Die vierte Gewalt
Richard David Precht, Harald Welzer · 2022
Analyse wie Medien ohne bewusste Absprache eine veröffentlichte Meinung schaffen, die von der tatsächlichen öffentlichen Meinung abweicht. Das Werk untersucht die Selbstangleichung der Presse am Beispiel der Ukraine-Berichterstattung und hinterfragt die Rolle der Medien als vierte Gewalt in der Demokratie.
Deine Stimme wird anonym via IP-Hash gespeichert.
Korrektur vorschlagen
Falsche Zuordnung, schlechte Beschreibung, fehlerhafte Erwähnung? Was sollten wir korrigieren?
Erwähnungen (10)
„Und jetzt habe ich ja vor drei Wochen zusammen mit Harald Welzer angefangen, ein Buch zu schreiben aus aktuellem Anlass. Und das Buch analysiert bestimmte Mechanismen, wie unsere Medien funktionieren.“
Precht spricht über sein aktuelles Buchprojekt mit Harald Welzer, das die Selbstangleichung der Medien analysiert. Das Buch untersucht, wie ohne Absprachen eine veröffentlichte Meinung entsteht, die von der öffentlichen Meinung stark abweicht – etwa bei der Ukraine-Berichterstattung. Das Buch ist zentrales Thema der gesamten Episode und wird kontrovers diskutiert, da es bereits vor Erscheinen von Journalisten kritisiert wurde.
„Du gerade mit Harald Welze auch in aller Munde. Große Sterngeschichte, große Zeitgeschichte. Wie geht es dir denn, wenn sich dann plötzlich so dieses grelle Licht der Öffentlichkeit so auf dich richtet?“
Das gesamte Gespräch dreht sich um die Thesen des Buches 'Die vierte Gewalt' von Precht und Welzer zur Medienkritik. Der Titel wird nie explizit genannt, aber als 'Debatte, die ihr beide angestoßen habt' und über Stern- und Zeit-Geschichten dazu gesprochen.
„Ja, und es war ja im Grunde genommen so, dass sich das bestätigt hat, was wir im Buch geschrieben haben, dass unsere Leitmedien nicht so richtig trainiert darin sind, mit Kritik umzugehen. Und dass natürlich als erstes in so einer Zeit die Verletzten und die Wütenden sich zu Wort melden.“
Precht und Lanz diskutieren ausführlich die Reaktionen auf ihr gemeinsames Buch über Medien und Journalismus. Sie sprechen über einen Talkshow-Auftritt, bei dem es zum Schlagabtausch kam, und verteidigen ihr Anliegen: Das Buch sei kein Angriff auf Journalismus, sondern ein Plädoyer für konstruktive Medienkritik in Krisenzeiten.
„Ich habe ja, wie du weißt, ein Buch geschrieben, das vom Gegenteil ausgeht. Nämlich, wo ich die Gefahr sehe, dass die Qualitätsmedien zunehmend die Erregungsdiskurse der sozialen Medien reiten und dass dadurch Qualitätsverflachung damit einhergeht.“
Lanz wirft die These auf, dass Social Media den klassischen Journalismus auch besser gemacht habe. Precht verweist auf sein eigenes Buch, in dem er die Gegenthese vertritt: Qualitätsmedien übernehmen zunehmend die Erregungslogik sozialer Medien, was zu einer Qualitätsverflachung führe. Später erwähnt er das Buch erneut im Zusammenhang mit der Kölner Silvesternacht, die dort als Fallbeispiel behandelt wird.
„Das heißt also, wir leben heute in einer Gesellschaft, in der der alltägliche Bedarf an Außeralltäglichem größer ist als je zuvor. Das führt dazu, dass alles sensationiert werden muss, weil es sonst nicht wahrgenommen wird. Also Aufmerksamkeit, Ökonomie.“
Precht spricht über den tagtäglichen Alarmismus der Medien und verweist darauf, dass er sich mit Harald Welzer 'im letzten Jahr viel mit beschäftigt habe' — eine klare Referenz auf ihr gemeinsames Buch 'Die vierte Gewalt' (2022) über den Einfluss sozialer Medien auf den öffentlichen Diskurs.
„Harald Welzer und ich haben ja ein Buch darüber geschrieben, das sagt, es ist eben eine komplizierte Angelegenheit. Und das ruft sie durchaus. Es ist auch ihr Selbstverständnis, bestimmte Meinungen zu verbreiten oder Meinungen durchzusetzen.“
Im Kontext von Spenglers Pressekritik verweist Precht auf sein gemeinsam mit Harald Welzer verfasstes Buch über die Medien. Er nutzt es als Beleg dafür, dass die Rolle der Presse als Meinungsmacherin tatsächlich ein komplexes Thema ist – ohne Spenglers pauschale Verdammung zu übernehmen.
