Armin Laschet, wie wären Sie heute als Kanzler
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Armin Laschet reflektiert über seinen verlorenen Kanzlerwahlkampf und die Rolle als Feindbild, die ihm selbst fremd geblieben ist. Er argumentiert, die Öffentlichkeit würde identische Aussagen und Entscheidungen bei Olaf Scholz völlig anders bewerten als bei ihm, und deutet an, irgendwann ein Buch über die Corona-Zeit schreiben zu wollen.
„Ich glaube, die deutsche Öffentlichkeit würde völlig anders reagieren, wenn ich exakt das Gleiche machen und sagen würde wie Olaf Scholz.“
Erwähnte Medien (33)
Tartine
The bread at San Francisco's legendary Tartine Bakery was developed by renowned baker Chad Robertson over a decade of working with the finest artisan bakers in the United States and France, followed by another decade baking solo in a small wood-fired oven on the coast of Northern California. The following for this singular bread far exceeds the bakery's daily production. Now, clear instructions and hundreds of step-by-step photos show you how to make this elemental bread.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:01:57 „Und für alle, die immer noch nach dem Kochbuch fragen, das Olga Grassenjoffer empfohlen hat, es heißt Tartin.“
Jochen Wegner erinnert an ein Kochbuch, das eine frühere Gästin des Podcasts empfohlen hatte und nach dem Hörer immer noch fragen
Zeugnistag
Reinhard Mey
Bekanntes deutsches Chanson, das die Geschichte eines Schülers erzählt, der sein Schulzeugnis fälscht – und einen Vater zeigt, der mit Verständnis statt Strafe reagiert. Berührende Kritik an schulischer Autorität und Solidarität zwischen Generationen.
🗣 Armin Laschet empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:25:32 „Es gibt ein wunderbares Lied von Rainer May, der das beschreibt, Zeugnistar, wo er seinen Vater beschreibt, wo er selbst in dem Lied eine Unterschrift fälscht und dann der Lehrer ein Riesentheater macht und die Eltern einbestellt und ihn vorführen will.“
Laschet vergleicht seine eigene Erfahrung mit dem Sitzenbleiben und der solidarischen Reaktion seiner Eltern mit dem Inhalt des Reinhard-Mey-Liedes
Zeugnistar / Letzter Schultag
Reinhard Mey
Melancholisches Folk-Lied über Schulzeit und elterliche Solidarität. Erzählt von der Unterschriftenfälschung eines Zeugnisses und wie die Eltern ihre Kinder in solchen Momenten unterstützen – ein humorvoller, aber zugleich nachdenklich stimmender Blick auf Autorität, Vertrauen und familiäre Bindungen.
🗣 Armin Laschet empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:26:36 „Es gibt ein wunderbares Lied von Rainer May, der das beschreibt, Zeugnistar, wo er über seinen Vater beschreibt, wo er selbst in dem Lied eine Unterschrift fälscht und dann der Lehrer ein Riesentheater macht und die Eltern einbestellt und ihn vorführen will. Und dann seine Mutter sagt, ja, das ist meine Schrift.“
Armin Laschet erzählt von seiner eigenen Schulzeit und dem Sitzenbleiben. Er zieht eine Parallele zu einem Lied von Reinhard Mey, das die Solidarität der Eltern mit ihrem Kind gegenüber der Schule beschreibt – genau so habe er es selbst erlebt. Er ist sich beim genauen Titel nicht sicher und schwankt zwischen 'Zeugnistar' und 'Letzter Schultag'.
