Charles Schumann, wie geht die perfekte Bar?
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Charles Schumann, Münchens legendärer Barkeeper und Autor des einflussreichsten Cocktailbuchs der Welt, empfängt die Hosts in seiner Tagesbar und erzählt, wie frühe Italientreisen und der erste Espresso an einer Autobahnraststätte den Wunsch weckten, ein eigenes Tagescafé zu eröffnen. Er spricht über seine zwei eisernen Regeln hinter der Bar, über Präsenz und Verantwortung als Gastgeber – und warum er beide Betriebe sofort vergessen würde, aber niemals aufhören zu arbeiten.
„Wenn man was macht, was einem Spaß macht, das ist das Geschenk des Lebens eigentlich.“
Erwähnte Medien (35)
Artikel über Suppenessen in der Nachkriegszeit
Charles Schumann
Charles Schumann erinnert sich an seine Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und die Jahre nach dem Krieg, in denen Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie lebten. Der Artikel behandelt die wichtige Rolle gemeinsamer Mahlzeiten, besonders von Suppe, im alltäglichen Leben dieses multikulturellen Haushalts. Schumann zeigt, wie diese einfache Nahrung Menschen unterschiedlicher Herkunft in Momenten der Gemeinsamkeit vereinte.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 00:26:14 „Aber da habe ich mal für die Zeit eine Geschichte gemacht, wie das war, als wir Suppen gegessen haben. Suppe war etwas ganz, ganz Wichtiges bei uns. Wir haben alle Suppen gegessen und da saß neben mir, man hat ja nie wieder gewusst, was aus diesen Leuten geworden ist.“
Charles Schumann erzählt von seiner Kindheit auf dem Bauernhof in der Oberpfalz, als nach dem Krieg Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien bei seiner Familie am Tisch saßen. Über diese Erinnerung an das gemeinsame Suppenessen hat er einen Artikel für Die Zeit geschrieben. Der genaue Titel ist nicht genannt.
American Bar (Schumanns Barbibel)
Charles Schumann · 2008
Das legendäre Cocktailbuch mit über 500.000 verkauften Exemplaren. Im charakteristischen Bibel-Format werden Cocktails mit Illustrationen dokumentiert. Das meistverkaufte Barbuch aller Zeiten.
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:33:26 „Guck mal, ich habe alle deine Bücher dabei hier drin. Das sind zehn Kilo Schumanns Bibeln. Wie viel haben die eigentlich verkauft? Die Bibel 500.000.“
Das legendäre Cocktailbuch von Charles Schumann, illustriert von Günter Matthei und lektoriert mit Stefan Gabani, wird ausführlich besprochen. Schumann erzählt, wie er gegen den Willen des Heyne-Verlags das große, bibelartige Format durchsetzte und mit Matthei zusammen die Drinks in der Bar ausprobierte und dokumentierte. Das 1991 erschienene Buch verkaufte sich über 500.000 Mal und gilt als das meistverkaufte Barbuch aller Zeiten.
Schumann's Bar
Charles Schumann · 1991
Das internationale Standardwerk der modernen Cocktail-Kultur und professionellen Barhandwerk. Das Buch vermittelt klassische und innovative Cocktail-Rezepte sowie handwerkliche Techniken und philosophische Grundlagen der Bar-Tradierung. Ein Ratgeber für Bartender und Cocktail-Enthusiasten weltweit.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 00:33:34 „Die Bibel, 500. Das meistverkaufteste Barbuch aller Zeiten.“
Charles Schumann spricht über sein berühmtes Barbuch, das sich eine halbe Million Mal verkauft hat und als Bibel der Barkunst gilt.
Quotations from Chairman Mao (Mao-Bibel)
Mao Zedong · 2006
Familiar to the world as the "little red book," this collector's edition of Chairman Mao's quotations was used as the bible of the Red Guards in the Maoist Cultural Revolution 1966-1976. Introduction by Frederick Ellis.
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:34:40 „Ja, ja, so wie die Mao-Bibel der Drinks.“
Jochen Wegner vergleicht Schumanns Barbibel scherzhaft mit der Mao-Bibel – also dem ikonischen kleinen roten Buch, das allgegenwärtig war. Der Vergleich unterstreicht die enorme Verbreitung und den Kultstatus von Schumanns Cocktailbuch in der internationalen Bar-Szene.
Whisky-Buch
Stefan Gabani · 2016
The traditional whisk(e)y-producing nations are Scotland and Canada, where the spelling is "whisky," and Ireland and the United States, where it is spelled "whiskey." Featuring thousands of entries covering every conceivable topic on whisk(e)ys from around the world, Whisk(e)y is the comprehensive handbook for the whisk(e)y aficionado and novice alike.