„Ich habe mit Harald Felser zusammen ein Buch gemacht und versucht zu erklären, warum die Medien sich so sehr stark verändert haben. Und da gehört die Polarisierung und Ausgrenzung dazu.“
Precht verweist auf sein gemeinsam mit Harald Welzer verfasstes Medienbuch, um seine These über die Veränderung der Medienlandschaft zu untermauern. Er beklagt, dass die Kernbotschaft — die Gefährdung der Demokratie durch Vertrauensverlust in die Medien — in der Rezeption nicht verstanden wurde.
„René Fister muss Haralds und mein Buch gelesen haben, da steht das auch drin.“
Precht verweist auf sein gemeinsam mit Harald Welzer geschriebenes Buch über Medienkritik, als Lanz einen Spiegel-Artikel von René Pfister zitiert, der beschreibt, wie Journalisten sich gegenseitig in ihrer Meinung bestätigen. Precht sieht darin eine Bestätigung der Thesen aus seinem eigenen Buch.
„Interessanterweise dort, wo man versucht hat es zu artikulieren, zumindest zu dem Zeitpunkt war es Harald Welzer und Richard David Precht mit einem gemeinsamen Buch und dann war die Reaktion der heutzutage sagt man dann glaube ich Mainstream-Medien, die war schon im Grunde eine Bestätigung der These, die Precht und Welser formuliert haben.“
Ijoma Mangold erwähnt das gemeinsame Buch von Precht und Welzer im Kontext der Debatte über eingeschränkte Meinungsvielfalt beim Ukraine-Krieg. Er argumentiert, dass die heftige mediale Abwehrreaktion auf das Buch paradoxerweise genau die These der Autoren bestätigte – nämlich dass abweichende Meinungen nicht ertragen werden konnten und abgewehrt werden mussten.
„Viele Leute haben so diese Vorstellung, die Politik kontrolliere die Medien. Gerade von rechts wird das immer angenommen und das ist eine der falschesten Dinge überhaupt. Das haben auch Harald Welser und ich in unserem Buch versucht klarzumachen.“
Precht argumentiert, dass nicht die Politik die Medien kontrolliert, sondern umgekehrt Politiker von medialer Angst getrieben werden. Er verweist auf das gemeinsam mit Harald Welzer verfasste Buch, in dem sie diese These ausführlich dargelegt haben. Der Titel wird nicht explizit genannt, es handelt sich um 'Die vierte Gewalt'.
Ähnliche Medien
Gemeinsames Buch über Meinungsfreiheit/Medien im Ukraine-Krieg
Richard David Precht, Harald Welzer
Harald Welzer und Richard David Precht setzten sich mit Fragen von Meinungsfreiheit und Medienberichterstattung während des Ukraine-Krieges auseinander. Das Buch gilt als ein Beispiel für Positionen, die von Mainstream-Medien kritisch betrachtet oder abgewehrt wurden. Es dokumentiert den Versuch, alternative Perspektiven auf den Konflikt und die Rolle der Medien öffentlich zu machen.
Gemeinsames Buch von Precht und Welzer
Richard David Precht, Harald Welzer · 2010
Richard David Precht und Harald Welzer haben gemeinsam ein Werk verfasst, in dem sie sich mit gesellschaftlichen und philosophischen Fragen auseinandersetzen. Das Buch ist hervorgegangen aus der intensiven Zusammenarbeit zweier renommierter Intellektueller, deren Diskurs die Grundlagen für eine tiefgreifende Analyse bietet. Die Empfehlung von Matze Hielscher unterstreicht die Bedeutung dieses gemeinsamen Gedankenaustauschs für das Verständnis komplexer zeitgenössischer Themen.
Die Bibel
Die Bibel als Klassiker der Weltliteratur und religiöses Fundament – ein Werk, das in westlichen Kulturen ständig zitiert wird, vielen Menschen aber weitgehend unbekannt bleibt. Jan Böhmermann nennt sie als eine seiner größten Wissenslücken und beschreibt das Unbehagen, nicht mitreden zu können, wenn andere Bibelreferenzen einbauen. Eine Anleitung zum Nachschlagen für alle, die ihre Kulturkompetenz erweitern möchten.
Harry Potter
J. K. Rowling · 2024
Harry Potter is leaving Privet Drive for the last time. But as he climbs into the sidecar of Hagrid’s motorbike and they take to the skies, he knows Lord Voldemort and the Death Eaters will not be far behind. The protective charm that has kept him safe until now is broken. But the Dark Lord is breathing fear into everything he loves.