Media vita in morte sumus (Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen)
Notker I. von St. Gallen
Mittelalterliche Antiphon aus dem 9. Jahrhundert von Notker I. von St. Gallen. Behandelt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Omnipräsenz des Todes. Ein klassisches liturgisches Werk, das sich mit der Endlichkeit menschlicher Existenz auseinandersetzt.
Erwähnungen (1)
„Also er hat es so umgedeutet als eine Herausforderung. Also sozusagen, ich habe den Anschlag überlebt. Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen.“
Ursula März beschreibt, wie der Physiker Werner L. den Beinahe-Unfall nachträglich in seine perfekte Lebenskonstruktion umdeutet und die Erfahrung als überlebte Herausforderung stilisiert. Sie greift dabei auf die mittelalterliche Antiphon zurück, um die überhöhte Selbstdramatisierung des Physikers zu illustrieren.
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