Mauerfall
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Medien (19)
30 Jahre Mauerfall
Stefan Lamby
Dokumentarfilm zum 30. Jahrestag des Mauerfalls (2019), in dem sich Zeitzeugen und Protagonisten der friedlichen Revolution wiederbegegnen. Der Film zeigt Begegnungen ehemaliger Wendeakteure und ermöglicht einen persönlichen Rückblick auf die Ereignisse von 1989. Ein wichtiges historisches Zeitdokument, das die Perspektiven von Beteiligten der deutschen Wiedervereinigung bewahrt.
Abhandlung über die DDR als Zusammenbruchsgesellschaft
Ilko-Sascha Kowalczuk · 2011
Nur wenige welthistorische Ereignisse geschahen so unerwartet wie der Mauerfall vor 20 Jahren. Dennoch kam der Untergang der DDR nicht aus heiterem Himmel. Ilko-Sascha Kowalczuk schildert in diesem Buch, warum und wie es 1989 zur Revolution kam und welche Entwicklungen die Zeit zwischen dem Sommer 1989 und den ersten freien Wahlen vom 18. März 1990 prägten.
Adam und Evelyn
Ingo Schulze
Die Frauen lieben Adam, weil er ihnen Kleider schneidert, die sie schön und begehrenswert machen. Adam liebt schöne Frauen. Wenn sie erst seine Kleider tragen, begehrt er sie alle, und abgesehen davon liebt er Evelyn. Die ertappt ihn eines heißen Augusttages 1989 in flagranti mit einem seiner Geschöpfe. Statt mit Adam fährt Evelyn gemeinsam mit einer Freundin und deren Westcousin nach Ungarn an den Balaton. Adam setzt sich mit seinem alten Wartburg dem roten Passat auf die Spur.
Begründung der Berliner Republik
Johannes Groß
Essayistische Auseinandersetzung mit der Neugestaltung Deutschlands nach dem Mauerfall. Die zentrale These: Mit der Wiedervereinigung endete nicht nur die DDR, sondern auch die alte Bundesrepublik mit ihrem etablierten korporatistischen System. Ein intellektuelles Programm für die Gründung einer neuen, modernen Republik.
Ben de Biel Fotografie (Friedrichshain 1990)
Ben de Biel
Ben de Biel ist ein Fotograf, der in der Zeit des Mauerfalls eindrucksvolle fotografische Arbeiten schuf. Seine Bilder dokumentieren diesen historischen Wendepunkt aus unmittelbarer Nähe und zeigen die Atmosphäre dieser transformativen Periode in Berlin. Ein Foto aus Friedrichshain wird als persönlich bedeutsames Schlüsselbild hervorgehoben, das die historische Relevanz seiner Arbeit unterstreicht.
Der Klang der Familie
Felix Denk, Sven von Thülen
Nach dem Sturz der Mauer stehen überall in Berlin ungenutzte Flächen und Gebäude bereit, mit neuem Leben gefüllt zu werden. Die Besitzverhältnisse sind ungeklärt, und so erobert die Szene aus beiden Teilen der Stadt die neuen Freiräume. Clubs, Galerien, Ateliers und Studios entstehen – oft nur für wenige Wochen. Bald schon ist Berlin Epizentrum einer neuen Kultur, lockt mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk Tausende Anhänger aus aller Welt an.
Erinnerungen
Helmut Kohl · 2014
»Es sind die ersten Jahre meiner Kanzlerschaft: von der Wahl zum Bundeskanzler bis zu den ersten freien Wahlen in der DDR nach dem Mauerfall. Der Weg, der zur deutschen Einheit führte, tritt mal offen zutage, mal verläuft er mehr im Hintergrund. Präsent aber war dieses Ziel immer. Wäre die Geschichte nur in einem Teilbereich anders verlaufen, hätte die Wiedervereinigung noch lange auf sich warten lassen.« Helmut Kohl Vom Nato-Doppelbeschluss bis zur Wiedervereinigung – während seiner Kanzlerscha...
Konzerte am Brandenburger Tor / an der Mauer
Dokumentation über die legendären Konzerte an der Berliner Mauer und dem Brandenburger Tor während des Mauerfalls. Der Film beleuchtet die historische Bedeutung dieser Veranstaltungen, insbesondere das Michael-Jackson-Konzert und das DDR-Gegenkonzert mit Künstlern wie Heinz Rudolf Kunze und Bryan Adams als Symbole der politischen und kulturellen Umwälzung jener Zeit.
Konzerte an der Berliner Mauer (Dokumentation)
· 2009
Die mittelenglische Stadt Manchester in den 70er Jahren: leere Fabrikhallen, Industriebrachen und Trostlosigkeit prägen das Stadtbild. Es ist eine Zeit der Rebellion, der Subkultur und des Punks. Nach einem Konzert der Sex Pistols im Jahr 1977 gründen vier junge Männer die Band Joy Division und machen mit ihren exzentrischen Auftritten schnell von sich Reden. Der Musikmanager Tony Wilson sagt einmal über die Band: "Alle anderen Bands standen auf der Bühne, um Rockstars zu werden und im Showbusi...
