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Streitgespräch mit Hans-Georg Maaßen
Streitgespräch mit Hans-Georg Maaßen über die Werteunion und seine Abspaltung von der CDU. Das 170-minütige Gespräch im Magazin Cicero behandelt Maaßens Positionen und rhetorische Methoden und wird von Jochen Wegner als besonders lesenswert empfohlen.
Streitgespräch mit Karl Lauterbach
Streitgespräch zwischen der Publizistin Thea Dorn und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in der ZEIT. Dorn nutzt das Gespräch, um ihre aktive Rolle bei der Corona-Aufarbeitung zu belegen und sich gegen Vorwürfe zu verteidigen, diese wichtige Diskussion anderen zu überlassen. Das Interview dokumentiert einen persönlichen Austausch zu Pandemie-Politik und deren öffentliche Bewertung.
Streitgespräch Söder und Tschentscher
Der Spiegel
Markus Söder und Peter Tschentscher diskutieren in diesem Spiegel-Streitgespräch kontroverse Aspekte der Corona-Politik in Deutschland. Der Bayerische Ministerpräsident und Hamburgs Bürgermeister vertreten unterschiedliche Positionen zur Pandemie-Bekämpfung und zur Rolle der Bundesländer. Das Gespräch zeigt Lagerdenken und Konflikte zwischen verschiedenen Bundesländern in der Krisenbewältigung.
Streitgespräch über die Krise des Liberalismus
Bernd Ulrich
Trumps Triumph in den Vereinigten Staaten, Zölle statt Freihandel, Nannystaat statt Eigenverantwortung: Der Liberalismus hat abgewirtschaftet. Wie beeinflusst das unsere Erwartungen an die Politik?
Stromlinienbaby
Tom Wolfe
Tom Wolfes legendärer Essay über die Autokultur der 1960er Jahre gilt als Gründungswerk des New Journalism. Der Text verbindet künstlerische Sprache mit investigativer Reportage und hat damit ein vollständig neues journalistisches Genre begründet. Mit seiner innovativen Erzählweise revolutionierte Wolfe die Grenzen zwischen klassischem Journalismus und literarischer Prosa.
Stück in der Süddeutschen Zeitung über europäische Eigenständigkeit
Jürgen Habermas · 2025
Jürgen Habermas argumentiert in seinem Essay „Für Europa" für eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik, die siebzig Jahre nach dem ersten Versuch endlich Realität werden muss. Historiker Norbert Frei ordnet diese Position in die Tradition der „postumen Adenauerschen Linken" ein – einer linksliberalen westdeutschen politischen Ahnenreihe von Kurt Schumachers SPD über Gustav Heinemann bis zur Friedensbewegung der achtziger Jahre. Diese seit Joschka Fischers Außenministeramt 1998 etablierte Tradition beschreibt eine progressive europäische Integration, die sich bewusst zur westlichen Orientierung bekennt. Frei betont, dass eine gescheiterte europäische Verteidigungsunion katastrophale Folgen für Deutschland und den Kontinent hätte – angesichts aktueller sicherheitspolitischer Krisen ist dies kein akademisches Gedankenspiel mehr, sondern eine existenzielle Notwendigkeit.
Stück über Kanada und die USA
Joachim Kettner
Der Artikel beleuchtet das historisch gewachsene enge Bündnis zwischen den USA und Kanada, indem er auf einen Gedenkgarten in der Normandie verweist, wo nach dem D-Day gefallene kanadische Soldaten erinnert werden. Vor dem Hintergrund von Trumps aggressiver Rhetorik gegenüber Kanada zeigt der Beitrag die Absurdität von Annexionsforderungen gegenüber einem so eng verbundenen Verbündeten.
Stuhltransplantation (Wikipedia-Artikel)
Stuhltransplantation ist ein medizinisches Verfahren, bei dem Stuhl oder Darmbakterien eines gesunden Spenders auf einen erkrankten Patienten übertragen werden. Die Methode wird vor allem zur Behandlung von hartnäckigen Darminfektionen wie Clostridium-difficile-Infektionen eingesetzt, bei denen die natürliche Darmflora gestört ist. Das DocCheck Flexikon erklärt das Verfahren und seine medizinischen Hintergründe verständlich und sachlich.