Anmerkungen zu Hitler
Sebastian Haffner · 2019
Bis heute hat dieses zuerst 1978 erschienene Buch nichts von seiner Bedeutung verloren. Wie keine zweite Darstellung über den Nationalsozialismus leisten die «Anmerkungen zu Hitler» einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis deutscher Vergangenheit – und damit auch der Gegenwart. Seinen Autor hat dieses Buch auf einen Schlag weltberühmt gemacht.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:27:22 „es gibt von Sebastian Haffner das Buch, die sieben Erfolge und die sieben Todsünden Hitlers. Einer der wichtigsten Biografen von Hitler.“
Laschet erklärt die Methode, die Jenninger in seiner Rede anwandte – nämlich zu erklären, wie Millionen Hitler folgen konnten – und verweist auf Haffners analytischen Ansatz als Vorbild
Rede zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht
Philipp Jenninger
Bundestagspräsident Philipp Jenningers kontroverse Gedächtnisrede zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht (1988), in der er Originalzitate von Goebbels und Himmler nutzt, um zu erklären, warum Deutsche Hitler folgten. Die Rede führte zu Missverständnissen und seinem Rücktritt.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:28:26 „Der hat eine Rede gehalten zum 50. Jahrestag der Reichsprogrammnacht, 10. November 1988. Ich habe über diese Story nachher ein Buch gemacht, weil ich die 10.000 Briefe, die er da gekriegt hat, ausgewertet habe.“
Laschet schildert ausführlich die Jenninger-Rede vom 10. November 1988, die zum Rücktritt des Bundestagspräsidenten führte. Die Rede versuchte nach der Methode Haffners zu erklären, warum Deutsche Hitler folgten, wurde aber durch lange Goebbels- und Himmler-Zitate missverständlich. Ignaz Bubis hielt später dieselbe Rede bei einem Festakt – und erntete Applaus.
Die sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg / Anmerkungen zu Hitler
Sebastian Haffner · 1981
Sebastian Haffners analytische Studie untersucht die entscheidenden Fehlentscheidungen und Erfolge Hitlers sowie ihre Auswirkungen auf das deutsche Volk. Durch die Gegenüberstellung von Hitlers politischen Erfolgen und seinen Verbrechen erklärt Haffner, warum Millionen Deutsche dem Nationalsozialismus folgten. Als einer der bedeutendsten Hitler-Biografen bietet Haffner einen systematischen Zugang zum Verständnis dieser historischen Katastrophe.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:28:41 „Und er hat versucht, nach der Methode Sebastian Haffner, es gibt von Sebastian Haffner das Buch, die sieben Erfolge und die sieben Todsünden Hitlers. Einer der wichtigsten Biografen von Hitler. Wo er versucht zu erklären, wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass Millionen dem einfach gefolgt sind.“
Laschet beschreibt die Jenninger-Rede zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht 1988. Jenninger habe versucht, nach der Methode Sebastian Haffners zu erklären, warum Millionen Deutsche Hitler folgten. Laschet nennt Haffner einen der wichtigsten Hitler-Biografen und verweist auf dessen analytischen Ansatz, Erfolge und Verbrechen Hitlers nebeneinander zu stellen.
Die Jenninger-Rede und die Reaktionen – eine Dokumentation
Armin Laschet · 2018
Wenn Schülerinnen und Schüler dem Thema »Nationalsozialismus« zum ersten Mal im Geschichtsunterricht begegnen, haben sie bereits durch die vielfältigen Manifestationen der Geschichtskultur und die mündlichen Überlieferungen im Verwandten- und Bekanntenkreis relativ feste Vorstellungen über die NS-Diktatur ausgebildet. Häufig neigen Lernende zu einer weitgehenden Viktimisierung der Täter und Exkulpation der nichtjüdischen Gesellschaft des Nationalsozialismus.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:31:25 „Ich habe über diese Story nachher ein Buch gemacht, weil ich die 10.000 Briefe, die er da gekriegt hat, ausgewertet habe. Ich habe ein Buch, da war ich 27, ich habe einfach diese 10.000 Briefe ausgewertet und die Presse Kommentare und auch den Umschwung, den es dann gab.“
Laschet erzählt, dass er als 27-Jähriger ein Buch über den Fall Jenninger geschrieben hat. Er wertete die rund 10.000 Briefe aus, die Jenninger nach seiner umstrittenen Rede zum Gedenken an die Reichspogromnacht erhielt, sowie die Pressekommentare und den späteren Stimmungsumschwung – auch international, etwa in Italien.