Nachrecherche zu Fred Müller im ZEIT Kriminalmagazin
Martin Machowecz
Fred Müller, ein ehemaliger DDR-Häftling, erlebte den Mauerfall 1989 nur im Fernsehen. Zehn Jahre später kam er aus dem Gefängnis in ein fremdes, wiedervereinigtes Deutschland. Zwei Dekaden später recherchierte Martin Machowecz vom ZEIT-Büro Leipzig, wie sich Müllers Leben danach entwickelt hatte, und veröffentlichte die Nachbetrachtung im ZEIT-Kriminalmagazin.
Neues Buch von Jana Hensel
Jana Hensel · 2012
«Ein Bericht aus einem Land, fremder als der Mond.» (Elke Heidenreich) Jana Hensel war dreizehn, als die Mauer fiel. Von einem Tag auf den anderen war ihre Kindheit zu Ende. Die vertrauten Dinge des DDR-Alltags verschwanden gleichsam über Nacht – plötzlich war überall Westen, die Grenze offen, die Geschichte auch. Eine ganze Generation machte sich daran, das veränderte Land neu zu erkunden. Jana Hensel erzählt von ihrem Leben in der Schwebe zwischen Ost und West.
Rede am Alexanderplatz (4. November 1989)
Gregor Gysi · 2008
Das zweibändige Handbuch ist die erste umfassende Gesamtdarstellung der literarischen Verarbeitung von "Wende" und deutscher "Einheit". Band I informiert zunächst ausführlich über den sich nach 1989 rapide verändernden Literaturbetrieb, sprachliche Aspekte der "Wende" und wesentliche Feuilletondebatten. Im Zentrum stehen exemplarische Analysen wichtiger Essays, Tagebücher und Autobiografien, Protokolle, Erzählungen, Romane, Gedichte und Dramen u.a.
Rede zum 10. Jahrestag des Mauerfalls im Deutschen Bundestag
Joachim Gauck
Joachim Gaucks preisgekrönte Rede zum 10. Jahrestag des Mauerfalls 1999 im Bundestag vor Gorbatschow, Bush und Kohl. Sie reflektiert die Kluft zwischen ostdeutschen Träumen und der Realität mit dem berühmten Zitat „Wir träumten vom Paradies und wachten auf in Nordrhein-Westfalen" – eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Euphorie, Enttäuschung und dem schwierigen Ankommensprozess.
Rezension zu Steinmeiers 'Wir'
Gustav Seibt
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht mit „Wir" einen Essay zum Doppeljubiläum der Bundesrepublik (75 Jahre Grundgesetz, 35 Jahre Mauerfall). Er argumentiert, dass Deutschland trotz internationaler Krisen und Vertrauensverlust in die Politik eine gemeinsame Identität brauchen muss – basierend nicht auf Ethnie oder Religion, sondern auf demokratischen Werten und gemeinschaftlichem Handeln. Der Rezensent Robert Misik würdigt zwar die Substanz des Buches, kritisiert aber dessen mangelnde Originalität und fehlende inspirierende Wirkung.
Schabowski
· 2009
24 Stunden, die die Welt veränderten: Am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski, Mitglied und Sprecher des Politbüros des Zentralkomitees der SED, auf einer live im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die neue Reiseregelung der DDR. Sie war von hohen Offizieren des Innenministeriums und der Staatssicherheit erarbeitet worden. Entgegen den Vorgaben der politischen Führung hatten die Verfasser die Möglichkeit einer unbürokratischen Aus- und Wiedereinreise in das Papier geschrieben.
Stern 111
Lutz Seiler · 2020
Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin.
Was macht der Schalk auf Omas Sofa
Sabine Rückert
Sabine Rückert berichtet in diesem ZEIT-Artikel über eine ungewöhnliche Episode aus der Wendezeit: Der DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski, einer der meistgesuchten Männer nach dem Mauerfall, versteckte sich wochenlang im Pfarrhaus ihrer Familie. Rückert schildert diese absurde und slapstickhafte Geschichte, die endet, als ein Familienmitglied den prominenten Flüchtling zufällig entdeckt – eine Episode, deren Titel auf den überraschten Ausruf zurückgeht: "Was macht der auf Omas Sofa?"
Wir brauchen euch / Brief an die Westdeutschen
Jana Hensel
Jana Hensel reflektiert in einem emotionalen Brief an Westdeutsche ihre Erfahrungen als Ostdeutsche zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Sie untersucht, warum Westdeutsche dieses Ereignis nicht als Teil ihrer eigenen Biographie wahrnehmen, und zieht dabei Parallelen zu migrantischen Identitäten, die in Deutschland ähnlich marginalisiert werden. Der Text entstand aus einer gescheiterten Recherche und offenbart die tiefen Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Ost und West.