1983), als er über die Rolle von Wasser in seinen Werken spricht. Er beschreibt eine durchgehende thematische Linie von Australien über Florida bis Paris.

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Streichmusik von Mozart

Streichmusik von Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart

Elegante Streichquartette und Kammersinfonie aus der Klassik. Raffinierte Melodik und präzise Harmonik schaffen konzentrierte, ruhige Atmosphäre. Die Werke gelten als fokussierungsfördernd – ein Effekt, der auch wissenschaftlich dokumentiert wurde.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:36:50 „And you seem to, apparently you only listen to Mozart in your studio. You only listen to Mozart in your studio. Nur die Stränge, nicht das Gesang. Nur die Stränge. Und deshalb haben wir Mozart-Stränge.“

Christo bestätigt, dass in seinem New Yorker Studio ausschließlich Mozarts Streichmusik läuft – keine Gesangsstücke. Jean-Claude hatte das auf Basis einer Studie eingeführt, die einen IQ-steigernden Effekt von Mozarts Streichmusik nachwies. Christo kommentiert trocken: 'And it worked.'

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Mozarts Streichquartette / Streichmusik

Mozarts Streichquartette / Streichmusik

Wolfgang Amadeus Mozart

Klassische Streichquartette des 18. Jahrhunderts mit mathematischer Eleganz und emotionaler Tiefe. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Musik kognitive Funktionen und Konzentration fördert – ein bekannter Effekt besonders bei akademischen Lernprozessen.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:37:04 „And you seem to, apparently you only listen to Mozart in your studio. Sie sah ein Studium der Kalifornischen Universität Irland, in dem junge Studenten, die vor Examen zu Mozart hören, ihr IQ erhöht wurde. Nur die Stränge, nicht das Gesang.“

Christo verrät, dass er im Atelier ausschließlich Mozarts Streichmusik hört – ein Ritual, das Jeanne-Claude einführte. Sie hatte eine Studie der University of California gelesen, die zeigte, dass Mozarts Streichmusik (nicht Gesang) den IQ von Studenten vor Prüfungen erhöhte.

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M Studie

Mozart-Effekt-Studie (University of California, Irvine)

Bahnbrechende Studie der UC Irvine zum Mozart-Effekt: Forscher untersuchten, ob das Hören von Mozarts Streichmusik die kognitiven Leistungen von Studenten vor Prüfungen verbessert. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante IQ-Steigerung durch Mozarts Streichmusik – speziell die Instrumentation, nicht Gesang oder andere Musikformen.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:37:04 „Sie sah ein Studium der Kalifornischen Universität Irland, in dem junge Studenten, die vor Examen zu Mozart hören, ihr IQ erhöht wurde. Nur die Stränge, nicht das Gesang.“

Christo erwähnt eine Studie der University of California, Irvine, über den sogenannten 'Mozart-Effekt' – die Beobachtung, dass das Hören von Mozarts Streichmusik den IQ steigern kann. Jeanne-Claude hatte die Studie entdeckt und daraufhin beschlossen, im Atelier nur noch Mozart-Streichmusik zu spielen.

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W Kunst

Wrapped Globe (Time Magazine Cover)

Christo

Christo's Kunstwerk für das Time Magazine Cover von 1988: eine verhüllte Weltkugel aus Kunststoff, die 1988 den Planeten als 'Person of the Year' symbolisiert. Das Werk markiert einen kulturellen Wendepunkt — erstmals kürte Time Magazine nicht eine Person, sondern die Erde selbst. Christo's ikonische Verhüllung transformiert die Globus zu einem visuellen Statement über Umweltverantwortung und die existenzielle Bedeutung des Planeten.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:43:31 „1988 hat die Times Magazine entschieden, nicht der Mann des Jahres zu sein, sondern der Planet des Jahres zu sein. Und sie haben mich gefragt, den Cover von Time Magazine zu machen. Und ich habe den Cover von der RAP-Globe, RAP in Plastik und Wein, fotografiert.“

Christo erzählt, wie Time Magazine 1988 erstmals nicht eine Person, sondern den Planeten Erde zur 'Person of the Year' kürte und ihn bat, das Cover zu gestalten. Er schuf dafür eine verhüllte Weltkugel aus dem Jahr 1940, die er aus ästhetischen Gründen einer modernen Variante vorzog.

