PISA-Studie
Andreas Schleicher / OECD
PISA-Studie der OECD untersucht die Schulleistungen von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Zentrale Erkenntnis: Deutschland hat trotz Reformbemühungen seit dem "PISA-Schock" vor 20 Jahren keine wesentlichen Verbesserungen erzielt; die Leistungen stagnieren oder verschlechtern sich teilweise.
Erwähnungen (3)
„Und jetzt hatten wir gerade mal wieder Pisa-Schock. Ich lese unglaubliche Dinge aus diesem progressiven Schweden, die hingehen und sagen, jetzt müssen wir mal ganz dringend die iPads alle wieder einsammeln und die mobilen Endgeräte zurück zum Buch.“
Lanz leitet das Hauptthema der Episode ein: Die jüngsten PISA-Ergebnisse haben sowohl in Deutschland als auch in Schweden für Ernüchterung gesorgt. Schweden hat daraufhin begonnen, iPads aus Schulen zurückzuziehen und zu Büchern zurückzukehren. Die Studie dient als Auslöser für die gesamte Diskussion über Schulreform und Digitalisierung.
„Und kein Wunder, dass wir bei der letzten PISA-Studie so schlecht abgeschnitten haben.“
Im Zusammenhang mit den Schulschließungen während der Pandemie wirft Precht ein, dass das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der letzten PISA-Studie eine direkte Folge dieser Maßnahmen sei. Es dient als Beleg für den Kollateralschaden der Corona-Politik an Kindern und Jugendlichen.
„Also wenn man sich Schule anguckt, wir haben den Pisa-Schock vor 20 Jahren erlebt, wo die Ergebnisse katastrophal waren und alle haben sich geschworen, ja, okay, bis hier lief es nicht gut. Jetzt machen wir alles anders und wir sehen 20 Jahre später dieselben Ergebnisse zum Teil noch schlechter.“
Im Gespräch über die Grenzen des Föderalismus nennt der Gast die PISA-Studie als Beleg dafür, dass die Bildungshoheit der Länder gescheitert ist. Trotz des PISA-Schocks von 2001 seien die Ergebnisse 20 Jahre später teilweise noch schlechter – ein Argument für eine Zentralisierung der Bildungspolitik.
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