Media vita in morte sumus (Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen)

Notker I. von St. Gallen

Mittelalterliche Antiphon aus dem 9. Jahrhundert von Notker I. von St. Gallen. Behandelt die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und die Omnipräsenz des Todes. Ein klassisches liturgisches Werk, das sich mit der Endlichkeit menschlicher Existenz auseinandersetzt.

Media vita in morte sumus (Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen)

Erwähnungen (1)

ZEIT Verbrechen
🗣 Ursula März zitiert daraus bei ⏱ 00:51:04
„Also er hat es so umgedeutet als eine Herausforderung. Also sozusagen, ich habe den Anschlag überlebt. Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen.“

Ursula März beschreibt, wie der Physiker Werner L. den Beinahe-Unfall nachträglich in seine perfekte Lebenskonstruktion umdeutet und die Erfahrung als überlebte Herausforderung stilisiert. Sie greift dabei auf die mittelalterliche Antiphon zurück, um die überhöhte Selbstdramatisierung des Physikers zu illustrieren.

Ähnliche Medien

Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Rede zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1985)

Richard von Weizsäcker

Bundespräsident Richard von Weizsäckers Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes definierte den 8. Mai 1985 als "Tag der Befreiung" statt Niederlage – eine wegweisende Umdeutung für die deutsche Erinnerungskultur. Die Rede löste heftige Debatten aus und wird bis heute als zentral für das deutsche Geschichtsverständnis der Nachkriegszeit diskutiert.

▶️ YouTube 🔍 Google
Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin

Tucker Carlson

Ein Gespräch zwischen einem amerikanischen Fernsehjournalisten und dem russischen Präsidenten über die Ursprünge des Ukraine-Konflikts. Statt direkter Antworten folgt eine ausführliche historische Darlegung, die Jahrhunderte russischer Geschichte durchleuchtet. Das Interview gewährt Einblick in geopolitische Perspektiven und Argumentationsmuster.

▶️ YouTube 🔍 Google
Diktatur des Relativismus (Predigt vor dem Konklave, 2005)

Diktatur des Relativismus (Predigt vor dem Konklave, 2005)

Joseph Ratzinger · 2018

Joseph Ratzinger prägte mit dieser Predigt vor dem Konklave 2005 den Begriff der „Diktatur des Relativismus" – eine Kritik an der Aufweichung absoluter Werte in der Moderne. Seine Diagnose, dass alles nur noch relativ gilt und ein verbindlicher Werterahmen fehlt, bleibt präsent in Diskussionen über zeitgenössische Ethik und Glaube.

▶️ YouTube 🔍 Google
S Rede

Sternstunde Philosophie

Schweizer Talk-Show mit tiefgründigen philosophischen Gesprächen zwischen Moderator und Gästen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Behandelt existenzielle Fragen und gesellschaftliche Herausforderungen in nachdenklichem, analytischem Ton ohne Sensationalismus.

▶️ YouTube 🔍 Google