ZEIT Bühne – Ich habe sehr viele Gefühle. Deshalb mache ich Politik
#022

Ich habe sehr viele Gefühle. Deshalb mache ich Politik

ZEIT Bühne / 03. Juni 2021 / 7 Medien

Roman Pletter & Olaf Scholz

Im Sommer 2021 stellen sich Roman Pletter und Tina Hildebrandt die Frage, die damals ganz Deutschland beschäftigt: Kann Olaf Scholz mit einer SPD bei 15 Prozent wirklich Kanzler werden? Hildebrandt erinnert sich an den steifen Generalsekretär, dem Jan Ross einst den Spitznamen "Scholzomat" verpasste — und stellt fest, dass der heutige Scholz überraschend locker und offen auftritt, vor allem wenn es persönlich wird.

„Er gilt ja als einer, der immer die Auster macht, der keine Gefühle zeigt. Und ich finde, er war eigentlich doch recht offen heute, also vor allem in dem persönlichen Teil.“
🗣 Tina Hildebrandt

Erwähnte Medien (7)

Die Grenzen des Wachstums

Die Grenzen des Wachstums

Club of Rome / Dennis Meadows u.a. · 2009

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie, Note: 1,7, Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Professur für GIS und Fernerkundung), Veranstaltung: Seminar "Grenzen des Wachstums," Sprache: Deutsch, Abstract: Die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise führt den Menschen schmerzlich vor Augen, dass unser "System Welt" ein sehr empfindliches ist, und Störungen in einem Bereich zu schweren Beeinträchtigungen des Gesamtsystems führen können.

🗣 Olaf Scholz referenziert bei ⏱ 00:19:53 „Irgendwann in den 70er Jahren. Das ist aber doch sehr ernsthaft, weil ich zum Beispiel mit den Büchern, die damals an den Club of Rome geschrieben worden sind und von denen vieles sich nicht als richtig bewahrheitet hat, aber doch groß geworden bin. Also über die Grenzen von Wachstum, über die Ressourcengrenzen, über die Grenzen auch der Aufnahmefähigkeit unseres Planeten, was das Klima betrifft.“

Scholz wird gefragt, wann ihm die Dringlichkeit des Klimathemas bewusst geworden sei. Er antwortet mit einem biografischen Rückblick auf die 1970er Jahre und nennt die Bücher des Club of Rome als prägendes Erlebnis seiner Jugend. Er räumt ein, dass sich nicht alle Prognosen bewahrheitet haben, betont aber, dass die grundsätzlichen Fragen zu Ressourcengrenzen und Klimabelastung ihn früh sensibilisiert hätten.

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Artikel in der Zeit über eine Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf

Artikel in der Zeit über eine Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf

Für die Verkehrswende braucht Deutschland mehr Schienenkapazität — doch der Ausbau einer Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf stößt auf massiven Bürgerwiderstand. Anwohner wehren sich gegen Lärm, Flächenverbrauch oder veränderte Stadtbilder. Der Artikel beleuchtet das strukturelle Dilemma: Einerseits ist mehr Infrastruktur politisch gewollt, andererseits scheitern Projekte jahrelang an Klagen und Planungsverfahren. Roman Pletter nutzt dieses Beispiel, um zu zeigen, wie schwer Planungsbeschleunigung in der Praxis umzusetzen ist, selbst wenn gesellschaftlicher Konsens über das Ziel besteht.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:30:01 „Wir haben letzte Woche in der Zeit beispielsweise geschrieben über eine Bahnstraße zwischen Duisburg und Düsseldorf. Da braucht man mehr Schienen, um die Verkehrswende hinzukriegen.“

Roman Pletter verweist auf einen konkreten Zeitungsartikel als Beispiel für Bürgerwiderstand gegen Infrastrukturprojekte und die Schwierigkeit beschleunigter Planungsverfahren.

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Artikel über Bahnstrecke Duisburg–Düsseldorf

Artikel über Bahnstrecke Duisburg–Düsseldorf

Zwischen Duisburg und Düsseldorf soll die Bahnstrecke ausgebaut werden, um mehr Menschen auf die Schiene zu bringen und die Verkehrswende voranzutreiben. Doch das Projekt stößt auf massiven Bürgerwiderstand: Anwohner lehnen die geplanten Lärmschutzwände ab und fordern stattdessen eine Tunnellösung. Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie infrastrukturelle Notwendigkeiten der Verkehrswende an lokalen Interessen und NIMBY-Dynamiken scheitern können. Ohne mehr Schienenkapazität lässt sich der Umstieg vom Auto auf den Zug kaum realisieren.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:30:11 „Wir haben letzte Woche in der Zeit beispielsweise geschrieben über eine Bahnstraße zwischen Duisburg und Düsseldorf. Da braucht man mehr Schienen, um die Verkehrswende hinzukriegen. Mehr Leute auf die Schiene, weniger Autos, sonst kriegt man das nicht hin.“

Roman Pletter nennt einen konkreten ZEIT-Artikel als Beispiel für die Schwierigkeiten bei der Verkehrswende. Der Artikel berichtet über den geplanten Schienenausbau zwischen Duisburg und Düsseldorf, bei dem es großen Bürgerwiderstand gibt – die Anwohner wollen statt einer Lärmschutzwand einen Tunnel. Pletter nutzt das Beispiel, um Scholz zu fragen, ob Bürgerbeteiligung bei der nötigen Geschwindigkeit der Transformation überhaupt funktionieren kann.

