Toleranz: einfach schwer

Joachim Gauck

Eine Untersuchung der Grenzen von Toleranz in modernen Demokratien. Das Buch hinterfragt, ob alles toleriert werden darf, und beleuchtet die Verbindung zwischen Toleranzverständnis und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Basierend auf empirischen Studien wird analysiert, wie autoritäre Tendenzen in der Bevölkerung das Verhalten und die Polarisierung prägen.

Toleranz: einfach schwer

Erwähnungen (2)

Alles gesagt?
🗣 Joachim Gauck referenziert bei ⏱ 05:23:38
„Und ich habe ja voller Erschrecken für die Zunahme von Hass und einer ekelhaften Form der Auseinandersetzung, mich vor drei, vier Jahren entschlossen zusammen mit meiner Co-Autorin Helga Hirsch ein Buch über Toleranz zu machen. Und da habe ich mich auch dieser Frage gestellt, ja dürfen wir denn alles tolerieren?“

Im Kontext der Frage, ob man mit jedem reden sollte, erwähnt Gauck sein zusammen mit Helga Hirsch verfasstes Buch über Toleranz. Er entwickelt darin das Konzept einer ‚kämpferischen Toleranz' — auch gegenüber AfD-Wählern, die er nicht pauschal als Nazis abgestempelt sehen will, sondern die man überzeugen statt verteufeln solle.

ZEIT Bühne
🗣 Joachim Gauck empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:29:58
„Das ist etwas, was ich gelernt habe, als ich mein Toleranzbuch gemacht habe. Helga Hirsch und ich, wir sind da auf Studien gestoßen aus dem angelsächsischen Raum, die untersucht haben, wie viel Prozent einer Gesellschaft äußerst stark autoritär geprägt sind.“

Gauck spricht über die Frage, warum der Liberalismus nicht alle Menschen gleichermaßen anspricht. Er verweist auf sein eigenes Buch über Toleranz, das er gemeinsam mit Helga Hirsch geschrieben hat. Bei der Recherche dazu seien sie auf angelsächsische Studien gestoßen, die zeigen, dass rund 33 Prozent der Menschen in europäischen Gesellschaften eine stark autoritäre Grundprägung haben – eine Erkenntnis, die sein Denken über Demokratie verändert habe.

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