Die sogenannte Gegenwart – Kann man es mit der Meinungsfreiheit auch übertreiben
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Kann man es mit der Meinungsfreiheit auch übertreiben

Die sogenannte Gegenwart / 04. November 2024 / 15 Medien

Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Ausgehend vom neuen Schreckgespenst des "Trusted Flaggers" in den sozialen Medien nehmen sich die drei das große Thema Meinungsfreiheit vor: Wo verläuft die Grenze zwischen dem Kampf gegen Hass im Netz und neuen Formen der Zensur? Zuvor liefert ein Spitzenbeamter aus dem Justizministerium den Gegenwartscheck: das beamtenrechtliche Mäßigungsgebot — und das Präfix "Mikro-", das gerade Karriere macht, um alltägliche Situationen wie Mikrosexismus strukturell aufzuladen.

„Sich nicht mäßigen zu können, ist irgendwie auch vulgär.“
🗣 Ijoma Mangold

Erwähnte Medien (15)

Planvoll Neurotisch

Planvoll Neurotisch

Lars Wojtekki

Ein Neuro-Podcast: Rund ums Gehirn, Neurologie und Neuroscience für interessierte Laien aber auch Fachleute. In vielerlei Hinsicht unterschiedlich, eint sie dieselbe Passion für Neurologie und Neurowissenschaften. Hier reflektieren sie jeden Monat aufs Neue die aktuellen Entwicklungen ihres Faches mit Einblicken in ihren beruflichen Alltag. "Sie", das sind: Prof. Dr. Lars Wojtecki - Institut für Klinische Neurowissenschaften, Universitätsklinik Düsseldorf Prof. Dr.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:13:36 „Hat aber mit einem anderen Neurologen einen Podcast. Planvoll Neurotisch heißt der, kann ich hier auch für werben.“

Lars Weisbrod stellt den Neurologen Lars Wojtekki vor, der ihm einen Gegenwartscheck-Vorschlag geschickt hat, und erwähnt dabei dessen Podcast 'Planvoll Neurotisch', den Wojtekki zusammen mit einem anderen Neurologen betreibt.

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On Liberty

On Liberty

John Stuart Mill · 1869

On Liberty is a philosophical work by 19th century English philosopher John Stuart Mill, first published in 1859. To the Victorian readers of the time it was a radical work, advocating moral and economic freedom of individuals from the state.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:20:59 „Das ist natürlich auch eine der ganz großen Begründungen für Meinungsfreiheit bei Mill, bei klassischen Liberalen, dass man sagt, nur wenn wir alle Meinungen auf den Tisch legen, finden wir erstens raus, was wahr ist, zweitens, aber auch selbst wenn wir schon wüssten, was wahr ist, es gibt noch so ein Stützungsargument, helfen uns die frei flottierenden falschen Meinungen, unsere Argumente zu schärfen für das Wahre.“

Lars Weisbrod verweist auf John Stuart Mills klassische liberale Begründung der Meinungsfreiheit: Nur im freien Austausch aller Meinungen lässt sich herausfinden, was wahr ist. Selbst falsche Meinungen seien nützlich, weil sie die Argumente für das Wahre schärfen. Mill wird als philosophischer Referenzpunkt für die Debatte über Meinungsfreiheit herangezogen.

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Leben des Galilei

Leben des Galilei

Bertolt Brecht

Brechts Drama über Galileo Galilei und den Konflikt zwischen wissenschaftlicher Wahrheit und gesellschaftlicher Macht. Das Stück hinterfragt moralischen Mut und die Verantwortung des Einzelnen in Zeiten, die Helden brauchen.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:21:43 „Das fängt mich so auch rechts lebendes Galilei an, dass er ist, jetzt musst du mir helfen, er ist an der Uni Padua und er ist glaube ich nur da, weil er da sein Zeug machen darf“

Ijoma Mangold verweist auf Brechts Theaterstück, um die historische Dimension der Wissenschaftsfreiheit zu illustrieren – Galilei konnte in Padua frei forschen

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Wissenschaftsfreiheit

Wissenschaftsfreiheit

Tim Henning · 2024

Untersucht den Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Das Buch argumentiert, dass Wissenschaftsfreiheit über bloße Meinungsäußerung hinausgeht und nicht für jedermann gleichermaßen gilt, sondern spezifische akademische Standards mit sich bringt.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:22:40 „Es gibt viele Leute, zum Beispiel der von mir sehr geschätzte Tim Henning, Philosoph aus Mainz, dessen Buch ich gerade rezensiert habe, über Wissenschaftsfreiheit, können wir unten zitieren, der würde, glaube ich, zum Beispiel sagen, ein Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit ist, dass Wissenschaftsfreiheit nicht für jeden gilt.“

Lars Weisbrod bringt das Buch von Tim Henning ins Gespräch, um den Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit zu verdeutlichen. Er hat das Buch gerade rezensiert und schätzt Hennings Argumentation, dass Wissenschaftsfreiheit über bloße Meinungsfreiheit hinausgeht – sie verlangt auch, dass Minderheitspositionen im akademischen Betrieb aktiv Gehör finden.