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James Bond

James Bond

Ian Fleming · 2012

James Bond erhält eine kryptische Nachricht aus seiner Vergangenheit, die ihn auf die Spur einer finsteren Organisation bringt. Bond muss immer mehr entdecken, dass es viele Täuschungen und Lügen gibt, die er entschlüsseln muss. Während sein Boss M mit anderen Problemen kämpft, mit politischen Kräften konfrontiert ist, die den ganzen Geheimdienst gefährden, erkennt Bond erst nach und nach die schreckliche Wahrheit hinter Spectre.

🗣 Olaf Scholz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:49 „Sherlock Holmes oder James Bond? James Bond.“

In einer Schnellfragerunde wählt Scholz James Bond gegenüber Sherlock Holmes als persönliche Präferenz.

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Sherlock Holmes

Sherlock Holmes

· 2011

Bei Spiel im Schatten trifft der britische Meisterdetektiv Sherlock Holmes auf seinen Erzfeind Dr. Moriarty. Er ist das kriminelle Genie in der Londoner Unterwelt, ein ebenbürtiger Bösewicht und Widersacher für Sherlock Holmes. Nur selten tritt er selbst in Erscheinung, meist zieht er im Hintergrund die Fäden. So auch, als der österreichische Kronprinz eines Tages tot aufgefunden wird und alles auf einen Selbstmord hindeutet.

🗣 Olaf Scholz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:49 „Sherlock Holmes oder James Bond? James Bond.“

Sherlock Holmes wird als Alternative zu James Bond in einer Schnellfragerunde genannt, Scholz entscheidet sich dagegen.

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Interview mit Joe Kaeser in der Süddeutschen Zeitung

Interview mit Joe Kaeser in der Süddeutschen Zeitung

Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser unterstützt öffentlich die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und bescheinigt ihr die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige Erneuerung Deutschlands. Baerbock erscheint Kaeser als pragmatische Kandidatin, die sich schnell in traditionelle Industriethemen wie Stahl und Chemie einarbeitet und dabei ökologische mit wirtschaftlichen Aspekten verbindet – ähnlich wie Bundeskanzlerin Merkel. Besonders hebt Kaeser hervor, dass Baerbock die Bedeutung von Außenpolitik als Außenwirtschaftspolitik verstanden habe und dabei Intellekt mit klarer Kante und Dialog kombiniere. Während Kaeser alle drei Kanzlerkandidaten für integer hält, sieht er in Baerbocks Ausrichtung auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft genau das, was Deutschland braucht. Ihre fehlende Regierungserfahrung bewertet Kaeser nicht als entscheidenden Faktor.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:46:53 „Heute sagte er in der Süddeutschen Zeitung über die Kanzlerkandidatinnen und Kandidatinnen, Zitat, die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige und langfristige Erneuerung hat sicherlich Annalena Baerbock.“

Roman Pletter zitiert ein aktuelles Interview des früheren Siemens-Chefs Joe Kaeser, um Scholz mit dessen Einschätzung zu Annalena Baerbock zu konfrontieren.

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Interview mit Joe Kaeser über Kanzlerkandidaten

Interview mit Joe Kaeser über Kanzlerkandidaten

Der ehemalige Siemens-Chef Joe Kaeser unterstützt die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vehement in ihrem Wahlkampf. Kaeser bescheinigt Baerbock die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige Erneuerung und lobt ihr pragmatisches Verständnis für Industrie und Außenpolitik – sie könne sich schnell in Themen wie Stahl, Chemie oder Energietechnik einarbeiten und verbinde dabei ökologische mit wirtschaftlichen Lösungen. Für ihn ist sie das Vorbild einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, die Deutschland braucht, zumal sie verstanden habe, dass Außenpolitik auch Außenwirtschaftspolitik sei. Die fehlende Regierungserfahrung wertet Kaeser nicht als Hindernis – vielmehr könne die Vergangenheit für die Zukunft ein Ballast sein. Allerdings betont er, dass er alle drei Kanzlerkandidaten für integer und geeignet hält.

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:46:53 „Heute sagte er in der Süddeutschen Zeitung über die Kanzlerkandidatinnen und Kandidatinnen, Zitat, die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige und langfristige Erneuerung hat sicherlich Annalena Baerbock. Und er sagt auch über die Kritik an ihrer mangelnden Erfahrung in der Regierung, für die Zukunft ist die Vergangenheit auch nicht immer hilfreich.“

Roman Pletter konfrontiert Olaf Scholz mit einem aktuellen Zitat des früheren Siemens-Chefs Joe Kaeser aus der Süddeutschen Zeitung, in dem dieser Annalena Baerbock die größte Glaubwürdigkeit bei der nachhaltigen Erneuerung zuschreibt. Pletter nutzt das Zitat als Provokation, um Scholz' Reaktion auf die Unterstützung seiner Konkurrentin durch einen prominenten Wirtschaftsführer zu testen. Scholz reagiert gelassen und sagt, jeder dürfe sich seine Gedanken machen.

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