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:35:16 „Dafür habe ich ihm dann sein Buch machen lassen, ein Whisky-Buch. Das ist auch sehr Gutes. Ja, aber das ist zu dick. Da habe ich denen aber ein paar Mal gesagt, aber die halten sich ja nicht an mich. Ich habe gesagt, wer kauft so ein Schinken?“
Schumann erzählt, dass er als Gegenleistung für Gabanis Lektoratsarbeit an der Barbibel dessen Whisky-Buch ermöglichte. Er kritisiert allerdings den Umfang des Buches – es sei zu dick für ein breites Publikum, und Gabani habe sich nicht an seinen Rat gehalten, ein handlicheres Format zu wählen.
Japanische Serie über einen Barkeeper
· 2024
Im Ginza-Viertel von Toyko befindet sich eine ruhige Bar namens Eden Hall, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen. Sie wird von dem legendären Barkeeper Ryō Sasakura geführt – ein Genie, das den richtigen Drink für den richtigen Kunden mixt. Während seiner Zeit in Eden Hall kommen Kunden aus allen Gesellschaftsschichten und mit allen möglichen Problemen vorbei, um ein göttliches Getränk zu leeren und sich mit Ryu auszutauschen, der immer ein offenes Ohr für die Kunden hat.
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:36:35 „In Japan gibt es eine Serie über einen Barkeeper, der eine Bar führt, wo so Prominente hinkommen. Also eine Filmserie.“
Im Gespräch über seinen Traum, eine kleine Bar für 'verlorene Seelen' zu eröffnen, erwähnt Schumann eine japanische TV-Serie über einen Barkeeper, dessen Bar von Prominenten besucht wird. Die Serie scheint seine Vorstellung von einer intimen, persönlichen Bar beeinflusst zu haben, wie er sie sich für die Zukunft vorstellt.
Spiegel-Bericht über Nazi-Gold
Nichts beflügelt Schatzsucher mehr als Berichte über geheime Lagerorte eines Nazi-Goldschatzes. Hinweise aus dem Tagebuch eines SS-Offiziers sorgen derzeit in Niederschlesien für Aufsehen. Ein Film von SPIEGEL TV.
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:13:46 „Da ging es auch um die sogenannten, was haben die gemacht? Da gab es mal einen großen Spiegelbericht um den Nazi-Gold oder was. Solche Leute waren da drin.“
Schumann erzählt von seiner Zeit als Koch im Halbweltlokal 'Sir Oscar' in München. Die dort verkehrenden zwielichtigen Gestalten bringt er mit einem großen Spiegel-Bericht über Nazi-Gold in Verbindung, um die Atmosphäre des Lokals zu illustrieren.
The Fine Art of Mixing Drinks
David Embury · 2014
It’s a system, a tool kit, a recipe book. Beginning with one irresistible idea--a complete home bar of just 12 key bottles--here’s how to make more than 200 classic and unique mixed drinks, including sours, slings, toddies, and highballs, plus the perfect Martini, the perfect Manhattan, and the perfect Mint Julep. It’s a surprising guide--tequila didn’t make the cut, and neither did bourbon, but genever did.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 01:25:54 „Es gibt Bücher von einem Schreiber, der heißt David Embury. Der damals schon geschrieben hat, dass es affig ist, wenn die Leute hinter der Bar nicht ordentlich angezogen sind. Das gab es alles schon.“
Charles Schumann ordnet sein eigenes Barbuch in die Geschichte der Barliteratur ein und verweist auf Vorläufer aus den 1930er-Jahren. David Embury wird als einer der wichtigen frühen Autoren genannt, der bereits Standards für die Barkultur formuliert hat.
The Waldorf Astoria Bar Book
· 2016
Essential for the home bar cocktail enthusiast and the professional bartender alike “The textbook for a new generation.” —Jeffrey Morgenthaler, author of The Bar Book “A true classic in its own right . . . that will be used as a reference for the next 100 years and more.” —Gaz Regan, author of The Joy of Mixology 2017 JAMES BEARD FOUNDATION BOOK AWARD NOMINEE: BEVERAGE 2017 SPIRITED AWARD® NOMINEE: BEST NEW COCKTAIL & BARTENDING BOOK Frank Caiafa—bar manager of the legendary Peacock Alley bar in...
