ZEIT Bühne – Wir müssen aufpassen, dass aus Spannungen nicht Spaltungen werden
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Wir müssen aufpassen, dass aus Spannungen nicht Spaltungen werden

ZEIT Bühne / 07. September 2021 / 2 Medien

Roman Pletter, Tina Hildebrandt & Jens Spahn

Bei der siebten Langen Nacht der Zeit im Hamburger Michel stellt sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Fragen von Tina Hildebrandt und Roman Pletter — mitten im Wahlkampf, vor coronabedingt auf Abstand sitzendem Publikum. Spahn überrascht mit ungewöhnlicher Offenheit: Auf die Zuschauerfrage, welche Partei er wählen würde, wenn nicht die CDU, antwortet er ohne Zögern mit der FDP.

„Der war auch für einen Politiker im Wahlkampf ungewöhnlich ehrlich. Wir haben ihn ja einmal gefragt, was er wählen würde, wenn er nicht die CDU wählen dürfte. Und er hat ja wirklich eine Antwort gegeben. Das hätte man gar nicht erwartet.“
🗣 Tina Hildebrandt

Erwähnte Medien (2)

Artikel über Jens Spahn (Die Zeit, 2008)

Artikel über Jens Spahn (Die Zeit, 2008)

Peter Dausend

Dies ist die Kolumne mit der höchsten Einschaltquote des Jahres: Warum das so sein wird, erfahren Sie, wenn Sie jetzt nicht einfach weiterblättern.

🗣 Roman Pletter zitiert daraus bei ⏱ 00:10:11 „Wir haben ins Archiv der Zeit geguckt, wann Sie das erste Mal darin auftauchten. Und in einem der ersten Artikel im Jahr 2008 schrieb unser Kollege Peter Dausend über Sie. Und ich lese Ihnen das mal kurz vor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn kennt Senioren nicht als Edle, er kennt sie als bestens organisierte politische Kampfeinheit.“

Roman Pletter zitiert aus einem frühen Zeit-Artikel von Peter Dausend aus dem Jahr 2008, in dem es um Jens Spahns Konflikte mit der Senioren-Lobby in der Rentenpolitik ging. Der Artikel wird herangezogen, um Spahns frühe politische Erfahrungen mit dem heutigen Engagement junger Menschen bei Fridays for Future zu vergleichen — beide liefen gegen etablierte Machtstrukturen an.

Zum Artikel bei ZEIT Online Details
Max von Baden (Biografie)

Max von Baden (Biografie)

· 2016

"Der Wunschlose" war ein Deckname des Prinzen Max von Baden in seiner Korrespondenz wahrend der spaten Kriegsjahre. Vom Sommer 1917 bis zum Herbst 1918 beriet er sich mit Anhangern und Freunden uber die Moglichkeiten einer Kanzlerschaft. Viele Entwurfe fur eine neue Reichsregierung entstanden, alle unter solchen Aliasnamen, und der "Wunschlose" stand darin manchmal an der Spitze, manchmal nur beratend am Rand.

🗣 Jens Spahn zitiert daraus bei ⏱ 00:45:17 „Ich lese gerade eine Biografie, dessen Name fällt mir, doch Max von Baden, eine Biografie des letzten Reichskanzlers, der auch war schwul, aber durfte nicht, war gleichzeitig, also hat ganz viele Facetten, ganz spannend. Ich kannte den nicht. Mein Vater hat mich auf diese Biografie hingewiesen und die lese ich gerade unter anderem.“

Auf die Frage, welches Buch er zuletzt gelesen habe, erzählt Spahn, dass er gerade eine Biografie über Max von Baden liest – den letzten Reichskanzler des Kaiserreichs. Spahn hebt hervor, dass die Figur viele Facetten habe, unter anderem sei Max von Baden schwul gewesen, habe das aber nicht offen leben können. Sein Vater habe ihn auf das Buch aufmerksam gemacht.

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