Verhüllter Reichstag
Christo und Jeanne-Claude
Ikonische Verhüllung des Berliner Reichstags von Christo und Jeanne-Claude (1995) – Kunstwerk aus silbernem Polyestergewebe, das das Wahrzeichen temporär neu interpretierte. Die Installation wurde zum Symbol der deutschen Wiedervereinigung und zählt zu den einflussreichsten Werken der Environmental Art. Ein prägendes Schlüsselerlebnis für Generationen.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:34:05 „Christo, das Gleiche. Helmut Kohl war immer dagegen, dass Christo den Reichstag verhüllt. Und sie hat dann eine Mehrheit organisiert, in dem jeder Abgeordnete frei abstimmte.“
Laschet beschreibt Rita Süsmuths politische Durchsetzungskraft am Beispiel der Christo-Verhüllung des Reichstags, die gegen Kohls Widerstand ermöglicht wurde
Reichstagskuppel
Norman Foster
Moderne Glaskuppel des britischen Architekten Norman Foster auf dem Reichstag in Berlin. Das Bauwerk ersetzt die historische Kaiserkuppel und symbolisiert Parlamentarische Transparenz und Öffnung zur Öffentlichkeit. Heute ikonisches Wahrzeichen Berlins – realisiert durch Rita Süssmuths Durchsetzungskraft gegen CDU-interne Widerstände.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:34:22 „Und sie hätte gesagt, da kommt eine moderne Kuppel drauf. Von Norman Forster. Heute ist das das Wahrzeichen Berlins. Und jeder findet es toll.“
Armin Laschet erzählt, wie Rita Süssmuth gegen die Mehrheit der CDU-Fraktion durchsetzte, dass der Reichstag eine moderne Glaskuppel von Norman Foster erhält, statt die alte Kuppel aus der Kaiserzeit zu rekonstruieren. Er nennt es als Beispiel für Süssmuths Durchsetzungskraft.
Report München
· 2024
Für seine Unterstützer ist er eine „Lichtgestalt“; für seine Feinde ein „Hetzer“ und „Islamhasser“. An Ahmad Mansour scheiden sich die Geister. Geboren in Israel als Sohn einer palästinensischen Familie kämpft der bundesweit bekannte Psychologe Mansour in Deutschland gegen Antisemitismus und Extremismus. Der gläubige Muslim warnt vor dem politischen Islam, leistet Präventionsarbeit und kritisiert gleichzeitig die bundesdeutsche Migrationspolitik.
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:37:06 „Und dazu dann beim Bayerischen Fernsehen als fester Freier bei Report München und der aktuellen Redaktion. Report München war damals eine wirklich umstrittene Sendung.“
Im Gespräch über Laschets journalistische Karriere wird die politische TV-Sendung Report München als eine seiner Arbeitsstationen erwähnt
ZDF-Magazin
Gerhard Löwenthal · 2020
Das ZDF-Magazin war eine von 1969 bis 1988 jede zweite Woche ausgestrahlte Fernsehsendung des ZDF, die von Gerhard Löwenthal geleitet und moderiert wurde. Hauptinhalt des Magazins waren politische Reportagen; bekannt wurde die Sendung wegen ihrer Beiträge über die kommunistischen Regime in Osteuropa, vor allem über die DDR. Sie galt als Gegenstück zur Sendung Der schwarze Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler im DDR-Fernsehen.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:37:48 „im ZDF gab es das ZDF-Magazin. Das belebt gerade Böhmermann wieder mit der Grundidee.“
Laschet verweist auf das historische ZDF-Magazin als konservativen Sendeplatz im Kontext der damaligen politischen Medienlandschaft
ZDF Magazin Royale
Jan Böhmermann · 2020
Jan Böhmermann begrüßt seine Zuschauer immer freitags zu seiner neuen Late-Night-Satire im ZDF und präsentiert gesellschaftlich relevante Themen, gepaart mit Witz und Ironie.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:37:48 „Das belebt gerade Böhmermann wieder mit der Grundidee. Auf eine ganz andere Art.“
Laschet vergleicht Böhmermanns aktuelle Sendung mit dem historischen ZDF-Magazin und betont den grundlegend anderen Ansatz
Zur Sache, Kanzler!
Heinz-Klaus Mertes
Fernseh-Interviewformat mit regelmäßigen, respektvollen Gesprächen zwischen Moderator und Bundeskanzler. Das ehrfürchtige, seriöse Format porträtiert die Gedankenwelt der obersten Führungsebene Deutschlands.
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:38:02 „Heinz-Klaus Mertes, der später bei Sat.1 diese berühmte Sendung gemacht hat zur Sache Kanzler, wo er einfach alle paar Wochen den Kanzler getroffen hat und ihn sehr ehrfürchtig interviewt hat.“
Amend beschreibt Heinz-Klaus Mertes als den ehemaligen Chef von Report München, der später bei Sat.1 die Sendung 'Zur Sache, Kanzler!' moderierte. Die Sendung wird als ehrfürchtiges Kanzler-Interview charakterisiert, um Mertes' journalistischen Stil zu illustrieren.