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:25:54 „Es gibt das berühmte Waldorf Astoria-Barbuch. Es gibt Bücher von einem Schreiber, der heißt David Embury. Der damals schon geschrieben hat, dass es affig ist, wenn die Leute hinter der Bar nicht ordentlich angezogen sind.“
Im Kontext der Barliteratur-Geschichte erwähnt Schumann das Waldorf Astoria-Barbuch als eines der berühmten historischen Werke aus der amerikanischen Barkultur, die es bereits vor seinem eigenen Buch gab.
Schumanns Bar Gespräche
Marieke Schroeder
Ein Dokumentarfilm, in dem Charles Schumann durch die Welt reist und in verschiedenen Bars die Barkeeper interviewt. Der Film konzentriert sich auf deren persönliche Geschichten und Perspektiven, wobei Schumann selbst eher zuhört und die Erzählungen der Barkeeper im Fokus stehen. Ein intimes Porträt der Barkeeper-Kultur und ihrer Erlebnisse.
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:26:10 „Ich muss unbedingt noch Werbung machen für einen Dokumentarfilm mit dir, wo du durch die Welt reist und in Bars sitzt, meistens schweigst und den Barkeepern, die die dollsten Sachen erzählen, zuhörst.“
Jochen Wegner empfiehlt den Zuschauern den bekannten Dokumentarfilm, in dem Charles Schumann durch die Welt reist und verschiedene Bars besucht. Der Film wird mehrfach im Gespräch referenziert, etwa wenn Gäste aus dem Film erwähnt werden oder Szenen daraus zitiert werden.
Interview mit Charles Schumann in Kyoto
Timo Frasch
Charles Schumann betreibt eine Bar in einem japanischen Kloster in Kyoto. Das FAZ-Interview von Timo Frasch dokumentiert sein ungewöhnliches Projekt und zeigt die faszinierende Verbindung von westlicher Barkultur mit japanischer spiritueller Tradition.
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:29:05 „Da gibt es auch zwei Interviews, eins von der Frankfurter, vom Timo Frasch. Und dann gibt es eins noch von Drink Planet aus Amerika.“
Schumann erwähnt ein Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, geschrieben von Timo Frasch, das ihn in einer Bar in Kyoto zeigt. Jochen Wegner kennt das Interview offenbar mit Foto, auf dem auch Schumanns Mitarbeiterin Maria zu sehen ist.
L.A. Confidential
Curtis Hanson · 1997
Sechs Tote, darunter ein Cop: Ein scheinbar sinnloses Blutbad bringt die Polizei von Los Angeles zum Kochen. Die drei Top-Agenten der Stadt, der gerade beförderte Ed Exley, der erfahrene Jack Vincennes und der als Schläger bekannte Bud White, übernehmen den Fall und stossen bei ihren Ermittlungen auf einen unbeschreiblichen Sumpf aus Drogen, Mord und Korruption - und die Polizei steckt selbst mittendrin. Jetzt zeigt die Stadt der Engel ihr wahres Gesicht - ein Gesicht, das man nur einmal lebend
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:37:27 „Und tatsächlich ist es ja so, dass in einem Hollywood-Film, und ich habe im Vorfeld nochmal kurz nachgeguckt, du hast das mal im Interview, das wir vor über 20 Jahren mal gemacht haben, erzählt oder bestätigt, in einem großen Kinofilm LA Confidential mit Kim Basinger gibt es eine Szene.“
Christoph Amend erzählt, dass im Hollywood-Film L.A. Confidential mit Kim Basinger eine Szene vorkommt, in der Kisten mit dem Schumanns-Schriftzug ausgeladen werden. Schumann bestätigt das und erklärt, dass der Regisseur ein Fan der Bar war. Jochen Wegner kommentiert, dass das Schumanns-Logo damit quasi zum Symbol für hochwertige Drinks in Hollywood geworden sei.
Interview mit der 100-jährigen Barfrau
Lena Nient
Zum 25. Jubiläum von Ulrike Folkerts als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal erhält diese die junge Fallanalytikerin Johanna Stern zur Seite gestellt, die mit FBI-Erfahrung und Wettkampfhärte deutlich dynamischer wirkt als die erfahrene, müde wirkende Odenthal. Der Kriminalkritiker Holger Gertz kritisiert, dass die Episode zwar textlich solider ist als andere Ludwigshafener Fälle, ihre zentrale Idee – die psychologische Bedrohung einer ausgebrannten Frau durch junge, ehrgeizige Kolleginnen – aber zu plakativ und vorhersehbar umgesetzt wird. Der zugrundeliegende Fall ist handelsüblich: ein Mord unter Eifersucht und Fremdgehen mit bizarrer Komponente. Trotz philosophischer Ansätze zum Thema Altern vermisst Gertz echte psychologische Tiefe hinter der oberflächlichen Umsetzung der führenden Idee.
