Priming-Studie zu Sicherheitserleben und politischen Positionen
John Bargh
Priming-Studie von Yale-Psychologe John Bargh untersucht psychologische Effekte auf politische Haltungen. Probanden mit reaktionären Positionen erlebten Sicherheits-Imaginationen, danach wurden ihre politischen Überzeugungen gemessen. Viele zeigten sich nach dem Sicherheits-Priming liberaleren Positionen näher, was deutet darauf hin, dass reaktionäre Positionen oft auf unbewussten Angstreaktionen basieren.
Erwähnungen (1)
„Da hat zum Beispiel ein Pionier, ein weltweiter Pionier, der John Bartsch heißt der, in Yale ist der. Und dann hat er spezifische Imaginationen-Angebote, bei denen die Leute so ein inneres Sicherheitserleben aufrufen konnten. Und als die das wirksam aufgebaut hatten, dann wurden sie wieder nach ihren politischen Positionen gefragt. Bei vielen von denen, die die vorher reaktionäre Position hatten, die haben sich jetzt mit dem Erleben von Sicherheit verbunden, den liberalen Positionen angenähert.“
Gunther Schmidt beschreibt eine Priming-Studie des Yale-Psychologen John Bargh, um seine These zu untermauern, dass reaktionäre politische Haltungen oft auf unbewussten Ängsten basieren. In der Studie konnten Probanden mit reaktionären Positionen durch Sicherheits-Imaginationen dazu gebracht werden, sich liberaleren Positionen anzunähern – für Schmidt ein Beleg, dass man AfD-Wähler nicht abwerten, sondern ihre Sicherheitsbedürfnisse achtungsvoll adressieren sollte.
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