Report Mainz
ARD-Fernsehmagazin mit investigativem Fokus auf politische Themen. Report Mainz vertraten dabei eine etwas sozialdemokratischere Linie als Report München.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:38:27 „Report hatte halt Report Mainz und Report München und Report München war etwas unionsnäher und das andere etwas sozialdemokratischer.“
Wird als Gegenstück zu Report München im politischen Spektrum der ARD-Magazine erwähnt
Panorama
· 1961
Panorama ist das älteste deutsche politische Fernsehmagazin.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:38:27 „Und dann gab es Panorama und Monitor und alles andere.“
Laschet zählt die politischen Fernsehmagazine auf, die in der ARD-Landschaft das Gegengewicht zu Report München bildeten
Monitor
· 1958
Deutsches politisches Fernsehmagazin mit investigativen und kritischen Beiträgen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Bekannt für tiefgreifende Recherchen und kontroverse Analysen zur Zeitgeschichte.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:38:27 „Und dann gab es Panorama und Monitor und alles andere.“
Wird als eines der politischen ARD-Magazine im Kontext der deutschen Medienlandschaft der 1980er/90er Jahre erwähnt
ZDF-Magazin / ZDF Magazin Royale
Jan Böhmermann · 2020
Jan Böhmermann begrüßt seine Zuschauer immer freitags zu seiner neuen Late-Night-Satire im ZDF und präsentiert gesellschaftlich relevante Themen, gepaart mit Witz und Ironie.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:38:35 „Und gut, im ZDF gab es das ZDF-Magazin. Das belebt gerade Böhmermann wieder mit der Grundidee. Auf eine ganz andere Art.“
Laschet zieht eine Verbindung zwischen dem historischen ZDF-Magazin, das als konservativer Sendeplatz galt, und Jan Böhmermanns ZDF Magazin Royale, das die Grundidee des Formats auf ganz andere Art wiederbelebt. Der Vergleich entsteht im Kontext einer Diskussion über die politische Ausrichtung verschiedener ARD- und ZDF-Magazine.
Panorama
ARD / NDR · 1953
Deutsches Nachrichtenmagazin mit investigativen Reportagen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Panorama ist bekannt für tiefgründigen, kritischen Journalismus und prägt seit Jahrzehnten die deutsche Medienlandschaft mit aufdeckenden Recherchen und gesellschaftskritischen Analysen.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:38:41 „Aber damals war das so der konservative Sendeplatz und dann gab es Panorama und Monitor und alles andere.“
Im Kontext der Beschreibung der politischen Medienlandschaft der 1980er und 1990er Jahre nennt Laschet Panorama als eines der ARD-Magazine, die im Gegensatz zu Report München eher dem linken Spektrum zugeordnet wurden.
Monitor
ARD / WDR · 1958
Investigative Dokumentarsendung des ARD/WDR. Monitor recherchiert gründlich zu Missständen und Skandalen in Deutschland – bekannt für langsame, Details-orientierte Erzählweise, die Komplexität nicht vereinfacht und Komplizenschaft geduldig offenlegt.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:38:41 „Aber damals war das so der konservative Sendeplatz und dann gab es Panorama und Monitor und alles andere.“
Laschet zählt Monitor neben Panorama als Gegengewicht zum konservativeren Report München auf, um die damalige politische Vielfalt der ARD-Magazine zu beschreiben.
Kennzeichen D
Joachim Jauer · 1956
Eine Erzählung in Dialogen
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 00:38:47 „In der ARD, ich glaube Kennzeichen D, war das Gegenmodell zu Löwenthal im ZDF, glaube ich, bin ich ganz sicher.“
Laschet erwähnt Kennzeichen D als ARD-Sendung, die als Gegenmodell zur ZDF-Sendung von Karl-Eduard von Löwenthal galt, zeigt sich aber selbst unsicher über die genaue Zuordnung.