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:12:44 „Die Kollegin Lena Nient hat ein fantastisches Interview geführt mit dieser Frau, die 100 Jahre alt ist und die von sich selber sagt, sie arbeitet 365 Tage im Jahr, sieben Tage die Woche und mir geht es gut. Das ist ihre zentrale Botschaft. Fantastisches Interview.“
Charles Schumann erwähnt einen Artikel über eine hundertjährige Barfrau, den er zunächst der Süddeutschen Zeitung zuschreibt. Christoph Amend korrigiert ihn – das Interview erschien im Zeitmagazin, geführt von der Kollegin Lena Nient. Die Geschichte einer Frau, die mit 100 Jahren noch jeden Tag arbeitet, resoniert stark mit Schumanns eigener Lebensphilosophie.
Der letzte Seufzer
Luis Buñuel · 1999
Luis Buñuel, Großmeister des absurden Humors in "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" und "Das Gespenst der Freiheit", wundert sich in seiner Autobiographie über die Reaktion, die einer seiner frühen Filme in den fünfziger Jahren ausgelöst hat. Als "Der Fluß des Todes", den er selbst als eine Schilderung von "bedenkenlos[en] und zum Teil grundlos begangenen Morden" charakterisiert, in Venedig gezeigt wurde, "lachte das Publikum und schrie: 'Noch einen! Noch einen!'" Michail Bachtin hätte ihm zur...
🗣 Charles Schumann empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:20:57 „Also der schönste Essay, finde ich, für mich ist, ist einer der schönsten Geschichten, die in diesen Büchern stehen, ist Pinoel. Das schreibt Jean-Laurent aus dem Buch Der letzte Seufzer.“
Charles Schumann erwähnt Buñuels Autobiografie 'Der letzte Seufzer' im Zusammenhang mit einem Essay über das Bar-Erlebnis. Er verwechselt dabei möglicherweise Details, aber der Text von Buñuel über Bars wird als einer der schönsten Beiträge in seinen Bar-Büchern hervorgehoben.
Irdische Vergnügen
Luis Buñuel · 2008
Luis Buñuel essayiert über die Bedeutung von Bars als Orte der Meditation und persönlichen Sammlung. Der Text beschreibt die tiefe emotionale Verbindung des Regisseurs zu Bars und ihrer Kultur. Ein essayistischer Klassiker aus Charles Schumanns Bar-Buch-Sammlung, der die philosophische Dimension des alltäglichen Rückzugs erörtert.
🗣 Jochen Wegner zitiert daraus bei ⏱ 02:21:40 „Ah ja, hier, erster Text, Seite 12. Irdische Vergnügen. Lies doch mal einen Absatz. Ich lese mal den ersten Absatz. Manche köstliche Stunde habe ich in Bars verbracht. Die Bar ist für mich ein Ort der Meditation und der Sammlung.“
Jochen Wegner liest aus einem von Charles Schumanns Bar-Büchern einen Essay von Luis Buñuel vor, in dem dieser über Bars als Orte der Meditation und Sammlung schreibt. Der Text beschreibt Buñuels lebenslange Liebe zu Bars und wird als einer der schönsten Texte in Schumanns Büchern gewürdigt.
Surfen und Trinken
· 2025
Was passiert, wenn Salzwasser, Sonnencreme und jede Menge Humor aufeinandertreffen? "Surfen: Steht auf dem Brett, fällt mit Stil" nimmt die Wellenreiter-Welt mit einem Augenzwinkern auseinander und bringt in 50 witzigen Definitionen alles auf den Punkt, was zwischen Take-Off, Wipeout und VW Bus wirklich zählt. Hier wird nicht nur das Brett, sondern auch das Lebensgefühl gefeiert – von der ersten Welle bis zum letzten Sonnenuntergang.
🗣 Charles Schumann erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:29:16 „Und ein Buch geschrieben hat über Surfen und Trinken. Ich weiß gar nicht, wo ich das habe. Hat es irgendwo rumliegen.“
Charles Schumann erzählt von einem Barkeeper in Tokio, den er sehr schätzt und der ein Buch über Surfen und Trinken geschrieben hat. Schumann kann sich weder an den Namen des Barkeepers noch an den genauen Titel erinnern, erwähnt das Buch aber mit offensichtlicher Wertschätzung.
Schumann's Bar Talks
Marieke Schroeder · 2017
In dieser Dokumentation begibt sich Bar-Legende Charles Schumann auf eine Entdeckungsreise zu den schönsten Bars der Welt, unter anderem nach New York, Havanna und Tokio. Der Film erzählt ihre Geschichten - genau wie die der Menschen und Cocktails, die diese nächtlichen Universen täglich aufs Neue zum Leben erwecken.