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Time Magazine – Planet of the Year (Cover 1988)

Time Magazine – Planet of the Year (Cover 1988)

One generation passeth away, and another generation cometh: but the earth abideth forever. -- Ecclesiastes No, not forever. At the outside limit, the earth will probably last another 4 billion to 5...

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:43:31 „1988 hat die Times Magazine entschieden, nicht der Mann des Jahres zu sein, sondern der Planet des Jahres zu sein. Und sie haben mich gefragt, den Cover von Time Magazine zu machen.“

Christo erzählt, wie das Time Magazine 1988 erstmals den Planeten Erde statt einer Person ehrte und ihn für die Covergestaltung engagierte. Das Originalkunstwerk befindet sich heute in der Sammlung des Time Magazine.

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Artikel über das Reichstag-Projekt (Zeit Magazin 1976)

Artikel über das Reichstag-Projekt (Zeit Magazin 1976)

Petra Kiphoff

Petra Kiphoff schrieb 1976 für das Zeit Magazin einen Artikel über Christos Projekt, den Berliner Reichstag in Stoff zu verhüllen – ein Vorhaben, das damals noch weit von der Realisierung entfernt war. Der Artikel erschien auf dem Cover des Zeit Magazins und trug dazu bei, das Projekt in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Verleger Gerd Bucerius, selbst Mitgründer der ZEIT, unterstützte das Projekt aktiv und setzte sich persönlich für die behördliche Genehmigung ein. Die Verhüllung wurde schließlich erst 1995 realisiert – nach jahrzehntelangem Kampf um die Erlaubnis.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:46:15 „And in 1976, and that was the cover from Zeit Magazine from 1976, my colleague Petra Kiphoff wrote a story about this project.“

Im Zusammenhang mit Gerd Bucerius' Unterstützung für das Reichstag-Projekt erwähnt Christo einen Artikel von Petra Kiphoff im Zeit Magazin von 1976, der das Projekt auf dem Cover zeigte. Die Zeit-Verbindung reicht also Jahrzehnte zurück – Bucerius setzte sich persönlich für die Genehmigung ein.

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Der Spiegel (verhüllte Ausgabe)

Der Spiegel (verhüllte Ausgabe)

Christo

Christo verhüllte in den 1960er-Jahren Ausgaben des Spiegel-Magazins als frühe Beispiele seiner charakteristischen Wrapping-Kunst. Die Edition dokumentiert seine künstlerische Entwicklung, bei der er alltägliche Objekte mit Stoff umhüllte. Diese Arbeiten zeigen die Anfänge seiner späteren großformatigen Verhüllungsprojekte und sind wichtige Zeugnisse der Kunstgeschichte.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:47:35 „Ich weiß, dass Sie in den 60er-Jahren Magazine-Magazine geöffnet haben. Sie haben ein Magazin geöffnet, das heißt Der Spiegel. Ich weiß nicht genau, was es ist, aber ich habe es gehört.“

Christoph Ahmend fragt Christo nach seinen verhüllten Magazin-Editionen aus den 1960er-Jahren. Christo bestätigt, dass er Ausgaben des Spiegel verhüllt hat, allerdings in kleiner Auflage. Diese Editionen waren frühe Beispiele seiner Wrapping-Kunst an Alltagsobjekten.

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The Mastaba (Projekt für Abu Dhabi)

The Mastaba (Projekt für Abu Dhabi)

Christo und Jeanne-Claude

Monumentale Installation von Christo und Jeanne-Claude für Abu Dhabi, seit 1979 geplant. Eine riesige Mastaba aus gestapelten Ölfässern, die auf der ältesten mesopotamischen Bauform basiert. Das Projekt verbindet architektonische Geschichte mit konzeptueller Kunst und wurde nach Jahren diplomatischer Verhandlungen ermöglicht.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:48:39 „We're working on a project for over 40 years in the Middle East. We arrived in Abu Dhabi in 1979. Das Projekt in Abu Dhabi war wie ein flottierender Pferd.“

Christo beschreibt sein seit 1979 geplantes Monumentalprojekt in Abu Dhabi – eine riesige Mastaba aus Ölfässern. Er erklärt die architektonische Form der Mastaba als älteste Bauform der mesopotamischen Zivilisation und erzählt, wie diplomatische Kontakte über den französischen Botschafter das Projekt erst ermöglichten.