Ildikó von Kürthy
Ildikó von Kürthy
Das Werk von Ildikó von Kürthy thematisiert lokale Geschichte und Traditionen Aachens. Die Autorin dokumentiert die verbreitete Aachener Anekdote, wonach sich viele Bürger der Stadt auf Karl den Großen als Vorfahren berufen. Dieser kulturelle Bezug verdeutlicht die historische Bedeutung Aachens als ehemalige Kaiserresidenz und zeigt, wie lokale Identität durch historische Bezüge geprägt wird.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:05:21 „können Sie bei Il Digo von Kürthi nachlesen, behauptet, von Karl im Großen abzustimmen.“
Laschet verweist darauf, dass man bei der Autorin nachlesen könne, dass jeder Aachener behauptet, von Karl dem Großen abzustammen
Jetzt: Wie wir unser Land erneuern
Annalena Baerbock · 2024
Première puissance économique européenne et troisième mondiale, l'Allemagne a vu son poids diplomatique et politique croître considérablement depuis la réunification du pays. Mais le recul de l'influence de l'Occident, le début de la guerre en Ukrain
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 01:17:11 „Ich habe die ganzen Dinge da mit ihrem Buch und dem Plagiat, das habe ich überhaupt nicht genutzt. Das war bei mir gar kein Thema. Das war nicht allzu geschickt, jetzt das Buch so knapp vor der Wahl zu schreiben und dann das da drin zu haben.“
Laschet spricht über den Bundestagswahlkampf 2021 und erklärt, warum er auf Negativ-Campaigning gegen Annalena Baerbock verzichtet hat. Er erwähnt ihr Buch und die Plagiatsvorwürfe, betont aber, dass er das bewusst nicht zum Thema gemacht habe, weil er es für banal hielt und ihre politische Qualität davon unberührt sah.
Porträt über Olaf Scholz
Stefan Lamby
Stefan Lambys dokumentarisches Porträt des Bundeskanzlers Olaf Scholz beleuchtet dessen zögerliche Stellungnahme zur SPD-Matroschka-Kampagne. Der Film dokumentiert Scholz' Unbehagen und Ausweichmanöver gegenüber dieser umstrittenen Wahlkampagnestrategie seiner Partei.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:17:51 „Es gibt das Porträt von Stefan Lambi über ihn, wo er minutenlang herumdruckst, ob er das vorher gewusst hat.“
Jochen Wegner verweist auf Stefan Lambys dokumentarisches Porträt von Scholz, in dem dieser sich zur SPD-Matroschka-Kampagne äußert
Entscheidung – Das Porträt über Olaf Scholz
Stefan Lamby · 2016
Dokumentarfilm über Bundeskanzler Olaf Scholz von Filmemacher Stefan Lamby. Der Film dokumentiert eine Szene, in der Scholz zögerlich reagiert, obwohl er von der SPD-Kampagne gegen Laschet vorher informiert war. Dies wird als Hinweis auf mangelnde Aufrichtigkeit seiner späteren Distanzierung interpretiert.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 01:18:03 „Es gibt das Porträt von Stefan Lambi über ihn, wo er minutenlang herumdruckst, aber das vorher gewusst hat.“
Im Gespräch über die umstrittene Matroschka-Videokampagne der SPD gegen Laschet verweist dieser auf ein Filmporträt des Dokumentarfilmers Stefan Lamby über Olaf Scholz. Darin sei zu sehen, wie Scholz lange herumdruckse, obwohl er von der Kampagne vorher gewusst habe. Laschet nutzt die Dokumentation als Beleg dafür, dass Scholz' schnelle Distanzierung von der Kampagne nicht aufrichtig war.
FAZ-Interview des FDP-Generalsekretärs
Der Artikel beleuchtet die Rolle und Aufgaben des SPD-Generalsekretärs am Beispiel des Generationswechsels von Kevin Kühnert zu Matthias Miersch. Im Kontext werden dabei auch die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl 2021 betrachtet, als der FDP-Generalsekretär in einem Interview bestätigte, dass die Jamaika-Koalition unter Armin Laschet für die FDP eine konkrete Koalitionsoption darstellte. Der Artikel dokumentiert damit sowohl die Bedeutung der Position als auch politische Entscheidungsprozesse der jüngeren Vergangenheit.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 01:26:40 „Der FDP-Generalsekretär, der jetzige, hat in einem FAZ-Interview vor ein paar Tagen gesagt, ich bin am Montag nach der Wahl nach Berlin geflogen mit dem Willen des Armin Laschet-Kanzlerwertes. Tag nach der Wahl.“
Laschet argumentiert, dass nach der Bundestagswahl 2021 eine Jamaika-Koalition eine reale Option war und nicht nur Wunschdenken. Als Beleg zitiert er ein aktuelles FAZ-Interview des FDP-Generalsekretärs, der bestätigt, dass er am Montag nach der Wahl mit dem Ziel nach Berlin geflogen sei, Laschet zum Kanzler zu machen.