🗣 Wegner referenziert bei ⏱ 02:44:06 „Also allein in dem Dokumentarfilm haben wir doch schon mitbekommen, dass du weltweit in vielen Bars warst.“
Es wird auf den Dokumentarfilm über Schumann und seine Bar verwiesen.
Campari-Werbefilm mit Jessica Alba
Jean-Paul Goude
Charles Schumann, legendärer Barkeeper, wurde von Campari engagiert, um die Bar-Szene für einen Werbefilm mit Schauspielerin Jessica Alba unter der Regie des Künstlers Jean-Paul Goude zu gestalten. Der Film zeigt die Expertise und den künstlerischen Ansatz bei der Kreation hochklassiger Werbung, bei der selbst Details wie die Bar-Szene von einem Meister seines Fachs inszeniert werden. Das Projekt verdeutlicht die globale Vernetzung der Werbebranche und die Bedeutung von Authentizität und handwerklichem Know-how in der Luxusgüterindustrie.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 03:02:30 „Dann ruft Campari Mailand an. In Singapur. Fahr sofort nach Hollywood. Nach Los Angeles. Wir machen eine neue Werbung mit Jessica Alba. Und wir wollen, dass du die Bar machst.“
Charles Schumann erzählt ausführlich, wie er von Singapur nach Los Angeles geflogen ist, um für einen Campari-Werbefilm mit Jessica Alba unter der Regie von Jean-Paul Goude die Bar-Szene zu gestalten. Der Film existiert laut Schumann noch heute und kann angesehen werden.
Nachruf auf Gerhard Mayer
Charles Schumann
Nachruf auf Gerhard Meir, Deutschlands ersten Starfriseur, der mit 65 Jahren verstorben ist. Charles Schumann, einer seiner bekanntesten Kunden, würdigt in diesem Artikel den Friseur, mit dem er ein besonderes Verhältnis über die Jahre hinweg hatte. Der Text reflektiert die Bedeutung solch prägender Persönlichkeiten im eigenen Leben und deren unvergessliches Vermächtnis.
🗣 Charles Schumann empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:10:01 „Ich hatte einen Friseur, dem habe ich ein sehr schönes, mit Moritz zusammen haben wir in der Zeit geschrieben, was das für mich bedeutet, wenn so jemand stirbt. Das musst du wirklich nachlesen.“
Charles Schumann erzählt von seinem verstorbenen Friseur Gerhard Mayer und erwähnt, dass er zusammen mit jemandem namens Moritz einen Nachruf in der ZEIT geschrieben hat. Er empfiehlt den Hosts, den Text nachzulesen.
Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief
Helmut Dietl · 1997
In dem italienischen Szene-Restaurant "Rossini" trifft sich täglich die Münchner Schickeria. Hier stellt man sich dar, spinnt Intrigen, schließt Geschäfte ab, diskutiert seine Probleme oder stürzt sich ganz einfach mal wieder in eine Liebesaffäre. Doch an diesem Abend kündigt sich eine Tragödie an, in die nicht nur der verklemmte Schriftsteller, der liebeshungrige Wirt des Restaurants, seine Angebetete und der nervöse Regisseur verwickelt sind.
🗣 Amend referenziert bei ⏱ 03:16:30 „Im Kinofilm als Rossini. Das kann man sich angucken.“
Helmut Dietls Kinofilm Rossini spielt in der Münchner Bar- und Gastro-Szene, in der auch Schumann vorkommt.
Kir Royal
Helmut Dietl · 1986
Baby Schimmerlos ist Gesellschaftsreporter bei der Münchner MATZ, der seiner Verlegerin, Frau von Unruh, täglich den neuesten Klatsch und Tratsch der Stadt liefert. Er hat die Macht, hoffnungsvolle Aspiranten in die Bussi-Gesellschaft aufzunehmen oder auch wieder daraus zu entfernen. Gemeinsam mit seinem Fotografen Herbie schlägt Baby sich durchs Nachtleben, während seine Freundin Mona zunehmend unzufrieden mit ihrem Leben als "Anhängsel" wird.
🗣 Amend referenziert bei ⏱ 03:17:13 „Kio Royale und Monaco Franz, hast du die gesehen damals? Ich schaue es mir immer wieder an.“
Christoph Amend fragt Schumann nach den berühmten Helmut-Dietl-Serien über das Münchner Nachtleben, die Schumann sich immer wieder anschaut.
