Episoden von ZEIT Bühne
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Ein falsch formulierter Satz kann zum Problem werden
Roman Pletter & Gäste
Die ZEIT feiert ihr 77-jähriges Jubiläum mit einer Sonderausgabe – und Juli Zeh ist zu Gast, um über ihren neuen Roman "Zwischenwelten" zu sprechen, in dem eine Hamburger Wochenzeitung eine zentrale Rolle spielt. Der Chefredakteur heißt darin "Flori Sota", stammt angeblich aus Albanien und emigrierte mit zwölf nach Deutschland – eine kaum verschlüsselte Hommage an Giovanni di Lorenzo, der tatsächlich mit zehn aus Rom nach Hannover kam. Juli Zeh, einst berühmt für eine legendäre Standpauke bei einer ZEIT-Redaktionskonferenz, trifft nun literarisch auf den Mann, den sie porträtiert hat.
Nicht ankleben, sondern anpacken
Roman Pletter & Gäste
Roman Pletter und Mariam Lau haben Bundeskanzler Olaf Scholz im Hamburger Audimax zur Langen Nacht der Zeit interviewt — 90 Minuten über Ukraine, das Heizungsgesetz und sogar seine Ehe. Im Nachgespräch auf der Bühne zeigt sich Mariam Lau überrascht: Scholz wirkte in seiner Heimatstadt sichtlich wohl, gestand auf Nachfrage zu Nord Stream fast einen Fehler ein und wählte beim Heizungsstreit einen Ton, der auffällig nah an FDP-Kritik war.
Wie wenig verteidigungsfähig wir ohne die USA wären, ist grotesk
Roman Pletter & Gäste
In der Urania Berlin sprechen Roman Pletter und Mariam Lau mit Altbundespräsident Joachim Gauck über Russland, die Ukraine und Europas erschreckende Abhängigkeit von den USA in Sicherheitsfragen. Außerdem geht es um Ostdeutschland und die Westdeutschen — ausgelöst durch einen Zeit-Artikel über Springer-Chef Matthias Döpfner, der sich in privaten Nachrichten abfällig über Ostdeutsche geäußert hatte.
Das Patriarchat in afrikanischen Gesellschaften hat sich verändert
Roman Pletter & Gäste
Die simbabwische Autorin Tsitsi Dangarembga spricht mit Andrea Böhm über ihr Buch "Schwarz und Frau – Gedanken zur postkolonialen Gesellschaft": über ihre Familiengeschichte, den Wandel des Patriarchats in afrikanischen Gesellschaften und die Bedeutung von Hautfarbe. Dangarembga, die 2020 für ihre Teilnahme an einer regierungskritischen Demonstration verhaftet und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde, teilt außerdem ihre Sicht auf die bevorstehenden Wahlen in Zimbabwe.
Irina Scherbakowa – Ich glaube nicht an eine Demokratie mit Putin
Roman Pletter & Gäste
Irina Scherbakowa, Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und Trägerin des Marion-Dönhoff-Preises, erzählt von der schrittweisen Zerstörung ihrer Arbeit: Seit 2016 als „ausländischer Agent
Meine Geschichte ist eine des Überlebens und der Identität
Roman Pletter & Gäste
Jochen Wegner traf Chelsea Manning zur Buchpremiere ihres Memoirenwerks „README.TEXT
Ich habe eine skeptische Staatsfreundschaft
Roman Pletter & Gäste
Christian Lindner kommt direkt von der Ministerpräsidentenkonferenz auf die Bühne der Villa Elisabeth — und wirkt dabei auffällig entspannt, fast vergnügt, obwohl Deutschland gerade mitten in Energiekrise, drohender Deindustrialisierung und sozialem Stress steckt. Mariam Lau, die Lindner seit Jahren kennt, wundert sich offen über diesen Kontrast. Lindner erklärt seine Haltung: Die Krise dürfe nicht zur Gefangenschaft werden, sondern müsse als Katalysator für längst überfällige Veränderungen genutzt werden.
Wir haben den Höhepunkt unseres Wohlstands erreicht
Roman Pletter & Gäste
Friedrich Merz spricht mit Roman Pletter und Mariam Lau über seine Rolle als Oppositionsführer, die schwierige Modernisierung der CDU zwischen Merkel-Mitte und konservativem Flügel — und über die These, dass Deutschland den Höhepunkt seines Wohlstands bereits überschritten hat. Mariam Lau, die Merz seit Jahren begleitet, war überrascht, wie offen er sich auf persönliche Fragen einließ.
Nichts davon ändert etwas an den Problemen, die wir haben
Roman Pletter & Gäste
Giovanni Di Lorenzo spricht mit der österreichischen Schriftstellerin Eva Menasse im Schauspielhaus Hamburg über Digitalisierung, soziale Medien und ihr Leben in Deutschland. Menasse, bekannt für Romane wie 'Vienna' und 'Dunkelblum', war vor ihrer literarischen Karriere Journalistin bei Profil und FAZ — und ist, wie Di Lorenzo betont, eine Intellektuelle, die keine Angst hat, sich gegen den Strom zu stellen.
Armut ist tatsächlich eine politische Entscheidung
Roman Pletter & Gäste
Ricarda Lang und Michael Kruse streiten über ihre Vorstellungen eines gerechten Sozialstaats: Für Lang ist Armut kein persönliches Scheitern, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen — für Kruse soll der Staat Menschen befähigen, ihr Glück selbst zu finden, statt es zu verwalten. Moderiert von Anna Meyer, zeigt das Gespräch von der Langen Nacht der Zeit in Hamburg, wie unterschiedlich Grüne und FDP Gerechtigkeit denken — und wo sie sich, etwa bei fairen Löhnen, unerwartet treffen.