Handyalarm (Rubrik in der Bild-Zeitung)
Der Artikel berichtet vom Bundesweiten Warntag 2024, bei dem Millionen von Mobiltelefonen einen Probealarm erhielten. Gleichzeitig wird die BILD-Rubrik "Handyalarm" thematisiert, in der Informationen aus vertraulichen CDU-Präsidiumssitzungen während der Jamaika-Sondierungen veröffentlicht wurden. Die Sicherheitslücke durch die Weitergabe sensibler Informationen an die Medien unterminierte das Vertrauen der Koalitionspartner und trug zum Scheitern der Verhandlungen bei.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 01:28:08 „Aber wenn aus jeder Präsidiumssitzung, wenn die Bild-Zeitung eine Rubrik erfindet, Handyalarm, Oh, hier schellt das Telefon wieder, da ruft mich ein CDU-Präsidiumsmitglied an. Der liest dann vor, was in der SMS steht.“
Laschet beklagt die mangelnde Vertraulichkeit in der CDU-Führung während der Jamaika-Sondierungen. Er beschreibt die Bild-Rubrik 'Handyalarm', in der CDU-Präsidiumsmitglieder live aus vertraulichen Sitzungen an die Zeitung durchstachen. Dieses Durchstechen habe die Jamaika-Partner FDP und Grüne letztlich abgeschreckt.
Stellungnahmen des Expertenrates NRW
Stellungnahmen eines breiten Expertenrates zur Corona-Bekämpfung in NRW (2020). Der Rat aus Virologen, Psychologen und Fachleuten benannte bereits damals zentrale Probleme, die später öffentlich diskutiert wurden.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 01:36:42 „Und heute sagt jeder, man muss eigentlich Expertenräte breiter besetzen als nur mit Virologen. Und ich fand das im Nachhinein, wenn Sie die Stellungnahmen des Expertenrates lesen, aus 20, aus dieser Zeit, haben die genau die Punkte schon benannt, die heute alle diskutieren.“
Laschet verteidigt seine Corona-Politik und verweist auf den von ihm einberufenen breiten Expertenrat in NRW, dem unter anderem Christiane Woopen, Armin Nassehi, Hendrik Streeck und der Psychologe Grunewald angehörten. Die schriftlichen Stellungnahmen dieses Gremiums hätten viele Probleme vorhergesagt, die erst später in den öffentlichen Diskurs eingedrungen sind.
Europahymne (Ode an die Freude)
Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethoven (~ 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein deutscher Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. Bonn (1770-1792) Ludwig van Beethovens väterliche Vorfahren stammten aus Mecheln im flämischen Brabant. Mit seinem Großvater (1712 - 1773), der ebenfalls Ludwig hieß, ging erstmals ein Musiker aus der Familie hervor.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:49:08 „Indem wir ein bisschen auf die zugehen, so der Makro macht das glatte Gegenteil, bekämpft die, ist pro-europäisch, spielt am Wahlabend die Europahymne, hängt unter den Arkt Triumph die Europafahne am Feiertag.“
Laschet lobt Emmanuel Macrons klare pro-europäische Haltung gegenüber Le Pen. Statt euroskeptische Töne anzuschlagen, habe Macron am Wahlabend demonstrativ die Europahymne spielen lassen und die Europafahne unter dem Arc de Triomphe gehisst – als Symbol dafür, dass klare Überzeugung am Ende belohnt werde.
Bücher über Merkels Grenzöffnung 2015
· 2016
Dieses Buch schildert den Verlauf einer der größten Krisen der EU, das Handeln der maßgeblichen Akteure sowie dessen Folgen. Im Zentrum steht Angela Merkel. Es fragt nach ihrer Verantwortung für eine Politik, die Deutschland und Europa hätte zerreißen können. Diese Politik hat schwerwiegende Folgen hinterlassen, in Europa eine weiter geschwächte EU, in Deutschland den Aufstieg der AfD. Angel Merkel hat in dieser schweren Krise versagt.
