Episoden von Was liest du gerade?
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Eine Liebe, die den Schmerz besiegt
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Salman Rushdies autobiografisches Buch »Knife« über den Messerangriff auf ihn liefert das provokante Zitat der Woche — und den Anlass für eine Diskussion über Unterwerfung, freien Willen und die Zumutungen eines selbstbestimmten Lebens. Außerdem auf dem Programm: George Saunders' Erzählungsband »Tag der Befreiung«, Madame Nielsens »Mein Leben unter den Großen« und Anna Seghers' Klassiker »Der Ausflug der toten Mädchen«.
Schäubles Memoiren und Susan Sontags Frauen
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
In dieser Sachbuchausgabe geht es um Wolfgang Schäubles politische Memoiren, Bernd Brunners Erkundung westlicher Morgenland-Sehnsüchte und als Klassiker Susan Sontags Blick auf Frauen. Zum Einstieg wird Oliver Schlaudts "Zugemüllt" als Zitat des Monats vorgestellt — eine müllphilosophische Deutschlandreise, die den paradoxen Befund aufmacht, dass keine Epoche so besessen von Sauberkeit war und zugleich so durchgiftet ist wie unsere.
Verborgene Leidenschaft und ein Sklave, der sich selbst befreit
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Im Zentrum stehen vier Bücher zwischen Wut und Sehnsucht: Inga Machls Debüt »Auf den Gleisen« eröffnet mit einem verstörend kraftvollen Rachemonolog, Julia Joosts Erstling führt in die Karawanken, Percival Everetts »James« erzählt die Geschichte eines Sklaven, der sich selbst befreit, und Julien Greens wiederentdeckter Klassiker »Treibgut« legt verborgene Leidenschaften frei.
Der perfekte Faschist
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Victoria de Grazias "Der perfekte Faschist" erzählt über den mittelmäßigen Offizier Attilio Teruzzi und seine jüdisch-amerikanische Ehefrau Liliana Weinman, wie der italienische Faschismus eine ganze Gesellschaft durchdrang — plastisch, intrigant und gegen Hannah Arendts These vom herzlosen Totalitarismus geschrieben. Jens Beckerts "Verkaufte Zukunft" über das Scheitern der Klimapolitik enttäuscht beide als bloße Zusammenfassung dessen, was jeder Zeitungsleser längst weiß. Als Klassiker begeistert Mark Twains Berliner Reportage von 1891, in der er als staunender Ethnologe die Kaiserstadt erkundet — von betrügerischen Maklern bis zum Gala-Dinner mit Virchow und Mommsen.
Ein letztes Mal Weltliteratur von Gabriel García Márquez
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Die Folge kreist um vier Bücher: Iris Wolfs Bestseller „Lichtungen
Früher ging's auch ohne Patriarchat
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Die Sachbuchausgabe widmet sich Karin Beuys' "Mütter Europas", das die Rolle der Frauen in 43.000 Jahren europäischer Steinzeit neu beleuchtet, sowie Uwe Wittstocks "Marseille 1940" über die dramatische Flucht der Literatur vor den Nazis. Dazu wird Paul Austers Essay "Bloodbath Nation" vorgestellt, in dem der Schriftsteller seine ganz persönliche Geschichte mit Amerikas Waffengewalt erzählt — von Spielzeugpistolen in der Kindheit bis zur Familientragödie, als seine Großmutter seinen Großvater erschoss.
Murakamis Märchen für Erwachsene
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Im Zentrum steht Han Kangs neuer Roman „Griechischstunde
Alle Macht den Boomern!
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
In der Sachbuchausgabe stehen drei Bücher auf dem Programm: Heinz Bodes 'Abschied von den Boomern', Andrea Elliotts New-Yorker Armutsstudie 'Kind im Schatten' und Jean Amérys Essay-Sammlung 'Der neue Antisemitismus' als Klassiker. Zunächst aber steht das Zitat des Monats im Mittelpunkt: Florence Hasrads Buch über das Ausrufezeichen, das die Berliner Literaturwissenschaftlerin als nervöses, mächtiges und zutiefst ambivalentes Satzzeichen seziert. Darüber entspinnt sich ein vergnügtes Gespräch darüber, wie beide Hosts ihre Mails vor dem Abschicken noch schnell um ein paar Ausrufezeichen erleichtern.
Kabarettistinnen-Schlendrian trifft auf US-Eliteuni
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Zum Jahresauftakt kreisen Iris Radisch und Adam Soboczynski um ein Zitat von Karl-Ove Knausgaard aus seinem Buch über Anselm Kiefer — den Gedanken, die Welt zu sehen, wenn man selbst nicht mehr in ihr ist. Was folgt, ist eine Diskussion über die apokalyptische Dimension großer Kunst: Kiefers riesige Landschaften, Caspar David Friedrichs leere Welten, Wim Wenders' Kiefer-Film. Im Mittelpunkt steht Kants alte Diagnose, dass wir die Dinge an sich nie erkennen können — und der unstillbare Künstlerdrang, doch einen Zipfel davon zu erhaschen.
Warum ist Brianna Wiest so erfolgreich
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
In dieser Jahresendausgabe nehmen sich Alexander Cammann und Maja Beckers drei Bücher vor, die das Jahr spiegeln: Brianna Wiests Megaseller '101 Essays, die dein Leben verändern werden', Ewald Friehs Bauernhof-Memoir und Josef Weizenbaums Computerklassiker von 1976. Vor dem Hauptthema widmet sich die Einstiegsrubrik der französischen Philosophin Manon Garcia, die in 'Das Gespräch der Geschlechter' die Frage nach einvernehmlichem Sex philosophisch durchleuchtet — angestoßen durch ein Jahr, das von Debatten um Lindemann und Reichelt geprägt war.