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Akademische Meinungsfreiheit (vermutet: Artikel oder Buch von Tim Henning)

Akademische Meinungsfreiheit (vermutet: Artikel oder Buch von Tim Henning)

Tim Henning

Tim Henning untersucht das Konzept der Wissenschaftsfreiheit und argumentiert, dass es über reine Forschungsfreiheit hinausgeht. Nach seiner Position sollte akademische Freiheit auch aktiv Raum für Minderheitspositionen in Konferenzen und wissenschaftlichen Diskursen schaffen. Das Werk behandelt die Spannung zwischen akademischem Pluralismus und institutionellen Strukturen, die bestimmte Sichtweisen bevorzugen oder ausschließen.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:23:22 „Denn Tim Henning würde, glaube ich, sagen, Wissenschaftsfreiheit schließt auch ein, dass auch Minderheitspositionen in irgendeinem Rahmen auf einer Konferenz, in einem Panel im akademischen Betrieb zugehör kommen.“

Lars Weisbrod referenziert die Position des Philosophen Tim Henning zur Wissenschaftsfreiheit. Hennings Argument wird paraphrasiert: Wissenschaftsfreiheit bedeute nicht nur, dass man forschen darf, sondern auch, dass Minderheitenpositionen aktiv Raum im akademischen Betrieb bekommen müssen – etwa durch Einladungen zu Konferenzen und Panels.

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On Liberty (Über die Freiheit)

On Liberty (Über die Freiheit)

John Stuart Mill

Philosophisches Werk über individuelle Freiheit und die Grenzen staatlichen Handelns. Mill argumentiert für Redefreiheit als essentiell für gesellschaftlichen Fortschritt und illustriert die Grenzen dieser Freiheit mit konkreten Beispielen wie dem des Kornhändlers vor erregtem Volkshaufen.

🗣 Lars Weisbrod zitiert daraus bei ⏱ 00:23:48 „Um jetzt wirklich mal Mill zu zitieren, es gibt dieses berühmte Beispiel bei John Stuart Mill, liberaler Philosoph aus dem 19. Jahrhundert, der ganz wichtig ist für den Begriff der Meinungsfreiheit.“

Lars Weisbrod zitiert Mills berühmtes Beispiel über die Grenzen der Meinungsfreiheit mit dem Kornhändler und dem erregten Volkshaufen

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Qu'est-ce que la propriété? (Was ist Eigentum?)

Qu'est-ce que la propriété? (Was ist Eigentum?)

Pierre-Joseph Proudhon · 2009

Philosophisches Sachbuch zur Kritik des Privateigentums, das die berühmte These "Eigentum ist Diebstahl" aufstellt. Das Werk argumentiert, dass die kapitalistische Eigentumsordnung auf der Ausbeutung der Arbeiter beruht und als Grundwerk des Anarchismus gilt.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:26:04 „Die Ansicht zum Beispiel, dass Kornhändler Ausbeuter der Armen seien oder das Eigentum Diebstahl sei, also diese linke Kritik, sollte ungestraft durch die Presse verbreitet werden dürfen.“

Lars Weisbrod zitiert aus John Stuart Mills 'On Liberty' eine Passage, in der Mill die berühmte These 'Eigentum ist Diebstahl' von Proudhon als Beispiel für eine Meinung anführt, die frei geäußert werden dürfe. Die Formulierung stammt aus Proudhons Hauptwerk von 1840.

