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Seltsame Vermutungen über die deutsche Seele
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Pünktlich zur Nobelpreisverleihung an Jon Fosse bespricht die Runde den letzten Band seiner Heptalogie »Ein neuer Name« — ein Buch, das in einem einzigen atemlosen Satz geschrieben scheint und in dem Gott als totale Alterität auftaucht, der kein Warum kennt wie Mond und Sterne. Dazu kommen Durs Grünbeins »Der Komet«, Thomas Hettches »Sinkende Sterne« und Knut Hamsuns »Hunger« als Klassiker.
Vier fantastische Sachbücher zum Fest
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Alexander Cammann und Maja Beckers stellen vier Sachbücher als Weihnachtsgeschenke vor: Jennifer Ackermans 'Die geheime Welt der Vögel', Jörn Leonhards Buch über Kriegsenden, eine Paararbeit von Niklas Mark und Leon Shepton sowie den Klassiker von Wolfgang Schiefelbusch über die Geschichte der Eisenbahnreise. Dabei streiten sie kurz über den vielzitierten Satz 'Ein Buch geht immer' — und warum er so nicht stimmt.
Provokante erotische Fantasien
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Im Mittelpunkt stehen zwei Bücher: Zadie Smiths auf Deutsch erschienener Roman 'Betrug' und Anne Serres schmales Werk 'Die Gouvernanten' — eine französische Entdeckung, die gerade in Hollywood verfilmt wird. Den Einstieg bildet ein Zitat aus Tonio Schachingers 'Echtzeitalter', das den Buchpreisträger als scharfen Beobachter bürgerlicher Gewissheiten zeigt.
Warum jetzt noch mal Britney Spears
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Die Sachbuchausgabe widmet sich Frank Trentmanns Deutschlandgeschichte 'Aufbruch des Gewissens' und Britney Spears' Memoiren 'The Woman in Me'. Zuvor diskutieren Alexander Cammann und Maja Beckers aber Eva Menasses Essay 'Alles und nichts sagen', in dem die Schriftstellerin das Phänomen der moralischen Aufladung von Meinungen im Digitalen analysiert — und damit einen Nerv trifft.
Steve Jobs' Angst vor Knöpfen
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Alexander Cammann und Maja Beckers diskutieren Martin Hechts Buch 'Gruppe und Graus', das untersucht, wie Gruppenidentität in Zeiten der Hyperindividualisierung funktioniert — nicht mehr durch geteilte Biografien, sondern durch performative Erkennungszeichen: Junggesellinnenabschiede in Einheitsoutfits, Unipullis als Zugehörigkeitssignal, Likes in sozialen Netzwerken. Hecht bestätigt laut Beckers den subjektiven Eindruck, dass Gruppen aufdringlicher werden, weil sie ihr Gruppesein erst noch nach außen beweisen müssen.
Verrücktes Aussteiger-Elternhaus meets Dorfjugend
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
Anlässlich des 50. Todestages von Ingeborg Bachmann nimmt ihr Bruder Heinz Bachmann in seinen Erinnerungen «Meine Schwester» die berühmte, dramatische Liebesbeziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch unter die Lupe — und erklärt ihr Scheitern mit der «Ungleichheit der Beteiligten». Das provoziert eine lebhafte Debatte über die alte Frage, ob gleich und gleich sich wirklich besser verträgt oder ob Gleichheit in der Liebe eher Einöde bedeutet. Außerdem auf dem Programm: Monika Maron, Jan-Peter Bremer und Georg Büchners «Lenz».
Ein Künstler kehrt zurück ins Nazireich
Adam Soboczynski, Iris Radisch, Maja Beckers, Alexander Cammann
In der allerersten Folge des neuen ZEIT-Bücherpodcasts besprechen die Gastgeber Daniel Kehlmanns neuen Roman „Lichtspiel