Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf
Immanuel Kant · 1795
Philosophische Abhandlung über die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden zwischen Völkern. Kant argumentiert, dass ein Föderalismus freier, demokratischer Staaten und universelle Moralgesetze die Grundlage für internationale Ordnung bilden. Das Werk prägt bis heute Konzepte von Völkerrecht und internationalen Institutionen.
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Erwähnungen (10)
„Ich glaube, es gibt einen Satz, den würde ich über den ganzen Afghanistan-Einsatz schreiben als große Mahnung. Das ist ein Satz von Immanuel Kant. Kant hat gesagt, das Schlimme an den Kriegen ist, dass sie mehr böse Menschen schaffen, als sie deren hinwecken.“
Precht zitiert Kant im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz. Er nutzt das Kant-Zitat über die moralischen Folgen von Kriegen als Mahnung und Zusammenfassung dessen, was beim Afghanistan-Engagement schiefgelaufen ist. Das Zitat stammt sinngemäß aus Kants friedensphilosophischen Schriften.
„Ich glaube, das ist der Satz, der die Situation im doppelten Sinne am besten beschreibt.“
Precht bezieht sich auf Kants Metapher des 'Sich-wie-Irre-Vorwärtstastens', die er offenbar an früherer Stelle im Gespräch eingeführt hat. Lanz greift das Bild auf, Precht bestätigt es als treffende Beschreibung der pandemischen Lage. Die Zuordnung zu einem konkreten Kant-Werk ist nur indirekt erschließbar.
„Zusammengefasst alles in dem schönen Satz von Immanuel Kant, der gesagt hat, das Schlimme an den Kriegen ist, dass sie mehr böse Menschen schaffen, als sie derer hinwegnehmen.“
Am Ende des Gesprächs fasst Precht die Diskussion über Krieg, Verrohung und transgenerationale Traumatisierung mit einem Kant-Zitat zusammen, das die zerstörerische moralische Wirkung von Kriegen auf den Punkt bringt.
„Also wir haben ja auch in jüngster Zeit furchtbare Bombardements erlebt. Man denke an Aleppo, man denke an Mosul, wo ja auch halbe Städte, Millionen Städte dem Erdboden gleichgemacht sind durch unausgesetzte Luftangriffe. Und es gibt viele Diskussionen darüber und Fachbücher über die Frage, wie militärisch notwendig der Einsatz der Atombomben gewesen ist.“
Precht verweist auf Fachbücher zur Frage der militärischen Notwendigkeit des Atombombenabwurfs, ohne konkrete Titel zu nennen. Die Erwähnung ist vage und dient als Verweis auf den Forschungsstand.
„Alle Menschen werden Brüder. Ganz ewiger Frieden. Königsberg. Vorstellung, dass man eine solche Gesellschaft bauen kann, egal in welcher religiösen Religion oder weltlichen Religion, führt nicht nur in eine solche Gesellschaft, die es nicht geben kann, sondern es führt mit Notwendigkeit in die schlimmsten Formen der Unterdrückung.“
Im Kontext seiner Argumentation, warum der Kommunismus zwangsläufig scheitert, verweist Biermann auf Kants Schrift 'Zum ewigen Frieden' als Beispiel für die utopische Vorstellung einer idealen Gesellschaft. Er verbindet dies mit dem Schlüsselwort 'Königsberg' (Kants Wirkungsort) und argumentiert, dass jeder Versuch, eine solche perfekte Gesellschaft zu bauen, in Unterdrückung und Gewalt mündet.
„Wir sind im Kant ja, 300. Geburtstag ist ja ein Vordenker der UNO, also sozusagen des Völkerbundes gewesen und der Überlegung internationale Standards aufzustellen, woran die Menschen sich halten sollen, der Humanität wegen.“
Precht verweist auf Kants Rolle als geistiger Vordenker des Völkerbundes und der UNO, ohne den Titel explizit zu nennen. Die Beschreibung – internationale Standards der Humanität, universelle Menschenwürde, der Mensch als Vernunftwesen – referenziert klar Kants Friedensschrift und seine Moralphilosophie. Precht nutzt Kant, um den ethischen Universalismus gegen identitätspolitische Doppelstandards in der Nahostpolitik zu argumentieren.
„Und Heribert Prantl hat vor ein paar Wochen einen grandios guten Text zu dem Thema geschrieben und hat nochmal, weil er ein guter, wirklich exzellenter Jurist ist, nochmal darauf hingewiesen, auf die Feinheiten, was da wirklich drin steht. Ganz handfest, ganz konkret. Also du meinst jetzt ganz schrift zum ewigen Frieden. Zum ewigen Frieden, genau.“
Kants philosophische Schrift 'Zum ewigen Frieden' wird ausführlich diskutiert. Lanz und Precht gehen detailliert auf die konkreten Forderungen ein – keine Kriegskredite, keine Einmischung in andere Staaten, Abschaffung stehender Heere – und kontrastieren sie mit der heutigen Rückkehr zur Kriegstüchtigkeit. Precht nennt den Text einen der bedeutendsten philosophischen Texte der Menschheitsgeschichte.
„Und da sehe ich mich nah bei Kant. Kant hat davor gewarnt, sich in andere Länder diesbezüglich einzumischen. Er hat gesagt, aus den Menschenrechten erfolgt sinngemäß kein Missionsauftrag, sondern es ist die Aufgabe jedes einzelnen Landes für sich, diesen Weg der Aufklärung zu gehen.“
Precht paraphrasiert Kants Gedanken zum Nichteinmischungsprinzip in Bezug auf Menschenrechte. Die Idee, dass aus universellen Rechten kein Interventionsauftrag folgt und jedes Land seinen eigenen Aufklärungsweg gehen muss, stammt aus Kants friedensphilosophischem Werk. Precht benennt den Titel nicht explizit, aber die Argumentation ist klar seiner Schrift 'Zum ewigen Frieden' zuzuordnen.
„Dass man nicht willkürlich andere Länder überfallen darf, die ist in Kants Schrift zum ewigen Frieden zementiert worden. Er war einer der ersten, der das in dieser Klarheit und Brillanz formuliert hat.“
Im Kontext von Putins absurder Berufung auf Kant als Lieblingsphilosoph verweist Precht auf diese Schrift, in der Kant das Völkerrecht und das Verbot von Angriffskriegen formulierte – ein direkter Widerspruch zu Putins Handeln in der Ukraine.
„Also der bedeutendste Philosoph, den der deutsche Kulturraum je hatte, Immanuel Kant, er hat nicht gesagt, dass Hoffnung etwas ist, was man als Gefühl in sich tragen soll. Er war kein Psychologe, kein Glückspsychologe, sondern er hat gesagt, es gibt eine Verpflichtung dazu, eine innere Verpflichtung dazu, Hoffnung zu haben.“
Precht zitiert Kants Idee, dass Hoffnung keine Gefühlssache, sondern eine moralische Pflicht ist. Wenn alle Menschen diese Verpflichtung aufgäben, würde alles zusammenbrechen. Precht nutzt Kant als philosophische Autorität, um seinen eigenen trotzigen Optimismus zu untermauern.
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