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Gemeinsames Buch über Meinungsfreiheit/Medien im Ukraine-Krieg

Gemeinsames Buch über Meinungsfreiheit/Medien im Ukraine-Krieg

Richard David Precht, Harald Welzer

Harald Welzer und Richard David Precht setzten sich mit Fragen von Meinungsfreiheit und Medienberichterstattung während des Ukraine-Krieges auseinander. Das Buch gilt als ein Beispiel für Positionen, die von Mainstream-Medien kritisch betrachtet oder abgewehrt wurden. Es dokumentiert den Versuch, alternative Perspektiven auf den Konflikt und die Rolle der Medien öffentlich zu machen.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:35:24 „dort, wo man versucht hat es zu artikulieren, zumindest zu dem Zeitpunkt war es Harald Welzer und Richard David Precht mit einem gemeinsamen Buch“

Ijoma Mangold erwähnt das gemeinsame Buch von Welzer und Precht als Beispiel dafür, wie abweichende Positionen zum Ukraine-Krieg von den Mainstream-Medien abgewehrt wurden

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Die vierte Gewalt

Die vierte Gewalt

Richard David Precht, Harald Welzer · 2022

Analyse wie Medien ohne bewusste Absprache eine veröffentlichte Meinung schaffen, die von der tatsächlichen öffentlichen Meinung abweicht. Das Werk untersucht die Selbstangleichung der Presse am Beispiel der Ukraine-Berichterstattung und hinterfragt die Rolle der Medien als vierte Gewalt in der Demokratie.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:36:26 „Interessanterweise dort, wo man versucht hat es zu artikulieren, zumindest zu dem Zeitpunkt war es Harald Welzer und Richard David Precht mit einem gemeinsamen Buch und dann war die Reaktion der heutzutage sagt man dann glaube ich Mainstream-Medien, die war schon im Grunde eine Bestätigung der These, die Precht und Welser formuliert haben.“

Ijoma Mangold erwähnt das gemeinsame Buch von Precht und Welzer im Kontext der Debatte über eingeschränkte Meinungsvielfalt beim Ukraine-Krieg. Er argumentiert, dass die heftige mediale Abwehrreaktion auf das Buch paradoxerweise genau die These der Autoren bestätigte – nämlich dass abweichende Meinungen nicht ertragen werden konnten und abgewehrt werden mussten.

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Mein innerer Stammtisch

Mein innerer Stammtisch

Ijoma Mangold · 2020

Ijoma Mangold führt ein politisches Tagebuch und notiert darin die Ereignisse unserer Gegenwart. Er beschreibt, was er auf der Weihnachtsfeier der «Zeit» und am Rande der Berlinale erlebt, dass sein Sportlehrer sich nie angeschnallt hat und warum Greta ihn triggert. Im Januar erklärt Helena, eine russlanddeutsche Bekannte, ihm ihren Feminismus, im Februar denkt er über das Wahlergebnis in Hamburg nach, im März stellt er fest, dass der «Decamerone» bei Dussmann ausverkauft ist. Wegen Corona.

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:40:36 „Ich hatte mal tatsächlich so ein Aha-Erlebnis, da war ich bei, das war glaube ich 2020, da war mein innerer Stammtisch erschienen, da war ich bei Markus Lanz eingeladen und zwar saß mit mir die, weiß gar nicht, was die damals war, Fraktionsvorsitzende bei den Grünen, Katrin Göring-Eckardt.“

Ijoma Mangold erwähnt sein eigenes Buch beiläufig als zeitliche Einordnung für eine Anekdote. Bei einem Lanz-Auftritt anlässlich des Buchs erlebte er, wie Katrin Göring-Eckardt in den Online-Kommentaren massiv angefeindet wurde – eine Erfahrung, die ihm die Realität von Hass im Netz vor Augen führte, obwohl er trotzdem gegen ein Öffentlichkeitsregiment zur Unterbindung von Hässlichkeit plädiert.

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Titanic-Cover (Urinierungs-Satire über den Papst)

Titanic-Cover (Urinierungs-Satire über den Papst)

Am Donnerstag beschäftigte sich das freiwillige Selbstkontrollorgan der Presse mit dem Juli-Cover der Titanic. 182 Beschwerden lagen dem Beschwerdeausschuss hierzu vor. Das Gremium bewertete die Leserkritik als begründet und sprach eine öffentliche Rüge gegen das Magazin aus.

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:47:07 „Es gibt sowas wie, deswegen hat doch mal, es gab mal einen relativ bekannten Fall, dass die katholische Kirche gegen die Titanic vorgegangen ist, die einen...“

Im Gespräch über Blasphemie-Gesetze und Trusted Flagger erinnern Weisbrod und Mangold an den bekannten Rechtsstreit zwischen der katholischen Kirche und dem Satiremagazin Titanic wegen eines provokanten Covers. Das Beispiel dient als Illustration dafür, dass es in Deutschland durchaus Gesetze gibt, die religiöse Gefühle schützen – relevant für die Frage, welche Inhalte als illegal gemeldet werden könnten.