Der ganz normale Wahnsinn
Helmut Dietl · 1979
Alles beginnt mit einem kleinen Auffahrunfall. Gloria (Mo Schwarz) lernt dabei Maximillian Glanz (Towje Kleiner) kennen. Die beiden erleben zusammen mit dem gemeinsamen Freund Lino (Helmut Fischer) ebenso turbulente wie wahnsinnige Abenteuer …
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:17:50 „Von den Serien, hast du dir auch, also der ganz normale Wahnsinn, da tauchst du auf, ne?“
Im Gespräch über Helmut Dietls Münchner Fernsehserien erwähnt Christoph Amend die Serie 'Der ganz normale Wahnsinn', in der Charles Schumann einen kleinen Auftritt hatte.
Monaco Franze – Der ewige Stenz
Helmut Dietl · 1983
Helmut Fischer in seiner Paraderolle als unwiderstehlicher Frauenliebling und sympathischer Schwerenöter: In der Serie "Monaco Franze - Der ewige Stenz" spielte er in den 1980er-Jahren den 50-jährigen Kriminalkommissar Franz Münchinger alias Monaco Franze.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:17:55 „Von Helmut Dietl, aber hast du die anderen Serien, also Chia Royale und Monaco Franz, hast du die gesehen damals?“
Im selben Atemzug wie Kir Royal fragt Christoph Amend nach Monaco Franze. Charles Schumann berichtet, dass er die Wiederholungen heute regelmäßig und mit Vergnügen schaut.
Schumanns Maximilianstraße 36
Charles Schumann · 2008
Sammelwerk über Charles Schumanns legendäre Bar an der Münchner Maximilianstraße 36, in dem Gäste und Freunde Beiträge, Rezepte und Geschichten teilen – ein facettenreiches Portrait einer Kultstätte.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:18:49 „Ich bin auf Seite 157 in dem berühmten Buch Schumanns Maximilianstraße 36. Das ist eigentlich ein ganz gutes Buch. Das ist massas unterschätzt, weil das haben alles Leute geschrieben, die Gäste bei uns waren und da gibt es wunderbare Beiträge.“
Jochen Wegner blättert während des Gesprächs in Charles Schumanns Buch und liest daraus das Bratkartoffel-Rezept vor. Schumann erklärt, dass das Buch unterschätzt sei, weil darin Gäste des Schumanns wunderbare Beiträge geschrieben haben.
Les Fleurs du Mal
Charles Baudelaire · 2020
"In deiner Röcke duftig weicher Flut Will ich, mein Haupt begrabend, still versinken Und will wie Duft aus welken Blumen trinken Den faden Hauch erstorbener Liebesglut. Und schlafen will ich! Nicht mehr leben müssen! In einem Schlummer wie der Tod so weich Will deine Glieder, glatt und seidengleich, Ich überstreun mit reuelosen Küssen." (Auszug aus dem Gedicht "Lethe", S. 40 in diesem Buch) Charles Baudelaire. Die Blumen des Bösen (Les Fleurs du Mal).
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 03:38:15 „Dann habe ich mir im letzten Augenblick gewünscht... Das geht gar nicht, weil das anmaßend wäre? Nein, weil ich das nicht will. Bar Tokio oder Bar Kyoto oder so einen Scheiß will ich nicht. Und dann habe ich mir gedacht, nein, das nenne ich Fleur de Mal.“
Schumann erzählt, wie er den Namen für seine japanisch inspirierte Bar wählte. Er verwarf naheliegende Namen wie 'Bar Tokio' und entschied sich stattdessen für 'Fleur de Mal' – eine Anspielung auf Baudelaires berühmten Gedichtband. Der Name passt für ihn zum Wesen des Alkohols: schön, aber potenziell zerstörerisch.
Schumanns Bar-Musik (CD-Reihe)
Charles Schumann
Loungemusik für Bars und Restaurants, entwickelt für die legendäre Bar Schumanns in München. Die CD-Serie wurde so erfolgreich, dass sie internationale Künstler anzog und bis heute das Ambiente elegant lauter Etablissements prägt.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 03:45:17 „Und Musik habe ich natürlich gemacht. Ich stehe auch zu Musik. Und das erste CD, die wir gemacht haben, im alten Schumannsdorf, das zweite glaube ich auch, die war so erfolgreich, dass sich der, es hat ein Japaner auch gemacht.“
Jochen Wegner fragt Schumann nach seinen Bar-Musik-CDs, von denen er insgesamt drei herausgegeben hat. Schumann erzählt, dass die erste CD so erfolgreich war, dass ein japanischer Pianist daran mitwirkte. Im alten Schumanns war es allerdings so voll, dass man die eigene Musik gar nicht abspielen konnte.