Sudan-Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung
Arne Perras · 2025
Seit bald zwei Jahren führen zwei sudanesische Generäle einen gnadenlosen Machtkampf: Al-Burhan, Chef der regulären Truppen, und Mohamed Hamdan Daglo, Anführer der Miliz RSF. Beide Parteien werden von Menschenrechtsorganisationen schwerer Verbrechen angeklagt – insbesondere der RSF werden ethnische Vertreibungen und systematische sexuelle Gewalt vorgeworfen. Die Folgen dieser menschengemachten Katastrophe sind verheerend: Zehntausende Tote, über elf Millionen Flüchtlinge und etwa 25 Millionen Menschen, die an Hunger leiden. Der ehemalige SZ-Afrikakorrespondent Arne Perras bereiste Ende 2024 die umkämpften Nubaberge und dokumentierte die Not der Bevölkerung sowie die Arbeit von Hilfsorganisationen wie Cap Anamur, die unter schwierigsten Bedingungen versuchen, die Notleidenden zu versorgen.
Süddeutsche Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung wird hier als verlässliche Quelle zur Verifizierung von Nachrichten in Zeiten von Desinformation erwähnt. Der Artikel illustriert die Schwierigkeit, echte von falschen Meldungen auf Social-Media-Plattformen wie X zu unterscheiden, und unterstreicht die Rolle seriöser Journalismus als Faktenchecking-Instanz in der digitalen Informationsflut.
Süddeutsche Zeitung – Artikel über Alisher Usmanov und Briefkastenfirmen
Der russisch-usbekische Oligarch Alischer Usmanow ist vom Landgericht Frankfurt erfolgreich gegen Hausdurchsuchungen vorgegangen, die deutsche Behörden unter Verdacht der Geldwäsche in 88 Fällen durchgeführt hatten. Das Gericht befand diese für rechtswidrig und kritisierte, dass die Staatsanwaltschaft nur vage Vermutungen und Recherchen des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny als Grundlage herangezogen hatte – es fehlte selbst ein Anfangsverdacht. Usmanow, ein zehn Milliarden Dollar schwerer Unternehmer mit Verbindungen zu Präsident Putin, besitzt Immobilien am Tegernsee und eine Luxusjacht in Hamburg. Während die Ermittler eine Niederlage erlitten, sehen Usmanows Anwälte in dem Vorgehen politische Motivation der Bundesregierung.
Süddeutsche Zeitung Artikel über Freiheit
Mehrere Leser kritisieren die in einem Leitartikel geäußerte These, dass Menschenwürde in Deutschland ein höherer Wert sei als das Leben selbst. Prof. Scholz (Freiburg) nennt diese Abwägung zynisch gegenüber Corona-Toten, während Prof. Pape (Berg) argumentiert, dass Menschenleben und Würde untrennbar sind und temporäre Freiheitsbeschränkungen nötig waren, um vor Krankheit und Tod zu schützen. Cornelia Priller (München) hinterfragt, ob bewusstes Verzicht aus Überzeugung nicht vielmehr ein Akt der Freiheit ist. Peter Maicher (Zorneding) fordert: Freiheit muss auch bedeuten, dass Menschen leben dürfen. Die Debatte zeigt tiefes Unbehagen über die Priorisierung von Grundwerten in der Pandemie.
Süddeutsche-Zeitung-Bericht zum Berliner Unfall
Ein 84 Jahre alter Fahrer ist in Berlin mit seinem Ford Mondeo eine Frau und ihr Kind angefahren und hat sie schwer verletzt. Beide starben später an ihren Verletzungen. Zeugen berichten, dass der Fahrer nach dem Unfall zunächst seinen eigenen Wagen inspizierte und sich um den Außenspiegel kümmerte. Vor Gericht verweigert Peter R. jede Aussage und lässt seinen Anwalt eine Entschuldigung vortragen. Der Prozess gegen den Fahrer wegen des tödlichen Unfalls hat begonnen.
Surfer
Artikel aus dem US-Surf-Magazin Surfer über die Kraft der Intuition im Extremsurfen. Laird Hamilton überlebt 2000 vor Tahiti die legendäre Millennium Wave, indem er instinktiv gegen alle Surfregeln verstößt und sich in einer unmöglichen Position auf dem Brett hält. Der damalige Chefredakteur Sam Church beschreibt diese paradoxe Reaktion als ausschlaggebend für Hamiltons Überleben in einer der größten Wellen der Welt.
SWR-Artikel zur Kritik an Wahrscheinlichkeitsangaben des BND
Ein SWR-Wissenschaftsjournalist kritisiert auf der Plattform Threads die Wahrscheinlichkeitsangaben des BND zur COVID-Lab-Leak-These grundsätzlich. Sein Argument: Wahrscheinlichkeitsaussagen sind nur bei wiederholbaren Ereignissen sinnvoll, nicht aber bei einmaligen Hypothesen wie dem Ursprung eines Virus.
