Kritik der reinen Vernunft
Immanuel Kant · 2021
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„Ich glaube, das hat Kant doch auch schon in der Kritik der reinen Vernunft gesagt, die sind unentscheidbar. Die Antinomien der Vernunft sind unentscheidbar, ob die Welt endlich oder unendlich ist.“
Mangold greift auf Kants Hauptwerk zurück, um zu argumentieren, dass die großen philosophischen Grundfragen – Determinismus vs. freier Wille, Endlichkeit vs. Unendlichkeit – prinzipiell unentscheidbar sind. Er nutzt Kant, um zu zeigen, dass auch die avanciertesten Technologien des Silicon Valley letztlich an denselben uralten Fragen scheitern.
„Das ist doch so eine schöne Formulierung, die Kant gebraucht hat, um das dogmatische, das vorkritische Denken zu charakterisieren. Und er sagt immer, David Hume habe die Philosophen aus ihrem dogmatischen Schlummer gerissen.“
Mangold greift Kants berühmte Formulierung aus der 'Kritik der reinen Vernunft' auf, dass Hume ihn aus dem dogmatischen Schlummer geweckt habe. Er zieht eine Parallele zu Peterson, der ebenfalls erstarrte Denkweisen aufbreche – betont aber ausdrücklich, dass er Hume nicht mit Peterson vergleichen wolle.
„Das hat ja schon Kant beantwortet. In seinen berühmten Antinomien, wundervoll aufgezeigt. Das ist sozusagen der Text, den jeder lesen sollte, der meint, man könnte alle großen Fragen der Welt mithilfe der Naturwissenschaften beantworten.“
Im Gespräch über die Grenzen der Vernunft verweist Precht auf Kants berühmte Antinomien und empfiehlt diesen Text ausdrücklich jedem, der glaubt, alle großen Fragen naturwissenschaftlich beantworten zu können. Er erläutert anschließend Kants Beispiele zu Zeit, Raum und Kausalität, um zu zeigen, dass unser Verstand Fragen formulieren kann, die er selbst nicht beantworten kann.
„Kant hat das in seinen berühmten Antinomien, also in den Gegensatzpaaren, unauflösbaren Gegensatzpaaren gesagt, man kann sich nicht vorstellen, dass die Erde endlich ist. Das kann sich also nicht vorstellen, oder die Zeit gehört ja auch dazu, das Universum, aber vor allem die Zeit. Dass die Zeit endlich ist, können wir uns nicht vorstellen.“
Precht erklärt anhand von Kants Antinomien, warum die Frage nach dem Anfang der Welt oder der Zeit für das menschliche Denken unlösbar ist. Die Antinomien stammen aus Kants 'Kritik der reinen Vernunft' und beschreiben Widerspruchspaare, in die sich die Vernunft zwangsläufig verstrickt, wenn sie über das Unendliche nachdenkt. Precht nutzt das Argument, um zu begründen, warum bestimmte metaphysische Fragen auch in tausend Jahren unbeantwortet bleiben werden.
„Kant hat das schon wunderbar in seinen berühmten Antinomien, also sozusagen Widersprüchen des Denkens aufgezeigt. Zum Beispiel können wir uns Willensfreiheit nicht vorstellen, aber dass es keine Willensfreiheit gibt, können wir uns eigentlich auch nicht vorstellen.“
Im Gespräch über die Grenzen des menschlichen Erkenntnisapparats greift Precht auf Kants Antinomien zurück – die berühmten Widersprüche der reinen Vernunft. Er nutzt sie, um zu zeigen, dass unser Gehirn Fragen stellen kann, die es selbst nicht beantworten kann, etwa zu Willensfreiheit und Unendlichkeit. Das dient ihm als philosophische Grundlage für die Berechtigung von Spiritualität.
„Die Anzahl derjenigen, die sagen, ich will den aber verstehen, ich will die Kritik der reinen Vernunft, zumindest die ersten Kapitel daraus verstehen, das waren schon früher nicht die Mehrheit, aber das werden immer weniger. Also richtig intensive Textarbeit. Dafür sind die Voraussetzungen heute sehr viel schlechter, als sie früher waren.“
Precht nutzt Kants Hauptwerk als Beispiel für anspruchsvolle philosophische Textarbeit, die unter Studenten immer seltener geleistet wird. Er beklagt, dass das durchschnittliche Textverständnis selbst bei Kulturwissenschafts- und Philosophiestudenten gesunken ist und immer weniger bereit sind, sich durch schwierige Texte durchzuarbeiten.
„Und das Ergebnis davon wurde ein Buch, das immer dicker und dicker und dicker und immer unverständlicher und komplizierter wurde. Auch mit Abstand das dickste Buch, was er geschrieben hat, und das ist die Kritik der reinen Vernunft.“
Precht erklärt Kants Hauptwerk als Versuch, Empirismus und Rationalismus zu synthetisieren – ein Meilenstein der Philosophie
„Man kennt das vielleicht von Immanuel Kant, der sagt, Begriffe ohne Anschauung sind leer und Anschauungen ohne Begriffe sind blind oder umgekehrt. Ich weiß es gar nicht mehr ganz genau. Aber Begriffe, also Sprache und Anschauung, also räumliches Denken.“
Habeck erklärt den theoretischen Kern seiner Doktorarbeit über das Verhältnis von Sprache und räumlichem Denken in der Literatur. Er zitiert Kants berühmten Satz über Begriffe und Anschauung, um das Grundproblem zu veranschaulichen, wie in zeitlicher Sprache räumliche Eindrücke entstehen können.
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