Zum Artikel bei Lto.de Details
Leviathan

Leviathan

Thomas Hobbes · 2016

Thomas Hobbes argues for a social contract and rule by an absolute sovereign. Influenced by the English Civil War, Hobbes wrote that chaos or civil war-situations identified with a state of nature and the famous motto Bellum omnium contra omnes ("the war of all against all")-could only be averted by strong central government. He thus denied any right of rebellion toward the social contract, which would be later added by John Locke and conserved by Jean-Jacques Rousseau.

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:53:15 „Die Lösung war natürlich dann im Grunde der hobsche Leviathan, nämlich die Neutralisierung der Wahrheitsfrage. Die Hetze oder die Fake News endete nicht, indem man sagte, die eine Seite hat Recht und die andere hat Unrecht, sondern sie sagte, die Frage als solche können wir eh nicht beantworten, aber deswegen versuchen wir die Frage nach der Wahrheit als solche zu neutralisieren.“

Mangold zieht eine historische Parallele zwischen den heutigen Debatten um Fake News und den Religionskriegen nach der Erfindung der Druckerpresse. Hobbes' Leviathan dient ihm als Modell: Damals wurde der Kulturkrieg nicht durch die Klärung der Wahrheitsfrage beendet, sondern durch deren Neutralisierung – ein Prinzip, das er auf die heutige Debatte um Meinungsfreiheit im Netz übertragen möchte.

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Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei

Die Gedanken sind frei ist ein deutsches Volkslied über die Gedankenfreiheit. Während der ursprüngliche Text wohl vor 1800 entstanden ist, gehen heutige Fassungen auf die 1842 durch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben geschaffene Version zurück.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:00:56 „Manchmal denke ich daran, weil Reden so nah an meinen Gedanken ist und dann fällt natürlich das mir das alte Volkslied, die Gedanken sind frei ein. Und dann denke ich, das muss doch geheiligt sein.“

Weisbrod reflektiert darüber, warum ihn Einschränkungen der Meinungsfreiheit persönlich so stark treffen. Weil Reden so nah am Denken sei, fällt ihm das Volkslied ein – als Ausdruck des Grundsatzes, dass Gedanken unantastbar sein müssen, bevor überhaupt jemand auf die Idee kommt, auch die kontrollieren zu wollen.

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Dreikörperproblem – Band 2 (Der dunkle Wald)

Dreikörperproblem – Band 2 (Der dunkle Wald)

Liu Cixin

Der zweite Band der Science-Fiction-Trilogie „Das Dreikörperproblem" folgt der Eskalation des Konflikts mit der außerirdischen Zivilisation Trisolarix. Das Buch beschäftigt sich intensiv mit Gedankenkontrolle und mentalen Manipulationsmechanismen, die als unerwartete technologische Nebenprodukte entstehen. Diese dystopischen Szenarien prägen den Übergang von gegenwärtiger Realität zu einer technologisch dominierten Zukunft und sind zentral für Verständnis der Trilogie.

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 01:01:10 „Im zweiten Band dieser Drisolaris-Trilogie gibt es sozusagen so ein technisches Abfallprodukt, was dann in der nahen Zukunft auf der Erde entsteht“

Lars Weisbrod beschreibt detailliert eine Szene aus dem zweiten Band der Trilogie, in der Gedankenkontrolle durch mentale Siegel thematisiert wird

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Die drei Sonnen

Die drei Sonnen

Liu Cixin · 2016

Science-Fiction-Roman der Trisolaris-Trilogie über das Spannungsfeld zwischen individueller Gedankenfreiheit und technologischer Kontrolle. Die Geschichte verhandelt in einer UN-Debatte tiefgreifende Fragen zur Zukunft der Menschheit.

🗣 Lars Weisbrod empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:46 „Aber ich muss dann denken an Liu Xixin, den Science-Fiction-Schriftsteller, den Chinesischen, den wir hier diskutiert haben. Das Dreikörperproblem, die drei Sonnen. Im zweiten Band erfindet, ist so ein Abfallprodukt einer technischen Innovation.“

Weisbrod greift im Kontext der Debatte um Gedankenfreiheit auf Liu Cixins Trisolaris-Trilogie zurück. Im zweiten Band wird ein technisches Verfahren erfunden, mit dem man Menschen Überzeugungen einpflanzen kann – ein 'mentales Siegel'. Weisbrod schildert ausführlich, wie Liu Cixin diese Gedankenkontrolle differenziert durch eine UN-Debatte verhandeln lässt, in der ausgerechnet der deutsche Botschafter dafür plädiert, es auszuprobieren.

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