Regretting Motherhood
Orna Donath
Soziologische Studie über Mütter, die ihre Mutterschaft bereuen, und die Vereinbarkeitskrise von Mutterschaft und Berufstätigkeit. Donath untersucht, wie die Mutterschaft die berufliche Leistung von Frauen einschränkt und löste damit eine gesellschaftliche Debatte über ambivalente Gefühle gegenüber dem Muttersein aus.
Erwähnungen (3)
„Es gab vor etwa vier, fünf Jahren das Buch Regretting Motherhood. Das war eine Studie von einer Soziologin in Israel, das dann in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden ist, auch auf Deutsch. Die Bücher kann man gar nicht mehr alle lesen zu diesem Thema.“
Largo spricht über das Tabu, dass nicht alle Frauen Kinder haben oder betreuen wollen. Er verweist auf die israelische Studie als Beleg dafür, dass dieses Thema international große Resonanz gefunden hat und mittlerweile breit diskutiert wird. Largo plädiert dafür, Frauen ohne starken Fürsorgewunsch nicht zu verurteilen.
„Über den Hashtag, der 2015 aufkam, nachdem in Israel eine Studie rausgekommen war von der Soziologin Orna Donat. Und die hat eben Frauen befragt.“
Nina Pauer erläutert den Ursprung des Begriffs Regretting Motherhood. Die israelische Soziologin Orna Donat befragte Mütter, ob sie mit ihrem heutigen Wissen noch einmal Mutter werden würden. Die qualitative Studie löste 2015 eine breite gesellschaftliche Debatte aus und wurde zum Hashtag.
„Hat mir denn niemand gesagt, dass ich gar nicht mehr so arbeiten kann wie ein Mann in dem Moment, wo ich ein Baby zu Hause habe? Und sie hat eigentlich aus diesem Problem auf das sie so vehement hingewiesen hat, so ein bisschen als eine der Ersten in dieser Welle, die man später Regretting Motherhood genannt hat.“
Im Gespräch über Rachel Cusks Werk 'Lebenswerk' und deren Thematisierung der Schwierigkeiten schreibender Mütter verweist Alexander Cammann auf die spätere gesellschaftliche Debatte 'Regretting Motherhood', die auf Orna Donaths gleichnamige soziologische Studie zurückgeht. Cusk wird als Vorläuferin dieser Debattenwelle eingeordnet.
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