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The Mastaba

The Mastaba

Christo and Jeanne-Claude

The Mastaba ist ein seit 1979 geplantes monumentales Kunstprojekt von Christo und Jeanne-Claude für Abu Dhabi. Das Bauwerk aus gestapelten Ölfässern wird von der antiken mesopotamischen Mastaba-Architektur inspiriert. Als eines ihrer am längsten geplanten und noch unrealisierten Projekte stellt es einen Ausdruck von zeitgenössischer Land-Art dar.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:48:39 „We're working on a project for over 40 years in the Middle East. We arrived in Abu Dhabi in 1979. Das Projekt in Abu Dhabi war wie ein flottierender Pferd.“

Christo spricht über sein seit 1979 laufendes Mastaba-Projekt in Abu Dhabi – eine monumentale Skulptur aus Ölfässern, inspiriert von der mesopotamischen Bauform. Es ist das am längsten geplante, noch unrealisierte Projekt und wird als mögliches Nachfolgeprojekt nach dem Arc de Triomphe angedeutet.

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Valley Curtain

Valley Curtain

Christo und Jeanne-Claude

Valley Curtain ist eine monumentale Environmental Art Installation von Christo und Jeanne-Claude (1972) in Colorado – ein großer oranger Vorhang über einem Tal, der die Landschaft neu rahmt. Das temporäre Kunstwerk verkörpert ihre Philosophie, dass Kunst die Umwelt transformieren und infragestellen sollte. Für Christo markiert dieses gemeinsame Projekt eine zentrale Lebensepoche.

🗣 Christo erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:53:03 „Jeder von diesen Projekten ist eine Reise für mich, Jean-Claude. Und oft, als Jean-Claude lebte, sagen wir, die Zeit von Val Curtin, 1972, die Zeit von René Seix, 1976.“

Christo erwähnt Valley Curtain (1972) in Colorado als eines der prägenden gemeinsamen Projekte mit Jeanne-Claude. Er nutzt die Jahreszahlen seiner Projekte als persönliche Zeitrechnung – jedes Werk markiert eine Lebensepoche.

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Dokumentarfilme über Christo und Jeanne-Claude

Dokumentarfilme über Christo und Jeanne-Claude

Albert und David Maysles · 1974

Dokumentarfilme über Christo und Jeanne-Claude, begleitet von den Cinéma-Vérité-Pionieren Albert und David Maysles seit 1961. Die Filme dokumentieren die lebenslange künstlerische Zusammenarbeit und bieten intime Einblicke in den kreativen Prozess sowie die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Künstlerpaar über Jahrzehnte hinweg.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:55:01 „1961 haben wir einen der größten Filmmacher in den USA getroffen, zwei Brüder, Albert und David Meisel, Cinema Verite. Sie wurden Freunde, wie Brüder, und sie filmten alle unsere Projekte durch das Machen der Projekte. Jahre und Jahre, nicht ein, zwei, nicht ein Dokumentarfilm.“

Christo erzählt von seiner lebenslangen Zusammenarbeit mit den Maysles-Brüdern, Pionieren des Cinéma Vérité, die seit 1961 alle Projekte filmisch begleiteten. Die Filme zeigen auch die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen Christo und Jeanne-Claude – ein intimer Einblick in den kreativen Prozess über Jahrzehnte.

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Wrapped Coast (Australien) – Dokumentarfilm

Wrapped Coast (Australien) – Dokumentarfilm

Albert und David Maysles · 2014

Reisen Sie mit, von Westaustralien startend, entlang wildromantischer Küstenlandschaften bis tief in die glühenden Weiten des Outback. Erleben Sie hautnah Begegnungen mit Krokodilen, Koalas und Kängurus und tauchen Sie ein, in die dampfenden tropischen Regenwälder vor den blendend weißen Stränden Queenslands. Hier verbergen sich die farbenprächtigen Korallen­bänke des Great Barrier Riffs.

🗣 Christo referenziert bei ⏱ 00:55:01 „1961 haben wir einen der größten Filmmacher in den USA getroffen, zwei Brüder, Albert und David Meisel, Cinema Verite. Sie wurden Freunde, wie Brüder, und sie filmten alle unsere Projekte durch das Machen der Projekte. Jahre und Jahre, nicht ein, zwei, nicht ein Dokumentarfilm.“

Christo betont, dass die Maysles-Brüder nicht einzelne Dokumentarfilme drehten, sondern den gesamten Entstehungsprozess jedes Projekts über Jahre begleiteten – im Stil des Cinema Vérité. Dies umfasste separate Filme zu verschiedenen Projekten.

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