Bücher über Charles Schumann (Essay über das Vatersein)
· 1989
Essay aus Büchern über Charles Schumann, das die These vertritt, dass ihn Vaterschaft milder gemacht und grundlegend verändert habe. Schumann widerlegt diese Charakterisierung in der Episode deutlich und berichtet stattdessen, dass Vaterschaft ihn vielmehr in Verzweiflung gestürzt habe – ein wichtiger persönlicher Kontext zu seiner Lebensgeschichte.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:54:15 „Ich habe in einem Essay gelesen in den Büchern über dich, dass du erst milde geworden seist, seitdem du Vater bist und seitdem wärst du ein ganz neuer Mensch geworden.“
Wegner zitiert einen Essay aus einem oder mehreren Büchern über Schumann, in dem behauptet wird, Schumann sei durch die Vaterschaft milder geworden. Schumann widerspricht dieser Darstellung vehement und sagt, er sei eher verzweifelt als mild geworden.
Der Mythos des Sisyphos
Albert Camus
Camus' philosophisches Essay über das Absurde der menschlichen Existenz. Er erforscht die paradoxe Weisheit, dass Erfüllung und Glück trotz der scheinbaren Sinnlosigkeit des Lebens möglich sind – wie bei Sisyphus, der zur ewigen Wiederholung verdammt ist.
🗣 Charles Schumann zitiert daraus bei ⏱ 03:55:27 „Camus hat immer gesagt, er kennt niemanden, der ins Meer geschwommen ist, weil er tot sein wollte. Weiß ich nicht. Aber schwimmen würde ich nicht.“
Charles Schumann spricht über das Lebensende und den Tod. Er zitiert eine Camus zugeschriebene Aussage über den Suizid durch Ertrinken, die auf dessen philosophisches Hauptwerk über den Selbstmord verweist. Schumann reflektiert dabei über seinen eigenen Umgang mit dem Älterwerden.
Snow Country
Yasunari Kawabata · 1948
Der Roman folgt einem wohlhabenden Tokioer, der eine Geisha in einem abgelegenen Schneebad-Resort regelmäßig besucht. Die Geschichte ist eine melancholische Meditation über die subtilen emotionalen Verbindungen zwischen den Figuren und die flüchtige Natur menschlicher Beziehungen vor dem Hintergrund der schneebedeckten japanischen Berglandschaft.
🗣 Charles Schumann referenziert bei ⏱ 04:06:24 „das Buch heißt, also Schnee, der Schnee, der Schnee, Schnee, Schnee, Schnee, Schnee.“
Schumann versucht sich an den Titel eines berühmten japanischen Buches zu erinnern, das er gelesen hat – vermutlich Schnee Land von Kawabata.
The Lady and the Monk
Pico Iyer · 2011
When Pico Iyer decided to go to Kyoto and live in a monastery, he did so to learn about Zen Buddhism from the inside, to get to know Kyoto, one of the loveliest old cities in the world, and to find out something about Japanese culture today -- not the world of businessmen and production lines, but the traditional world of changing seasons and the silence of temples, of the images woven through literature, of the lunar Japan that still lives on behind the rising sun of geopolitical power.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:06:40 „The Lady and the Monk ist so das berühmte Buch. Und es gibt so eine Art Betriebsanleitung für Japan. Ich weiß nicht mehr, wie der genaue Titel ist.“
Im Gespräch über den Reiseschriftsteller Pico Iyer empfiehlt Charles Schumann dessen Bücher. Jochen Wegner nennt 'The Lady and the Monk' als das bekannteste Werk und erwähnt ein weiteres Buch über Japan, an dessen Titel er sich nicht erinnern kann.
Schnee
· 2019
Wenn Sie dieses Buch kaufen, erhalten Sie eine elektronische Version (PDF-Datei) des Inhalts dieses Buches. Das perfekte Malbuch für jedes Kind, das Schnee und den Winter liebt. Eine Sammlung von 80 Seiten zum Ausmalen mit Tieren und Kindern, die Spaß am Spielen im Schnee haben und den Winter genießen. Dieses Malbuch vereint die Bände 1 und 2. Kunst ist wie ein Regenbogen, endlos und mit leuchtenden Farben.
🗣 Charles Schumann empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:06:56 „Dann gibt es ein ganz berühmtes japanisches Buch von einem Japaner, der in England groß geworden ist. Ich glaube, in England. Das Buch heißt Schnee.“
Charles Schumann erinnert sich an ein berühmtes Buch eines japanischen Autors, der in England aufgewachsen ist. Der Titel 'Schnee' könnte auf Yasunari Kawabatas 'Schneeland' oder Kazuo Ishiguros Werk verweisen, Schumann bleibt aber vage und verspricht, die Details nachzureichen.
