Studie zur Entlassungspraxis im Maßregelvollzug
Universität Göttingen
Untersuchung der Universität Göttingen zur Entlassungspraxis im Maßregelvollzug. Die Studie analysiert die Rolle von externen und internen Gutachtern bei Entlassungsentscheidungen und offenbart eine dramatische Diskrepanz: Externe Psychiater empfehlen in 30 % der Fälle eine Entlassung, interne Gutachter hingegen in unter 1 %. Dies belegt systemische Unterschiede bei der Beurteilung der Entlassungsreife.
Erwähnungen (1)
„Die Universität Göttingen hat mal eine Studie gemacht, da hat sie untersucht, wer ist dafür verantwortlich, dass Untergebrachte rauskommen. Und da hat man festgestellt, dass externe Gutachter in 30 von 100 Fällen sagen, der kann raus. Aber von den internen Psychiatern gibt es praktisch niemanden, der sagt, der kann wieder raus.“
Sabine Rückert zitiert eine Studie der Universität Göttingen, um die dramatische Diskrepanz zwischen externen und internen Gutachtern zu belegen: Während externe Psychiater in 30 Prozent der Fälle eine Entlassung empfehlen, tut dies intern nur einer von hundert. Die Studie untermauert ihre These, dass das System des Maßregelvollzugs strukturell auf Festhalten statt auf Entlassung ausgerichtet ist.
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