Symposium über jüdische Auserwähltheit
Commentary Magazine
Der Artikel untersucht die jüdische Vorstellung der Auserwähltheit und ihre Bedeutung im modernen Judentum. Ein Symposium des Commentary Magazine zeigte, dass liberale und nicht-orthodoxe Rabbiner diese Konzeption zunehmend ablehnen oder kritisch hinterfragen. Der Beitrag beleuchtet die Spannung zwischen traditioneller religiöser Lehre und aufgeklärten Wertvorstellungen in der zeitgenössischen jüdischen Gesellschaft.
SZ-Artikel über Infantinos USA-Reise
Thomas Kistner / Süddeutsche Zeitung
Ein Podcast der Süddeutschen Zeitung präsentiert eine Recherche zu Gianni Infantino, dem FIFA-Präsidenten, und fragwürdigen Verbindungen zwischen diesem und den USA, die die Fußball-WM 2026 austragen. Die Redakteure Claudio Catuogno, Johannes Aumüller und Thomas Kistner haben Informationen über einen vermeintlichen „Masterplan" zusammengetragen, der bislang kaum öffentlich bekannt war. Die Recherche sollte am 15. November 2022 auf zwei Sonderseiten des SZ-Sports veröffentlicht werden. Der Podcast „Und nun zum Sport" diskutiert diese Hintergründe im Kontext des FIFA-Skandals rund um die WM in Katar, dem laut Artikel „fragwürdigsten Sport-Event der Geschichte".
SZ-Artikel über Merkel und Rezo
Nico Fried
Nico Fried, Leiter des Berliner Büros der Süddeutschen Zeitung, analysiert in der SZ-Podcast-Folge „Das Thema" Angela Merkels 16 Jahre als Bundeskanzlerin. Der erfahrene Parlamentsreporter, der Merkel über Jahrzehnte hinweg intensiv begleitet hat, berichtet von persönlichen Eindrücken, Interviews und Reisen mit der Kanzlerin und reflektiert dabei sowohl ihre Leistungen als auch ihre Fehler. Die Episode entstand im Kontext von Merkels Amtsende im Jahr 2021, als sie zum ersten Mal seit 1949 als amtierende Bundeskanzlerin nicht zur Wahl antrat. Frieds Beitrag wirft die zentrale Frage auf, was von dieser langen, von Krisen und Kompromissen geprägten Amtszeit bleiben wird.
SZ-Dossier über die FIFA und die Rolle der USA
Thomas Kistner / Süddeutsche Zeitung
Investigatives Dossier der Süddeutschen Zeitung von Thomas Kistner über die bislang verborgene Verbindung zwischen Infantinos USA-Reise und dem auffälligen Nachlassen amerikanischer Ermittlungen gegen die FIFA — im Gegenzug für die WM-Vergabe 2026.
SZ-Recherche über Schiedsrichter-Manipulation
Thomas Kistner / Süddeutsche Zeitung
Real Madrid wirft dem spanischen Schiedsrichterwesen in einem vierseitigen offenen Brief Manipulation und Wettbewerbsverzerrung vor. Anlass ist das Spiel gegen Espanyol Barcelona am Sonntag, in dem Carlos Romero Kylian Mbappé von hinten in die Kniekehle sprang und nur eine Gelbe Karte erhielt, während der Video-Schiedsrichter nicht eingriff. Real fordert eine komplette Renovierung des Systems. Im Hintergrund spielen die historischen Zahlungen von Barcelona an Schiedsrichter-Funktionäre eine Rolle, die Real-Präsident Pérez immer wieder Verbandschef Louzán gegenüber aufgreift. Die verärgerten Schiedsrichter lehnen mittlerweile Geschenke von Real ab und es wird über einen möglichen Streik spekuliert.
SZ-Reportage zu antisemitischen Straftaten
SZ-Reportage dokumentiert konkrete antisemitische Straftaten in Deutschland. Die Recherche belegt mit realen Fällen wie Hakenkreuz-Schmierereien im Prenzlauer Berg und dem Sprengstoffanschlag auf das Restaurant Eclipse in München die alarmierende Zunahme judenfeindlicher Gewalttaten. Mit 6.500 erfassten antisemitischen Straftaten 2024 zeigt sich ein besorgniserregendes Ausmaß organisierten Hasses gegen jüdische Mitbürger.