Gymnopédies
Erik Satie
Eric Alfred Leslie Satie (17. Mai 1866, Honfleur - 1. Juli 1925, Paris) war ein fränzosischer Komponist und Pianist. Satie bezeichnete sich selbst als "Gymnopedist" (in Bezug auf seine berühmten Gymnopédien"). Er schrieb Artikel in einigen Zeitschriften und nannte sich selbst einen "Phonometrographen". Satie darf als echter Wegbereiter angesehen werden, ebnete er doch vielen Avant-garde-Künstlern des 20. Jahrhunderts den Weg. Er wird meist "Erik Satie" geschrieben, da er seinen Namen 1884 selber so veränderte.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:11:26 „Ich habe mir Eric Satie Gymnopédien. Das ist ja jetzt nicht das Einfachste, was man so spielt. Das ist ganz einfach. Das kann sogar ich spielen.“
Im Gespräch über Klavierspielen als Freizeitbeschäftigung nennt Jochen Wegner Saties Gymnopédies. Charles Schumann bestätigt, dass er Satie sehr gerne spielt und das Stück auch beherrscht. Es entsteht ein kurzer Austausch über den Schwierigkeitsgrad des Stücks.
Dokumentationen über Muhammad Ali
Dokumentationen über Muhammad Ali, die weniger auf Boxen als auf die Persönlichkeit des Champions fokussieren. Sie zeigen Alis Karriere und seinen Lebensweg, offenbaren aber auch die tragischen Auswirkungen der Boxerei auf seinen Körper im höheren Alter. Eine wichtige Perspektive auf einen der größten Sportler des 20. Jahrhunderts jenseits des Rings.
🗣 Charles Schumann empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:12:22 „Es gibt wunderbare Dokumentationen über den Muhammad Ali, aber mehr über den Boxer als über Boxen. Es ist ja auch traurig, wie der dann änderte.“
Auf die Frage nach seinem Lieblingsboxer kommt Schumann auf Muhammad Ali zu sprechen. Er empfiehlt Dokumentationen über Ali, betont aber, dass diese mehr die Person als den Sport beleuchten, und findet Alis späteren gesundheitlichen Verfall traurig.
Das Leben ist nicht kurz
Seneca · 2019
Der antike römische Philosoph Seneca war ein freier, unabhängiger Geist. Seine Schriften sind klar formuliert und noch dem heutigen Leser unmittelbar verständlich. Sein humanitär grundiertes Denken kreist um die Kunst der Lebensführung, die zu Seelenruhe und innerer Freiheit führt. Dieser Band dokumentiert Senecas Werk in all seinen Facetten.
🗣 Charles Schumann zitiert daraus bei ⏱ 04:18:13 „Die Zeit, in dieser Zeit, für die Zeit, die Zeit, das Leben, ist nicht wenig, sagt der Sokrates. Du musst das Leben nur, du musst es nur einteilen. Das Leben ist nicht kurz.“
Charles Schumann zitiert aus seinen eigenen Notizen einen Gedanken, den er Sokrates zuschreibt, der aber auf Senecas 'De brevitate vitae' (Von der Kürze des Lebens) zurückgeht: Das Leben sei nicht kurz, man müsse es nur richtig einteilen. Schumann hat sich den Satz als Lebensmotto aufgeschrieben.
Die skeptische Generation
Helmut Schelsky · 1958
Der Soziologe Helmut Schelsky prägte den Begriff der „skeptischen Generation" für Menschen, die im Krieg geboren oder unmittelbar danach aufgewachsen sind. Der Artikel untersucht, wie diese Generationserfahrung geprägt wurde durch das Leben in Trümmern und Mangel. Das Konzept hilft zu verstehen, warum viele dieser Generation zunächst skeptisch blieben, bevor sie später durch Bewegungen wie die Frauenbewegung politisch wach wurden.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:29:38 „Deine Generation ist ja das, was man früher mal, vor vielen Jahrzehnten, die skeptische Generation genannt hat. Also Menschen, die den Nationalsozialismus eigentlich nicht aktiv miterlebt haben, aber entweder im Krieg, während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden oder kurz danach.“
Christoph Amend greift den soziologischen Begriff der 'skeptischen Generation' auf, der auf Helmut Schelskys gleichnamiges Werk von 1957 zurückgeht, um Charles Schumanns Generationszugehörigkeit einzuordnen. Er nutzt den Begriff als Rahmen, um Schumanns Lebensgefühl zwischen Nachkriegszeit und jungem Wirtschaftswunder zu verstehen.