🗣 Armin Laschet erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:50:30 „Es beginnt ja schon mit dem Framing, was selbst Buchtitel zum Thema hatten, dass sie die Grenzen geöffnet hat. Wenn die Grenze ist, seitdem die Grenzen offen sind, in Schengen-Raum war sie immer offen. Sie hat sie nicht geschlossen.“
Laschet kritisiert das verbreitete Narrativ, Angela Merkel habe 2015 'die Grenzen geöffnet'. Er verweist darauf, dass sogar Buchtitel dieses Framing übernommen hätten, obwohl die Grenzen im Schengen-Raum nie geschlossen waren. Merkel habe lediglich entschieden, sie nicht zu schließen – ein wichtiger Unterschied.
Es fährt ein Zug nach nirgendwo
Christian Anders
Christian Anders (eigentlich Antonio Augusto Schinzel; * 15. Januar 1945 in Bruck an der Mur, Österreich) ist Schlagersänger (Es fährt ein Zug nach Nirgendwo). Zum Kriegsende wanderten seine Eltern mit ihm nach Italien aus. Die ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte er auf der Mittelmeerinsel Sardinien, wo er in Cagliari eine italienische Klosterschule besuchte. Im Alter von zehn Jahren zog seine Familie nach Deutschland und lebte in einem Asylheim in Offenbach.
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:13:52 „Peter oder Leslie? Weiter. Eins. Es fährt ein Zug nach nirgendwo oder Theo, wir fahren nach Lodz. Theo, wir fahren nach Lodz.“
Im Rahmen des 'A oder B'-Spiels stellt Jochen Wegner Armin Laschet die Wahl zwischen zwei bekannten deutschen Schlagertiteln. Laschet entscheidet sich für den anderen Song, was zu seiner späteren Aussage passt, dass er zwar kein Schlager-Fan sei, aber fast alle Schlager der 70er Jahre auswendig kenne.
Theo, wir fahr'n nach Lodz
Vicky Leandros
Theo, wir fahr’n nach Lodz ist ein von Vicky Leandros gesungener Schlager aus dem Jahr 1974. Er wurde in Deutschland ein Nummer-eins-Hit. Das Lied geht auf Rosa, wir fahr’n nach Lodz von Fritz Löhner-Beda und Artur Marcell Werau aus dem Jahr 1915 zurück. Möglicherweise geht dieses „Marsch-Couplet“ wiederum auf ein jiddisches Lied aus Łódź zurück, doch fehlen Dokumente, die das eindeutig belegen.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 02:13:52 „Es fährt ein Zug nach nirgendwo oder Theo, wir fahren nach Lodz. Theo, wir fahren nach Lodz.“
In der schnellen 'A oder B'-Runde wählt Laschet diesen Schlagerklassiker gegenüber 'Es fährt ein Zug nach nirgendwo'. Die Schlager-Fragen leiten über zu einem späteren Gesprächsteil, in dem Laschet zugibt, fast alle Schlager der 70er Jahre auswendig zu können.
3 nach 9
· 1974
Dienstälteste deutsche Fernseh-Talkshow von Radio Bremen, die alle vier Wochen freitags im NDR und RB Fernsehen läuft.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 02:26:01 „Ich habe letztlich bei 3 nach 9 gesungen und das reicht. Da war ich schon Richtung Hamburg und noch Deutschland.“
Am Ende des Gesprächsabschnitts über Schlager und Peter Maffay erwähnt Laschet beiläufig, dass er in der ARD-Talkshow '3 nach 9' bereits gesungen habe – offenbar ein Erlebnis, das ihm genug war und das er nicht wiederholen möchte.
Er gehört zu mir
Marianne Rosenberg
Er gehört zu mir ist ein von Marianne Rosenberg interpretierter Schlager aus dem Jahr 1975, der von Joachim Heider und Gregor Rottschalk (als Christian Heilburg) geschrieben wurde.
🗣 Armin Laschet referenziert bei ⏱ 02:26:22 „Die, die man heute auch immer wieder hat. Er gehört zu mir. Marianne Rosenberg? Kultcharakter von der ganzen Szene auch nachher geworden. In der schwulen Szene ein riesen Identifikationshit.“
Auf die Frage nach seinem Lieblingsschlager nennt Armin Laschet spontan Marianne Rosenbergs Hit. Er hebt hervor, dass der Song über die Jahre Kultstatus erlangt hat, besonders in der schwulen Szene – was ursprünglich gar nicht so angelegt gewesen sei.