Episoden von Was liest du gerade?

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Was liest du gerade?

Wieder unterwegs mit Hape Kerkeling

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Kurz vor der Frankfurter Buchmesse widmen sich Maja Beckers und Alexander Cammann dem neuen Buch von Hape Kerkeling: In "Gebt mir etwas Zeit – Meine Chronik der Ereignisse" gräbt sich Kerkeling obsessiv durch seine Familiengeschichte, von Lübeck 1460 über Schweden 1190 bis Holland 1280, kombiniert Archivrecherche mit Gentests und erzählt das Ganze in gewohnt unterhaltsamem Ton. Außerdem auf dem Programm: Naomi Kleins "Doppelgänger", Andreas Reckwitz' "Verlust" und als Klassiker Thoreaus "Walden".

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Kampf und Glamour

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Die Episode kreist um das Spannungsfeld zwischen Künstlerdasein und Elternschaft — ausgehend von einem provokanten Zitat, wonach Künstler die schlimmsten Eltern seien. Iris Radisch spricht aus eigener Erfahrung mit drei Kindern über den Schock, das eigene Leben nach der Geburt nicht wiederzuerkennen, und stellt die These auf, dass sich Selbstverwirklichung und Elternschaft als zwei menschliche Grundbedürfnisse nie wirklich ausbalancieren lassen.

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Geld beruhigt auch nicht immer

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Zum Auftakt des Bücherherbsts bringen Maja Beckers und Alexander Cammann drei gewichtige Neuerscheinungen mit: Samuel Moyns Abrechnung mit dem Kalten-Krieg-Liberalismus, Julia Friedrichs' Einblick in die geheime Welt der Superreichen und zwei wiederentdeckte Palästina-Aufsätze von Hannah Arendt. Doch zunächst geht es um Barbara Bleischs Philosophie der Lebensmitte — ein Plädoyer dafür, das Hadern mit getroffenen Entscheidungen nicht als Krise, sondern als Zeichen eines wirklich gelebten Lebens zu begreifen.

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Sex mit künstlicher Intelligenz

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Die Runde widmet sich Martina Hefters Roman »Hey, guten Morgen, wie geht es dir?« über digitale Liebesbetrüger, Alexander Schimmelbuschs »Karma« und dem Klassiker »Die Verwirrungen des Zöglings Törleß« von Robert Musil. Ausgangspunkt ist ein Zitat über Schmerz und Empathie im Alter, das eine lebhafte Diskussion über jugendliche Unversehrtheit und die wachsende Verletzlichkeit mit den Jahren auslöst.

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Gin am rauschenden Meer und Esel auf der Hausweide

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Zwei Sommerbücher von Frauen stehen im Mittelpunkt: Anna Katharina Fröhlichs Novelle "Die Yacht" entführt in die schillernde Welt der Superreichen an der sizilianischen Küste, wo zwischen Villen, Dienerschaft und einer mysteriösen Yacht auch große Fragen nach Kunst und Wirklichkeit verhandelt werden. Daneben steht Sarah Kirschs postum erschienenes Tagebuch "Der Sommer fängt doch so an" aus dem Wendejahr 1990, das bei Steidl aus dem Nachlass veröffentlicht wurde.

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Was ist nur mit den Ossis los

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Eine Sonderfolge, die sich ganz Ostdeutschland widmet: Vier Bücher kreisen um die Frage, warum der Osten anders tickt – von Steffen Maus soziologischer Analyse über Jessie Wellmers Entfremdungsdiagnose bis zum trinkfreudigen Balkon-Gespräch dreier ostdeutscher Frauen, die das Klischee der Ostfrau zerlegen. Anlass sind die drei anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die nach der Europawahl vielen Sorge bereiten.

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Eine Liebe aus Klagenfurt und eine in Ost-Berlin

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

In dieser Folge geht es um Jenny Erpenbecks Roman «Kairos», der nach dem International Booker Prize in Großbritannien so gefragt ist, dass er ausverkauft ist — eine Liebesgeschichte im untergehenden Ost-Berlin. Dazu kommen Entdeckungen aus dem Nachlass von Ingeborg Bachmann, der großen Klagenfurterin, und eine Kurzgeschichte von Heiner Müller. Zum Einstieg entspinnt sich eine lebhafte Debatte über die Langeweile als Grundgefühl der modernen Existenz — und ob das wirklich so schlimm ist.

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Sommer, Sonne, Sachbücher

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

In dieser Sommerausgabe empfehlen Maja Beckers und Alexander Cammann Sachbücher für den Urlaub — von Manfred Lütz' Suche nach dem Sinn des Lebens über Michael Finkels wahre Kunstdieb-Geschichte bis zu Marion Löhndorfs Liebeserklärung an das Hotel als Institution. Anlass für ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Airbnb-Joghurtbecher im Müll und für die schöne Fremdheit des Hotelgastseins.

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Hellwach sein ist auch keine Lösung

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

Die Runde widmet sich Saša Stanišićs Erzählungsband »Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne«, Theresia Enzensbergers Mischung aus Sachbuch und Erzählung »Schlafen« sowie Kleists »Marquise von O.« als Klassiker. Eröffnet wird mit Karl Ove Knausgårds Satz »Wo ich bin, ist kein Gott« – ein Zitat, das die Runde zu einer intensiven Deutungsübung über göttliche Gleichgültigkeit, menschliche Größenfantasien und die Schöpfungsmacht der KI verführt.

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Goethe, der Judenfeind

Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann

In dieser Sachbuchausgabe stellen Maja Beckers und Alexander Cammann drei Bücher vor: Frauke Rostalskis "Die vulnerable Gesellschaft" über die neue Verletzlichkeit als Freiheitsbedrohung, Daniel Wilsons "Goethe und die Juden" sowie Milan Kunderas Essay "Der entführte Westen" von 1983. Zum Einstieg wird Alberto Grandis provokantes "Mythos Nationalgericht" besprochen, in dem der Parmaer Historiker nachweist, dass die angeblich uralte italienische Küche erst in den 1970er und 80er Jahren erfunden wurde — eine These, die ihm in Italien bis in Regierungskreise Feinde gemacht hat.