ZEIT Bühne – Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit
#023

Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit

ZEIT Bühne / 24. Juni 2021 / 3 Medien

Roman Pletter & Robert Habeck

Tina Hildebrandt und Roman Pletter sprechen mit Robert Habeck über seinen politischen Weg — von einem unkonventionellen Landesminister in Schleswig-Holstein zum Grünen-Co-Vorsitzenden, der die gescheiterte Kanzlerkandidatur verarbeiten musste. Hildebrandt beobachtet, wie Habeck bewusst daran arbeitet, sich nicht von Angriffen auf die Grünen aus der Fassung bringen zu lassen, und stattdessen nüchtern nach vorne blickt.

„Er beschäftigt sich sehr damit, nicht in so eine Mimimi-Rolle zu kommen. Die anderen sind alle so böse und wir haben so tolle Ideen.“
🗣 Tina Hildebrandt

Erwähnte Medien (3)

Die Natur der Literatur. Zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität

Die Natur der Literatur. Zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität

Robert Habeck · 2001

Robert Habecks Doktorarbeit analysiert, wie unterschiedliche Medien die Zeit- und Raumwahrnehmung einer Gesellschaft prägen. Seine zentrale These untersucht, inwiefern sich durch die Digitalisierung unsere innersten Aspekte – Gefühle, Beziehungen und Liebe – zunehmend ökonomischen Logiken unterwerfen. Das Werk verbindet literaturtheoretische Grundlagen mit einer Kritik der Digitalisierung und bleibt somit für das Verständnis zeitgenössischer Mediengesellschaft relevant.

🗣 Roman Pletter zitiert daraus bei ⏱ 00:35:51 „Ich hoffe, ich kriege das hier fehlerfrei hin. Wenn Sie die Haupterkenntnis Ihrer Dissertation mit dem Titel, ich zitiere, die Natur der Literatur zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität einem Kind oder uns beiden hier erklären müssten, wie würde die Kurzzusammenfassung lauten?“

Roman Pletter konfrontiert Habeck mit dem sperrigen Titel seiner Doktorarbeit und bittet um eine allgemeinverständliche Zusammenfassung. Habeck erklärt daraufhin ausführlich seine These, dass sich durch verschiedene Medien die Zeit- und Raumvorstellungen einer Gesellschaft ändern und dass wir in der digitalen Phase unser Innerstes – Gefühle, Freundschaften, Liebe – kapitalisieren.

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Vorlesungen über die Ästhetik

Vorlesungen über die Ästhetik

Georg Wilhelm Friedrich Hegel · 1835

Hegels Ästhetik entwickelt eine Theorie, wie sich der Weltgeist und das Zeitverständnis einer Epoche in verschiedenen Kunstformen widerspiegeln. Das Werk untersucht, wie Kunstgattungen von antiken Tempeln bis zu modernen Textformen die jeweilige Gesellschaft ausdrücken und erklären damit die historische Entwicklung von Kunstformen und ihrem gesellschaftlichen Bedeutungswandel.

🗣 Robert Habeck referenziert bei ⏱ 00:36:58 „Hegel, der deutsche Philosoph Hegel, hat in seiner Ästhetik, das ist sozusagen die Grundfolie, abgeleitet, wie sich der Weltgeist, also das ist immer das Zeitverständnis der jeweiligen Gegenwart, in den verschiedenen Kunstformen widerspiegelt.“

Robert Habeck erklärt den theoretischen Hintergrund seiner Dissertation. Er beschreibt Hegels Ästhetik als Grundlage seiner Überlegungen, wie sich Kunstformen im Laufe der Geschichte verändern – von den ägyptischen Pyramiden über griechische Tempel bis hin zu Textformen – und was das über die jeweilige Gesellschaft aussagt. Habeck nutzt Hegels Gattungstheorie als Sprungbrett für seine eigene Analyse der Digitalisierung.

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Von hier an anders

Von hier an anders

Robert Habeck · 2021

"Es gibt keine Zwangsläufigkeit in der Politik. Energisches Handeln kann zu einem ehrgeizig gesteckten Ziel führen". Es war keine intakte, heile, sichere Welt, in die die Corona-Pandemie einbrach. Schon zuvor war die Normalität in der Krise. In seinem klugen und nachdenklichen neuen Buch erkundet Robert Habeck die Gründe für den Verlust an Selbstverständlichem und entwirft eine Politik, die den Problemen unserer Zeit angemessen ist. Nichts scheint mehr selbstverständlich und sicher zu sein.

🗣 Robert Habeck referenziert bei ⏱ 00:38:46 „Und einen Punkt, den habe ich dann jetzt in meinem letzten Buch wieder aufgegriffen, der quasi unmittelbar daran anschließt, ist, dass mir scheint, dass wir in dieser Phase, in der wir uns jetzt befinden, quasi das Innerste, was wir haben, kapitalisieren.“

Im Anschluss an die Erklärung seiner Dissertation erwähnt Habeck sein letztes Buch, in dem er eine zentrale These weiterführt: In der digitalen Gegenwart werden Gefühle, Freundschaften und Liebe zu Marktwerten, wodurch wir die intime Beziehung zu uns selbst verlieren. Der Titel wird nicht explizit genannt, es handelt sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit um sein 2021 erschienenes Buch.

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